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Mäßige Zeitreiseaction mit Jean-Claude Van Damme Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 08 Dezember 2014
 
Advents-SPECiAL

 
Timecop
Originaltitel: Timecop
Produktionsland/jahr: USA/Kanada/Japan 1994
Bewertung:
Studio/Verleih: Largo International N.V./United Pictures International
Regie: Peter Hyams
Produzenten: U.a. Moshe Diamant & Sam Raimi
Drehbuch: Mike Richardson & Mark Verheiden
Filmmusik: Mark Isham
Kamera: Peter Hyams
Schnitt: Steven Kemper
Genre: Science Fiction/Action
Kinostart Deutschland: 24. November 1994
Kinostart USA: 16. September 1994
Laufzeit: 99 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 16
Trailer: YouTube
Kaufen:Blu-Ray, DVD
Mit: Jean-Claude Van Damme, Mia Sara, Ron Silver, Bruce McGill, Gloria Reuben, Scott Bellis, Jason Schombing, Scott Lawrence, Kenneth Welsh u.a.


Kurzinhalt: Im Jahr 1994 erfindet ein Wissenschaftler im Auftrag der US-Regierung eine Zeitmaschine. Daraufhin wird zuerst ein Sonderkomitee und danach eine eigene Behörde eingerichtet, die illegale Zeitreisen überwachen und unterbinden sollen. Walker heuert bei eben dieser Behörde an – doch noch am selben Tag wird seine Frau von unbekannten ermordet. Zehn Jahre später ist Walker nach wie vor für die TEC (Time Enforcement Commission) tätig. Bei seinem jüngsten Einsatz stößt er auf den Verdacht, dass ein hochrangiger Senator und Präsidentschaftskandidat seien Kampagne durch Diebstähle von Strohmännern in der Vergangenheit finanziert – was auch erklären würde, warum ihm die TEC gar so ein Dorn im Auge ist. Walkers jüngster Einsatz führt ihn dann schließlich ins Jahr 1994 zurück – nur eine Woche, bevor seine Frau ermordet wurde. Zwar gelingt es ihm, den Senator auf frischer Tat zu ertappen, dennoch gelingt ihm die Flucht. Als Walker in seine eigene Zeit zurückkehrt, ist nichts mehr so wie es einmal war…

Review: Szenenbild. Ich muss gestehen, der größte Jean-Claude Van Damme-Fan war ich noch nie. Was Action-Helden betrifft, kam an Arnold Schwarzenegger sowieso nichts heran, aber auch Sylvester Stallone, Chuck Norris, Michael Dudikoff, Jackie Chan usw. hatten in meiner Kindheit/Jugend weitaus mehr Eindruck bei mir hinterlassen, als der Kickboxer – was wohl auch damit zu tun hat, dass ich mit Kampfsportfilmen seit jeher weniger am Hut hatte, und er seinen Ruhm ursprünglich in erster Linie diesen verdankte. Natürlich kenne ich einige seiner Filme, wie "Universal Soldier" und "Street Fighter", und möglicherweise ist mir da ja bislang etwas entgangen, aber ich will damit nur sagen, dass ich weder mit "Timecop" (den ich irgendwann Mitte der 90er mal im Fernsehen erwischt habe) noch mit Jean-Claude Van Damme große nostalgische Gefühle verbinde. Da ich aber in jedem SF-Adventspecial gerne den einen oder anderen Zeitreisefilm drinnen habe, und "Timecop" zudem heuer seinen 20. Geburtstag feiert, dachte ich mir, ich gebe ihm nochmal eine Chance. Zu einem Überdrüber-JCVD-Fan bin ich aber auch nach der Zweitsichtung nicht geworden.

Regisseur Peter Hyams kann auf eine doch eher durchwachsene Filmographie zurückblicken. Neben einigen sehr guten Filmen ("Outland" "2010" und "Presidio") findet sich auch die eine oder andere große Enttäuschung (allen voran "A Sound of Thunder") – und vor allem auch so mancher Film, der gerade noch so an der Durchschnittlichkeit kratzt. Neben "Das Relikt" und "End of Days" würde ich auch "Timecop" in die letztere Kategorie einordnen. Wobei ich die Schwächen dabei weniger in seiner Inszenierung als dem Drehbuch sehe. Das beginnt schon beim Grundkonzept: Da hat man eine Zeitmaschine, aber anstatt auch wirklich durch die Zeit zu reisen, wird sie dann in erster Linie dafür verwendet, um in die damalige Gegenwart zu reisen – analog zur "Terminator"-Reihe, nur halt leider mit nicht einmal ansatzweise ähnlich packendem Plot. Angesichts der Tatsache, dass ihnen – da Reisen in die Zukunft bei "Timecop" ja unmöglich ist – die ganze Vergangenheit zur Verfügung steht, fand ich das schon ziemlich schade. Leider war auch sehr früh – Stichwort: Tod seiner Frau – klar, wohin sich das Ganze entwickeln und wie der Film am Ende ausgehen würde. Der Plot selbst ist leider ebenfalls wenig einfallsreich und benutzt das SF-Konzept nur aus Ausgangspunkt, macht dann aber nichts damit. Letztendlich geht’s nur um einen korrupten Politiker, der versucht, einen lästigen Cop auszuschalten. Alles andere ist Schaufensterdekoration. Und solch einen Plot haben wir halt leider mittlerweile doch ziemlich oft gesehen. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass der Senator und Hauptbösewicht sehr eindimensional und klischeehaft gezeichnet und von Ron Silver leider auch wenig charismatisch dargestellt wird.

