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Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen Drucken E-Mail
Drei afroamerikanische Frauen als Heldinnen der NASA Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 20 Februar 2017
 
Oscar-SPECiAL

 
Hidden Figures
Originaltitel: Hidden Figures
Produktionsland/jahr: USA 2016
Bewertung:
Studio/Verleih: Levantine Films/20th Century Fox
Regie: Theodore Melfi
Produzenten: U.a. Peter Chernin, Donna Gigliotti & Theodore Melfi
Drehbuch: Theodore Melfi & Allison Schroeder, nach dem Buch von Margot Lee Shetterly
Filmmusik: Benjamin Wallfisch, Pharrell Williams & Hans Zimmer
Kamera: Mandy Walker
Schnitt: Peter Teschner
Genre: Drama
Kinostart Deutschland: 02. Februar 2017
Kinostart USA: 06. Januar 2017
Laufzeit: 127 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 0
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD, Buchvorlage
Mit: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons, Mahershala Ali, Aldis Hodge, Glen Powell u.a.


Kurzinhalt: Anfang der 60er ist das Rennen rund um den Weltraum zwischen den USA und Russland in vollem Gange, wobei die Russen zuletzt mit dem ersten Satelliten und dem ersten bemannten Raumflug konsequent die Nase vorn hatte. Drei afroamerikanische Frauen arbeiten ursprünglich in der Rechenabteilung der NASA, fühlen sich bzw. werden jedoch zu höherem berufen. Mary Jackson strebt eine Stelle als Ingenieurin an, doch ihre Bewerbung wird aufgrund neuer Bestimmungen über die dafür erforderliche Ausbildung abgelehnt. Um sich doch noch erfolgreich bewerben zu müssen, muss sie das Gesetz zur Rassentrennung in Schulen bekämpfen. Dorothy Vaughan erkennt indes mit dem ersten gelieferten IBM-Computer die Zeichen der Zeit. Sie weiß, wenn sie ihre Rechen-Mädels nicht auf das Gerät einschult, werden sie schon bald alle ihren Job verlieren. Doch obwohl sie nun schon seit längerem die Aufgaben eines Supervisors übernimmt, weigert sich die NASA, ihr diesen Titel – und das damit einhergehende Gehalt – auch zuzugestehen. Katherine G. Johnson wiederum ist ein Mathematik-Genie, und wird deshalb auch der Arbeitsgruppe jener Wissenschaftler zugeteilt, welche die korrekte Flugbahn für den ersten bemannten Raumflug berechnen sollen, damit Astronaut John Glenn auch wieder heil auf die Erde zurückkehrt. Doch auch sie hat gegen zahlreiche Widerstände zu kämpfen, um jenen Respekt und jene Anerkennung zu erhalten, die ihr für ihre Arbeit gebührt…

Review: Szenenbild. Basierend auf wahren Ereignissen, erzählt "Hidden Figures" von drei afroamerikanischen Frauen, die in den 60ern für die - im Bibelgürtel angesiedelten – NASA tätig waren, und der Wesentlichen – und bislang weitestgehend unbekannten – Rolle, die sie beim Weltraumprogramm gespielt haben. Ihre Geschichte nun, über fünfzig Jahre später, endlich zu erzählen, ist grundsätzlich richtig, wichtig und gut. Den Film an sich fand ich jedoch leider "nur" ok. Meines Erachtens gab es in den letzten Jahren einfach doch noch ein paar wesentlich prägnantere und wie ich finde auch wichtigere Filme, die sich dem Thema der Rassentrennung und -diskriminierung widmeten. Etwas kritisch bin ich auch bezüglich des trügerischen Bildes, das man durch ihn gewinnen könnte – nämlich, dass mittlerweile eh alles ok sei. So wichtig ich es auch finde, sich der eigenen problematischen Geschichte bewusst zu sein, so darf man darob dennoch auch nicht den Blick darauf verlieren, dass es auch heute noch Benachteiligungen gibt – wenn diese auch nicht mehr so offensichtlich zu Tage treten mögen wie damals. Vor allem aber fand ich, dass "Hidden Figures" im Mittelteil doch vergleichsweise eingeschlafen ist, und sich etwas zu ziehen begann.

