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Lion: Der lange Weg nach Hause Drucken E-Mail
Ein junger Mann sucht nach seiner Heimat Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 25 Februar 2017
 
Oscar-SPECiAL

 
Lion
Originaltitel: Lion
Produktionsland/jahr: USA 2016
Bewertung:
Studio/Verleih: See-Saw Films/Universum Film
Regie: Garth Davis
Produzenten: U.a. Iain Canning, Angie Fielder & Emile Sherman
Drehbuch: Luke Davies, nach dem Buch von Saroo Brierley
Filmmusik: Volker Bertelmann & Dustin O'Halloran
Kamera: Greig Fraser
Schnitt: Alexandre de Franceschi
Genre: Drama
Kinostart Deutschland: 23. Februar 2017
Kinostart USA: 06. Januar 2017
Laufzeit: 118 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD, Buchvorlage
Mit: Sunny Pawar, Abhishek Bharate, Priyanka Bose, Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman, David Wenham u.a.


Kurzinhalt: Der kleine Saroo lebt mit seiner Mutter, seinem großen Bruder sowie seiner kleinen Schwester in einem kleinen, abgelegenen Dorf in Indien. Eines Tages besteht er darauf, seinen Bruder zur Arbeit in der Nacht zu begleiten, ist dann jedoch zu müde, mit ihm mitzukommen, woraufhin ihn dieser am Bahnhof zurücklässt. Nachdem er eine Weile auf ihn gewartet hat, begibt sich Saroo in einen leerstehenden Zug, wo er dann schließlich einschläft. Als er wieder erwacht, ist dieser unterwegs – und da es sich um einen Zug handelt, der außer Betrieb genommen werden soll, hält dieser auch nirgends an, und reist mehrere Tage lang ohne Pause, ehe sie dann schließlich Kalkutta erreichen. Doch Saroo spricht die dortige Sprache nicht, und gerät deshalb nach einigen unerfreulichen Begegnungen in ein Waisenhaus. Ein paar Wochen später, und nachdem die dortigen Behörden alles versucht haben, um seine Familie aufzuspüren, gibt man ihn zur Adoption frei. Ein australisches Ehepaar meldet sich, um ihn bei sich aufzunehmen. Zwanzig Jahre später ist aus dem kleinen Buben ein junger Erwachsener geworden. Doch seine Vergangenheit lässt ihn immer noch nicht los, und er wird immer wieder an Erinnerungen an seine alte Familie in Indien geplagt. Als seine Studenten-Kollegen vorschlagen, mit Hilfe des Internets und Google Earth nach seinem Heimatdorf zu suchen, werden seine entsprechenden Bemühungen schon bald zu einer Obsession…

Review: Szenenbild. Nach dem Trailer hatte ich es bereits befürchtet, und es sollte sich dann leider auch beim Film bewahrheiten: Ich tat mir leider etwas schwer, so richtig in "Lion" hineinzufinden und in die Handlung eintauchen zu können, da ich – selbst im Bewusstsein, dass es sich hier um die Verfilmung einer wahren Geschichte handelt – zu Beginn immer wieder "Slumdog Millionär" im Kopf hatte. Es gibt einfach doch einige Parallelen, angefangen von Dev Patel, über die Darstellung "seiner" Kindheit, den Brüdern auf dem Zug, und so weiter. Erschwerend kommt halt noch hinzu, dass ich Danny Boyles Film wirklich liebe – und so wirkte "Lion" zu Beginn auf mich (auch wenn ich auf intellektueller Ebene wissen mag, dass dies eine Fehleinschätzung ist) wie ein Trittbrettfahrer. Nach seiner Ankunft in Kalkutta gelang es mir dann etwas besser, dies auszublenden, und ich kam langsam in die Story hinein. Sehr gut fand ich auch seine Ankunft bei seiner neuen Familie in Australien, wobei dann wiederum der Sprung zwanzig Jahre in die Zukunft doch auch etwas plötzlich und damit irritierend war.

