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Die Mumie Drucken E-Mail
Eher unbefriedigender Start ins "Dark Universe" Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Donnerstag, 08 Juni 2017
 
 
Life
Originaltitel: The Mummy
Produktionsland/jahr: USA 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Secret Hideout/Universal Pictures
Regie: Alex Kurtzman
Produzenten: U.a. Sarah Bradshaw, Sean Daniel, Chris Morgan & Alex Kurtzman
Drehbuch: David Koepp, Christopher McQuarrie & Dylan Kussman
Filmmusik: Brian Tyler
Kamera: Ben Seresin
Schnitt: Gina Hirsch, Paul Hirsch & Andrew Mondshein
Genre: Action/Fantasy
Kinostart Deutschland: 08. Juni 2017
Kinostart USA: 09. Juni 2017
Laufzeit: 110 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Tom Cruise, Sofia Boutella, Russell Crowe, Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance u.a.


Kurzinhalt: Irak. Nick Morton ist Fernaufklärer bei den U.S.-Truppen und muss mit ansehen, wie uralte Zeugnisse in der Wiege der Zivilisation absichtlich zerstört werden. Doch er und sein Freund Chris, versuchen immer vor solchen Angriffen, Kulturgüter zu retten. Bei ihrer letzten Schatzsuche kommen sie jedoch vermeintlich zu spät und müssen die Hilfe ihrer Einheit in Anspruch nehmen. Unbeabsichtigt öffnet die Luftunterstützung eine uralte Kammer, doch es ist kein Grabmal, sondern ein Gefängnis, für das Übel aller Übel…

Review: Szenenbild. Das ist also die wiedermal erste Monsterfilmneuauflage aus dem Hause Universal und ihrem "Dark Universe". Ich war der Auffassung, dass bereits "Dracula Untold" von 2014 dieses neue Shared Universe (insbesondere mit Blick auf die letzte Szene des Films) aufgemacht hat, aber Produzent und Regisseur Alex Kurtzman plant bereits einen neuen Dracula, der in "sein" Dark Universe passt. Mit Michael Fassbender. Der nächste Film der Reihe wird 2019 jedoch "Frankensteins Braut" mit Javier Bardem. Doch kommen wir zu Tom Cruise als Halsabschneider und Grabräuber. Das funktioniert nämlich mal so überhaupt nicht. Er versucht anfänglich noch locker wie ein Indiana Jones oder Nathan Drake rüberzukommen, aber das scheitert an seiner Mimik und typischen Actionfigur. Das wirkt krampfhaft und übertrieben und passt eben nicht zum selbstlosen Helden, den er sonst gibt und zu dem er natürlich auch in "Die Mumie" wird. Er spielt sich halt ausschließlich selbst, so dass es sehr auffällt, wenn er mal etwas anderes versucht. Es ist wie wenn Briten versuchen, Amerikaner zu spielen, und zwischendurch den Akzent vergessen.

Der zweite große Kritikpunkt hängt auch mit Tom Cruise in der Hauptrolle zusammen. "Die Mumie" ist nicht witzig. Ich bin mit "Die Mumie" von 1999 aufgewachsen und der Cast um Brendan Fraser ist der Grund, warum die beiden ersten Filme auch heute noch funktionieren. Sie haben echten Humor und nicht nur ein paar eingestreute Witze von einem untoten Comic Relief. Viel Story hatten die Filme ja nie, aber dieser hier hat weder Story NOCH Humor. Diese Mumienverfilmung nimmt sich viel zu ernst, obwohl sie die alten Filme der Jahrtausendwende ständig zitiert. Ich mag eigentlich die Filme mit Tom Cruise, auch wenn ich von ihm als Person nicht viel halte. Das ist hier definitiv anders. Leider hilft die restliche Besetzung auch nicht. Insbesondere Annabelle Wallis als Cruises weibliches Pendant ist extrem unterentwickelt und langweilig angelegt. Russell Crowe als Dr. Henry Jekyll und seine Geheimorganisation, die als Bindeglied zwischen den Dark-Universe-Filmen dienen soll, sind noch das Interessanteste am Film. Die Mumie, oder Prinzessin Ahmanet, wird von Sofia Boutella gespielt, und ist tatsächlich ein Highlight. Sie spielt mit Verwundbarkeit und Macht um ihr Ziel zu erreichen. Sie war u.a. Gazelle in "Kingsman" und Jaylah in "Star Trek: Beyond". Das dritte Problem von "Die Mumie" ist, dass es ganz offensichtlich ein "Universe Builder" ist und - ganz ähnlich wie bestimmte Marvel-Filme - darunter leidet, sich zu sehr auf die Grundlage dessen, was noch kommen soll, zu konzentrieren, als auf sich selbst. Man kann von "Dracula Untold" halten was man will, hier wurde dieser Aspekt auf die Szene nach den Credits geschoben, während man im Film selbst alle Zeit hatte, sich auf dessen Inhalt zu konzentrieren. Alles andere war schon gut gemacht. Die technische Seite ist völlig okay und auch Brian Tylers Filmmusik gefällt mir. Selbst die visuellen Anleihen und Props aus dem 1999er "Die Mumie" hätten mich nicht gestört, wenn doch nur etwas mehr Futter unten drunter gewesen wäre.

Fazit: "Die Mumie" ist ein unbefriedigendes Flickwerk von Ideen und Figuren, die nicht recht zueinanderpassen wollen. Obwohl einige Rollen gut funktionieren, sind andere sehr unglaubwürdig und reißen einen aus dem Geschehen. Dieses ist durchaus ansehnlich und actiongeladen, aber es fehlt die gewisse Leichtigkeit, die man von den "Vorgängern" kennen kann. Als Auftakt zu einem neuen Filmuniversum von altbekannten Monstern taugt es schon, steht aber nicht recht für sich.

Wertung:5 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2017 Universal Pictures)


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