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Vampire Academy Drucken E-Mail
Enttäuschende Verfilmung des Jugend-Bestsellers Kategorie: Filme - Autor: Bettina Schwarzkopf - Datum: Mittwoch, 12 März 2014
 
 
Vampire Academy
Produktionsland/jahr: USA 2014
Bewertung:
Studio/Verleih: Kintop Pictures/Universum Film
Regie: Mark Waters
Produzenten: U.a. Susan Montford, Don Murphy, Deepak Nayar & Michael Preger
Drehbuch: Daniel Waters, nach dem Roman von Richelle Mead
Filmmusik: Rolfe Kent
Kamera: Tony Pierce-Roberts
Schnitt: Chris Gill
Genre: Fantasy/Komödie
Kinostart Deutschland: 13. März 2014
Kinostart USA: 07. Februar 2014
Laufzeit: 104 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Romanvorlage
Mit: Zoey Deutch, Lucy Fry, Danila Kozlovsky, Gabriel Byrne, Dominic Sherwood, Olgy Kurylenko, Sarah Hyland, Camerom Monaghan, Sami Gayle, Ashley Charles, Claire Foy, Joely Richardson u.a.



Kurzinhalt: Lissa Dragomir, Prinzessin und Anwärterin auf den Thron der Moroi, eine Art guter Vampir, hat vor zwei Jahren bei einem Autounfall ihre Eltern, ihren Bruder und fast auch ihre beste Freundin Rose verloren. Doch irgendwie konnte Lissa ihre Dhampir-Freundin retten. Ein Dhampir ist zur Hälfte Mensch und Vampir. Seine Aufgabe besteht darin, die königlichen Moroi vor den blutrünstigen Strigoi zu beschützen. Seither hängen die beiden Mädchen in der Vampire Academy nur noch aufeinander und beschützen sich gegenseitig. Außerdem verbindet die beiden ein unsichtbares Band, was zur Folge hat, dass beide wissen, was der andere fühlt und Rose sogar in der Lage ist, die Gedanken von Lissa zu hören. Eines Tages verschwinden die beiden von der renommierten Schule und tauchen in der Menschenwelt ab, um sich vor dem unbekannten Bösen zu schützen. Doch der Sicherheitstrupp von Vampire Academy ist ihnen bereits auf den Fersen. Zurück in der Schule müssen die Mädchen feststellen, dass sich einiges geändert hat: Eine beliebte Lehrerin ist auf mysteriöse Weise verschwunden, Lissa hat als Moroi ihre magischen Fähigkeiten immer noch nicht entwickeln können, aber auch merkwürdige Drohungen erreichen sie. Daraufhin zieht sich Lissa immer weiter zurück und kommt dem Bad Boy Christian Ozera immer näher. Aber auch Rose hat nach ihrer Rückkehr eine schwere Zeit zu überbrücken. Sie muss sich nicht nur bei den anderen Dhampiren und ihrer Mutter behaupten, sondern hat aufgrund ihrer Abwesenheit das ganze Training ihres "Bodyguard-Kurses" versäumt und bekommt deshalb Einzelstunden bei dem attraktiven Trainer Dimitri Belikov. Beschäftigt mit ihren Problemen, merken die beiden Mädchen nicht, wie das Böse von innerhalb der Vampire Academy bereits auf dem Vormarsch ist…

Review: Szenenbild Eigentlich hätte "Vampire Academy" ein richtig guter Film werden können, da die Handlung des Films auf den gleichnamigen Bestseller von Richelle Mead basiert. Ich für meinen Teil habe den ersten Band der Serie wirklich sehr gern gelesen, weshalb ich natürlich umso erfreuter war, dass dieser adaptiert wird. Unglaublich aber wahr, dass was mir dann auf der Leinwand präsentiert wurde, war einfach nur enttäuschend, teilweise sehr, sehr merkwürdig und äußerst fremdschämend aus vielerlei Gründen. Die Autorin hat mit ihrer Romanserie "Vampire Academy" etwas Eigenständiges und Neues im Vampirgenre geschaffen, aber trotzdem hat der Film von vornherein schlechte Karten, denn meiner Meinung nach sind die Zuschauer ziemlich bedient mit Vampiren, Werwölfen und Konsorten durch Filme wie "Twilight" oder Serien wie "True Blood", "Being Human" und wie sie nicht alle heißen.

Ein weiteres Problem sind die Waters Brüder, Mark und Daniel. Beide scheinen mir nicht verstanden zu haben, worum es tatsächlich in dem Buch geht. Sie unterdrücken in ihrem Skript völlig die für das Buch so markanten und vor allem wichtigen Ängste, Wutgefühle und die Verantwortung, die die Mädchen gegenüber ihrer Gesellschaft wegen des vermeintlichen "Schlampen-Dreschen" haben. All diese Aspekte führen im Buch zu manch einem clever konstruierten oder tragischen Höhepunkt. Die Brüder haben sich hingegen für ein Skript entschieden, welches auf zahlreiche Lacher ausgelegt ist, und so nehmen Rose und Lissa das Mobbing nicht einfach nur hin, sondern schmettern einen - hust - flotten Spruch oder direkt die Faust ins Gesicht des Gegenübers. Meinetwegen. Doch leider ist der Witz so flach, dass er nicht einmal in die Kategorie "So schlecht, dass es schon wieder lustig ist" eingeordnet werden kann. Ein weiteres Ärgernis entsteht durch die Informationsflut zu Beginn, in der Mitte und wahrscheinlich noch am Ende des Films, wenn der Zuschauer bis dahin nicht schon abgeschaltet hat. Daniel Waters hat sich nämlich für den dämlichsten und langweiligsten und anstrengendsten Einstieg entschieden, den ein Film haben kann. Durch lange und zu schnell gesprochene Monologe aus dem Off und eingeblendeten Begriffen, die von links und rechts auf die Leinwand geschleudert werden, wird der Zuschauer, der nicht mit der Materie vertraut ist, regelrecht abgeschreckt. Ich bin mit der Materie vertraut und weiß was Strigoi, Moroi, Dhampire, etc. sind, aber selbst ich war irgendwie verwirrt. So macht das definitiv keinen Spaß. Und auch die Tatsache, dass "Vampire Academy" mitten im Film beginnt, macht die Sache nicht erfrischender. An der Stelle hätte ich mir einfach einen anderen Aufbau des Buches für den Film gewünscht.

