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Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers Drucken E-Mail
Review zum "Unrated Producer's Cut" des Films Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Samstag, 31 Oktober 2015
 
Halloween-SPECiAL

 
Halloween 6: Der Fluch des Michael Myers
Originaltitel: Halloween: The Curse of Michael Myers
Produktionsland/jahr: USA 1995
Bewertung:
Studio/Verleih: Miramax/Dimension Films/Astro Distribution
Regie: Joe Chappelle
Produzenten: Paul Freeman, Malek Akkad & Moustapha Akkad
Drehbuch: Daniel Farrands
Filmmusik: Alan Howarth & Paul Rabjohns
Kamera: Billy Dickson
Schnitt: Randy Bricker
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 30. Mai 1996
Kinostart USA: 29. September 1995
Laufzeit: 96 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 18 (Kinofassung)
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray (Kinofassung)
Mit: Marianne Hagan, Paul Rudd, Donald Pleasance, Mitchell Ryan, Kim Darby, Bradford English, Keith Bogart, Mariah O'Brien, Leo Geter, J.C. Brandy u.a.


Kurzinhalt: Vor sechs Jahren sind Jamie Lloyd und Michael Myers spurlos verschwunden. Seitdem ist in Haddonfield Ruhe eingekehrt, und die Menschen sind davon überzeugt, dass Michael ein für allemal besiegt wurde und sie daher an Halloween nichts mehr zu befürchten haben – weshalb das beliebte Fest heuer auch endlich wieder einmal gefeiert werden soll. Doch am Vorabend von Halloween taucht Jamie dann plötzlich mit ihrem neugeborenen Baby im Arm im Krankenhaus von Haddonfield auf, unnachgiebig verfolgt von Michael, der ihr nach dem Leben trachtet. Doch ehe er sie angreift, gelingt es ihr noch, ihr Kind zu verstecken. Da sie zuvor in einer örtlichen Radioshow angerufen hat und auf Sendung war, erfährt Dr. Loomis von ihrer – und auch Michaels – Rückkehr, und bereitet sich darauf vor, dem schwarzen Mann ein weiteres Mal entgegenzutreten. Doch auch der mittlerweile erwachsene Tommy Doyle, auf den Laurie Strode einst aufgepasst hat, hat die Sendung gehört, und beschließt, sich dem Schrecken aus seiner Kindheit zu stellen. Neben Jamies Kind sind vor allem auch die Strodes, darunter Kara und ihr Sohn Tim, in Gefahr – nicht zuletzt, da sie in Michael Myers Elternhaus eingezogen sind. Doch schon bald müssen sie alle erkennen, dass sie es nicht nur mit Michael selbst, sondern vielmehr einen ganzen Satanisten-Kult aufnehmen müssen…

Review: Szenenbild. Das ist jetzt ein bisschen blöd. Für alle, die es nicht wussten: Es gibt von "Halloween 6 – Die Rache des Michael Myers" zwei sehr unterschiedliche Fassungen. Der "Producer's Cut" ist die ursprüngliche Version des Films, die nach einem katastrophal verlaufenden Testscreening und nachfolgenden massiven Nachdrehs jedoch stark verändert wurde. Nun hatte ich bislang keine Version von "Halloween 6" gesehen, und da ich normalerweise – auch bei Filmen, die ich noch nicht kenne – gerne auf Director's Cut und ähnliches – also jene Fassung, die der ursprünglichen Intention der Filmemacher am nächsten kommt – zurückgreife, habe ich mir den "Unrated Producer's Cut" (der ursprünglich nur als Teil der "Halloween"-Box erschienen ist und vor wenigen Wochen eine Einzel-Veröffentlichung bekam) aus den USA importiert (Achtung: Region A locked!). Was allerdings nun halt auch bedeutet, dass ich hier einen Film – oder zumindest eine Version eines Films – bespreche, den hierzulande wohl kaum jemand gesehen hat. Mangels Kenntnis der Kinoversion kann ich zudem auch keinen Vergleich zwischen beiden ziehen. Ihr werdet somit (vorerst? – ev. hole ich die Kinofassung bei einem späteren Halloween-Special nochmal nach) mit meiner Meinung zum Producer's Cut vorlieb nehmen müssen.

