HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow Filme von A-Z arrow Sharknado 3: Oh Hell No!
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Farscape
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Neue Reviews
Intern
Impressum
Datenschutz
Team
Jobs
Suche



Sharknado 3: Oh Hell No! Drucken E-Mail
Der Hai-Tornado-Wahn geht in die 3. Runde Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 06 Oktober 2015
 
Halloween-SPECiAL

 
Sharknado 3
Originaltitel: Sharknado 3: Oh Hell No!
Produktionsland/jahr: USA 2015
Bewertung:
Studio/Verleih: The Asylum/SyFy/Soulfood Music Distribution
Regie: Anthony C. Ferrante
Produzenten: U.a. David Michael Latt & Paul Bales
Drehbuch: Thunder Levin
Filmmusik: Chris Cano & Chris Ridenhour
Kamera: Ben Demaree, Laura Beth Love & Scott Wheeler
Schnitt: -
Genre: Komödie/Horror
TV-Premiere Deutschland: 22. Juli 2015
TV-Premiere USA: 22. Juli 2015
Laufzeit: 88 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Ian Ziering, Tara Reid, Cassie Scerbo, Bo Derek, David Hasselhoff, Frankie Muniz, Ryan Newman, Mark Cuban, Blair Fowler, Jack Griffo u.a.


Kurzinhalt: Fin Shepard wird nach Washington eingeladen, um vom Präsidenten höchstpersönlich mit einer goldenen Kettensäge für seine Verdienste im Kampf gegen Sharknados geehrt zu werden. Doch just während des Empfangs wird Washington D.C. ebenfalls von einem Sharknado heimgesucht, und ehe er es sich versieht, kämpft Fin Seite an Seite mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten gegen den Haisturm. Wie sich jedoch kurz darauf herausstellt, war dieser nur ein Vorgeschmack auf den größten Sharknado, den die Welt je gesehen hat, und der in Kürze Florida heimsuchen wird. Wie könnte es anders sein: Dort besuchen die Shepards gerade Aprils Mutter, und statten den Universal Studios Orlando einen Besuch ab. Fin versucht nun, so rasch als möglich von Washington nach Miami zu gelangen, und trifft auf seiner Fahrt auf Nova, die mit Lucas unter die Sturmjäger gegangen ist. Als sie dann schließlich Orlando erreichen, wird Fin jedoch klar, dass der Sharknado viel zu groß ist, um ihn mit konventionellen Mitteln zu bekämpfen. Ihre letzte Hoffnung ruht nun auf den Schultern von Fins Vater…

Review: Szenenbild. Der erste "Sharknado"-Film lebte in erster Linie von seiner brillanten, originellen und köstlichen Prämisse, die ihn aus der Masse an Hai-Filmen hervorstechen ließ, ruhte sich jedoch auch nicht allein darauf aus, sondern ließ sich auch noch einige andere coole Ideen einfallen, um für gute Trash-Unterhaltung zu sorgen. Der zweite war dann ein müder, lahmer und einfallsloser Abklatsch, wo man zu versuchen schien, mit so wenig Aufwand wie möglich durchzukommen. Einfach den Schauplatz nach New York verlagern, die kultige Kettensägenszene aus dem ersten so oft als nur möglich wiederholen, massig Cameos von amerikanischen C- und D-Promis einbauen, und fertig ist die erfolgreiche Fortsetzung. Einzig zwei nette Ideen hatte das ansonsten enttäuschende Sequel zu bieten. Dementsprechend hielt sich meine Erwartungshaltung gegenüber dem dritten, der jedoch mit "Oh Hell No!" wenigstens schon Mal mit einem lustigen Untertitel aufwarten konnte, in doch recht argen Grenzen. Geschaut habe ich ihn aber natürlich trotzdem – und wurde positiv überrascht. Denn in meinen Augen lässt "Sharknado 3" nicht einfach nur den unmittelbaren Vorgänger (was keine große Kunst ist), hinter sich, sondern übertrifft sogar den kultigen ersten Teil der Reihe.

