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Return of the Jedi: Radio Drama Drucken E-Mail
Später Abschluss der Hörspiel-Trilogie Kategorie: Audio - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 18 Dezember 2016
 
Titel: Return of the Jedi: Radio Drama
Bewertung:
Produktion: National Public Radio
Publisher: Highbridge Audio
Veröffentlicht: 1996
Autor: Brian Daley, nach dem Drehbuch von Lawrence Kasdan & George Lucas
Regie: John Madden
Länge: ca. 180 Minuten
Altersempfehlung: Keine Einstufung
Kaufen: Trilogie-CD-Set


Besetzung: Joshua Fardon als Luke Skywalker, Ann Sachs als Prinzessin Leia Organa, Perry King als Han Solo, Anthony Daniels als C-3PO, Brock Peters als Darth Vader, John Lithgow als Yoda, Arye Gross als Lando Calrissian, Bernard Behrens als Obi-Wan Kenobi, Paul Hecht als The Emperor, Ken Hiller als Erzähler u.a.


Inhalt: Luke, Leia, Lando, Chewie, C-3PO und R2D2 starten eine gemeinsame Rettungsaktion, um Han Solo aus den Fängen von Jabba the Hutt zu befreien. Nachdem ihnen dies gelungen ist, fliegt Luke nach Dagobah, um seine Ausbildung zum Jedi-Ritter abzuschließen. Dort erfährt er nicht nur, dass Meister Yoda im Sterben liegt, sondern auch die Wahrheit über seine Zwillingsschwester. Zudem wird ihm offenbart, dass seine Ausbildung im Großen und Ganzen abgeschlossen ist. Nur eins ist nun noch zu tun, um ihn zum letzten und zugleich ersten neuen Jedi-Ritter zu machen: Er muss sich seinem Vater, Darth Vader, stellen. Die Gelegenheit dazu ergibt sich während der alles entscheidenden Mission, mit der die Rebellen das Imperium endgültig besiegen und der Galaxis Frieden und Freiheit zurückbringen wollen. Denn von Spionen haben sie nicht nur erfahren, dass das Imperium heimlich an einem zweiten Todesstern baut, und wollen diesen nun vernichten, ehe er einsatzbereit ist. Vielmehr überwacht der Imperator selbst dessen Fertigstellung. Damit ergibt sich für die Rebellen die einmalige Gelegenheit, den Krieg mit einem Schlag siegreich zu beenden. Nicht wissend, dass der Imperator genau dies vorhergesehen hat, und ihnen auf dem Waldmond Endor eine Falle stellt…


Review: Nach der Veröffentlichung der Radio-Hörspiele der ersten beiden "Star Wars"-Filme mussten Fans lange warten, ehe auch "Return of the Jedi" zu einem solchen adaptiert wurde. Erst 13 Jahre nach der Ausstrahlung von "The Empire Strikes Back" war es endlich soweit, und die Trilogie wurde 1996 doch noch vervollständigt. Was die Besetzung betrifft, musste man dabei jedoch einen herben Verlust verkraften: Hatte sich Mark Hamill bei den ersten beiden Radio-Hörspielen noch selbst gesprochen, stand er für "Return of the Jedi" nun nicht mehr zur Verfügung, und musste durch Joshua Fardon ersetzt werden. Dies ist zwar einerseits natürlich sehr bedauerlich, sowohl weil dadurch die Kontinuität innerhalb der Hörspiel-Reihe gebrochen werden musste, als auch weil Luke gerade auch bei "Episode VI" eine derart zentrale Rolle einnimmt. Andererseits muss ich Joshua Fardon zugestehen, seine Sache überaus gut zu machen, und Hamill zudem so ähnlich zu klingen, dass man zwischendurch fast vergessen könnte, dass dieser seine Rolle hier nun abgegeben hat. Dennoch, ein kleiner bitterer Beigeschmack bleibt, gerade auch, da Hamill selbst ja ebenfalls ein überaus erfolgreicher Sprecher war und ist. Aber auch auf Billy Dee Williams muss man hier nun verzichten, wobei ich diesen Verlust zugegebenermaßen nicht ganz so schlimm fand. Somit bleibt als einziger Filmveteran Anthony Daniels der Radio Drama-Umsetzung treu. Immerhin, die Sprecher machen ihre Sache wieder überwiegend gut. Der größte Fan von Perry Kings Interpretation von Han Solo werde ich zwar nicht mehr, und insbesondere Paul Hecht als Imperator hat mich ziemlich enttäuscht, und fällt im Vergleich zu Ian McDiarmid wie ich finde doch ziemlich ab. Der Rest der Besetzung gefiel mir aber wieder sehr gut, wobei für mich vor allem Ann Sachs als Prinzessin Leia wieder einmal hervorstach. Und auch an Brock Peters als Darth Vader habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

