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Iron Fist - 1x02: Der schwarze Adler spreizt seine Schwingen Drucken E-Mail
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Shadow Hawk Takes Flight
Episodennummer: 1x02
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 30.09.2016 (Netflix)
Drehbuch: Scott Buck
Regie: John Dahl
Hauptdarsteller: Finn Jones als Danny Rand, Jessica Henwick als Colleen Wing, Jessica Stroup als Joy Meachum, Tom Pelphrey als Ward Meachum, David Wenham als Harold Meachum.
Gastdarsteller: Toby Nichols als Young Danny Rand, David Furr als Wendell Rand, Victoria Haynes als Heather Rand, Murray Bartlett als Paul Edmonds, James Hindman als Simon, Barrett Doss als Megan, Alex Wyse als Kyle, Marquis Rodriguez als Darryl, Donté Grey als Caleb, Michael Maize als Dink, Adam Feingold als Joe the Orderly, Zakiya Young als Nurse Smith, David Lomax als Orderly u.a.


Kurzinhalt: Nachdem ihn Joy und Ward Meachum betäubt haben, erwacht Danny Rand an ein Bett geschnallt in einer psychiatrischen Anstalt. Er versucht den ihn behandelnden Arzt von seiner Identität zu überzeugen, doch dieser verweist ihn auf einen Reisepass der bei ihm gefunden wurde und den Namen "Joe Anderson" ausweist. Nun wäre Danny ja grundsätzlich bereit, die 72 Stunden die sie ihn auch gegen seinen Willen in der Anstalt behalten können abzusitzen, dann jedoch erfährt er von einem anderen Patienten, dass die meisten von ihnen schon seit Monaten wenn nicht gar Jahren eingesperrt sind, weil die Ärzte immer andere Diagnosen gefunden haben um sie festzuhalten. In seiner Verzweiflung wendet er sich an die einzige Person, die er neben den Meachums noch kennt: Colleen Wing. Doch die scheint nicht gewillt, ihm zu helfen. Währenddessen beginnen sowohl Joy, Ward als auch Harold Meachum zunehmend zu glauben, dass es sich bei ihrem geheimnisvollen Besucher tatsächlich um Danny Rand handeln könnte…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix "Der schwarze Adler spreizt seine Schwingen" ist eine sehr schräge Episode, die gerade auch als erst zweite Folge der Serie sehr unglücklich gewählt scheint. So fragte ich mich gerade auch zu Beginn, was man damit bezweckte. Ich hoffe doch, die haben nicht echt gedacht, man könnte als Zuschauer glauben, dass es sich bei Danny nur um einen Spinner handelt, oder? Auch Danny machte mit seinem gesamten Verhalten in der Folge leider nicht wirklich Punkte bei mir. Das beginnt schon bei der Szene, wo der andere Patient ihn herumführt, und sie an einen Raufbold geraten. Natürlich war der Kerl nur auf Stunk aus und wissen wir alle, dass sein Vorwurf gegenüber Danny ungerechtfertigt war. Nur, ein geruhsamerer Mensch – wie man sich das eigentlich von jemandem, der fünfzehn Jahre in einem Kloster verbracht hat, erwarten würde – hätte die "high road" genommen und sich entschuldigt. Danny hingegen nutzte die Gelegenheit gleich wieder, um seine Kampffertigkeit unter Beweis zu stellen – an der jedoch nach der letzten Folge eh kein Zweifel mehr bestand. Wobei es immerhin zugleich zeigt, dass er nicht über die innere Ruhe verfügt, um von einem Kampf zurückzuweichen – was theoretisch eine interessante Charaktereigenschaft sein könnte. Mal schauen, ob die Macher sich mit dieser in Zukunft noch näher auseinandersetzen werden.

