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Alien: Covenant Drucken E-Mail
Ridley Scott lässt wieder die Alien-Puppen tanzen Kategorie: Filme - Autor: Jan Arne Schmock - Datum: Donnerstag, 18 Mai 2017
 
 
Alien: Covenant
Originaltitel: Alien: Covenant
Produktionsland/jahr: USA 2017
Bewertung:
Studio/Verleih: Scott Free Productions/20th Century Fox
Regie: Ridley Scott
Produzenten: U.a. David Giler, Walter Hill, Mark Huffam, Michael Schaefer & Ridley Scott
Drehbuch: John Logan & Dante Harper
Filmmusik: Jed Kurzel
Kamera: Dariusz Wolski
Schnitt: Pietro Scalia
Genre: Science Fiction/Horror
Kinostart Deutschland: 18. Mai 2017
Kinostart USA: 19. Mai 2017
Laufzeit: 122 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Noch nicht vorbestellbar
Mit: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demian Bichir, Carmen Ejogo, Jussie Smollett, Callie Hernandez, Amy Seimetz u.a.


Kurzinhalt: Als die Crew eines Kolonieschiffes vorzeitig aus ihrem langen Schlaf erwacht und die restlichen Jahre zu ihrem Ziel wie eine Ewigkeit erscheinen, kommt die Entdeckung eines anderen, scheinbar unbewohnten Planeten gerade Recht als Alternative. Als sie sich der dort lauernden Gefahren bewusst werden, versuchen sie alles um zu entkommen…

Review: Szenenbild. Ridley Scott macht wieder einen Film, der das Wort "Alien" im Titel trägt. Nachdem er mit "Prometheus" immer wieder darauf bestand, nicht wirklich einen Alien-Film zu machen, obwohl dieser nun offensichtlich nicht nur im selben Universum spielt, sondern auch die Vorarbeit zum Klassiker von 1979 beginnt. "Alien: Covenant" setzt 10 Jahre nach dem Ende von "Prometheus" an. Der als "Prolog: The Crossing" im Werbematerial aufgetauchte Kurzfilm, schlägt die Brücke zum Vorgänger und wird in "Covenant" als Rückblende zu sehen sein. Erneut treffen wir auf eine Crew, die entgegen besserem Wissen handelt. Zuletzt war das in "Life" negativ aufgefallen und natürlich auch ein großer Kritikpunkt an "Prometheus". Die Crew der Covenant setzt die gesamte Kolonisierungsmission aufs Spiel, nur weil nach einem Unfall keiner mehr in die Schlafkapseln zurück will. Und so kommt es wie es kommen muss. Bis auf wenige Figuren sind alle anderen eher Alienfutter und werden daher auch keinerlei Charakterentwicklung ausgesetzt. Diese paar machen ihre Sache schon recht gut, werden aber von Michael Fassbender, in seiner Android-Doppelrolle, an die Wand gespielt. Wir sehen den eiskalten David wieder und seine nicht-so-menschliche Überarbeitung Walter, der als Crewmitglied der Covenant mit auf dem Planeten eintrifft. Der krasse Unterschied in der Persönlichkeit wird nicht nur durch die Haarfarbe der Androiden verdeutlicht. Fassbender zaubert hier einen Gollum/Smeagol aus dem Hut und liefert eine großartige, wenn auch gruselige Performance.

Das sieht schon alles sehr gut aus, aber das war auch schon nicht das Problem von "Prometheus". "Alien: Covenant" bringt ein paar neue einfallsreiche Geburtsszenen mit und dreht generell den Blutfaktor ordentlich nach oben. So ist dann auch die erste Szene mit einem Facehugger recht krass, obwohl wir das natürlich schon oft so gesehen haben. Neben Katherine Waterston ("Phantastische Tierwesen..."), die im Grunde die Rolle von Ripley oder Shaw übernimmt, gibt es noch Billy Crudup, dessen Figur in eine Rolle gedrängt wird, die etwas zu viel für sie ist und Danny McBride, der denn Piloten der Crew spielt. Für seine Verhältnisse, tut er das recht ordentlich. Normalerweise ist er ja der Vertreter des perfiden Humors und seine Rollen sind eher anstrengend anzusehen. Die Elemente, die einen Alienfilm ausmachen sind alle da und es scheint auch genau so angelegt zu sein. Leider ist er weder besonders gut noch besonders schlecht. Handwerklich solide, aber eben auch kein Topfilm. Damit erfüllt er, für mich, nicht die sehr hohen Erwartungen, die viele an den Nachfolger von "Prometheus" geknüpft haben dürften. Die Geschichte war im Großen und Ganzen auch wenig überraschend. Im Gegenteil, sie war eher vorhersehbar. Die In "Prometheus" aufgeworfenen Fragen werden kaum berührt und sind weiterhin offen. Darauf, dass Scott diese Fragen in einem dritten Teil zur Genüge beantworten wird, würde ich nicht wetten.

Szenenbild. Leider gibt es kaum mehr zu "Alien: Covenant" zu sagen. David hört gerne Wagner und abgesehen davon, liefert Jed Kurzel eine durchaus hochwertige Filmmusik ab. Zuvor lieferte er für Fassbenders "Assassin's Creed" und "Macbeth" die Filmmusik, die mir jetzt nicht so in Erinnerung blieb. Die Kameraarbeit war ja schon in "Prometheus" toll und Dariusz Wolski darf erneut an die Hebel der Macht. Es sieht – wie gesagt – alles sehr gut aus. Technisch gibt es nichts zu beanstanden, aber gerade so Alien-typische Momente wirken dann wie hastig auf eine metaphysische Debatte genagelt. Diese Debatte wurde mit dem Schöpfungsakt zu Beginn von "Prometheus" losgetreten und hier hauptsächlich zwischen David und Walter fortgesetzt, aber lässt den Zuschauer unbefriedigt zurück. Ganz ehrlich stört mich die grenzenlose Dummheit, die wiedereinmal (siehe "Life" oder "Prometheus") als gegeben angenommen werden muss, sonst gäbe es keinen Film. Die gesamte Crew scheint eigentlich ungeeignet für ihre Aufgabe. Zu der gehört auch die Sorge um über 2.000 Kolonisten im Laderaum. Die Aufgabe wird für zu viel Neugier einfach über Bord geworfen und dann teuer bezahlt. Das könnte man alles verzeihen, wenn es eine spezielle Mission zum Planeten gewesen wäre, oder ein Unfall sie dort hätte abstürzen lassen. Dann hätte die Crew keine Wahl gehabt. Aber so wird der Geduldsfaden der Zuschauer schon sehr stark gedehnt.

Fazit: Eventuell hat "Alien" sich überlebt und als Franchise einfach keine Zukunft. Trotz einiger hervorragender Elemente, schafft Scott es nicht, diese zu einem gefälligen Gesamtwerk zusammenzufügen. Die 2 Stunden des Films fühlen sich unverhältnismäßig lang an, was nur auf einen dünnen Plot hinweisen kann, der von zu viel Stille umgeben ist. Es passiert in gewissen Momenten zwar dann auch recht kompakt viel, aber insbesondere in der ersten Hälfte zieht sich "Alien: Covenant" ganz schön hin.

Wertung:6 von 10 Punkten
Jan Arne Schmock
(Bilder © 2017 20th Century Fox)


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