Dennoch begann dann für mich einer der stärksten Abschnitte des Films. Dev Patel spielt den erwachsenen Saroo sehr gut, und auch die Chemie zwischen ihm und Rooney Mara stimmt. Und Anfangs konnte ich mit ihm durchaus noch mitfühlen. Jeder von uns wird bis zu einem gewissen Grad von seiner Vergangenheit, Herkunft und Heimat geprägt. Sie sind Teil unserer Identität. Und eben dies zu verlieren muss ungemein hart und schwierig sein. Auch seine Überlegungen, wie sein Bruder und seine Mutter jahrelang nach ihm gesucht haben, und sich auch nach all der Zeit noch wundern werden, was mit ihm passiert ist, war absolut nachfühlbar. Leider aber zog man dann seine fast schon zur Obsession werdende Suche nach seinem Heimatdort für meinen Geschmack doch zu sehr hinaus. Zumal mir persönlich recht früh klar war, wie das ganze ausgehen würde, und tatsächlich konnte ich die Ereignisse bzw. Erkenntnisse nach seiner Rückkehr nach Indien 1:1 vorhersagen. Insofern wartete ich an diesem Punkt einfach nur mehr darauf, dass der Film endlich dort ankommt, und fand den betreffenden Mittelteil doch recht zäh und mühsam. Was ihn dann zumindest teilweise wieder herausreißt, ist dann aber das Ende, das – obwohl es genauso verlief wie ich das kommen sah (und das, obwohl ich mich im Vorfeld nicht im Geringsten über den Film informiert hatte) die gewünschte emotionale Wirkung bei mir nicht verfehlte. Wobei, ganz ehrlich: Bei dieser Ausgangssituation müsste, damit das der Fall wäre, entweder ich ein herzloser Bastard oder die Filmemacher völlig inkompetente Idioten sein – was beides nicht der Fall war. Wobei ich auch das Ende leider nicht ganz ungetrübt genießen konnte. So war mir die letzte Szene auf den Schienen wiederum zu aufgesetzt (und auch diese konnte ich vorhersagen), und die Realaufnahmen zerstören zusammen mit dem tonal sehr unpassenden Lied die zuvor vom Film mühselig aufgebaute Stimmung leider völlig. Insgesamt halte ich "Lion" jedenfalls für einen fehlerbehafteten, jedoch wenn einen die Story anspricht nichtsdestotrotz durchaus sehenswerten Film.

Fazit: Szenenbild. "Lion" gelang es leider nur streckenweise, mich so richtig mitzureißen. Vor allem Anfangs tat ich mir schwer, in den Film hineinzufinden, da ich ständig den fantastischen "Slumdog Millionär" vor den Augen hatte. Mit der Zeit fiel es mir dann zwar leichter, mich auf ihn einzulassen und in die Handlung hineinzufinden, und vor allem auch die ersten paar Szenen mit Dev Patel und in weiterer Folge dann Rooney Mara waren sehr nett. Angesichts des für mich klaren Ausgang des Geschehens, den ich in allen Details genau voraussah, begann sich der Film aber leider während Saroos Suche nach seiner Heimat für mich doch ziemlich zu ziehen. An dieser Stelle hätte man dann doch die Schere ansetzen können, um schneller an den – dann wieder höchst emotionalen – Schlusspunkt zu gelangen. Zumal leider selbst das Ende dann für mich nicht ganz ungetrübt verlief. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte an sich absolut erzählenswert, von Garth Davis solide inszeniert, und vor allem von allen Beteiligten – insbesondere Patel, Kidman und Mara – fantastisch gespielt. Meine Anlaufschwierigkeiten wegen "Slumdog Millionär", der zähe und zu ausgedehnte Mittelteil, die aufgesetzte letzte Szene auf den Schienen sowie der Bruch mit den Realaufnahmen während des Abspanns taten ihm in meinen Augen aber doch etwas weh.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Universum Film)


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