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Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens Drucken E-Mail
Mehr Bond- als Indy-Verschnitt Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 22 Dezember 2013
 
Advents-SPECiAL

 
Lara Croft Tomb Raider - Die Wiege des Lebens
Originaltitel: Lara Croft Tomb Raider: The Cradle of Life
Produktionsland/jahr: USA 2003
Bewertung:
Studio/Verleih: Paramount Pictures/Concorde Filmverleih
Regie: Jan de Bont
Produzenten: U.a. Lawrence Gordon & Lloyd Levin
Drehbuch: Dean Georgaris, Steven E. de Souza & James V. Hart
Filmmusik: Alan Silvestri
Kamera: David Tattersall
Schnitt: Michael Kahn
Genre: Action/Abenteuer/Fantasy
Kinostart Deutschland: 14. August 2003
Kinostart USA: 25. Juli 2003
Laufzeit: 117 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, Blu Ray (Doppelpack), DVD, DVD (Doppelpack), Soundtrack,
Mit: Angelina Jolie, Gerard Butler, Ciarán Hinds, Chris Barrie, Noah Taylor, Djimon Hounsou, Til Schweiger, Simon Yam u.a.


Kurzinhalt: Jonathan Reiss, der seinen Unterhalt mit dem Handel von verbotenen biologischen Waffen verdient, hat es auf die ultimative Waffe abgesehen: Die sagenumwobene Büchse der Pandora, die eine unheilbare Krankheit, das sogenannte "Anti-Leben", beinhalten soll. Diese befindet sich angeblich in der Wiege des Lebens – und der Weg dorthin ist wiederum auf einer Kugel verzeichnet, die sich in der Grabstätte von Alexander dem Großen befindet. Nach eben dieser sucht auch Lara Croft, doch Reiss Handlanger kommen ihr zuvor, und nehmen ihr die Kugel wieder weg. Daraufhin wendet sich der britische Geheimdienst an sie, und bittet sie um ihre Hilfe. Sie soll Jonathan Reiss zuvorkommen und die Büchse der Pandora sicherstellen, ehe sie ihm in die Hände fällt. Dafür muss sie jedoch mit einer chinesischen Triade in Kontakt treten, und eben dafür braucht sie die Hilfe von Terry Sheridan, einem früheren Bekannten – und Liebhaber – der sie jedoch verraten hat und seither im Gefängnis sitzt. Zusammen brechen sie auf, um die Kugel mit der Karte an sich zu bringen, ehe die Chinesen sie Jonathan Reiss übergeben können…

Review: Szenenbild (c) Concorde FilmverleihAls ich die Blu Ray zu "Die Wiege des Lebens" eingelegt habe, erlebte ich eine Überraschung. Denn nach ein paar Minuten war mir klar: Den habe ich bislang noch nie gesehen! Ich vermute mal, ich hatte anno dazumal den Trailer zum Film so oft gesehen, dass ich mir eingebildet hatte, ihn auch mal angeschaut zu haben – habe ihn aber sowohl im Kino ausgelassen, als auch später bislang nie auf DVD/Blu Ray oder im Fernsehen nachgeholt. Das hatte ich definitiv anders in Erinnerung; und bei einem solch großen Blockbuster ist es eigentlich generell ungewöhnlich, dass ich ihn mir nicht anschaue. Zumal ich den ersten "Tomb Raider" jetzt zwar nicht sonderlich überragend, aber insgesamt ganz ok fand. "Die Wiege des Lebens" schneidet bei mir nun nachdem ich ihn also endlich mal nachgeholt habe im Vergleich zum ersten Teil noch einmal ein bisschen schwächer ab – und das hat gleich mehrere Gründe.

Einerseits ist es "Lara Croft: Tomb Raider" in meinen Augen besser gelungen, den "Geist" des Spiels auf die Leinwand zu übertragen. Die Kostüme, die Angelina Jolie trug, schienen überwiegend direkt aus dem Spiel zu kommen, es stand auch wirklich das titelspendende "tomb raiden" im Mittelpunkt, und mit den Jump & Run-Einlagen, den ganzen Fallen etc. bemühte man sich wirklich, zumindest Elemente aus dem PC-Spielen und damit im Ansatz das Spieleerlebnis – wenn auch nicht interaktiv – auf die Leinwand zu transportieren. "Die Wiege des Lebens" hatte für mich aber weniger von "Indiana Jones" (dem Lara Croft natürlich seit ihrem ersten PC-Spiel hinterhergeeifert ist, und an dem sich ja auch der erste Film durchaus orientierte) als vielmehr von James Bond – geht es doch darum, einen wahnsinnigen Waffenlieferanten aufzuhalten der die Welt auslöschen will. Grabräuberei wird nur zu Beginn des Films betrieben, danach gibt es zwar immer wieder Kämpfe und Stunts, diese finden aber in der "normalen Welt" statt, und nicht in irgendwelchen alten Tempeln oder sonstigen archäologischen Grabstätten. Auch Lara Crofts Kostüme haben in diesem Film mit der PC-Game-Vorlage nicht mehr viel gemein. Das einzige, das noch am Spiel erinnert, ist Lara Crofts Begegnung mit dem Hai. Dies wirkt aber einerseits wie eine Alibi-Aktion, um die Gamer zu besänftigen, und andererseits fand ich es völlig fehl am Platz. In einem PC-Spiel kann man so eine Hai-Punch-Einlage bringen, da war es auch zweifellos ein cooler und kultiger Moment. In einer Komödie oder in einer Parodie wäre es auch noch ok. Ich könnte mir eine ähnliche Szene z.B. mit Hit-Girl locker vorstellen. Aber "Tomb Raider" ist ja doch eher als ernsthafter Abenteuer- bzw. Action-Film gedacht, bei dem nicht weniger als das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht. Und in einem eben solchen fand ich eine derart übertriebene Szene doch ziemlich unpassend, und ich finde, danach fällt es eigentlich schwer, den Film noch ernst zu nehmen.

