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Sador - Herrscher im Weltraum Drucken E-Mail
Roger Cormans charmant-trashiger "Star Wars"-Nachahmer Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Mittwoch, 02 Dezember 2015
 
Advents-SPECiAL

 
Battle Beyond the Stars
Originaltitel: Battle Beyond the Stars
Produktionsland/jahr: USA 1980
Bewertung:
Studio/Verleih: New World Pictures/Orion Pictures
Regie: Jimmy T. Murakami
Produzenten: Ed Carlin, Mary Ann Fisher & Roger Corman
Drehbuch: John Sayles & Anne Dyer
Filmmusik: James Horner
Kamera: Daniel Lacambre
Schnitt: Allan Holzman & R.J. Kizer
Genre: Science Fiction
Kinostart BRD: 13. November 1980
Kinostart USA: 08. September 1980
Laufzeit: 104 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: DVD, Soundtrack
Mit: Richard Thomas, Darlanne Fluegel, John Saxon, George Peppard, Robert Vaughn, Sybil Danning, Sam Jaffe, Morgan Woodward, Earl Boen, Lynn Carlin, Jeff Corey u.a.


Kurzinhalt: Weltraum-Herrscher Sador, der wahllos Planeten unterjocht, plündert, und wenn sich die Bewohner ihm nicht freiwillig beugen mit Hilfe seines Sternen-Konverters in kleine Sonnen verwandelt und so sämtliches Leben auslöscht, stattet dem friedliebenden Planeten Akir einen Besuch ab. In wenigen Tagen, so verkündet er den Bewohnern, wird er zurückkehren, und erwartet sich von ihnen bedingungslosen Gehorsam. Die pazifistische Bevölkerung scheint dem Tyrannen und seiner Mutantenarmee schutzlos ausgeliefert zu sein – doch ein junger Mann namens Shad will sich nicht so leicht geschlagen geben. Mit dem Raumschiff seines Vaters fliegt er ins All, um Söldner anzuheuern, die den Planeten verteidigen und gegen Sador in den Kampf ziehen sollen. Seine Suche verläuft erfolgreich, und so finden sich letztendlich sieben Kämpfer ein, um es mit Sador und seiner Armee aufzunehmen. Auch die Akira werden ihren Teil dazu beitragen müssen, wollen sie ihren Planeten verteidigen. Nachdem Sador wenige Tage später wie angekündigt mit seinem mächtigen Raumschiff zurückkehrt, kommt es zur alles entscheidenden Schlacht im All…

Review: Szenenbild. Nach dem Erfolg von "Star Wars" entdeckte Hollywood den Weltraum für sich. In den darauffolgenden Jahren versuchten zahlreiche Science Fiction-Filme, im Fahrwasser des Sternenkrieges ähnliche Erfolge einzufahren – ein Trend, dem sich schließlich auch der (damalige) Meister der B-Movies, der legendäre Produzent Roger Corman, nicht länger verschließen konnte. Mit "Battle Beyond the Stars" – hierzulande unter dem sträflich unscheinbaren Titel "Sador – Herrscher im Weltraum" bekannt (oder eben nicht bekannt, besitzt er hierzulande doch längst nicht denselben Kultstatus wie in den USA) – gelang ihm in meinen Augen eine der besseren und charmanteren der (billigen) "Star Wars"-Kopien, die Ende der 70er/Anfang der 80er entstanden sind. Besonders beachtlich finde ich dabei bestimmte subtile Parallelen, wo ich mir selbst nichtmal sicher bin, inwiefern das Absicht war, oder ihnen einfach nur passiert ist – die "Battle Beyond the Stars" jedoch einen clever(er)en Touch verleihen, als so manch anderem Nachahmer.

So gelten die Filme von Akira Kurosawa ja als einer der ganz großen Inspirationsquellen für George Lucas' Sternenkrieg, wobei insbesondere "Die verborgene Festung" gerne als wesentliches Vorbild genannt wird. "Battle Beyond the Stars" nimmt nun eines von Kurosawas bekanntesten Werke als Vorlage, nämlich "Die sieben Samurai" – der ja zuvor bereits in "Die glorreichen Sieben" als Western adaptiert wurde. Der offenkundigen Inspirationsquelle wird dabei mit dem Namen des Planeten bzw. seinen Bewohnern, den Akira, unmittelbar Tribut gezollt. Aber gut, genug herumgenerdet, wie ist denn nun der Film so? Nun, mit dem großen Vorbild "Krieg der Sterne" kann er sich natürlich nicht messen. Dafür fehlt eine ähnlich gut ausgearbeitete Mythologie, eine vergleichbar klare, klassische Heldenstruktur, gleichermaßen faszinierende und/oder interessante Figuren, ähnlich zündende und amüsante Dialoge… und vor allem auch das Geld. Selbst ausgehend von der Urfassung von "Star Wars" fährt George Lucas' Meisterwerk nämlich effekttechnisch mit "Battle Beyond the Stars" Schlitten. Nicht, dass die Weltraumszenen und/oder Modelle nicht ansehnlich werden – das sind sie! Und ich habe ja generell ein Faible für die damaligen Modellaufnahmen. Zudem sind die Designs sehr gelungen und auch durchaus originell, wobei natürlich vor allem das legendäre "Titten-Schiff" im Gedächtnis bleibt. Wo "Battle Beyond the Stars" aber halt leider mit "Star Wars" nicht mithalten kann, ist bei den titelspendenden Sternenschlachten. Zwar mischt sich gelegentlich auch der eine oder andere recht dynamische shot ein, aber überwiegend laufen die Raumkämpfe nach dem Muster "ein Schiff fliegt von links nach rechts und feuert, ein anderes fliegt von rechts nach links und feuert, und irgendwann explodiert dann mal eines von beiden" ab – was doch eher weniger spektakulär ist und vor allem auch mit der Zeit sehr repetitiv wird.

