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Star Wars: Labyrinth des Bösen Drucken E-Mail
Phänomenales Hörspiel zum Prequel-Roman Kategorie: Audio - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 21 Dezember 2014
 
Titel: Star Wars: Labyrinth des Bösen
Bewertung:
Label: Folgenreich
Veröffentlicht: 30. November 2007
Autor: Oliver Döring, nach dem Roman von James Luceno
Produktion: Alex Stelkens
Länge: ca. 165 Minuten
Altersempfehlung: Ab 8 Jahren
Kaufen: CD


Besetzung: Philipp Moog als Obi-Wan Kenobi, Wanja Gerick als Anakin Skywalker, Friedhelm Ptok als Kanzler Palpatine, Tobias Meister als Yoda, Helmut Gauß als Mace Windu, Rainer Doering als General Grievous, Manja Doering als Padmé Amidala, Martin Kessler als Commander Cody, Klone, Valiant, Oddball, Wolfgang Ziffer als C-3PO, TC-16, Thomas Vogt als Bail Organa, Dietmar Wunder als Captain Dyne, Joachim Siebenschuh als Nute Gunray, Karl-Heinz Oppel als Rune Haako, Matthias Haase als Sate Pestage, Elisabeth Günther als Mon Mothma, Raimund Krone als Fang Zar, Hans-Jürgen Wolf als San Hill, Karlheinz Tafel als Kommandant Dodonna, Klaus Sonnenschein als Count Dooku, Philipp Schepmann als Kit Fisto, Katrin Fröhlich als Shaak Ti, Franziska Pigulla als Fa'ale Leh, Thomas Lang als Thal K'sar, Detlef Bierstedt als Travale, Martina Treger als Stass Allie, Helmut Krauss als Barkeeper, Joachim Kerzel als Erzähler u.a.


Inhalt: Der Krieg gegen die Separatisten spitzt sich dramatisch zu. Überall in der Galaxis führen die Jedi-Ritter gemeinsam mit den verbündeten Klonkriegern einen gnadenlosen Kampf gegen die Droidenarmee. Beide Seiten erleiden schreckliche Verluste, doch langsam beginnt sich das Gleichgewicht zugunsten der Republik zu verlagern. Eine Separatistenwelt nach der anderen wird von den Jedi-Rittern und den Klonsoldaten eingenommen. Und nun steht mit Cato Neimodia die Heimatwelt von Vizekönig Nute Gunray, einem Ratsmitglied der Separatisten, kurz vor dem Fall. Getrieben von der Angst um sein Hab und Gut, kehrt Gunray eilig nach Cato Neimodia zurück – nicht ahnend, dass Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker gemeinsam mit einer Spezialeinheit von Klonkriegern ihm dicht auf den Fersen sind. Gunrays Wissen könnte die Jedi zum geheimen Aufenthaltsort des Anführers der Separatisten, den finsteren Count Dooku, führen, und damit die entscheidende Wendung in diesem verheerenden Krieg bringen…


Review: Zuerst einmal: Auf die Handlung werde ich im nachfolgenden nicht mehr groß eingehen – denn den Inhalt habe ich ja ohnehin schon in meinem Review zum Roman besprochen. Demnach soll es hier in erster Linie um die Produktionsqualität des Hörspiels gehen – und was das betrifft, habe ich für "Labyrinth des Bösen" nichts als Lob übrig. Zugegeben, ich bin kein Hörspiel-Profi, aber was Oliver Döring, sein Team sowie die Crew von Folgenreich hier abgeliefert haben, ist einfach nur phantastisch. Einer der Gründe warum ich Hörspielen sonst eher skeptisch gegenüberstehe, ist der oftmals übertriebene Einsatz eines Erzählers, der einen schon mal aus der Handlung herausreißen und das Entstehen der Bilder im eigenen Kopf zur jeweiligen Geräuschkulisse unterbrechen kann. Dies ist bei "Labyrinth des Bösen" schon mal nicht der Fall, wo Joachim Kerzel immer nur zu Beginn eines jeden Teils ganz kurz zum Einsatz kommt, ehe er den Sprechern der Figuren, der Geräuschkulisse und der Musik das Feld überlässt – womit "Labyrinth des Bösen" teilweise schon fast den Eindruck einer von DVD entnommenen Tonspur erweckt. Alle weiteren Informationen was das Geschehen betrifft werden uns dann direkt über die Figuren vermittelt. Das kann zwar teilweise ein klein wenig verkrampft rüberkommen, wenn die Protagonisten etwas aussprechen, dass normalerweise alle Anwesenden ohnehin mit eigenen Augen sehen würden – sind diese Kommentare doch eben in erster Linie für den Zuhörer gedacht – allerdings ist mir das immer noch lieber, als dass sich ständig ein Erzähler einmischt und alles bis ins kleinste Detail schildert, und damit auch die Phantasie des Zuhörers untergräbt. Zumal sich Oliver Döring diesbezüglich auch wirklich nur auf das notwendigste beschränkt, weshalb zumindest ich das gelegentliche "Seht! Ein Repulsorschlitten!" (oder ähnliches) nicht als störend empfand.

