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Anchorman 2 - Die Legende kehrt zurück Drucken E-Mail
Ron Burgundy bei seinem zweiten Einsatz Kategorie: Filme - Autor: Marcel Wetzel - Datum: Donnerstag, 30 Januar 2014
 
 
Anchorman 2 - Die Legende kehrt zurück
Originaltitel: Anchorman 2 - The Legend Continues
Produktionsland/jahr: USA 2013
Bewertung:
Studio/Verleih: Apatow Productions/Paramount Pictures
Regie: Adam McKay
Produzenten: U.a. Judd Apatow, Will Ferrell & Adam McKay
Drehbuch: Will Ferrell & Adam McKay
Filmmusik: Andrew Feltenstein & John Nau
Kamera: Oliver Wood
Schnitt: Melissa Bretherton & Brent White
Genre: Komödie
Kinostart Deutschland: 30. Januar 2014
Kinostart USA: 18. Dezember 2013
Laufzeit: 119 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Soundtrack
Mit: Will Ferrell, Steve Carell, Paul Rudd, David Koechner, Christina Applegate, Dylan Baker, Meagan Good, Judah Nelson, James Marsden, Greg Kinnear, Josh Lawson, Kristen Wiig, Harrison Ford u.a.



Kurzinhalt: In den 70er Jahren waren Ron Burgundy und seine Crew bestehend aus dem Wetterfrosch Brick Tamland, Reporter Brian Fatana und Sportexperte Champ Kind, Stars der Nachrichtensendung eines lokalen Senders in San Diego. Sieben Jahre später hat er es bis ganz nach oben geschafft. Zwar hat sich die Crew aus den Augen verloren, aber dafür arbeitet Ron zusammen mit seiner Frau Veronica inzwischen in New York für einen landesweiten Fernsehsender. Als ihr Chef Veronica den Anchormanposten anbietet und Ron gleichzeitig kündigt, nimmt dieser ein Angebot an, bei dem er eine Newssendung des neu gegründeten 24/7 Nachrichten-Senders moderieren soll. So macht er sich auf den Weg, um seine alten Kollegen mit ins Boot zu holen, was sich jedoch schwieriger als gedacht gestaltet. Brian ist inzwischen erfolgreicher Tierfotograf, Champ ist Inhaber eines Fast-Food-Restaurants und Brick hatte einen schweren Unfall. Trotz aller Hindernisse gelingt es ihm jedoch, sie von dem Job bei dem neuen Fernsehsender zu überzeugen und so kann Ron zusammen mit seinen Freunden endlich wieder seiner Bestimmung nachgehen, eine perfekte Frisur zu haben und Nachrichten vorzulesen…

Review: Szenenbild 1 Als "Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy" 2004 in die Kinos kam waren die Einspielergebnisse leider mehr als dürftig. So dauerte es über neun Jahre, bis jetzt endlich doch noch eine Fortsetzung der durch den DVD-Release zum Kultstreifen avancierten Zitateschleuder in die Kinos kommt. Die schlechten Einnahmen an den Kinokassen damals dürften nicht zuletzt daher rühren, dass der Humor von Will Ferrell ("Stiefbrüder", "Die etwas anderen Cops"), der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch mit am Drehbuch schrieb, sehr, sagen wir mal, speziell ist. Meist handelt es sich um zotige Flachwitze, die Ferrell jedoch immer auf seine ganz eigene Art und Weise verpackt hat. Hinzu kam, dass er in diesem Film zum ersten Mal so richtig vom Leder ziehen konnte, ohne von jemandem gehindert zu werden. In dieser Hinsicht legt nun "Anchorman 2 – Die Legende kehrt zurück" im Vergleich zu seinem Vorgänger noch mal drei Schippen drauf und macht sich in einer Tour über so ziemlich alle in den 80ern verbreiteten Vorurteile und Gepflogenheiten der damaligen Medienwelt lustig. Frei nach dem Motto des Kabarettisten Somuncu: "Jede Minderheit hat ein Recht, beleidigt zu werden."

