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Avengers 2: Age of Ultron Drucken E-Mail
Das Ende von Phase 2 wird eingeläutet Kategorie: Filme - Autor: M. Spieler | M. Wetzel - Datum: Donnerstag, 23 April 2015
 
Willkommen beim Avengers 2 - Special!


 
Avengers 2: Age of Ultron
Originaltitel: Avengers: Age of Ultron
Produktionsland/jahr: USA 2015
Bewertung:
Studio/Verleih: Marvel Studios/Walt Disney Studios Motion Pictures
Regie: Joss Whedon
Produzenten: U.a. Kevin Feige, Jon Favreau & Stan Lee
Drehbuch: Joss Whedon
Filmmusik: Danny Elfman & Brian Tyler
Kamera: Ben Davis
Schnitt: Jeffrey Ford & Lisa Lassek
Genre: Action/Science Fiction
Kinostart Deutschland: 23. April 2015
Kinostart USA: 01. Mai 2015
Laufzeit: 141 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 12
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, Blu-Ray 3D, DVD, Soundtrack
Mit: Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Chris Evans, Mark Ruffalo, Scarlett Johansson, Jeremy Renner, James Spader, Samuel L. Jackson, Don Cheadle, Aaron Taylor-Johnson, Elizabeth Olsen, Paul Bettany, Cobie Smulders u.a.


Kurzinhalt: Nach der versuchten Übernahme von Shield durch Hydra und der weitgehenden Zerschlagung beider Organisationen, suchen die Avengers auf der ganzen Welt nach den restlichen Verstecken des Feindes und insbesondere der Festung von Baron Wolfgang von Strucker, in der er geheime Experimente mit dem abhanden gekommenen Zepter von Loki aus der Schlacht von New York vornimmt. Die Neugier von Tony Stark bringt sie nach einem erfolgreichen Einsatz dann allerdings in arge Bedrängnis. Seine ferngesteuerten Iron-Man-Anzüge erwachen zum Leben, als eine künstliche Intelligenz sich ihrer bemächtigt. Fehlgeleitet von Tonys Imperativ, die Welt um jeden Preis retten zu wollen, macht sich die K.I. daran, das Netz zu übernehmen und die Ressourcen für einen Angriff zu sammeln…

Review von Michael Spieler (leichte Spoiler): Szenenbild. Das Ende der 2. Phase den Marvel-Filmuniversums mischt die Karten neu und ist bedingt durch seine Übergangsstellung etwas in der Not, eine eigene Geschichte zu erzählen, die nicht neben den ganzen neuen Informationen untergeht. "Age of Ultron" fühlt sich für alle alten und neuen Charaktere wie ein Umsteigebahnhof an, vor dessen Türen der selbe Kampf wie in "The Avengers", noch einmal stattfindet. Wieder muss das Team gegen eine gesichtslose Horde mit wahnsinnigem Anführer antreten, während um sie herum eine Stadt in Schutt und Asche gelegt wird. Am Ende ist schon sehr deutlich, dass man diesen Brückenfilm hauptsächlich zur Neuplatzierung der Figuren für die 3. Phase brauchte. So ist der erste und Hauptbeef den ich mit "Age of Ultron" habe, dass man, und hier folgt ein kleiner Spoiler, Strucker nur für die Einleitung braucht. Die Suche nach ihm, seine Motive und die Geschichte, wie das Zepter überhaupt zu ihm kommen konnte, werden nicht beantwortet. Hier ergeben sich eigentlich nette Parallelen zu den Experimenten von Red Skull mit einem anderen Infinity Stone – dem Tesserakt – und das wird weitestgehend übergangen. Hydra spielt dann in weiterer Folge keine Rolle mehr, Hauptsache das Zepter und zwei neue Figuren – die Maximoffs Quicksilver (Aaron Taylor-Johnson, "Godzilla") und Scarlett Witch (Elizabeth Olsen, "Godzilla") – wurden in die Geschichte geworfen.

