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Mittelprächtiger Horror des Saw II-IV-Regisseurs Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 12 Oktober 2016
 
Halloween-SPECiAL

 
Abattoir
Originaltitel: Abattoir
Produktionsland/jahr: USA 2016
Bewertung:
Studio/Verleih: Dark Web Productions/Constantin Film
Regie: Darren Lynn Bousman
Produzenten: U.a. Jesse Berger & Brent C. Johnson
Drehbuch: Christopher Monfette
Filmmusik: Mark Sayfritz
Kamera: Michael Fimognari
Schnitt: keine Angabe
Genre: Horror
DVD-Premiere Deutschland: 06. Oktober 2016
Kinostart USA: Noch nicht bekannt
Laufzeit: 98 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Jessica Lowndes, Joe Anderson, Lin Shaye, Dayton Callie, Michael Paré, Aiden Flowers, Bryan Batt u.a.


Kurzinhalt: Nur kurz nachdem sie sich nach einem Besuch von ihrer Schwester und ihrer Familie verabschiedet hat, schleicht sich ein fremder Mann in ihr Haus, und bringt die gesamte Familie um. Verzweifelt sucht Julia nach einem Sinn in dieser Wahnsinnstat. Ihre Verwirrung wird nur umso größer, als sie erkennt, dass jener Raum, wo sich die Morde zugetragen haben, fehlt – so als hätte ihn jemand abgetragen. Was geht hier vor? Ein Gespräch mit dem Mörder bringt sie schließlich auf die Spur mehrerer solcher verschwundener Räume – in denen sich allesamt willkürliche Gewalttaten ereignet haben. Doch was genau versucht man damit zu erreichen, und vor allem: Wie genau war es denn eigentlich möglich, all diese Räume zu entfernen und an einen anderen Ort zu transferieren? Die Spur führt sie schließlich in ihre eigene Vergangenheit, genauer gesagt ihren Geburtsort. Von einer älteren Dame wird sie schließlich auf den Pfad jenes Hauses geführt, dass sich aus all den verschwundenen Räumen zusammensetzt…

Review: Szenenbild. Als /slash-Passbesitzer informiere ich mich üblicherweise nicht sonderlich im Vorfeld über die Filme, die gezeigt werden – da ich mir, so sie zu einer halbwegs vernünftigen Zeit gezeigt werden, ohnehin alles anschaue. Im Falle von "Abattoir" stach mir neben dem imposanten Bild im Programmheft in erster Linie der Name des Regisseurs ins Auge – sollte Darren Lynn Bousman dem geneigten Genre-Fan doch noch als Regisseur der "Saw"-Teile II bis IV geläufig sein. Sein Name versprach einen optisch imposanten Film – davon abgesehen hatte ich jedoch keine Ahnung, was mich erwarten würde. Insofern muss ich gestehen, dass mich der übernatürliche Twist, gerade auch nach dem noch sehr bodenständigen – und Gänsehaut erzeugenden – Einstieg rund um den Killer, eiskalt erwischt hat, und ich danach doch ein bisschen Zeit gebraucht habe, um mich mit dieser sehr phantastischen Idee abzufinden und wieder in den Film zurückzufinden. Zudem hält sich Bousman, was eine bestechende Optik betrifft, lange Zeit zurück. Die erste knappe Stunde muss man noch ohne imposante Bilder auskommen – diese hebt er sich für das letzte Drittel auf. Insofern ist seine Handschrift zu Beginn noch nicht wirklich zu erkennen, ist der Film noch lange Zeit visuell eher uninteressant.

Generell schlief der Film im Mittelteil ziemlich ein – und dadurch leider fast auch ich. Hierzu sei der Fairness halber gesagt, dass die Vorstellung um 01:00 Uhr in der Nacht begonnen hat, und ich zu diesem Zeitpunkt schon einen Marathon aus fünf weiteren Filmen hinter mir hatte. Ich schließe nicht aus, dass dies einen gewissen Einfluss hatte, wobei ich eine Woche davor eine ähnliche Vorstellung (nach vergleichbarem Marathon) noch deutlich besser durchgestanden hatte. Jedenfalls fiel es mir zwischendurch sehr schwer, dem Film aufmerksam zu folgen, da ich alles rund um ihre Ermittlungen erstmal wenig interessant fand. Dies wird dann etwas besser, sobald Julia ihre Geburtsstadt erreicht, und auf die undurchsichtige Allie trifft, die von Lin Shaye dargestellt wird. Und vor allem, sobald Julia dann mal vor dem besagten Gebäude steht, dreht der Film so richtig auf. Nachdem er sich zuvor doch sehr zurückgehalten hat, schöpft Bousman hier nun aus dem vollen, und präsentiert genau jenen visuell bestechenden Film, den ich mir eigentlich die ganze Laufzeit über erwartet hatte. Die Szenen im Haus sind zudem sehr atmosphärisch, und die Geister waren phantastisch umgesetzt. Hier kam jedenfalls endlich eine gruselige Stimmung auf, und vermochte es der Film, mich aus der Lethargie zu reißen. Die sehr gelungene Motivation des Bösewichts, toll dargestellt von Dayton Callie, sowie der dramatische Ausklang taten ihr Übriges, um mich mit "Abattoir " doch noch ansatzweise zu versöhnen. Ich wünschte nur, der Mittelteil wäre interessanter ausgefallen. Zudem hätte der Film eine etwas ausdrucksstärkere Hauptdarstellerin vertragen können. Die mir bislang gänzlich unbekannte Jessica Lowdes macht ihre Sache bestenfalls solide, wobei ihr Schauspiel auf mich stellenweise doch eher verkrampft wirkte. Und Grady war von der Figur her leider völlig farblos und uninteressant. Das starke Finale riss ihn dann aber doch noch halbwegs heraus.

Fazit: Szenenbild. Regisseur Darren Lynn Bousman (Saw II – IV) hat aus dem konfusen Drehbuch wohl das Optimum herausgeholt. Dabei lässt er den geneigten Zuschauer diesmal eine Weile warten, ehe er die von ihm gewohnte stilistische Optik auffährt. So sieht die erste Stunde noch sehr gewöhnlich aus; erst im letzten Drittel reichert er den Film dann um eine bestechende visuelle Gestaltung an, die diesen für mich definitiv aufwertete. Zudem baut er hier dann auch eine gelungene, gruselige Atmosphäre auf, und sorgt so – spät aber doch – noch für eine gehörige Portion Spannung. Jedoch: Ehe es soweit ist, braucht man doch einiges an Geduld. Nachdem ich völlig unvorbereitet in den Film gegangen bin, brauchte ich nach dem übernatürlichen Twist erst mal eine Weile, um wieder in die Handlung hineinzufinden. Und vor allem das mittlere Drittel zieht sich wie ein Strudelteig. Hier hatte ich, um 01:30 in der Früh, doch ordentlich zu kämpfen, um nicht einzuschlafen. Die Darstellerriege offenbart ebenfalls ein etwas durchwachsenes Bild. Während Lin Shaye und vor allem Dayton Callie durchaus begeistern können, blieb Joe Anderson eher blass, und Jessica Lowndes schien sich mit der Rolle generell etwas schwer zu tun. Das starke Finale riss "Abattoir" ann aber doch noch halbwegs heraus.

Wertung:5 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2016 Constantin Film)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2016





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