Szenenbild (c) Concorde FilmverleihAuch von Angelina Jolie war ich im Vergleich zum ersten Teil enttäuscht. Zwar war sie wie im Review zu "Lara Croft: Tomb Raider" erwähnt für die Rolle nicht meine erste Wahl, hat mich dort aber mit ihrer energiegeladenen, spielfreudigen Performance rumgekriegt. Diesmal machte sie auf mich einen deutlich weniger engagierten Eindruck. Wobei es natürlich auch sein kann, dass der Eindruck insofern täuscht, als das Jan de Bont einfach eine etwas andere Darstellung der Figur wollte als sein Vorgänger Simon West. Ich fand Lara jedenfalls im ersten irgendwie besser gelaunt, das ganze Abenteuer schien ihr richtiggehend Spaß zu machen. Diesmal ist sie einfach nur eine weitere typische getriebene Heldin. Worauf ich auch verzichten hätte können, ist die love story. Ich fand es eigentlich sehr angenehm, dass man im ersten auf eine solche weitestgehend verzichtet hat, bzw. sie doch eher subtil und mehr im Hintergrund ablief. Diesmal steht sie doch recht stark im Mittelpunkt. Generell hätte ich es glaub ich vorgezogen, wenn Lara Croft – so wie ja in den Spielen auch – allein losgezogen wäre. Zwar verstehe ich dass man der Hauptfigur irgendeine Art Ansprechpartner auf den Weg geben muss, damit wir an ihren Überlegungen teilhaben können, aber mit dem Computer-Sidekick wäre dieser Anspruch eigentlich schon erfüllt gewesen.

Wovon ich auch eher enttäuscht war, waren die Bösewichte. Ciarán Hinds wirkte auf mich zu keinem Zeitpunkt bedrohlich. Zudem ist die Rolle sehr unschein- und austauschbar, und hat man es verabsäumt, ihm irgendeine hervorstechende Eigenschaft mit auf den Weg zu geben. Von Til Schweiger bin ich ja generell nicht der größte Fan, und er zeigt in "Die Wiege des Lebens" wieder einmal nichts, um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Mir kann jedenfalls niemand erzählen, dass er gecastet wurde weil er der beste für diesen Job war. Da hat sicherlich die deutsche (Co-)Produktionsfirma TMG ihre Muskeln spielen lassen. Mit Gerard Butler setzt sich zwar die im Vorgänger durch Daniel Craig begründete "Tradition" fort, dass wir in diesen Filmen Darsteller zu Gesicht bekommen, die kurz darauf den Durchbruch schaffen, aber weder seine Leistung noch seine Rolle fand ich sonderlich interessant. Und auch die Sets und die Ausstattung haben mich im ersten Teil irgendwie mehr beeindruckt – was aber auch damit zusammenhängen kann, dass dort eben wirklich noch archäologische Stätten im Mittelpunkt standen. Aber gerade auch den Wald am Ende fand ich eher enttäuschend – wirkte der doch fast wie aus "Der Herr der Ringe" übernommen. Einzig die Höhlen am Ende waren dann nett gemacht. Mit Jan de Bonts Inszenierung wurde ich auch nicht so recht warm. Ich muss hier ja wirklich mal gestehen, Simon West früher teilweise unrecht getan zu haben. Seine Inszenierung von "Expendables 2" hatte mich ja – gerade auch im Vergleich zum katastrophalen ersten – echt überzeugt, und auch den ersten "Tomb Raider"-Film hatte ich inszenatorisch schlechter in Erinnerung, als er war. Einerseits war die Action angenehm übersichtlich inszeniert, und andererseits fand er immer wieder coole Momente und einprägsame Bilder, und hat vor allem die Titelfigur durchaus ikonisch in Szene gesetzt.