Einer meiner Hauptkritikpunkte an den Teilen 4 und 5 der Reihe war ja, dass sie typische Sequels nach dem "Mehr vom selben"-Schema waren. Zumindest diesen Vorwurf kann ich "Halloween 6" (ein letztes Mal weise ich jetzt noch einmal darauf hin: In der Producer's Cut-Fassung!) nicht machen. Dies dürfte wohl auch einer der Hauptgründe sein, warum sich so viele damals bei den Testscreenings negativ über ihn geäußert haben; sie hatten wohl einfach einen weiteren klassischen "Halloween"-Film mit einem Teenager mordenden Michael Myers erwartet, während "Der Fluch des Michael Myers" doch in eine andere Richtung geht. Ob mir diese gefällt, da bin ich mir offen gestanden selbst nicht 100%ig sicher. Aber ich kann zumindest den Mut der Filmemacher, in eine etwas andere Richtung zu gehen, anerkennen. Mein Lieblingsteil des Films war dabei sein Beginn. Der Einstieg im Sanatorium, dem neugeborenen Baby, und dem Ritual, das war alles sehr düster, und zudem fand ich gerade auch diesen Teil sehr gut inszeniert, mit einigen netten (Steadi-Cam, bei der es sich damals noch um eine recht junge Technologie gehalten hat; siehe auch "Alien³") Kamerafahrten durch die Korridore etc. Generell fand ich Jamies Flucht mit ihren Baby sehr spannend. Wie sie ins – wenn auch unglaubwürdig verlassene – Krankenhaus in Haddonfield flieht, dort einige der Protagonisten über ihren Anruf beim Radiosender (eine clevere Idee!) auf sowohl ihre Rückkehr als auch jene von Michael aufmerksam macht, und wie sie schließlich ihr Kind versteckt und Michael auf eine falsche Fährte lockt, und letztendlich ihr Leben für ihr Kind gibt… ich glaube, seit dem Original-Halloween habe ich mit einer Figur nicht mehr so mitgefühlt und -gezittert, wie mit Jamie hier an dieser Stelle.

Szenenbild. Der Rest des Films kam an diesen packenden Einstieg leider nie mehr ganz heran, hatte aber dennoch noch das eine oder andere gelungene Element zu bieten. So freute ich mich über die neuerliche (und leider letzte, verstarb Donald Pleasance doch kurz nach den Dreharbeiten) Rückkehr von Dr. Loomis. Interessant fand ich auch den ersten Filmauftritt von Paul Rudd. Die eine oder andere spätere Szene ist gut inszeniert, wobei mir vor allem die eine oder andere Einstellung gefiel, in der wir Michael Myers irgendwo im Hintergrund erkennen können (wie z.B. beim Telefongespräch, oder auch später im Haus, wenn es draußen blitzt). Die schauspielerischen Leistungen reichen von solide bis gut. Die Original-Musik von John Carpenter hat – selbst in der neuen Interpretation, die ab ca. der Hälfte des Films vermehrt zum Einsatz kommt – nichts von ihrem Charme verloren. Und so kritisch ich es in anderer Hinsicht auch sehe (dazu gleich), so muss ich dem Film wenigstens zu Gute halten, dass der ganze Satanisten/Kultisten-Ansatz mal etwas Neues war. Es mag mich nicht 100%ig überzeugt haben, aber letztendlich gefiel mir dieser Teil besser, als Michael Myers x-te Mordserie an Figuren, zu denen wir bis dahin ohnehin keine Bindung aufbauen konnten, und mit denen wir dementsprechend nicht mitfiebern. Einigen mag die Art und Weise, wie Michael am Ende gestoppt wird, zu unspektakulär sein, aber auch hier riss für mich die Originalität viel heraus. Und das düstere – und leicht offene – Ende hatte ebenfalls seinen Charme (so dämlich es in anderer Hinsicht auch gewesen sein mag).