Der Hauptgrund dafür ist, dass man sich im Vergleich zum lahmen zweiten Teil diesmal wieder ein echtes, ordentliches Brainstorming gemacht hat, und "Sharknado 3" daher mit einem Sammelsurium an köstlichen Ideen (eine absurder als die andere), genialen Anspielungen auf andere Filmreihen (wie der grandiose Bond-artige Einstieg) und abgefahrenen Momenten aufwarten kann. Bereits der Einstieg in Washington, der sich mehr wie ein Finale/Showdown als ein Anfang anfühlt, hat mehr großartige Momente zu bieten, als sie "Sharknado 2" über die gesamte Laufzeit aufbieten konnte. Solcherarts bestens auf den Rest des Films eingestimmt, muss man danach zwar eine kleinere Durststrecke durchleben (schläft der Film im Mittelteil doch ein wenig ein), aber der nächste Gag, die nächste Haiattacke oder auch der nächste Gastauftritt sind nie weit entfernt. Bei letzteren hat man im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls dazugelernt, die internationale Anziehungskraft von "Sharknado" erkannt, und präsentiert damit nicht nur Cameogäste aus aller Welt (darunter u.a. auch Oliver Kalkofe und Peter Rütten von SchleFaz), sondern generell bekanntere Gesichter. Der absolute Höhepunkt war für mich dabei eine ganz bestimmte Cameo in einem Kino – mehr will ich dazu nicht sagen. Jedenfalls bin ich bei dieser Szene wirklich gelegen vor Lachen. Und auch abseits solcher Mini-Gastauftritte geben sich die aus Genreproduktionen bekannten Gesichter die Klinke in die Hand, um mal kurz in ein oder zwei Szenen ins Rampenlicht zu rücken. Da der Film einen Teil seines Reizes daraus bezieht, diese für sich selbst zu entdecken, sei an dieser Stelle nicht genaueres verraten. Positiv auch, dass man was den Gore-Aspekt betrifft im Vergleich zu den ersten beiden Teilen eine gehörige Schippe nachgelegt hat. Ich muss gestehen, ich bin nach wie vor überrascht, dass SyFy in den USA mit einer bestimmten Szene durchgekommen sind (und auch, dass die FSK trotz dieser Szene für die ungeschnittene Fassung das 60er-Siegel vergab). Einzig auf nackte Tatsachen muss man nach wie vor verzichten.

Szenenbild. Nachdem die erste Stunde bereits recht gute Unterhaltung mit zahlreichen witzig-trashigen Szenen geboten hat, dreht der Film aber dann vor allem im letzten Drittel noch einmal so richtig auf. Das Finale ist einfach nur völlig verrückt – ja, sogar noch verrückter als die Idee eines Hai-Tornados – und ich kann vor dem Einfallsreichtum der Macher nur meinen Hut ziehen. Denn gerade auch in den letzten 30 Minuten reiht sich eine genial-köstlich-absurde Szene auf die nächste (inklusive der abgefahrensten und besten Geburtsszene dieses TV-Jahrse; sorry, "Sense8"!). Dies ist generell etwas, dass "Sharknado 3" enorm aufwertet: Ich hatte den Eindruck, dass sie sich in keinster Weise zurück- und/oder Ideen für ein allfälliges weiteres Sequel zurückgehalten haben, sondern auch wirklich alles hier hineingesteckt haben, was sie sich nur ausdenken können. Dies mag für die unweigerliche nächste Fortsetzung der Reihe zwar nichts Gutes bedeuten, aber "Sharknado 3" hat von diesem Zugang ungemein profitiert. Jedenfalls: So viel wie bei "Oh Hell No!" habe ich bislang noch bei keinem Sharknado-Film gelacht.

