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Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth Drucken E-Mail
Klischeehafte, vorhersehbare YA-Verfilmung Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Donnerstag, 16 Oktober 2014
 
 
Maze Runner
Originaltitel: The Maze Runner
Produktionsland/jahr: USA 2014
Bewertung:
Studio/Verleih: Ingenious Media/20th Century Fox
Regie: Wes Ball
Produzenten: U.a. Marty Bowen, Wyck Godfrey, Lee Stollman & Lindsay Williams
Drehbuch: Noah Oppenheim, Grant Pierce Myers & T.S. Nowlin, nach dem Roman von James Dashner
Filmmusik: John Paesano
Kamera: Enrique Chediak
Schnitt: Dan Zimmerman
Genre: Abenteuer/Mystery
Kinostart Deutschland: 16. Oktober 2014
Kinostart USA: 19. September 2014
Laufzeit: 113 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Romanvorlage
Mit: Dylan O'Brien, Aml Ameen, Ki Hong Lee, Blake Cooper, Will Poulter, Thomas Brodie-Sangster, Kaya Scodelario u.a.



Kurzinhalt: Thomas, ein Junge, dessen Erinnerung ausgelöscht wurde, wacht durchnässt in einem Fahrstuhl auf, der ihn auf einer von vier Wänden umgebenen Lichtung ablädt. Die Bewohner der Lichtung – alles Jungs – heißen den verwirrten Thomas willkommen. Ein Spalt in den Wänden der Lichtung führt tagsüber in ein schier endloses Labyrinth aus sich nachts verändernden Gängen. Schon bald schließt sich Thomas den Läufern an, um endlich zu entkommen…

Review: Szenenbild. James Dashners vierteilige Bestseller-Jugendbuchreihe, die 2009 mit "The Maze Runner" begann, wurde von Anfang an wegen seiner sehr filmtauglichen Erzählweise gelobt und so ist es kein Wunder, dass sich ein Studio – 20th Century Fox - die Rechte für eine Umsetzung sicherte. Schon Entertainment Weekly verglich "The Maze Runner" mit "Herr der Fliegen" und "Die Tribute von Panem" - etwas, das in dieser Review auch unausweichlich passieren wird. Dylan O'Brian, den die geneigte Zuschauerschaft eventuell als Stiles aus der Serie "Teen Wolf" kennt, macht das, was ihm hier gegeben wird, schon recht gut und ich bin mir sicher, dass er in seiner ersten Filmhauptrolle auch mit einer größeren Herausforderung klargekommen wäre. Leider geht Thomas jeglicher Humor und jegliches Timing ab, die Stiles so sympathisch machen. Er ist natürlich derjenige, der auf der Lichtung alles verändert und hinterfragt und damit auch Gefahr über die Jungs bringt. Der Versuch, sich von den ganzen anderen Verfilmungen abzuheben, misslingt in meinen Augen und auch wenn hier "Die Auserwählten" kooperieren, anstatt sich gegenseitig zu jagen, läuft es am Ende auf das Gleiche hinaus – entkommen oder sterben. Die Geschwindigkeit, mit der der Film voranschreitet, ist beachtlich und einige Erklärungen am Anfang sind so kurz, dass man schnell so verwirrt ist, wie Thomas direkt nach seiner Ankunft im Käfig des Fahrstuhls. "Maze Runner" ist allerdings nicht so komplex, als dass man ihn nicht aus der Handlung heraus verstehen würde.