Erstmals wirkte Danny jedenfalls hier eher dämlich, oder zumindest wie ein ungeschicktes Nerverl, weil dass ihm ein Kampf nicht gerade dabei hilft, bald entlassen zu werden, sollte er sich denken können. Unklar war mir auch, warum er nicht gleich zugibt, dass es sich um seinen – gefälschten – Pass handelt (was zugleich die Frage aufwirft, warum er sich denn überhaupt einen eben solchen beschafft hat, statt sich unter seinem richtigen Namen an die amerikanische Botschaft zu wenden). Am dämlichsten war dann aber natürlich zweifellos, wie er dem Psychiater von seinem Aufenthalt in K'un-Lun erzählt, dem mysteriösen Kloster, dass nur alle fünfzehn Jahre zugänglich ist, und bei dem es sich um eines der sieben Hauptstädte des Himmels handelt. Mit Verlaub: Der Kerl ist in der Klapse, weil man ihn für verrückt hält – und dann kommt er mit so einer Story daher? Das fand ich dann doch schwer zu schlucken. Weitere Kritikpunkte: Gibt’s eigentlich noch einen klischeehafteren Meditations-Spruch als Om Mani Padme Hum? Hätte man sich da nicht was Originelleres einfallen lassen können? Dass ein anderer Patient einfach so in sein Zimmer reinmarschieren und ihn fast töten kann, fand ich auch eher unplausibel (Was ist das für 1 Security?) Schade fand ich auch, dass man die Gelegenheit, uns einen Einblick in seine Erlebnisse im Kloster zu geben – abseits ein paar nichtssagender Einstellungen des meditierenden Danny auf dem Gipfel – ungenutzt verstreichen ließ. Stattdessen gab's teilweise die gleichen Rückblenden wie schon bei der letzten Folge. Gähn. Das ganze Chi-Gebrabbel war mir zudem viel zu mystisch. Und sein Gedächtnis fand ich bewunderswert, um nicht zu sagen unglaubwürdig, weil ich könnte euch beim besten Willen den Namen meiner Volksschullehrerin nicht mehr nennen. Die ganze Familienintrige rund um Bruder, Schwester, verstecktem Daddy, und wie sie ursprünglich versuchen Danny loszuwerden, war mir zudem wieder einmal viel zu intrigant-soapig, à la Dynastien-Serien wie "Dallas" und "Denver Clan". Und bei der Test-Attacke auf Colleen Wing musste ich unweigerlich an Inspektor Clouseau denken, was in dem Moment wohl auch nicht die günstigste Assoziation war. Immerhin, die erste Aktivierung der goldenen Faust sowie Harolds Reaktion als Danny die Hand erwähnt – was zusammen mit dem Abdruck auf dem Fenster andeutet, dass er unter deren Knute steht, und sich hier somit eine interessante Allianz bilden könnte – verhinderten knapp, dass die Serie nach dem ohnehin schon enttäuschenden Einstieg noch weiter abstürzt.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix "Der schwarze Adler spreizt seine Schwingen" trug leider nicht dazu bei, mich mit der Serie zu versöhnen. Vor allem den Plot rund um die psychiatrische Anstalt fand ich überaus seltsam und ungeschickte gewählt. Danny selbst agiert teilweise selten dämlich und gewann so bei mir leider auch bei seinem zweiten Auftritt keine Sympathiepunkte – wie ich ihn generell bislang für eine ungemein uninteressante Figur halte, die sich einzig durch ihre Funktion definiert. Auch die ganze soapige Familien- und Intrigengeschichte stieß mir wieder überaus sauer auf. Und generell war da wenig bis gar nichts, was mich interessiert geschweige denn gepackt hätte. Insgesamt kann ich mich bei "Iron Fist" bislang des Eindrucks nicht erwehren, dass den Machern bewusst war, dass sich das ohnehin jeder der bislang "Daredevil", "Jessica Jones" und "Luke Cage" gesehen hat, in Erwartung bzw. Vorbereitung auf die "Defenders" ansieht, und sie sich somit eh nicht bemühen mussten, eine gute Serie abzuliefern. Was aber vielleicht eh tröstlicher ist, als sie hätten es versucht, und wären – zumindest bislang – derart phänomenal damit gescheitert.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Marvel/Netflix)




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