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Suicide Squad Drucken E-Mail
Das DC/Warnerverse: Ein Selbstmordkommando? Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Donnerstag, 18 August 2016
 
 
Suicide Squad
Originaltitel: Suicide Squad
Produktionsland/jahr: USA 2016
Bewertung:
Studio/Verleih: DC Comics/Warner Bros.
Regie: David Ayer
Produzenten: U.a. Charles Roven & Richard Suckle
Drehbuch: David Ayer
Filmmusik: Steven Price
Kamera: Roman Vasyanov
Schnitt: John Gilroy
Genre: Action/Comic
Kinostart Deutschland: 18. August 2016
Kinostart USA: 05. August 2016
Laufzeit: 123 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD, Soundtrack
Mit: Will Smith, Margot Robbie, Viola Davis, Jared Leto, Jai Courtney, Common, Adewale Akinnuoye-Agbaje, Jay Hernandez, Cara Delevingne u.a.


Kurzinhalt: Nach den Ereignissen in Metropolis und Gotham sucht nicht nur Bruce Wayne nach Individuen mit besonderen Fähigkeiten. Die Regierung, in Form von Geheimdienstlerin Amanda Waller, strebt selbst danach, sich für Kommendes zu rüsten. Sie stellt ein Team aus weggesperrten Kriminellen mit Fähigkeiten zusammen, die – nichts zu verlieren – jeden dreckigen Auftrag ausführen, um etwas Freiheit zu genießen. Als sie auf eine BlackOps-Rettungsmission geschickt werden, wird ihnen langsam klar, dass sie im Falle des Falles überaus entbehrlich sind…

Review: Szenenbild. Also DC, was war denn das. Erst wirfst Du uns im März "Batman v Superman" um die Ohren, dass gerade erst mit der Ultimate Edition und 30 Minuten mehr Filmmaterial überhaupt ertragbar wurde. Jetzt kommst du mit einem im Schnittraum lieblos zusammengestückelten Film um hervorragend besetzte Figuren, die für die konfuseste Geschichte alle Zeiten verbraten werden. Aber fangen wir doch vorne an: Amanda Waller (Viola Davis, "How to Get Away with Murder"), ihres Zeichens Geheimdienstlerin, sieht für die USA eine Gefahr am Horizont – in Form des nächsten Superman-Typs, der eben nicht gut ist. Sie sucht also nach Individuen, die der Gesellschaft bisher eher geschadet haben, aber über die sie aufgrund ihrer Gefangenschaft verfügen kann, wie es ihr beliebt. Es sind insgesamt sieben oder acht Charakter-Intros zu zeigen und zu sehen, die dann auch mal locker eine halbe Stunde einnehmen. Bevor überhaupt alle Mitglieder der "Suicide Squad" hinter Schloss und Riegel sitzen. Bevor Waller ihnen ein Angebot macht. Ohne auf die hanebüchene Geschichte einzugehen, sollte man vielleicht erwähnen, was "Suicide Squad" nicht ist. Es ist kein Joker-Film. Obwohl Joker (Jared Leto, "Dallas Buyers Club") in Harley Quinns (Margot Robbie, "Legend of Tarzan") Einführung, als auch Gegenwart DIE Rolle spielt, dreht sich "Suicide Squad" nur am Rande um ihn.