Dass "Halloween 6" trotz dieser positiven Aspekte bei mir nicht besser abschneidet, hat mehrere Gründe. So kann ich wie gesagt auf objektiver Ebene anerkennen, was man hier versucht hat – subjektiv betrachtet hat mir jedoch die eine oder andere Idee nicht wirklich gefallen. So hat mich z.B. alles rund um den Fluch, und die Stimmen, die nur kleine Kinder hören können, nicht wirklich überzeugt hat. Ziemlich dämlich war auch alles rund um die Sternenkonstellation. Dass diese just immer an Halloween und dann noch dazu in so unregelmäßigen Abständen auftritt, war schon sehr unplausibel. Auch dass der Kult just Dr. Loomis als ihren neuen Anführer erwählt hat, machte leider nicht wirklich Sinn, immerhin scheint der um keinen Tag jünger zu sein als ihr derzeitiger Anführer. Und so gut er mir grundsätzlich auch gefallen hat, war auch der Einstieg insofern nicht perfekt, als sich hier für mich die Neubesetzung von Jamie (nachdem man Danielle Harris die gewünschte Gage nicht zahlen wollte) doch sehr negativ bemerkbar machte. Nicht nur, dass ihr die Schauspielerin kaum ähnlich sieht, sie ist zudem in meinen Augen dann doch schon zu alt bzw. sieht zu erwachsen aus, um noch als 14- oder 15-jährige Jamie durchzugehen. Jedenfalls war zumindest mir am Anfang überhaupt nicht klar, um wen es sich bei ihr handelt, bzw. dass das auch wirklich die Jamie aus den Teilen 4 und 5 der Reihe sein soll. Am kritischsten sehe ich aber den Versuch, Michael Myers Verhalten – bis hin zu seinem ersten Mord zu Beginn des ersten Teils – mit den Satanisten und dem Thorne-Fluch zu erklären. Einen psychisch gestörten Jungen, der halt "einfach so" tötet, finde zumindest ich erschreckender, als diese – doch ziemlich weit hergeholte – Erklärung. Aber he, zumindest haben sie versucht das eine oder andere (wie seine Jagd auf seine Familienmitglieder, seine Unsterblichkeit, usw.) zu erklären. Die zweite "Halloween"-Trilogie, wenn man so will (also die Teile 4-6) schließt "Der Fluch des Michael Myers" jedenfalls auf durchaus schlüssige und stimmige Art und Weise ab.

Fazit: Szenenbild. Ich kann alle Fans der Reihe – und auch die Besucher der ersten Testscreenings – verstehen, die mit dem Producer's Cut von "Halloween 6 – Der Fluch des Michael Myers" nicht wirklich warm geworden sind. Kult-Killer Michael rückt gegenüber dem Satanistenkult teilweise doch ziemlich in den Hintergrund, die eine oder andere Offenbarung macht nur bedingt Sinn, und generell sind die hier dargebrachten Erklärungen für einige offene Fragen aus der Reihe teilweise nur schwer zu schlucken, und trafen auch meinen persönlichen Geschmack nicht immer. Und doch muss ich den Machern zumindest zu Gute halten, es wenigstens versucht zu haben, all diese Dinge zu erklären. Zudem fand ich es durchaus positiv, dass man hier versucht hat, eine neue Richtung einzuschlagen, statt einfach nur den x-ten lauen Aufguss des kultigen ersten Teils abzuliefern. Und vor allem auch den Einstieg rund um die entflohene Jamie (wobei es geholfen hätte, wenn man entweder Danielle Harris zurückgeholt oder zumindest eine andere, ihr ähnlicher sehende und vor allem auch jüngere Schauspielerin gecastet hätte) fand ich sehr packend und gelungen. Und auch inszenatorisch konnte sich der Film stellenweise durchaus sehen lassen. Ja, der Mittelteil lässt spannungstechnisch eher zu wünschen übrig, und das Finale mit dem Ritual war schon ziemlich eigenwillig und auch ein bisschen antiklimaktisch – letztendlich ist mir aber ein Sequel, dass sich etwas traut und eine neue Richtung einschlägt, lieber als eine schlichte "More of the Same"-Fortsetzung, wo man es zudem nicht schafft, die Qualität des nachgeahmten Originals zu erreichen, wie dies in meinen Augen bei Teil 4 und 5 der Reihe der Fall war. "Halloween"-Traditionalisten dürften aber wohl mit der Kinofassung des Films besser beraten sein.

Wertung:5 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1995 Dimension Films)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2015





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