Hört sich erst mal gut an, praktisch schießt er an einigen Stellen aber über das Ziel hinaus, sodass manche Gags beim Publikum einfach nicht zünden wollen. Das dürfte hartgesottene Fans des ersten Teils allerdings kaum stören. Insgesamt betrachtet polarisiert diese Art von Humor aber auf jeden Fall. Entweder man hasst ihn, oder man liebt ihn. Für die Einen ist ein solcher Film pure Verschwendung von Lebenszeit, für die Anderen hingegen bietet "Anchorman 2" zum großen Teil jede Menge Schwachsinn im besten Sinne. Dabei besteht die Truppe um Burgundy glücklicherweise noch immer aus den alten Gesichtern des Vorgängers in Form von Paul Rudd ("Vorbilder?!"), David Koechner ("Thank You For Smoking") und Steve Carell ("Jungfrau, 40, männlich, sucht…") und wirkt so aufeinander eingespielt, dass man denken könnte, zwischen den beiden Teilen lägen keine zehn Jahre, sondern so, als wurden sie an einem Stück gedreht. Das Gefühl hatten wohl auch die Hauptdarsteller, denn obwohl sie sich alle eher schlecht als recht ans Drehbuch hielten und stattdessen auf Improvisation setzten, schießen sich die Figuren im Zusammenspiel eine sitzende Pointe nach der anderen um die Ohren. Dabei ist mir vor allem Steve Carrell positiv aufgefallen, dessen Charakter im Gegensatz zum ersten Teil einiges mehr an Screentime spendiert bekommt und sogar eine kleine Romanze erlebt. Besonders zu erwähnen ist außerdem, dass hier unzählige kleinere Gastauftritte über die gesamte Laufzeit des Films eingearbeitet wurden, sodass man, wenn man den Film das erste Mal sieht, außerstande sein dürfte, überhaupt alle mitzubekommen. Hier lohnt sich nach dem Gucken auf jeden Fall mal ein Blick auf die (lange!) Liste der am Film beteiligten Schauspieler.

Szenenbild 2 Allerdings ist auch bei "Anchorman 2" nicht alles rund. Der Film hat doch einige Längen und es dauert schon eine ganze Weile, bis der Zuschauer so richtig den Einstieg findet. So hatten für mich die ersten zwanzig Minuten allenfalls durchschnittlichen Unterhaltungswert, der aber meilenweit von dem entfernt war, was ich von Ferrell erwartet hatte. Das ändert sich glücklicherweise schlagartig, sobald Ron Burgundy endlich auf den Nachrichtenstuhl zurückkehrt und mit seiner Crew zwar wenig subtil, dafür aber umso unterhaltsamer die Gier nach immer höheren Einschaltquoten der Fernsehsender aufs Korn nimmt. An diesen Stellen merkt man sofort, dass Ferrell in seinem Element ist. Schlussendlich hätte dem Film aber eine kürzere Laufzeit gutgetan. Das wäre auch unproblematisch möglich gewesen, da hier weder die ohnehin dünne Story wirklich 119 Minuten braucht, um erzählt zu werden, noch die Charaktere des Films diese Zeit gebraucht hätten, um sich auf der Leinwand voll entfalten zu können. Außerdem wird der Humor zum Ende hin so abgedreht, dass sich beim Zuschauer irgendwann Ermüdungserscheinungen breitmachen. Schade eigentlich, da das Ende noch mal mit einigen Breitseiten und Gastauftritten auffährt.

Fazit: "Anchorman 2 – Die Legende kehrt zurück" ist Comedy-Kino, das seinem inzwischen rund zehn Jahre alten Vorgänger in kaum etwas nachsteht und dem Will Ferell wieder seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat. Diesen liebt oder hasst man, dazwischen gibt es einfach nichts. Wer sich aber wie ich zur ersteren Spezies zählt, der kann hier ruhigen Gewissens ein Kinoticket lösen; von bösen Überraschungen wird man als Fan auf jeden Fall verschont bleiben.

Wertung:6 von 10 Punkten
Marcel Wetzel
(Bilder © 2014 Paramount Pictures)


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