"Suicide Squad" ist an erster Stelle der Film über Deadshot (Will Smith, "Erschütternde Wahrheit") und Harley Quinn. Ihre zwei Charaktere bekommen noch am meisten zu tun und zu erzählen. Jede der Figuren hätte allerdings einen separaten Film vor diesem Gruppenerlebnis verdient, denn so muss jede Hintergrundgeschichte zu stark reduziert mit eingebaut werden. Ich werde das Gefühl nicht los, dass DC mit "Suicide Squad" das Projekt des erweiterten Kinouniversums übers Knie gebrochen hat. Die Castingabteilung hat supergut gearbeitet und wirklich passende Darsteller gefunden. Das gilt tatsächlich insbesondere für Will Smith und Margot Robbie. Leider fristen diese tollen Figuren, mit ihren tollen DarstellerInnen, ein Dasein in einer Geschichte ohne jeglichen roten Faden. Die schauspielerischen Leistungen passen nicht zu dem, was das Drehbuch verwegen als "Handlung" beschreibt. Autor und Regisseur David Ayer ("Herz aus Stahl") lässt diese fantastische Truppe völlig hirnrissige Entscheidungen treffen und setzt die Figuren gegen eine langweilige CGI-Truppe aus Gegnern ein, die den Einsatz um genau Null erhöhen. Dazu kommt das Fehlen einer groben Linie, die es dem Zuschauer ermöglichen könnte, den Geschehnissen rein logistisch zu folgen. Eigentlich weiß man nie so recht, wo wer wann nun eigentlich ist. Jared Leto war als Joker anders als Nicholson (Maniac) oder Heath Ledger (Anarchist), aber auch sehr gut – ein weiterer Punkt der guten Elemente im Film, die leider durch sehr wenig zusammengehalten werden. Es wirkt, als hätte man Szenen um Figuren herumgedreht, die im Schnittraum dann leider keinen Zusammenhalt fanden, oder hat eine sinnvolle Abfolge fahrlässig zerschnitten. Selbst die nicht im Mittelpunkt stehenden Teammitglieder hatten jedoch alle ihren kleine Part. Der eine klopft die Sprüche, die andere ist eher für sich und geheimnisvoll. Die Chemie stimmt immerhin. Dazu kommt auf der positiven Seite, die nicht nur hingeschluderte Verbindungsarbeit zum erweiterten DC-Filmuniversum, mit diversen Gastauftritten.

Szenenbild. Nur findet all das außerhalb der Kerngeschichte statt, und diese ist halt völlig Banane. In jeglicher Hinsicht. Dazu kommt eine teilweise peinliche CGI-Arbeit, die schon mal auf "Sharknado"-Level absinkt. Das Ende ist völlig überhastet, nachdem die Truppe eine völlig deplatzierte Pause einlegt. Die Geschwindigkeit mit der der Film erzählt wird, ist völlig aus dem Takt. Nach 30 Minuten Vorstellungsrunde wird das Team in gefühlten 5 Minuten zusammengestellt, der Gegner aufgebaut und das Ziel definiert, woraufhin eine halbe Stunde wieder nichts passiert. In den zwei Stunden fehlt dann auch die Zeit, jedem Teammitglied gleich viel Zeit einzuräumen, was vielleicht auch nicht nötig und möglich, aber dennoch schade ist. Das Problem mit dem Joker ist, dass Leto tatsächlich so gut ist und ich einfach mehr von ihm sehen will, als ich bekomme und gut für den Film ist. Er heißt eben nicht "The Joker", sondern "Suicide Squad". So seltsam das jetzt klingen mag: "Suicide Squad" könnte ohne die Szenen des Jokers, ein besserer Suicide-Squad-Film sein. Es stünde einfach mehr Zeit für das Team zur Verfügung, die jetzt für seinen Nebenplot draufgeht. Auf der anderen Seite wurde seine Screentime, im Vergleich zu seinen gedrehten Szenen, angeblich drastisch verkürzt. Alles in Allem wäre seine Geschichte in einem separaten Film viel besser aufgehoben. Hätte man ihn zum echten Gegner des "Suicide Squad" gemacht, sähe vieles natürlich noch ganz anders aus.

Fazit: Ich kann "Suicide Squad" niemandem wirklich empfehlen. Sollte DC wieder eine Langschnittfassung herausbringen, ändert sich vermutlich an den schlechten Effekten wenig, aber auch die gibt es ja dann erst zu Hause und nicht im Kino. Ich wollte, dass das der bessere DC-Film in 2016 wird, und wurde enttäuscht. Ich habe aufgrund der Charakterfülle von "Justice League" auch wenig Hoffnungen für diesen Film, so dass ich jetzt erst einmal auf "Wonder Woman" setze. Soll mir ja keiner vorwerfen, ich würde DC aufgeben. Trotz "Green Lantern". Trotz "Man of Steel". Trotz "Batman v Superman". Und trotz "Suicide Squad".

Wertung:3 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2016 Warner Bros.


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Weiterführende Links:
Review zu "Batman v Superman: Dawn of Justice"





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