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Futureworld Drucken E-Mail
Maues, aber wenigstens eigenständiges Sequels Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 18 Dezember 2015
 
Advents-SPECiAL

 
Futureworld
Originaltitel: Futureworld
Produktionsland/jahr: USA 1976
Bewertung:
Studio/Verleih: Aubrey Company/Constantin Film
Regie: Richard T. Heffron
Produzenten: James T. Aubrey, Paul N. Lazarus III & Samuel Z. Arkoff
Drehbuch: Mayo Simon & George Schenck
Filmmusik: Fred Karlin
Kamera: Gene Polito & Howard Schwartz
Schnitt: James Mitchell
Genre: Science Fiction/Thriller
Kinostart Deutschland: 21. April 1977
Kinostart USA: 13. August 1976
Laufzeit: 108 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Peter Fonda, Blythe Danner, Yul Brynner, Arthur Hill, John P. Ryan, Stuart Margolin u.a.


Kurzinhalt: Zwei Jahre nach der Tragödie in Westworld lädt Delos zahlreiche Vertreter aus der ganzen Welt zur Wiedereröffnung ihres Freizeitsparks ein. Ebenfalls unter den geladenen Gästen finden sich die beiden Reporter Chuck Browning – der einst den Westworld-Skandal aufgedeckt und dafür recherchiert hat – sowie die Fernsehjournalistin Tracy Ballard. Den beiden wird versprochen, dass sie sich in allen Bereichen von Delos umsehen können, da man nichts zu verbergen habe. Nachdem ein anonymer Hinweisgeber unmittelbar vor ihrem Treffen ermordet wurde, hat Chuck jedoch genau daran so seine Zweifel. Deshalb hält er sich auch nicht an die vorgegebenen Regeln, und stiftet Tracy dazu an, zusammen mit ihm in der Nacht heimlich durch Delos zu schleichen, in der Hoffnung, herauszufinden, was man dort zu verbergen hat. Doch als sie dann die Tragweite der Verschwörung endlich erkennen, droht es fast schon zu spät zu sein…

Review: Szenenbild. "Westworld" konnte mir ja ganz gut gefallen, wenn ich auch fand, dass es nicht gelang, das volle Potential der Idee auszuschöpfen. "Futureworld" hat mich aber doch ziemlich enttäuscht. Mein Hauptproblem war dabei, dass es meiner Ansicht nach viel zu offensichtlich war, was hier gespielt wird. Nun kann man angesichts der diesbezüglich sehr deutlichen ersten Szene, die einem die Offenbarung förmlich aufdrängt, sowie der damaligen Poster die es ebenfalls schon vorwegnehmen sicherlich argumentieren, dass es die Filmemacher erst gar nicht darauf angelegt haben, den Zuschauer zu überraschen. Aber selbst wenn dies tatsächlich so sein sollte hielte ich es für die falsche Entscheidung – finde ich doch, dass die erste Stunde unter diesem Informationsvorsprung des Zuschauers leidet. Es ist halt einfach nicht sonderlich interessant, den Figuren bei ihren Ermittlungen zuzuschauen und darauf zu warten, dass sie endlich begreifen bzw. in Erfahrung bringen, was wir bereits seit der ersten Szene wissen (oder zumindest stark vermuten).

