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Halloween V - Die Rache des Michael Myers Drucken E-Mail
Mäßige, einfallslose Slasher-Fortsetzung Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 31 Oktober 2014
 
Halloween-SPECiAL

 
Halloween V - Die Rache des Michael Myers
Originaltitel: Halloween 5
Produktionsland/jahr: USA 1989
Bewertung:
Studio/Verleih: Magnum Pictures Inc./Jugendfilm-Verleih
Regie: Dominique Othenin-Girard
Produzenten: U.a. Ramsey Thomas
Drehbuch: Dominique Othenin-Girard, Michael Jacobs & Shem Bitterman
Filmmusik: Alan Howarth
Kamera: Robert Draper
Schnitt: Jerry Brady & Charles Tetoni
Genre: Horror/Thriller
Kinostart Deutschland: 11. Juli 1991
Kinostart USA: 13. Oktober 1989
Laufzeit: 96 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD
Mit: Donald Pleasence, Danielle Harris, Ellie Cornell, Beau Starr, Jeffrey Landman, Tamara Glynn, Jonathan Chapin, Matthew Walker, Wendy Kaplan, Don Shanks u.a.


Kurzinhalt: Seit den Ereignissen aus "Halloween IV" ist ein Jahr vergangen – es ist demnach, wieder einmal, Halloween. Jamie hat nach den schockierenden Vorfällen ihre Stimme verloren, und wird seither in einem Kinderspital behandelt. Sie scheint über eine geheimnisvolle mentale Verbindung zu Michael Myers zu verfügen. Eigentlich dachte Dr. Loomis, die Polizei hätte ihn endgültig in die Hölle geschickt, doch in der Nacht auf Halloween hat Jamie einen Anfall, und schreibt mit Kreide auf eine Tafel die unheilverkündenden Worte "Er kommt zurück". Verzweifelt versucht Loomis, zu ihr durchzudringen, und über ihre Verbindung herauszufinden, wo sich Michael Myers befindet, um weitere Morde zu verhindern. Doch dieser zieht neuerlich eine blutige Spur des Grauens durch Haddonfield…

Review: Szenenbild. "Halloween 4 – Michael Myers kehrt zurück" endete ja mit dieser WTF-Wendung, von der ich auch ein Jahr später immer noch nicht weiß, was ich von ihr halten soll. Einerseits sah ich es absolut nicht kommen, andererseits verfehlte die Szene wegen des Clownskostüms ihre gewünschte Wirkung bei mir, und war eher lächerlich als unfreiwillig komisch. Was dann doch dazu führte, dass ich die Wendung ganz gern hatte, waren insbesondere die Implikationen für die Zukunft der Reihe. Würde Jamie etwa in Zukunft mit ihrem großen Onkel Michael mordend durch Haddonfield ziehen? Eine Hoffnung, die von "Die Rache des Michael Myers" leider nicht erfüllt wurde. Jamie ist und bleibt vielmehr weiterhin seine erste Opfer-Wahl – was natürlich nicht heißt, dass er nicht wieder auch sonst so ziemlich alles und jeden abschlachtet, der ihm vor das Messer – oder die Heugabel – kommt. Etwas schade fand ich dies schon, hätte ein meuchelndes Paar aus großem Onkel und kleiner Nichte dem Film doch eine neue Dynamik – und zusätzlichen Reiz – geben können.

Generell hat mich die mentale Verbindung, die hier nun (nachdem sie im vierten Teil mit den Träumen "nur" zart angedeutet wurde) in den Fokus rückt, nicht wirklich überzeugt. Ich fand die ständigen Szenenwechsel zur auf Michael Myers Taten reagierenden Jamie eher irritierend und störend. Ca. zur Mitte des Films fragt Dr. Loomis Jamie, ob sie denn nicht wissen will, warum genau zwischen ihnen beiden eine derart starke Bindung besteht, und fast hätte ich dem Fernseher ein lautes "Jaaaaa, ich will! Entgegengerufen. Geholfen hätte es mir aber nichts, denn eine Erklärung bleibt man uns leider schuldig. Ihre mentale Verbindung zählt, wie Michael Myers Unverwüstlichkeit, einfach zu den übernatürlichen Phänomenen, von denen der Film erwartet, dass wir sie kommentarlos schlucken. Wer das nicht kann, wird mit ihm somit wohl wenig Freude haben – und leider muss ich mich hier dazuzählen. Die erste Szene mit der Verbindung war zwar noch durchaus Gänsehauterzeugend, mit der stummen Jamie, die die Worte "He's coming back" auf die Tafel kritzelt, aber in weiterer Folge nahm mit diese seltsame, unerklärliche Verbindung einfach zu viel Raum ein, wurde ihr zu viel Bedeutung zugemessen. Schade fand ich auch, dass Jamie in weiterer Folge ihre Stimme zurückgewonnen hat, hielt ich das mit ihrer (psychisch bedingten?) Stummheit doch für einen interessanten Einfall. Immerhin… Danielle Harris hatte es definitiv schon damals draus, das verängstigte Mädel zu spielen, und die besten Momente des Films gehen in meinen Augen auf das Konto von ihr bzw. Jamie und Michael. Vor allem jene Szene, als sie ihn dazu bewegt, seine Maske abzunehmen, war klasse. Kurzfristig hatte ich die Hoffnung, die beiden würden nun am Ende Hand in Hand von dannen ziehen – doch neuerlich wurde ich enttäuscht. Stattdessen bekamen wir einen ziemlich konventionellen und klischeehaften Showdown.