Auffällig ist, dass die Umsetzung vom Umfang her deutlich gekürzt wurde. Auf die dreizehnteilige "Star Wars"-Adaption und das immerhin noch zehnteilige "The Empire Strikes Back"-Hörspiel folgt somit ein gerade mal sechsteiliger Nachschlag, der zudem, wie schon ESB, mit neuem Material wieder einmal geizt. Es gibt ganz wenige neue, zusätzliche Momente, die auf den Film aufbauen und diesen erweitern, davon abgesehen wird das Geschehen aber praktisch 1:1 wiedergegeben. Nun ergibt sich zugegebenermaßen das kürzere Hörspiel schon allein aufgrund des höheren Action-Anteils und der damit einhergehenden dünneren Handlung, bzw. der geringeren Anzahl an Dialogen. Zudem muss ich gestehen, dass die Radio Drama-Umsetzung mit ihren knapp drei Stunden (im Gegensatz zum deutschen Hörspiel, wo die Geschichte auf eine Stunde heruntergekürzt wurde) nie gehetzt erscheint. Ähnlich episch und umfangreich wie die ersten beiden Radio Dramas ist "Return of the Jedi" nur halt nicht, weshalb er den Vergleich mit ihnen doch nicht ganz standhält. Und dann ist da noch das übliche Problem bei actionreicheren Passagen, dass die Figuren im Hörspiel beschreiben müssen, was gerade passiert, damit der Zuhörer weiß, was er sich vorstellen soll. Eben dies nimmt, wie schon beim Radio Drama zu "The Empire Strikes Back", da und dort etwas absurd-unfreiwillig komische Ausmaße an. Insgesamt war aber auch dieses "Star Wars"-Hörspiel wieder sehr gelungen und professionell umgesetzt. Dank der Original-Soundeffekte und Musik sowie dem beherzten Einsatz der Sprecher kam echte "Star Wars"-Stimmung auf, und im Gegensatz zum einstündigen deutschen Hörspiel hetzt man auch nicht nur die Handlung, sondern erzählt sie in sechs halbstündigen, leicht verdaulichen Häppchen. Und auch die enthaltenen Anspielungen zum Erweiterten Universum, wie z.B. die Referenz auf "Schatten des Imperiums", fand ich sehr positiv. Wer die anderen Radio Dramas mochte, macht jedenfalls auch hier nichts falsch.

Fazit: Stellt man alle drei Radio Drama-Umsetzungen der "Star Wars"-Originaltrilogie nebeneinander wird klar, dass diese im Verlauf doch jeweils etwas abgebaut haben. Es geht einfach nichts über jene zum ersten Film, die diesen um zahlreiche zusätzliche Momente erweitert, und gerade auch die Figuren viel ausführlicher vorstellt, als dies im Film der Fall war. Eben dies wertete die Geschichte für mich ungemein auf. Ab "The Empire Strikes Back" hielt sich das Zusatzmaterial dann sehr in Grenzen, und auch bei der Beschreibung der Action tat man sich zunehmend schwer, was zum einen oder anderen konstruiert und/oder unfreiwillig komisch wirkenden Moment führte. Und "Return of the Jedi" ist mit nur sechs halbstündigen Episoden nicht nur die kürzeste dieser Hörspiel-Adaptionen, sondern muss zudem ohne Mark Hamill auskommen, was ich gerade auch angesichts der zentralen Rolle, die er hier spielt, für sehr schade fand. Zugegebenermaßen macht sein Ersatz Joshua Fardon seine Sache allerdings sehr gut, und insgesamt fand ich auch diese Radio Drama-Umsetzung sehr gut gelungen. Dank des gleichen Teams war sie was die Professionalität betrifft auf dem gewohnten, hohen Niveau, wobei mich auch diesmal wieder in erster Linie Ann Sachs als Prinzessin Leia begeistert hat. Positiv auch, dass man sich deutlich mehr Zeit nimmt, um die Geschichte nachzuerzählen, als im einstündigen deutschen Hörspiel (welches somit dem Vergleich auch nicht stand hält). Und zumindest der eine oder andere zusätzliche Moment oder Dialog hat sich dann ja doch noch eingeschlichen. Insgesamt halte ich, trotz des jeweils leichten Wertungsrückgangs innerhalb der Reihe, die Original Radio Dramas für jeden der englischen Sprache mächtigen "Star Wars"-Fan für einen Pflichttermin. Ich für meinen Teil bin mir jedenfalls sicher, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich sie mir angehört habe.

Wertung:4 von 5 Punkten
Christian Siegel


Weiterführende Links:
Review zu "Star Wars: Radio Drama"
Review zu "The Empire Strikes Back: Radio Drama"





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