Zu den guten Seiten gehört für mich hingegen – und das wird sicher einer der kontroversen Aspekte des Films – dass man "Age of Ultron" auch "Hawkeye - The Movie" nennen könnte, da diese bisher eher vernachlässige Figur vergleichsweise viel Spielraum bekam und nicht nur durch seine Fähigkeiten mit Pfeil und Bogen glänzen kann. Schön fand ich, dass auch die Nebenfiguren der anderen Filme einen kleinen Platz im großen Avengers-Film bekamen, was allerdings durch das - in zwei Nebensätzen erklärte - Fehlen von Pepper Potts (muss sich um die Firma kümmern) und Jane Foster (Arbeit, Arbeit, Arbeit, Nobelpreis) geschmälert wird. Dafür wurde Cobie Smulders' Rolle Maria Hill etwas gestärkt, schließlich arbeitet sie jetzt für Stark. Außerdem bekommen wir den Vorwand für die echt krassen Samsung-Produktplatzierungen und Seoul als Drehort in Form von Dr. Helen Cho (Claudia Kim, "Marco Polo"), deren Labor sich im Film auf den Floating Islands (Some Sevit) – eigentlich Kunst- und Kultureinrichtungen – befindet. Neben Südkorea geht es auch nach Johannisburg und Bangladesh, die beide als Wakanda herhalten müssen und damit den "Black Panther"-Film indirekt anteasern. Und dann wäre da noch Ultron. Die K.I., mit der Tony Stark spielt, ohne sie völlig zu verstehen. Gesprochen im Original von James Spader, nimmt sie im Laufe des Films viele Formen an und arbeitet am perfekten Körper für sich. Hier verbirgt sich auch die Schwachstelle des Konzepts. Obwohl seine Macht im Netz – also ohne körperliche Form – viel mehr Schaden anrichten könnte und auch visualisiert wird, versteift er sich auf das Bauen einer Armee aus Kopien von sich selbst und einer einzelnen perfekten Form, die in The Vision enden wird. Er kann überall zugleich sein, jedes System hacken, aber entscheidet sich für konventionelle Kriegsführung und einen viel zu abstrusen Plan, der natürlich auf der Leinwand geil aussieht, aber für eine Maschine recht unlogisch ist, wenn man darüber nachdenkt. Was genau er vorhat, müsst ihr selber herausfinden, aber es ist offensichtlich nichts Gutes.

Szenenbild. Die Fähigkeiten der Scarlett Witch werden auch als wenig subtile Überleitung benutzt, denn sie kann Visionen in anderen Personen hervorrufen, womit Thor (und die Zuschauer) u.a. einen Vorgeschmack auf "Ragnarök" erhalten, der daraufhin ganz dringend mit Dr. Selvig sprechen muss und genau im richtigen Moment zum Team zurückkehrt, ohne eine Spur einer Erklärung. Alles sehr unbefriedigend. Am Ende hat man jedenfalls das Gefühl, dass "Age of Ultron" erst einmal der letzte Film mit größerem Auftritt für einige Figuren gewesen sein könnte, das Team wird neu aufgestellt und alte Mitglieder verschwinden auf unterschiedlichen Wegen. Wie es weitergeht erfahren wir dann im "Civil War" nächstes Jahr um diese Zeit – ob und wie "Ant-Man" (23. Juli 2015) mit dem großen Ganzen verwoben wird, bleibt abzuwarten.

Fazit: Obwohl ich "Age of Ultron" insgesamt schon mochte, ist er deutlich schwächer als der erste Ensemble-Film mit den Marvel-Helden. Die Hauptgeschichte kann mich kaum fesseln, doch viele Kleinigkeiten halten mich hier bei Laune. Wegen der strukturellen Ähnlichkeit zum ersten Avengers und der exakten Wiederholung mancher Elemente mit leicht anderen Mitteln, rutscht er mir nach dem erfrischend anders angelegten "Guardians of the Galaxy", leider echt etwas ab. Versteht mich nicht falsch, das ist immer noch spektakuläres Actionkino, aber auch recht durcheinander. Es werden nebenbei einfach zu viele neue Handlungsstränge aufgemacht, die alle zumindest den Anschein vermitteln, potentiell interessanter zu werden, als das was eigentlich gerade passiert.

Wertung:7 von 10 Punkten
Michael Spieler


Review von Marcel Wetzel: Da ist es also, das neue und lang erwartete Abenteuer unserer Leinwandhelden, vereint im zweiten Avengers Film. Und wie von allen erhofft, geht es in diesem Teil größer, derber, lauter und von den Special Effects her auf jeden Fall auch teurer zu, als im ersten Teil der 2012 in die Lichtspielhäuser kam und das Ende von Marvels "Phase Eins“ einläutete. Wer mit dem Begriff nichts anzufangen weiß, dem sei hier kurz grob erklärt, dass Marvel einst einen bis 2019 reichenden Fahrplan aller Filme veröffentlicht hat, die sich allesamt um Figuren aus dem Marvel Cinematic Universe drehen und zwar nicht in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht wurden, jedoch storymäßig zu einem gewissen Grad miteinander verbunden sind. Dieser Fahrplan ist dabei in drei Phasen aufgeteilt, wobei 2012 "Marvel’s The Avengers" das Ende der ersten und nun "Avengers: Age of Ultron" das der zweiten Phase einläutet, die mit "Ant-Man" im Juli gänzlich ihr Ende finden wird. Aber zurück zum Film: Der beginnt direkt mit einer Schlachtszene in der klar wird, dass aus dem bunt im ersten Teil zusammengewürfelten Haufen aus Superhelden mittlerweile ein perfekt eingespieltes Team geworden ist, dass das Böse dieser Welt durch Teamwork in die Flucht zu schlagen vermag. Gleichzeitig wird dem Zuschauer durch das Effektfeuerwerk auch von Anfang an klargemacht, in welchen Teil der Produktion, neben der Gage für Robert Downey Jr., der Großteil des Budgets geflossen sein dürfte. Die ersten fünf Minuten wecken durch die Inszenierung schlicht Appetit auf das, was in den nächsten rund 140 Minuten noch kommen könnte.

