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Stonehearst Asylum Drucken E-Mail
Ein interessanter, raffinierter DTV-Thriller Kategorie: Filme - Autor: Björn Flügel - Datum: Mittwoch, 25 Februar 2015
 
 
Stonehearst Asylum
Originaltitel: Eliza Graves
Produktionsland/jahr: USA 2014
Bewertung:
Studio/Verleih: Icon Productions/Universum Film
Regie: Brad Anderson
Produzenten: U.a. Mark Amin, Bruce Davey & Mel Gibson
Drehbuch: Joe Gangemi, nach einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe
Filmmusik: John Debney
Kamera: Tom Yatsko
Schnitt: Brian Gates
Genre: Thriller
DVD-Premiere Deutschland: 30. Januar 2015
Kinostart USA: 24. Oktober 2014
Laufzeit: 112 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Kate Beckinsale, Jim Sturgess, David Thewlis, Brendan Gleeson, Ben Kingsley, Michael Caine, Jason Flemyng, Sophie Kennedy Clark u.a.


Kurzinhalt: An Weihnachten 1899 tritt der junge Arzt Edward Newgate seine neue Stelle in der Irrenanstalt Stonehearst an. Schnell wird ihm klar, dass den Anstaltsleiter Dr. Lamb ein unheilvolles Mysterium umgibt. Eines Abends folgt er merkwürdigen Geräuschen hinab bis in die dunklen Kellergewölbe, wo er auf einige Häftlinge trifft, die vorgeben, das wirkliche Klinikpersonal zu sein. Mithilfe der attraktiven Patienten Eliza Graves versucht er daraufhin, das Geheimnis von Stonehearst zu lüften. Jedoch ist kaum zu erkennen, wo krankhafter Wahnsinn beginnt und wie weit das Vertrauen geht…

Review: Szenenbild. Ich bin durchaus ein wenig verwundert darüber, dass "Stonehearst Asylum" hierzulande direkt auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wurde, ohne eine Kinoauswertung zu erfahren. Immerhin hat Regisseur Brad Anderson mit Filmen wie "The Machinist" (2004) oder "The Call - Leg nicht auf!" (2013) bewiesen, dass er das Thriller-Handwerk durchaus beherrscht. Auch erscheint es ungewöhnlich, die namhafte Darstellerriege, u.a. bestehend aus Kate Beckinsale, Ben Kingsley, Michael Caine und nicht zuletzt Jim Sturgess einem breiteren Publikum vorzuenthalten. Auch hätte der Name Edgar Allan Poe, auf dessen Kurzgeschichte "The System of Doctor Tarr and Professor Fether" der Film basiert, den einen oder anderen Kinogänger ansprechen können. Nun ja, sei's drum! Wofür gibt es Heimkinos? Dort jedenfalls macht "Stonehearst Asylum" eine sehr gute Figur.

Der Film besticht insbesondere durch seine düstere, schaurige Atmosphäre. Die fantastisch komponierten Bilder, die sich stets um historische Authentizität und zugleich um Ästhetik bemühen, die archaische Ausstattung, vor allem die aufwendigen Bühnenbilder sind rundum gelungen und versetzen den Zuschauer direkt ins viktorianische England. Ein echter Augenschmaus. Auch narrativ bleibt Anderson diesem Zeitalter treu, indem er kaum auf zeitgenössische Stilmittel zurückgreift. Das Erzähltempo ist gemächlich, auf Schockmomente wird verzichtet, der durchschaubare Plot gerät zum Stilmittel. Man nimmt quasi die Perspektive des besser-, nicht jedoch alleswissenden Zuschauers ein. Inwiefern sich Anderson an Poes Vorlage hält, vermag ich freilich nicht zu beurteilen. Auch weiß ich nicht, wie innovativ die Idee, Ärzte und Patienten die Rollen tauschen zu lassen, war, als Poe "The System of Doctor Tarr and Professor Fether" verfasste. Dass diese Wendung kaum jemanden überraschen würde, dürfte jedenfalls auch Anderson klar gewesen sein, weshalb er eher die Figurenkonstellation und deren innere Dynamik sowie die medizinische Methodik im Hinblick auf den Umgang mit Geisteskranken bzw. denen, die man anno 1899 für solche hielt, dazu nutzt, um Spannung zu erzeugen. So lässt mir beispielsweise die Sequenz, in der der Michael Caine einer Zwangsbehandlung unterzogen wird, einen ungeheuren kalten Schauer über den Rücken laufen. Weiterhin erhält der Film sehr viel an Substanz durch das Zusammenspiel von Beckinsale und Sturgess, welches Anderson erst am Schluss mit einem gewaltigen und für mich tatsächlich unvorhersehbaren Paukenschlag gewissermaßen ad absurdum führt. Wähnte man sich als Zuschauer für knapp 2 Stunden in Sicherheit und meinte man, alles durchschaut zu haben, gerät man an dieser Stelle ein wenig in die Bredouille, denn es wird offenkundig, dass man die ganze Zeit einer falschen Fährte gefolgt ist. Ob es allerdings zu dieser Erkenntnis wirklich 108 Minuten bedurft hätte, sei dahingestellt.

Fazit: "Stonehearst Asylum" ist ein interessanter Thriller, der großartig anzusehen ist und mit einer beachtlichen atmosphärischen Dichte aufwartet. Allein aufgrund des formidabel aufspielenden Casts – u.a. Michael Caine, Kate Beckinsale, Ben Kingsley und Jim Sturgess – ist der Film allemal einen Blick wert. Die 108 Minuten erscheinen zwar an mancher Stelle etwas mühsam, jedoch ist der Film am Ende weitaus raffinierter, als man erwartet.

Wertung:7 von 10 Punkten
Björn Flügel
(Bilder © 2015 Universum Film)


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