Auch davon abgesehen hat mich das eine oder andere – gerade auch in der ersten Stunde des Films – nicht so recht überzeugt. So war für mich wirklich schwer zu schlucken, dass es die Firma Delos nach dem Massaker vor zwei Jahren tatsächlich immer noch gibt, man den Park nun wieder eröffnet, und die Massen hineinströmen. Sorry, aber im echten Leben, wo Leute schon McDonalds verklagen weil sie sich am Kaffee verbrannt haben, wäre so etwas nie möglich. Warum nicht eine Konkurrenzfirma nehmen, welche die Überreste des Parks aufgekauft hat? Das hätte ich schon deutlich leichter akzeptieren können. Generell stellte "Futureworld" meine freiwillige Aufhebung der Ungläubigkeit wiederholt auf eine harte Probe – wie z.B. bei der "Traumanalyse", den quasi aus der Luft erschaffenen Robotern, oder auch beim Verjüngungseffekt, der sich nicht einfach als Halluzination der aus dem "Quell der ewigen Jugend" trinkenden offenbart (und das wäre schon schwer genug zu schlucken), sondern sich auch auf den Sicherheitskameras widerspiegelt. Da ich sie gerade erwähne: Womit ich ebenfalls immer meine Probleme, sind Szenen in denen uns gewöhnliche Filmszenen – mit Schnitten, laufenden Perspektivenwechseln, bewegenden Kameras etc. – als Aufnahmen von Sicherheitskameras präsentiert werden. Ja, ich weiß, es mag kleinlich sein, aber mich stört sowas halt. Schade fand ich auch, dass die Roboter auch hier wieder die Bösen sind – statt ihre Versklavung durch die Menschheit zu thematisieren. Und auch, dass wir im Vergleich zum Vorgänger wenig bis keine Zeit in den einzelnen Welten verbringen, fand ich schade. Gerade auch Futureworld klang von der Idee her absolut faszinierend (wenn man sich auch fragt, wie es ihnen gelingt, Schwerelosigkeit zu simulieren; und die Mars-Schifahr-Szenen waren allzu deutlich einfach nur rot eingefärbt). Zudem fehlt dadurch der dramaturgische Schwenk des Vorgängers, vom Paradies zur Hölle.

Szenenbild. Damit sind wir dann aber in gewisser Weise auch schon bei den positiven Aspekten angelangt. Auch wenn mir persönlich Aufbau, Thematik und Ausrichtung des ersten besser gefallen haben, so muss ich "Futureworld" dennoch zugutehalten, wenigstens keine schlichte Kopie von "Westworld" abzuliefern, sondern eine recht eigene und eigenständige Fortsetzung zu sein – was sich auch daran zeigt, dass der Revolvermann aus dem ersten Teil hier nur einen Gastauftritt hat. Wie gerade erwähnt hat mir auch die Idee rund um Futureworld sehr gut gefallen – das wäre sicherlich jene Welt, der ich am ehesten einen Besuch abstatten würde. Nett fand ich auch die herrliche, typische 70er Jahre-Mode. Und auch den einen oder anderen Einfall, wie das 3D-Schach, fand ich nett. Der größte Pluspunkt des Films sind aber die letzten 15-20 Minuten, wo nach zähem Beginn dann endlich Spannung aufkommt. Gerade auch die Showdowns fand ich klasse – ersterer, weil es ein sehr cooler Moment war, und letzterer wegen des gelungenen Verwirrspiels (wenn ich dort offen gestanden auch einen anderen Sieger vorgezogen hätte, und genau genommen der Ausgang des ersten Duells auch schon schwer zu schlucken war). Insgesamt aber eine doch eher dürftige Ausbeute.

Fazit: "Futureworld" war zwar ein angenehm eigenständiges Sequel, dass sich nicht einfach nur damit begnügte, den Vorgänger zu kopieren – leider aber fand ich diesen letztendlich von Grundidee, Aufbau und Story her wesentlich gelungener. Am meisten leidet "Futureworld" darunter, dass die Filmemacher aus der Frage, was genau in Delos vorgeht, kein großes Geheimnis machen – was auch bedeutet, dass wir als Zuschauer den Figuren voraus sind, und über eine Stunde warten müssen, bis sie endlich zu uns aufschließen. Zudem gab es zahlreiche Einfälle und/oder Szenen, die mich nicht überzeugten, und meinen Bullshit-Radar anspringen ließen. Vor allem aber hielten sich in der ersten Stunde Spannung und Unterhaltungswert leider noch sehr in Grenzen. Erst die letzten 15-20 Minuten vermochten es dann, mich halbwegs zu packen – aber selbst da bliebt "Futureworld" hinter dem Vorgänger zurück. Insgesamt ist die Fortsetzung dem Vorgänger jedenfalls in praktisch allen Belangen unterlegen – anschauen kann man ihn sich aber ruhig mal.

Wertung:3 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1977 Constantin Film)


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