Szenenbild (c) Concorde Filmverleih"Die Wiege des Lebens" wirkt vergleichsweise unscheinbar. Es fehlten mir die beeindruckenden Bilder, die coolen Einstellungen, die kurzen ikonischen Momente, die in Erinnerung bleiben – und das ist jetzt dezidiert inszenatorisch gemeint; also, dass die entsprechende Szene eben nicht wegen dem Inhalt sondern der Art und Weise wie Jan de Bont sie inszeniert in Erinnerung bleibt. Denn was die Action betrifft, gab es zugegebenermaßen durchaus den einen oder anderen netten Moment. Der Base Jump hatte für mich zwar wieder eher was von Bond als von Lara, war aber durchaus nett gemacht. Darüber hinaus war es vor allem die Szene mit dem Stabhochsprung auf den Helikopter, die mir in Erinnerung geblieben ist. Aber de Bonts Inszenierung fand ich doch eher mäßig. Besonders störend ist mir mit der Zeit auch der Kameratrick mit der Zeitlupe aufgefallen, die keine echte, flüssige Zeitlupe ist, sondern eher so ein Ruckeln, dass dadurch entsteht, dass einzelne Bilder länger gezeigt werden als andere. Ich weiß nicht, was er damit bezweckt hat, aber ich fand es mit der Zeit doch recht irritierend, so als hätte die Blu Rays Kratzer, und würde immer wieder Bilder überspringen.

Wirklich schlecht ist der Film – trotz dieser ausführlichen Kritik – aber nicht. So muss man ihm einerseits zu gute halten, das er es durchaus versteht, zu unterhalten. Zumindest bei mir kam jedenfalls kaum Langeweile (wenn auch eben leider zugleich auch kaum Begeisterung) auf. Die eine oder andere nette Actionszene hatte ich ja ebenfalls bereits erwähnt. Zudem gibt es dann doch den einen oder anderen Punkt, wo die Fortsetzung dem ersten Teil in meinen Augen sogar überlegen ist. Oder eher Ohren, denn der wichtigste davon ist für mich die Filmmusik. Mit dem Techno-Zeugs in "Lara Croft: Tomb Raider" wurde ich ja leider nicht so recht warm. Hier legt man einen deutlich klassischeren Soundtrack vor, und auch wenn ich diesen für vergessenswert und austauchbar halte – ist mir doch mittlerweile keine einzige Melodie mehr erinnerlich – hat man damit doch meinen Geschmack mehr getroffen als beim Vorgänger. In erster Linie sind es aber einzelne nette Momente, wobei für mich hier vor allem die Konfrontation zwischen Lara Croft und Terry Sheridan am Ende hervorsticht. Es war zwar absehbar, aber dennoch war es eine wirklich starke Szene – und meines Erachtens leider auch die einzig wirklich gute des Films. Aber immerhin, eine tolle Szene ist immer noch besser als keine tolle Szene. Mehr an Lob vermag ich für diese insgesamt im Vergleich zum Vorgänger doch nochmal deutlich schwächere Fortsetzung aber leider nicht aufzubringen.

Fazit: Szenenbild (c) Concorde FilmverleihKorrigiert mich, wenn ich mich irre, aber war Lara Croft nicht eigentlich als weibliche Version von Indiana Jones gedacht? "Die Wiege des Lebens" erinnert hingegen mehr an ein Bond-Abenteuer als an ein Abenteuer von unser aller Lieblingsarchäologen. Das im Titel noch groß angeführte "tomb raiden" kam mir bei dieser Fortsetzung jedenfalls deutlich zu kurz. Generell hatte der Vorgänger einen gewissen Charme, den ich hier schmerzlich vermisst habe. Auch mit den Spielen hat das ganze – bis auf die etwas aufgesetzt wirkende und in einem überwiegend ernsten Abenteuerfilm wo wie könnte es auch anders sein natürlich wieder einmal gleich das Schicksal der gesamten Welt auf dem Spiel stehen muss äußerst unpassend wirkende Hai-Punch – so gut wie gar nichts mehr zu tun. Die Inszenierung hat mir im Vorgänger ebenfalls besser gefallen. Einerseits störten mich die ruckelnden Zeitlupen, andererseits lässt es Jan de Bont an ikonischen Bildern und netten Einstellungen vermissen. Da hat Simon West Angelina Jolie im Vorgänger in meinen Augen um einiges gelungener in Szene gesetzt. Auch was Sets, Ausstattung, und vor allem die Handlung betrifft hält "Die Wiege des Lebens" den Vergleich mit dem ersten Teil nicht stand. Die Bösewichte fand ich ebenfalls ungemein austauschbar und langweilig, und auch auf die Liebesgeschichte hätte ich gut und gerne verzichten können. Last but not least hat mir auch Angelina Jolie im Vorgänger besser gefallen als hier, wirkte sie dort für mich doch um einiges engagierter. Völliger Reinfall ist "Die Wiege des Lebens" dennoch keiner. So gab es die eine oder andere nette Action-Einlage, die Musik gefiel mir besser als beim ersten Teil, der Film wurde nie wirklich langweilig, und vor allem eine Szene beim Showdown fand ich wirklich stark. Dennoch glaube ich nicht, dass ich mir "Die Wiege des Lebens" – im Gegensatz zum Vorgänger – jemals wieder anschauen werde. Einmal sehen reicht.

Wertung:3 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Concorde Filmverleih)


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