Ganz ohne Schwächen ist aber natürlich auch der dritte Film der Reihe nicht. Eher enttäuschend fallen beispielsweise die Auftritte von Bo Derek und David Hasselhoff aus. Erstere mag zwar trotz ihrer 58 Jahre immer noch besser, heißer und jünger aussehen als ihre Filmtochter Tara Reid, aber man muss sich schon fragen, warum man sich die Mühe macht, einen solchen Namen zu engagieren, wenn man ihr dann nichts vernünftiges zu tun gibt außer in der Gegend herumzustehen. Zumindest einen Badass-Moment hätte man der B-Movie-Amazone schon schenken dürfen. David Hasselhoff kommt nicht viel besser weg. Zwar bekommt dieser wenigstens seine Momente, um im Rampenlicht zu glänzen, an seinen köstlichen, herrlich selbstironischen Auftritt in "Piranha 2" kam sein Auftritt als Fins Papa aber leider bei weitem nicht heran. Zugegeben, die letzte Einstellung mit ihm war schon mega-cool. Und natürlich legte "Piranha 2" was seinen Auftritt betrifft die Messlatte wohl unerreichbar hoch – außer, man hätte einfach das dortige Konzept kopiert, was dann aber wiederum sehr einfallslos gewesen wäre. Dennoch konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man aus seinem Auftritt mehr hätte herausholen können bzw. dass ein anderer Schauspieler die Rolle genauso gut oder vielleicht sogar besser hätte ausfüllen können. Zumal er auch was seine schauspielerische Leistung (wieder: gerade auch im Vergleich zu "Piranha 2") wenig engagiert erscheint. Im Vergleich zu "Piranha 2", der ohne seinen Auftritt nicht einmal halb so gut gewesen wäre, wertete er jedenfalls "Sharknado 3" für mich leider kaum auf. Auch von der Produktionsqualität darf man sich nach wie vor nicht zu viel erwarten, und auch wenn mir bewusst ist, dass die billigen und lachhaften CGI-Effekte einen Teil des Charmes dieser Filme ausmachen, würde ich mir angesichts des enormen Erfolgs der Reihe doch wünschen, dass The Asylum nicht so knausrig wären und mal richtig Kohle springen lassen würden. Etwas überpräsent waren für mich auch neuerlich die Szenen mit den Morgenschau-Typen. In erster Linie ist es aber der bereits kurz erwähnte Mittelteil, wo der Film nach rasantem Beginn doch ein wenig einschläft – und kurzzeitig mehr wie ein Werbefilm für Universal Studios Orlando (mit einem Werbespot für NASCAR mittendrin) wirkt – der "Sharknado 3" merklich herunterzieht. Da lobt man sich die DVD/Blu-Ray, wo sich die betreffenden, etwas zähen Stellen dann problemlos überspringen lassen…

Fazit: Szenenbild. Die Redensart "Aller guten Dinge sind drei" bestätigt sich im filmischen Bereich ja doch eher selten. Im Falle von "Sharknado 3" hat sie jedoch ausnahmsweise mal Gültigkeit. Gespickt mit abgedrehten Ideen, einer absurd-köstlichen Szene nach der anderen, ein paar tollen Cameo-Auftritten sowie zahlreichen gelungenen Gags, vermochte mich der dritte Teil der Reihe bislang am besten zu unterhalten. Bereits der Einstieg in Washington war grandios, und bot mehr Höhepunkte als der schwache zweite Teil der Reihe über seine gesamte Laufzeit. Auch die Cameo-Auftritte haben mir diesmal deutlich besser gefallen, als zuletzt. Im Mittelteil schlief der Film dann zwar etwas ein und konzentrierte sich zu sehr darauf, die Universal Studios Orlando zu bewerben, aber auch da gab es zwischendurch amüsante Momente, die für gute Unterhaltung sorgten. In erster Linie war es dann aber das absolut köstliche und völlig überdrehte Finale, welches mich begeistern konnte. Neben der gewohnt miesen Produktionsqualität, insbesondere natürlich bei den CGI-Haien, sticht als Kritikpunkt in erster Linie die regelrechte Verschwendung von Bo Derek ins Auge. Auch David Hasselhoff bleibt hier weit hinter seinem Auftritt aus "Piranha 2" zurück. Und natürlich, objektiv betrachtet ist auch "Sharknado 3" von einem guten Film weit entfernt. Wer jedoch – so wie ich – mit dieser Art von Trash-Unterhaltung etwas anfangen kann, der darf den offiziellen Untertitel von "Sharknado 3" vielmehr durch "Oh Hell Yes!" ersetzen.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2015 Soulfood Music Distribution)


Mitreden! Sagt uns eure Meinung zum Film im SpacePub!

Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2015 Review zu "Sharknado" Review zu "Sharknado 2"





Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer
Im Moment keine TV-Einträge vorhanden