Über jeden Zweifel erhaben sind hingegen die schauspielerischen Leistungen. Taraji P. Henson übernimmt dabei die Rolle der genialen Mathematikerin Katherine G. Johnson, die vor ein paar Jahren für ihre Arbeit von Präsident Obama geehrt wurde. Zu sehen, wie sie gelernt hat, möglichst nicht aufzufallen und anzuecken, und es lieber in Kauf nimmt, jeden Tag mehrmals in ein anderes Gebäude zu laufen, nur um aufs WC zu gehen, ist herzzerreißend mitzuerleben. Umso mehr freut man sich über jene Momente, wo sie beginnt, langsam an Selbstvertrauen zu gewinnen und gegen Vorurteile und Diskriminierung anzukämpfen. Ihre Entwicklung darf dabei wohl – so wie bei den anderen Frauen auch – als bildhaft für die afroamerikanische Bevölkerung in den USA generell verstanden werden. Octavia Spencer wiederum schlüpft in die Rolle von Dorothy Vaughan, die sich im Verlauf des Films zum Supervisor mausert. Ihre Rolle hier erinnerte mich teilweise an ihre Figur aus "The Help"; es hätt' mich z.B. nicht gewundert, wenn sie Kirsten Dunst einen ganz besonderen Kuchen gebacken hätte. Insgesamt füllt aber auch sie diese Rolle sehr gut aus. Sehr gut gefallen hat mir auch die mir bislang unbekannte Janelle Monáe als Ingenieurin Mary Jackson, die von vornherein die aufgeweckteste, selbstbewussteste und frechste der drei Frauen ist, und ebenfalls ihren Kampf zur Gleichberichtigung auszufechten hat. Unter sich bilden sie letztendlich den Kampf Afroamerikaner zu Gleichberichtigung an vielen verschiedenen Fronten – wie bei der Bildung, dem Gehalt, der Bereitstellung gleicher Chancen, der Anerkennung für geleistete Arbeit – ab.

Szenenbild. Aus dem Rest der Besetzung stachen für mich dann noch Kevin Costner als guter, Kathryn unterstützender und gegen die Rassentrennung antretender Boss, sowie Jim Parsons als ihr "besorgter" Kollege auf, dessen Rassismus – so wie man das ja auch heutzutage immer wieder beobachten kann – in erster Linie von der Angst motiviert zu sein scheint, seine Stellung zu verlieren. Nicht, dass es das besser machen würde, versteht sich. Angesichts meiner Kritik am Mittelteil des Films ist es wenig überraschend, dass mir Einstieg und Ausklang ganz besonders gut gefallen konnten. Gleich zu Beginn gibt es eine nette Szene rund um eine Polizeikontrolle nach einer Autopanne, welche die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten der drei Frauen treffend auf den Punkt bringen und sie uns so in kürzester Zeit vorstellen. Auch das Finale rund um den ersten bemannten Raumflug der USA fand ich dann wieder sehr gelungen. Und generell gab es zwischendurch immer wieder ein paar witzige Szenen und Dialoge, die trotz der grundsätzlich ja ernsten Thematik immer wieder für Erheiterung sorgten. Letztendlich kommt "Hidden Figures" jedoch bei mir, trotz aller positiven Aspekte, über das Prädikat "nett" nicht hinaus.

Fazit: Bei "Hidden Figures" gibt es in meinem Inneren einen interessanten Zwiespalt. Grundsätzlich finde ich es wichtig, richtig und gut, dass diese Geschichte erzählt wurde, und die unerkannten Heldinnen der NASA nun spät aber doch noch jene Anerkennung erhalten, die sie sich verdient haben. Den daraus resultierenden Film fand ich nur halt leider "nur" ok. Gut gefallen konnten mir die gute, unterschiedliche Charakterisierung der drei Hauptfiguren, die schauspielerischen Leistungen der gesamten Besetzung, die trotz der ernsten Thematik amüsanten Momente zwischendurch, der gelungene Einstieg, sowie das packende (wenn auch im Ausgang von vornherein klare) Finale. Im Mittelteil gab's jedoch meinem Empfinden nach einen ziemlichen Hänger, wo der Film ziemlich eingeschlafen ist, und sich bei mir Langeweile einstellte. Und insgesamt kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, in den letzten Jahren rund um das Thema der Rassentrennung und Diskriminierung (egal ob gegen Schwarze oder Frauen) in den letzten Jahren auch schon prägnantere und wie ich finde auch wichtigere Filme gesehen zu haben. Wer sich für das Thema oder auch die Geschichte der Raumfahrt interessiert, sollte sich "Hidden Figures" aber vormerken.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox)


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