Szenenbild. Zumindest in einem Punkt muss ich jedoch auch Peter Hyams Vorwürfe machen, und das ist bei der Inszenierung der Kämpfe. Auch wenn "Timecop" – ein Film über Zeitreisen, der noch dazu in der Zukunft angesiedelt ist – auf mich interessanterweise eher wie ein Überbleibsel der 80er gewirkt hat, als ein Film aus den 90ern, beugte er sich was die Inszenierung der Actionszenen betrifft leider dem damals zunehmenden Trend der hektischen Schnitte, und war was die Unübersichtlichkeit der Kämpfe betrifft in gewisser Weise sogar seiner Zeit voraus – was jedoch in diesem Fall absolut nicht positiv gemeint ist. Warum jemanden wie Jean-Claude Van Damme – der ja kämpfen kann – in der Hauptrolle besetzen, wenn man ihn dann nie wirklich kämpfen sieht? In einer – ziemlich willkürlich und verkrampft eingestreuten – Szene darf er seinen weltberühmten Split zeigen, und natürlich gibt’s auch den einen oder anderen Drehkick zu sehen (soweit bei der Inszenierung halt etwas zu erkennen ist). Wobei neben den hektischen Schnitten vor allem auch das oftmals viel zu finstere Bild verhindert, dass die Kampfbewegungen ordentlich zu erkennen sind. Damit kann "Timecop" leider auch was die Action betrifft kaum überzeugen.

Völliger Reinfall ist "Timecop" trotzdem keiner. So kann der Film optisch grundsätzlich durchaus überzeugen, wobei vor allem die Sets – die mich teilweise an Hyams "2010 – das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen erinnert haben – positiv hervorstechen. Das Design der Zeitmaschine ist ebenfalls interessant – wenn ich auch die Funktion ziemlich schräg fand. Ich setze mich also in diese Kapsel, komme in der jeweiligen Zeit aber ohne Kapsel an, und wenn ich zurückspringe sitze ich wieder in der Kapsel drin? Wie soll das gehen? Aber ok, geschenkt. Wie gesagt: Wenigstens sah es cool aus. Nett fand ich auch den Auftritt von Bruce McGill, sowie die Tatsache dass er sich – obwohl man dies vielleicht vermuten könnte – nicht als Verräter herausstellt. "Timecop" ist zudem recht flott erzählt, so dass kaum mal Langeweile aufkommt; und auch der eine oder andere auflockernde Gag zwischendurch ("A smart woman would call Billy and give him some advice") steigert den Unterhaltungswert. Der Tod seiner Frau macht zwar von Anfang an viel zu offensichtlich, wo sich der Film hinbewegen wird, liefert uns aber zugleich einen frühen emotionalen Höhepunkt (sowie einen angenehm düsteren Einstieg), gibt Walker eine nachvollziehbare Motivation auf den Weg, und erleichtert es dem Zuschauer, mit ihm mitzufiebern und in weiterer Folge auf seiner Seite zu stehen – was insofern auch deshalb besonders wichtig ist, da ich Walker selbst für keine sonderlich interessante Figur halte. Da JCVD und Mia Sara aber durchaus eine nette Chemie in ihren gemeinsamen Szenen hatten, wünscht man ihnen dennoch ein Happy End. Ein ebensolches ist dem Film jedoch insofern nicht beschienen, da sich "Timecop" vor allem auch am Ende noch die eine oder andere Schwäche leistet (die grauenhaften Spezialeffekte als beide Senatoren aus unterschiedlichen Zeiten denselben Platz einnehmen; sowie der sich am Ende zugunsten des vermeintlich dummen Zuschauers dumm stellende Walker, damit man alles nochmal erklären kann), und damit eher nochmal einen bitteren Nachgeschmack drauflegt, als die Schwächen davor durch ein furioses Finale zu versüßen.

Fazit: Szenenbild. Der größte Jean-Claude Van Damme-Fan war ich noch nie, und auch "Timecop" hatte mich damals als ich ihn in den 90ern mal im Fernsehen aufgeschnappt habe nicht sonderlich begeistert. Die Zweitsichtung tat leider nicht viel, um meine Meinung ihm gegenüber zu ändern. Das Grundkonzept mag ja durchaus nett sein, nur leider macht der Film so gut wie nichts daraus. Statt durch die Zeit zu reisen, erzählt man einen Film in der (damaligen) Gegenwart, der sich abseits der Zeitreisethematik als Standardthriller rund um einen korrupten Politiker der es auf einen aufrechten Cop abgesehen hat offenbart. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass ich den Bösewicht weder von der Figur noch von Ron Silvers Darstellung her sonderlich interessant fand. Peter Hyams Inszenierung ist zwar grundsätzlich gelungen und sorgt dafür, dass die wohlbekannte Geschichte wenigstens schnell genug erzählt wird, um keine Langeweile aufkommen zu lassen, daher zerschneidet er die Kämpfe – die noch dazu teilweise im Finsteren stattfinden – so dass man diesen kaum folgen kann. Da hätte man praktisch jeden hinstellen können, und nicht unbedingt JCVD gebraucht. Immerhin, der Einstieg ist angenehm düster, JCVDs Chemie auf der Leinwand mit seinen beiden weiblichen Co-Stars Mia Sara und Gloria Reuben durchaus gefällig, der Film erinnert teilweise mehr an die 80er als an die 90er (und da, das ist Positiv gemeint), und die Sets sind ebenfalls sehr beeindruckend gestaltet. Als Klassiker kann aber zumindest ich "Timecop" nicht guten Gewissens bezeichnen.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 1994 United International Pictures)


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