Ich mag an Jugendbuchverfilmungsermüdung leiden und daher etwas zu negativ bewerten, als es der Film verdient haben mag, aber nach "Die Tribute von Panem - The Hunger Games", "Die Bestimmung - Divergent", "Hüter der Erinnerung – The Giver" und "Chroniken der Unterwelt - City of Bones", mit ganz ähnlich angelegten Charakteren und sehr ähnlichen Geschichten für "Young Adults", bekommt "Die Auserwählten im Labyrinth - Maze Runnet" nur noch ein Achselzucken aus mir heraus. Der unmöglich verschlungene deutsche Titel hilft dabei auch nicht gerade. Wie die Vorgenannten ist "Maze Runner" als Einstiegsfilm in eine Filmserie angelegt und sein zwingend offenes Ende, lässt den Zuschauer unbefriedigt zurück. Die Hauptfiguren sind allesamt Abziehbilder – der Eine, der alles durcheinanderbringt, der Eine, der will, dass alles so bleibt, wie es ist und natürlich zum Feind wird, der Anführer, der außer Gefecht gesetzt wird und so einen inneren Machtkampf unvermeidbar werden lässt, der eine etwas Schrullige und so weiter. So weit, so blöd. Das Labyrinth selbst hat leider auch kaum etwas zu bieten, außer recht schick designte & fiese Roboterspinnen. Die kahlen, immer gleichen Steinwände sehen außerdem fies nach den CGI aus, die sie halt auch sind. Es wird total das Mysterium um das UNÜBERWINDBARE Labyrinth aufgebaut, dass dann aber nie wirklich erkundet wird, weil… Gründe! Nach zwei Anläufen sind die dann halt schon am Ende des Films und bei dem was dann so zur Vorbereitung des Nächsten passiert.

Szenenbild. Der unterliegenden Metastory um eine Gesellschaftsform in so einer Umgebung wird auch kaum Raum gegeben. Wie gesagt, es läuft alles nach Schema F und jeder notwendig erscheinende Charakter ist vorhanden, um die Dynamik aufrechtzuerhalten. Leider ist das alles sehr gezwungen und beim Verhalten des unnötigen Gegenspielers, kann man nur den Kopf schütteln. Dazu kommt, dass es vor Homoerotik knistert, aber natürlich nie vorkommt. Nicht mal eine Andeutung. Bei einer Gruppe Jungs, die teilweise über 3 Jahre zusammen auf der Lichtung hockt. Na klar. Das ist echt der schwulste Film des Jahres ohne Schwule. Es geht nicht darum zu sagen, dass aus dem Zwang heraus, dass dort keine Mädchen sind, alle miteinander rummachen, aber bei der schieren Anzahl, wäre es statistisch bedingt schon drin gewesen, aber natürlich US-Jugendfilm-untauglich. Ich bin im Buch leider noch nicht so weit gekommen, um den Film wirklich mit dem Quellmaterial zu vergleichen, aber er driftet schon etwas von der Vorlage ab. Ich kann "Maze Runner" also nicht wirklich empfehlen. Fans der Bücher könnten ja mal einen Blick riskieren, ich fand ja auch "Ender's Game" blöd, was Leute, die mit den Büchern aufwuchsen anders sehen – vielleicht bin ich auch zu alt, um daran noch etwas zu finden. "Die Tribute von Panem" machen die manchmal flaue Story durch nette Schauwerte wett, aber so richtig war "Maze Runner" auch kein audiovisuelles Erlebnis, für das sich ein Kinogang lohnt.

Fazit: "Maze Runner" unterhält schon irgendwie, bedient aber so viele Klischees und wartet mit so vielen vorhersehbaren Wendungen auf, dass es wehtut. Dazu kommen eher durchschnittliche Jungdarsteller – sorry, Dylan O'Brian – deren Charaktere echt zu den langweiligsten des Filmjahres gehören. Dazu ist die ganze Grundidee so ausgelutscht ("Herr der Fliegen" + "Panem" + "The Cube"), dass das offene und vorhersehbare Ende überhaupt keinen Spaß macht. Weltweit hat der Film in einem Monat allerdings bisher das fast Vierfache seiner Produktionskosten eingespielt, sodass die Fortsetzung "Scorch Trials" schon in der Vorproduktionsphase ist.

Wertung:4 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2014 Wild Bunch)


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Weiterführende Links:
"Maze Runner" - GEWINNSPIEL





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