Szenenbild. Könnte. Denn obwohl Joss Whedon mit "Avengers: Age of Ultron“ beileibe keinen schlechten Film abgeliefert hat könnte es sein, dass man sich spätestens ab der Hälfte der Laufzeit dabei erwischt, wie man im Halbdunkel des Kinosaals die Zeit auf der eigenen Armbanduhr zu erkneistern versucht, weil sich ein leichtes Gefühl von Langeweile einstellt. Dabei bietet die Handlung für jeden etwas und könnte so eins zu eins aus dem Musterhandbuch für Comicverfilmungen entnommen worden sein. Jede Menge grandios in Szene gesetzter Action, einen sarkastischen Obermotz und dessen Horden an generischen Lakaien, coole Sprüche, etwas Humor, ein wenig Pathos hier, ein bisschen Tragik da, Reibereien zwischen den Hauptfiguren und – natürlich – die obligatorische Liebesgeschichte, bei der die Akteure bis zum möglichen Happy End allerlei emotionale Hindernisse zu umschiffen haben. Selbst der Score ist von dem quasi allgegenwärtigen Danny Elfman erdacht worden. Und damit den Avengers im Falle des unfreiwilligen Ablebens des einen oder anderen Superhelden nicht irgendwann mal die Retter ausgehen, werden im aktuellen Film darüber hinaus noch neue Charaktere eingeführt, deren Hintergründe und Handlungsmotivationen allerdings eher mau dargestellt werden und keinem so wirklich im Gedächtnis bleiben dürften.

Insgesamt stellt "Avengers: Age of Ultron" also ein durch und durch solides Machwerk dar, welches aber bis auf wenige Ausnahmen zu vorhersehbar und ohne Überraschungen daherkommt. Dabei sind die einzelnen Elemente für sich genommen in ihrer Qualität über jeden Zweifel erhaben und bringen die gänzlich unterschiedliche Heldentruppe in einer Weise zusammen auf die Leinwand, die jedem Charakter und damit zugleich den verschiedensten Fangruppierungen gerecht wird. Positiv hierbei zu erwähnen ist vor allem, dass auch die sonst eher vernachlässigten Nebenhelden Black Widow und Hawkeye in diesem Teil mehr Screentime eingeräumt wurde und sie so der Filmwelt nicht nur zeigen können auf wie viele verschiedene Arten sie Bösewichten den Hintern versohlen können, sondern darüber hinaus auch charakterlich etwas an Tiefe gewinnen, indem Scarlett Johanssons Alter Ego eine tragische Vergangenheit verpasst und Jeremy Renners Hawkeye eine neue, für einen solchen Film unerwartete, Facette verliehen wird.

Fazit: "Avengers: Age of Ultron" merkt man an, dass das Produktionsteam der Marvelfilme über die letzten Jahre reichlich Erfahrungen sammeln konnte, welche Knöpfe beim Publikum zu drücken sind, um ein solides Endprodukt abzuliefern. Und so überrascht es nicht, dass auch das zweite Abenteuer der Avengers alle Facetten des gute Laune Popcornkinos bedient und dabei gleichzeitig noch verdammt gut aussieht. Wenn man allerdings kein Fan des Marvel Universums ist und somit die meisten der sicherlich reichhaltig vorhandenen Referenzen, Querverbindungen und lustigen Anspielungen verpasst, bekommt man leider nur mehr vom Altbewährten der letzten Heldenverfilmungen ohne nennenswerte Überraschungen. Insgesamt wahrlich kein schlechtes Machwerk, jedoch weit von einem Film entfernt, den man sich unbedingt in die hauseigene Filmsammlung holen müsste.

Wertung:6 von 10 Punkten
Marcel Wetzel
(Bilder © 2015 Walt Disney Studios Motion Pictures)


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Weiterführende Links:
"Avengers: Age of Ultron" - SPECiAL
"Avengers: Age of Ultron" - Gewinnspiel





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