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Sibirische Erziehung Drucken E-Mail
Gangster-Drama mit einem überragenden John Malkovich Kategorie: Filme - Autor: Björn Flügel - Datum: Freitag, 17 Januar 2014
 
 
Sibirische Erziehung
Originaltitel: Educazione siberiana
Produktionsland/jahr: I 2013
Bewertung:
Studio/Verleih: Cattleya/Ascot Elite
Regie: Gabriele Salvatores
Produzenten: U.a. Marco Chimenz, Gina Gardini, Giovanni Stabilini & Riccardo Tozzi
Drehbuch: Stefano Rulli, Sandro Petraglia & Gabriele Salvatores, nch dem Buch von Nicolai Lilin
Filmmusik: Mauro Pagani
Kamera: Italo Petriccione
Schnitt: Massimo Fiocchi
Genre: Drama
DVD-VÖ Deutschland: 03. Dezember 2013
Kinostart Italien: 28. Februar 2013
Laufzeit: 110 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD, DVD
Mit: Arnas Fedaravicius, Vilius Tumalavicius, Eleanor Tomlinson, Jonas Trukanas, Vitalij Porshnev, Peter Stormare, John Malkovich u.a.



Kurzinhalt: Die Freunde Kolyma und Gagarin wachsen als Abkömmlinge des russischen Mafia-Clans der Urki auf. Kolymas Großvater Kuzya lehrt sie das "ehrenvolle Verbrechen", den Ehrenkodex, die moralischen Grundsätze ihres Volkes und den Umgang mit Waffen. Nach sieben Jahren im Gefängnis kehrt Gagarin zurück und hat sich von dem Clan enfremdet. Die Liebe zu der schönen, aber geistig kranken Xenja entzweit die einstigen Freunde. Als Xenja brutal vergewaltigt wird, macht sich Kolyma auf die Suche nach dem Täter…

Review: Szenenbild Die Verfilmung von Nicolai Lilin autobiographischen Romans "Sibirische Erziehung" mit Ikonen wie Copollas "Der Pate" zu vergleichen, mag auf den ersten Blick naheliegen. Hier wie dort geht es um den Ehrenkodex eines Verbrecherclans, anhand dessen ein umfassendes Sittengemälde gefertigt wird. Auch ist John Malkovichs Clan-Großvater Kuzya als Pendant zu Marlon Brandos Don Vito Corleone klar erkennbar. Jedoch distanziert sich Regisseur Gabriele Salvatores ("Mediterraneo") von Anfang an von dem ikonenhaften Mafia-Epos und entwickelt ein eigenständiges, ansehnliches und durchaus interessantes Portrait der Urki, das weitaus mehr drauf hat, als nur "Der Pate" auf russisch zu sein. Besonders gut gefällt mir die atmosphärische Ausgestaltung. In tollen Kameraperspektiven wird die osteuropäische Provinz vorgestellt. Die rustikalen Bauten, Requisiten und Kostüme lassen den Film sehr bodenständig wirken. Insgesamt ist das Ambiente ausgesprochen glaubwürdig, was den Zugang zu der Story und den Charakteren natürlich erleichtert.

Dank der ausgezeichneten schauspielerischen Darbietungen fällt es nicht schwer, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. John Malkovichs Performance ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben, es ist ein Genuss, wie er dem Clan-Großvater Kuzya Leben einhaucht und quasi die Urki in persona verkörpert. Und auch wenn er unmissverständlich das Zugpferd dieser Independent-Produktion ist und ihm mit Eleanor Tomlinson und Peter Stormare zwei namhafte Co-Stars zur Seite stehen, empfehlen sich Arnas Fedaravicius und Vilius Tumalavicius als glänzende Charakter-Darsteller, von denen man gerne mehr sehen würde. "Sibirische Erziehung" stellt in ihren Lebensläufen auf jeden Fall eine gute Referenz dar. Das Drehbuch ist allerdings so eine Sache. Die Dialoge sind zwar durchweg exzellent geschrieben, jedoch kommen sie streckenweise arg schwafelhaft herüber. Etliche Sequenzen befassen sich mit der Ehre und der Moral des Clans, ohne dass wirklich etwas geschieht. Dadurch erscheint der Film relativ langatmig und zähflüssig; Spannungsspitzen lassen zum Teil lange – wenn nicht gar vergeblich – auf sich warten, das Erzähltempo ist gemächlich. Die Zeitsprünge erschweren es dem Zuschauer, in den einzelnen Situationen anzukommen und deren Dramatik zu erfassen. In diesem Zusammenhang erscheinen auch die diversen Handlungsfacetten problematisch. Der Ehrenkodex des Clans, das Erwachsenwerden von Kolyma und Gagarin, deren Liebe zu Xenya, Freundschaft, Sühne. Salvatores fällt es augenscheinlich schwer, ein Gleichgewicht herzustellen und seinem Film deutliche Akzente zu verleihen. Ich kenne den zugrundeliegenden Roman übrigens nicht, jedoch kann ich mir vorstellen, dass es eine immense Herausforderung gewesen sein dürfte, den üppigen Stoff in knapp 104 Minuten Filmhandlung zu verpacken. Das ist aus meiner Sicht nicht ganz gelungen.

Fazit: Die Handlung hätte gern etwas kompakter und forscher sein dürfen. Das ändert jedoch nichts daran, dass "Sibirische Erziehung" außergewöhnliche Einblicke gewährt, faszinierend inszeniert ist, hervorragende Dialoge enthält, in manchen Zügen geradezu episch daherkommt und brillant gepielt ist. John Malkovich ist hier eine Offenbarung und macht den Film unbedingt sehenswert.

Wertung:8 von 10 Punkten
Björn Flügel
(Bilder © 2013 Ascot Elite)


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