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THX 1138 Drucken E-Mail
George Lucas beachtliches Regie-Debüt Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 16 Dezember 2016
 
Advents-SPECiAL

 
THX 1138
Originaltitel: THX 1138
Produktionsland/jahr: USA 1971
Bewertung:
Studio/Verleih: American Zoetrope/Warner Bros.
Regie: George Lucas
Produzenten: Larry Sturhahn, Edward Folger & Francis Ford Coppola
Drehbuch: George Lucas & Walter Murch
Filmmusik: Lalo Schifrin
Kamera: Albert Kihn & David Myers
Schnitt: George Lucas
Genre: Science Fiction
TV-Premiere Deutschland: 30. Dezember 1978
Kinostart USA: 11. März 1971
Laufzeit: 86 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Robert Duvall, Donald Pleasance, Maggie McOmie, Don Pedro Colley, Ian Wolfe, Marshall Efron, Sid Haig u.a.


Kurzinhalt: In einer düsteren Zukunft haben Menschen keine Namen mehr, sondern Nummern, und werden auf ihre Arbeitsleistung reduziert. In überbevölkerten Betonwüsten vor sich hinvegetierend und teils extrem gefährliche Arbeiten ausführend, leben sie eine trost- und freudlose Existenz. Zudem werden sie praktisch ständig überwacht, und müssen Tabletten einnehmen, um ihre Gefühle zu unterdrücken. Emotionen, Liebe, und Sex… all dies ist ihnen streng untersagt. Nun haben sich jedoch die beiden Zimmergenossen THX 1138 und LUH 3417 ineinander verliebt. Sie glauben, in ihren eigenen vier Wänden sicher zu sein, doch auch dort werden sie beim Liebesspiel ertappt und verhaftet. Im Gefängnis trifft THX 1138 auf SEN 5241, der versucht hat, auf die Programmierung Einfluss zu nehmen. Statt sich ihrem Schicksal einfach so zu ergeben, wagen die beiden die Flucht…

Review: Szenenbild. Ursprünglich war "THX 1138" George Lucas' Abschlussarbeit an der Filmakademie. Sein guter Freund Francis Ford Coppola sah darin jedoch so viel Potential, dass er ihm letztendlich das Geld gab, um seinen Kurzfilm mit einer, prominenterer Besetzung zu einem abendfüllenden Spielfilm zu erweitern. Das Ergebnis ist zwar absolut sehenswert, zählt letztendlich aber zu jenen Filmen, wo ich die Idee besser finde als die Umsetzung. Denn das Konzept hinter "THX 1138" konnte mir sehr gut gefallen, zeichnet George Lucas hier doch eine ungemein düstere Zukunftsvision, die ich so interessant wie erschreckend fand. Dabei nimmt er sich offenkundig Anleihen an Fritz Langs "Metropolis" sowie an George Orwells Literaturklassiker "1984", genauso unverkennbar ist jedoch auch, dass wiederum "THX 1138" in weiterer Folge ebenfalls einige weitere Filme beeinflusst hat. Die Idee an sich fand ich jedenfalls phantastisch, mit diesen Menschen, die auf ihre Arbeitsleistung reduziert werden, wo Sex und Liebe verboten sind, wo man 24 Stunden am Tag überwacht wird, und die Gefühle mittels Tabletten unterdrückt werden. Eine trostlosere Existenz als jene, wie sie hier präsentiert wird, kann zumindest ich mir kaum vorstellen.

Auch die Sets sind überaus nett gestaltet, und verorten den Film eindeutig als Produkt seiner Zeit, waren diese sterilen weißen Umgebungen im SF-Genre doch gerade in den späten 60ern und frühen 70ern sehr beliebt. Auch einzelne Szenen bleiben in Erinnerung, wie z.B. wie sich THX und LUH in Gefangenschaft innig umarmen, während sie nackt in dieser sterilen, kargen Umgebung liegen, oder auch jener Moment, der die Überbevölkerung veranschaulicht, und in dem sich die Menschenmassen fast wie fließendes, unaufhaltsames Wasser durch den Korridor bewegt. Und auch abseits des großen, zentralen Konzepts gab es ein paar nette Ideen, wie z.B. das für die Ergreifung Flüchtiger festgesetzte Budget, und wie dieses ständig mitgetrackt wird – bis es sich aus finanzieller Sicht nicht mehr lohnt, sie noch weiterzuverfolgen. Die schauspielerischen Leistungen stechen ebenfalls positiv hervor, wobei für mich Donald Pleasance den Film in jener Sekunde in der er zu sehen war an sich riss. Aber auch Duvall und McOmie waren gut. Und nachdem die Handlung für lange Zeit eher so dahinplätschert, gibt's dann doch nochmal einen recht packenden Showdown – und vor allem das letzte Bild war wunderschön und absolut perfekt. Leider aber ist es mir, so interessant ich das Konzept auch fand, nie so recht gelungen, in die Geschichte einzutauchen. Es fehlte mir an Kontext und Hintergrundinformationen. Wir werden sehr unvorbereitet und ohne große Erklärung in diese Welt hineingeworfen, und zumindest ich hatte teilweise mein Problem damit, mich in dieser zurecht zu finden. Aber nicht nur zwischen mir und der Welt, sondern – noch kritischer – auch den Figuren gab es da diese unüberbrückbare Distanz. Ich fühlte mich THX nie so recht verbunden. Zudem gab es neben den wirklich guten und gelungenen Szenen auch ein paar, die ich eher anstrengend fand, wie z.B. alles rund ums "Irrenhaus". Und auch die im Director's Cut neu hinzugefügten Effekte stechen negativ hervor, da sie sich überhaupt nicht stimmig in die Optik des restlichen Films einfügen, und einen so zwischendurch immer wieder aus der Illusion herausreißen. Da fügten sich ja selbst die Erweiterungen bei der originalen "Star Wars"-Trilogie harmonischer ins Gesamtgefüge ein. Schade, dass auch hier die alte, ursprüngliche Fassung auf Wunsch des Regisseurs nicht mehr verfügbar ist.

Fazit: Szenenbild. "THX 1138" ist George Lucas beachtliches, jedoch auch schwer zugängliches Regiedebüt. Irgendwie fehlte es mir hier an Kontext und an Hintergrundinformationen, weshalb ich mich schwer damit tat, in die Geschichte einzutauchen. Auch die Figuren gingen mir leider nie nahe, weshalb ich das Geschehen letztendlich doch eher nur mit klinisch-distanzierten Interesse verfolgte. Dennoch fand ich die hier vorgestellte dystopische Zukunftsvision sehr interessant – auch wenn der Einfluss von "Metropolis" und "1984" unverkennbar ist, zeichnet Lucas hier ein überaus düsteres und erschreckendes Bild. Auch optisch konnte der Film – abseits der unnötigen, modernden CGI-Effekte der Special Edition – durchaus gefallen, wobei vor allem die weißen, sterilen Sets für mich hervorstachen. Schauspielerisch macht "THX 1138" ebenfalls eine gute Figur, wobei Donald Pleasance für mich alle anderen überschattete. Und nach einer noch sehr gemächlichen und unspektakulären Geschichte vermochte es die Verfolgung am Ende dann doch noch, für Spannung zu sorgen. Insgesamt halte ich "THX 1138" für einen absolut sehenswerten Film; letztendlich zählt er aber zu jenen Werken, wo mir die Idee dahinter wesentlich besser gefallen konnte, als die Ausführung.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1971/2004 Warner Bros.)


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Weiterführende Links:
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