Szenenbild. Gut gefällt mir – auch abgesehen von der dabei mitschwingenden cleveren Anspielung auf "Star Wars" – das Konzept eines "Die sieben Samurai" bzw. "Die glorreichen Sieben" im Weltall. Was "Battle Beyond the Stars" dabei in meinen Augen – Blasphemie! – sogar fast besser gelingt als den Vorlagen, ist, auch wirklich allen sieben Kämpfern eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben – wobei zugegebenermaßen natürlich auch ihre teils außerirdische Herkunft dabei hilft, sie voneinander abzugrenzen. Generell fand ich die Figuren allesamt sehr nett erdacht, gut ausgearbeitet, und auf ihre jeweilige Art und Weise auch durchaus interessant. Zudem bekommt bis zum abschließenden Kampf jeder von ihnen ausreichend Zeit, sich dem Zuschauer vorzustellen, so dass wir mit ihnen durchaus eine Bindung aufbauen und so am Ende mitfiebern, wenn sie in die Schlacht ziehen – was dem Finale dann auch einen ansprechenden emotionalen Kern verschafft, wenn es nicht allen von ihnen gelingt, diese heil zu überstehen.

Schauspielerisch darf man sich von "Battle Beyond the Stars" keine Glanzleistungen erwarten. "Bonanza"-Veteran Richard Thomas bleibt in seiner klassischen Heldenrolle nach Campbell doch eher blass, Sybil Danning begeistert mehr mit ihrem unglaublichen Vorbau als ihrer Performance, Robert Vaughn (der bereits in "Die glorreichen Sieben" mit von der Partie war) wirkt ein wenig gelangweilt, und Darlanne Fluegel gibt die "Unschuld vom Lande" zwar durchaus lieblich und charmant, da und dort wirkt ihr Schauspiel aber doch etwas amateurhaft. Schauspielerisch bleiben in erster Linie John Saxon als Bösewicht Sador, "Star Trek"-Veteran Jeff Corey und vor allem auch George Peppard als launiger Weltraumcowboy positiv in Erinnerung. Wirkliches Problem war dies für mich jedoch keins, da das nicht immer überragende Schauspiel den trashigen Charme des Films verstärkt. Wo man zudem sehr gute Arbeit leistet wenn es darum geht, "Star Wars" zu kopieren, ist bei den zahlreichen abgefahrenen Details. Was George Lucas' Sternensaga ja u.a. so auszeichnet, ist die Fülle an "random weird shit", der sich zwischendurch immer wieder finden lässt, und den Filmen das Gefühl eines echten, lebenden und atmenden Universums gibt. Auch bei "Battle Beyond the Stars" hat man sich zahlreiche schräge Dinge überlebt, die eigentlich nur enthalten sind weil… Gründe! – und den Film für mich bereichern. Lustig fand ich darüber hinaus das Geräusch der Türen in der Raumstation (das an Darth Vaders Atem erinnert hat); und wenig später wird man auch noch das Geräusch der Photonentorpedos aus der klassischen "Star Trek"-Serie zu hören bekommen. Akustisch bleibt der Film letztendlich aber in erster Linie dank James Horner in Erinnerung. Seine Filmmusik für "Battle Beyond the Stars" war eine seiner ersten Arbeiten, und wohl auch jene, mit der ihm schließlich der Durchbruch gelang. Sein Soundtrack erinnert dabei sowohl an John Williams' Komposition zu "Star Wars", Jerry Goldsmiths Score für "Star Trek: The Motion Picture" als auch seine eigene Arbeit für "Star Trek II: Der Zorn des Khan". Ohne seine Filmmusik wäre der Film wohl nur halb so gut – womit "Battle Beyond the Stars" letztendlich auch in diesem Punkt dem Film, dem er nacheifert, ähnelt.

Fazit: Szenenbild. "Battle Beyond the Stars" – oder "Sador - Herrscher im Weltraum", wie er hierzulande heißt – zählt für mich eindeutig zu den besseren der – meist billigen – "Star Wars"-Nachahmer, die Ende der 70er/Anfang der 80er die Leinwand eroberten. Zwar kann er was Handlung, schauspielerische Leistung, Inszenierung, Spannung, Dramatik, Kultfaktor, Mythologie und vor allem auch Effekte betrifft mit dem großen Vorbild nicht mithalten. Dafür verfügt er jedoch über einen unzweifelhaften, trashigen Charme. Generell ist dem legendären Filmproduzenten Roger Corman mit "Battle Beyond the Stars" ein überaus charmanter Film gelungen, an dem mir vor allem das nette Konzept von "Die sieben Samurai" bzw. "Die glorreichen Sieben" im Weltall gefallen konnte. Eben diese Söldner waren zudem sehr gut ausgearbeitet und dank unterschiedlichen Aussehen und Persönlichkeiten klar voneinander zu unterscheiden. Zudem bekamen sie vor der titelspendenden Schlacht ausreichend Zeit, um dem Zuschauer sympathisch zu werden, so dass man am Ende mit ihnen mitfiebert. Was ebenfalls besticht, sind die tollen Raumschiffsmodelle, die originellen Designs (wobei vor allem die Nell hervorsticht), sowie die phantastische Filmmusik von James Horner. Insgesamt bleibt das große Vorbild für "Battle Beyond the Stars" zwar unerreichbar – aber das Herzblut, das in diesem Film steckt, grenzt ihn dennoch klar und deutlich von anderen, deutlich liebloseren Nachahmern ab.

Wertung:7 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1980 Orion Pictures)


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