Szenenbild. Womit wir auch schon beim größten Kritikpunkt wären: "Halloween V" ist so… gewöhnlich. Ein Slasher-Film vom Fließband, mit einem ruchlosen Killer, brutalen Morden, und absolut austauschbaren und uninteressanten Opfern. Mit Ausnahme von Rachel (wo ich es sehr schade fand, dass man sich ihrer so früh entledigt hat, war das doch neben Jamie die einzige Figur, mit der ich wirklich mitgefiebert habe) konnte ich zu keiner der Figuren eine Bindung aufbauen – insbesondere den beiden jungen Männer. Der eine ist ein selbstverliebtes Arschloch, der andere ein dummer Trottel. Das mit dem Michael Myers-Fehlalarm hatten wir ja schon in Teil 4, und dort fand ich es ja ebenfalls schon dämlich. Aber dort waren die Morde wenigstens schon wieder 10 Jahre her und waren Geschichte. Aber diesmal kam es gerade erst ein Jahr zuvor zu brutalen Morden; zudem sollte man meinen, Haddonfield ist vorgewarnt, dass Michael Myers immer noch sein Unwesen treibt. Sich seine Maske aufzusetzen erscheint daher einerseits strohdumm (und lebensgefährlich; immerhin muss man doch damit rechnen, dass die Polizei zuerst schießt und dann erst Fragen stellt) und andererseits ungemein unsensibel. Jedenfalls fand ich all diese Szenen rund um den falschen Myers ziemlich dumm – zumal sie mit der Zeit auch überhand nahmen (Stichwort Scheune).

Unplausibel auch, dass Tina so gar nicht erkennt, dass nicht ihr Freund neben ihr im Auto sitzt. Ja, ich weiß schon, Maske und so, aber man sollte meinen, dass man den Freund auch an anderen Merkmalen erkennen kann, wie Größe, Statur, ja vielleicht sogar Körpersprache. Jedenfalls: Dadurch, dass ich zu den vier jungen Teenagern keine Beziehung aufbauen konnte, hielt sich auch die Spannung in sehr argen Grenzen, weshalb ich dem Geschehen – und ihren Toden – letztendlich doch eher unbeteiligt verfolgt habe. Was mittlerweile ebenfalls langsam aber sicher etwas fad wird, ist Dr. Loomis' Rolle als Dauer-Cassandra. Wir sehen das immerhin inzwischen zum vierten Mal, und ich denke, es hätte der Reihe gut getan, wenn man ihn dann mal losgeworden wäre, weil er mit seinen Sprüchen (wie z.B. "In my heart, I know that hell won't have him") teilweise nur mehr unfreiwillig komisch ist. Zudem wirkte er teilweise auch sehr unsympathisch, in der Art und Weise, wie er Jamie dazu drängt, ihm zu helfen. Vor allem sein "Now are you willing to help me?" nachdem ihre gute Freundin grad erstochen wurde war ziemlich hart. Ein letzter kleiner Kritikpunkt: Soll ich wirklich glauben, dass die Polizei bei einer Hausdurchsuchung den Kleiderschrank übersieht bzw. auslässt? Wie sich die Cops in diesem Film überhaupt nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Ein paar gute Aspekte gab es dann aber auch noch: Die Verfolgungsjagd mit dem Auto war innerhalb der Reihe mal was Neues. Der Film ist kompetent und teilweise auch recht atmosphärisch inszeniert. Die Szene, wo Tina dazu bereit ist, sich für Jamie zu opfern, stach für mich als einer der Höhepunkte hervor. Und die Vorbereitung des Showdowns in seinem alten Haus (mit Jamie, die vor dem Spiegel sitzt und sich wie seine Schwester damals die Haare frisiert) war sehr stimmungsvoll. Und das Ende ist zwar ein billiger "Es ist noch nicht vorbei"-Cliffhanger, konnte aber mit der geheimnisvollen Figur mit Trenchcoat und Hut doch wenigstens mein Interesse für die Fortsetzung wecken.

Fazit: Szenenbild. "Halloween V – Die Rache des Michael Myers" ist ein weiteres Sequel der Reihe nach dem MOTS-Schema ("more of the same"). Gut, ok, dass vom wegweisenden Charakter des ersten Films natürlich bei der vierten Fortsetzung nicht mehr viel übrig bleiben kann, ist verständlich – aber das ist noch lange kein Grund, einige andere dort vorhandene Stärken, wie die Bindung, die wir dort zu den Figuren aufgebaut haben, zu negieren. Statt mit den vermeintlichen Opfern mitzufiebern scheint "Halloween V" vielmehr darauf angelegt zu sein, uns mit Michael mitjubeln zu lassen, wenn er den nächsten uninteressanten Teenager in den Tod schickt. Schade auch, dass man aus der interessanten Wendung am Ende des letzten Films nicht wirklich etwas gemacht hat. Die mentale Verbindung zwischen Jamie und Michael konnte mich jedenfalls – vor allem auch in der Art und Weise, wie man es hier umgesetzt hat – nicht wirklich überzeugen. Die Inszenierung ist solide, Danielle Harris spielt das verängstigte Kind nach wie vor sehr gut, und es gibt ein paar gelungene Momente zwischendurch. Ich habe sicherlich schon schlechtere Filme gesehen als "Die Rache des Michael Myers" – eine völlig überflüssige und mittlerweile doch etwas müde Fortsetzung ist er aber dennoch.

Wertung:3 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2014 Tiberius Film)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2014





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