Szenenbild. Aufgrund dieser Informationsflut haben auch andere Aspekte im Film zu leiden. Dazugehören unter anderem die Liebesgeschichten von Rose und Lissa, die beide plötzlich liiert sind und ich mich gefragt habe, wann und wo das passiert ist, weil ich selbst keine Emotionen ausmachen konnte, sprich ein kurzer Blick, ein schüchternes Lächeln, eine zärtliche Berührung, etc. Das war einfach nicht vorhanden. Alles wirkt irgendwie ruppig und wird auch viel zu zügig abgehandelt. Zeitweise hatte ich wirklich das Gefühl ich stehe an einer Bande von einem Formel-1-Rennen, so schnell flackerten die Szenen nacheinander vorbei, frei nach dem Motto: "Da ist noch eine Stelle im Buch, die ich unbedingt mit einbringen will." Das i-Tüpfelchen des Fremdschämens bildeten die Kämpfe und die Szenen, in denen Rose in die Gedanken von Lissa eindringt. Beides wurde eher halbherzig ausübt, zudem wurden merkwürdige Kameraeinstellungen verwendet.

Das größte Übel an "Vampire Academy" ist das Fehlcasting der Darsteller. Ich möchte nicht sagen, dass sie allesamt überhaupt nicht schauspielern können, aber für die Rollen im Film passen sie einfach nicht, so zum Beispiel Danila Koslowski. Er personifiziert Dimitri Belikov und ist quasi das männliche Gegenstück zu Rose. Er ist aber auch eine laufende Schrankwand, die genauso viele Gesichtsausdrücke beherrscht, wie Steven Seagal zu seinen besten Zeiten. Dazu kommt eine lächerliche Perücke, die sich keinen Millimeter vom Kopf entfernt. Ich sag es mal so: es wurden zwar alle Kriterien aus dem Buch erfüllt, sprich muskulös, introvertiert, kinnlanges Haar, aber Koslowski wirkt einfach unglaublich steif und im Gegensatz zu seinen Kollegen viel zu alt. Ich habe ihm absolut keine Gefühle abgekauft. Selbst Angel, der Jäger der Finsternis, war im Gegensatz dazu zwischen 1999 und 2004 noch richtig herzzerreißend. Und die Mädchen können auch nicht groß auftrumpfen. Zoey Deutch bringt als Rose Hathaway nicht das Flair mit, eine Kickass-Heldin zu sein. Den Sarkasmus nimmt man ihr nicht ab und schon gar nicht den trainierten, muskelgestählten Körper, denn dafür hat Deutch nämlich eine viel zu zierliche Figur. Ehrlich gesagt habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie zur Hölle soll der kleine Pimpf bitte kämpfen; so wie sie ausschaut, verbringt sie viel mehr Zeit mit Nägellackieren. Blondie a.k.a. Lissa Dragomir wird von Lucy Fry verkörpert. Sie wirkt zwar weniger fehl am Platz, aber dafür ist die Gute schnarch langweilig. Hinter ihrer Performance steckt kein Wumms. Sie ist einfach eine sprechende Barbie. Das Debakel setzt sich bei den Nebencharakteren fort. Bei Edward Cullen… ach entschuldigt, der sah ja nur so aus und hat sich auch so benommen. Ich meine natürlich Dominic Sherwood als Christian Ozera. Bei ihm hatte ich aber wirklich durchweg den Eindruck, dass er sich im Set geirrt hat und tatsächlich zu "Twilight" wollte. Über die Kostüme mancher Darsteller möchte ich schon nicht mehr schreiben, genauso wenig wie über die schrecklichen CGI-Effekte, die dann Gott sei Dank nur selten verwendet werden mussten.

Fazit: Szenenbild Manche Bücher sollten einfach nicht verfilmt werden, sondern nur ein phänomenales Kopfkino erzeugen. Doch leider mussten die Filmemacher Daniel und Mark Waters wieder einmal auf den Zug der Jugendbuchverfilmungen aufspringen. Das Opfer: "Vampire Academy". Ein super Bestseller mit einer wunderbaren und komplexen Story, welche von Millionen Fans geliebt wird, und nun mit einem Team ungeeigneter Darsteller, einer völlig verkrampft inszenierten Handlung und viel flachen und vor allem unlustigen Witzen als Film umgesetzt wird. Dass das nicht gut gehen kann, muss ich nicht erwähnen. Ich finde es einfach Schade, dass hier wirklich unglaublich viel Potenzial verschenkt wurde, und potentielle zukünftige Leser der Serie nach diesem Film wohl eher nicht zum Buch greifen werden.

Wertung:4 von 10 Punkten
Bettina Schwarzkopf
(Bilder © 2014 Universum Film)


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Weiterführende Links:
"Vampire Academy" - Gewinnspiel





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