Über jeden Zweifel erhaben ist die Abmischung. Oliver Döring und seinem Team stand für "Labyrinth des Bösen" die komplette "Star Wars"-Musikbibliothek von John Williams zur Verfügung. Da der Roman in der Prequel-Trilogie angesiedelt ist, konzentriert sich natürlich auch die Auswahl der Musikstücke naturgemäß an seinen entsprechenden Kompositionen, aber da und dort macht man musikalisch auch einen Ausflug in die Original-Trilogie – was dabei hilft, die beiden Teile er Saga wieder näher zusammenrücken zu lassen. Jedenfalls ist die Musikauswahl einfach nur phantastisch; man findet wirklich immer genau das richtige, passende Stück für den jeweiligen Moment. Besser geht's nicht. Aber nicht nur die Original-Musik, sondern auch die komplette Soundbibliothek von "Star Wars" stand ihnen zur Verfügung – was ebenfalls ausgiebig genutzt wird. Dadurch entsteht insgesamt eine sehr originalgetreue Geräuschkulisse, die von der ersten bis zur letzten Sekunde "Star Wars"-Feeling verströmt. Verstärkt wird dieses durch die Originalsprecher aus der Prequel-Trilogie, die hier zum Einsatz kommen. Bis in die kleinste Rolle wurde auf den jeweiligen Sprecher aus den Filmen zurückgegriffen, die zudem allesamt mit vollem Elan bei der Sache sind und ihre Figuren mit Leben füllen. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Philip Moog (Obi-Wan Kenobi) und Wanja Gerick (Anakin Skywalker) fand ich klasse. Einzig Manja Doering aka Padmé Amidala klingt irgendwie heller als in den Filmen, aber auch dies ist kein großes Manko. Und auch sämtliche neue Rollen wurden mit bekannten und markanten Stimmen bzw. professionellen Sprechern besetzt. Last but not least: Kleine lustige Details wie die Verwendung des Williamsschreis gleich im Intro machen deutlich, mit wie viel Liebe und Sorgfalt hier gearbeitet wurde. Jedenfalls kann ich allen Beteiligten zum Endergebnis nur gratulieren, und zumindest für mich steht fest: Bevor ich mir den Roman nochmal vorknöpfe, lege ich mir lieber das Hörspiel in den CD-Spieler.

Fazit: Der Roman hat mir ja bereits recht gut gefallen (wenn er auch nicht ganz mein Favorit unter den Klonkriegsromanen war), aber was Oliver Döhring für dieses Hörspiel aus ihm herausholt ist einfach nur beeindruckend. Die Umsetzung als Hörspiel ist einfach nur perfekt gelungen, angefangen von John Williams Musik, die teilweise auch der Original-Trilogie entstammt und für jedwede Szene absolut perfekt ausgewählt wurde, über die aus den Filmen bekannten Sprechern die allesamt eine großartige Leistung abliefern, bis hin zu den originalen Toneffekten aus den Filmen verströmt "Labyrinth des Bösen" von der ersten bis zur letzten Sekunde reinstes "Star Wars"-Feeling. Als sehr positiv empfand ich auch, dass Joachim Kerzel als Erzähler immer nur ganz kurz zu Beginn eines jeden Teils in Erscheinung tritt, und man davon abgesehen der Musik, den Sprechern und den Geräuschen das Feld überlässt – ideale Voraussetzungen dafür, die dazugehörigen Bilder im Kopf des Zuhörers entstehen zu lassen (als sich von einem Erzähler vorschreiben lassen zu müssen, was man zu sehen hat). Dass dafür hie und da die Protagonisten selbst ein paar beschreibende Informationen an den Zuhörer weitergeben mussten, nahm ich dafür gerne in Kauf. Einzig die Tatsache, dass ich die Handlung zwar spannend und sehr unterhaltsam, letztendlich aber doch etwas oberflächlich empfand (siehe auch meine Kritik zum Roman). Oder, anders ausgedrückt: Die grandiose Umsetzung kann halt doch nur überwiegend, aber eben nicht vollständig, über die kleineren Schwächen der Handlung hinwegtäuschen. Ich für meinen Teil werde jedenfalls in Zukunft der Hörspielfassung gegenüber dem Roman den Vorzug geben.

Wertung:4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel


Weiterführende Links:
Review zu "Labyrinth des Bösen" (Roman)





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