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Indiana Jones und der Tempel des Todes Drucken E-Mail
Auf der Jagd nach den Sankara-Steinen Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 15 Dezember 2013
 
Advents-SPECiAL

 
Indiana Jones und der Tempel des Todes
Originaltitel: Indiana Jones and the Temple of Doom
Produktionsland/jahr: USA 1984
Bewertung:
Studio/Verleih: Lucasfilm/Paramount Pictures
Regie: Steven Spielberg
Produzenten: U.a.Robert Watts, Frank Marshall, George Lucas & Kathleen Kennedy
Drehbuch: Willard Huyck, Gloria Katz & Steven Spielberg
Filmmusik: John Williams
Kamera: Douglas Slocombe
Schnitt: Michael Kahn
Genre: Abenteuer/Action
Kinostart Deutschland: 03. August 1984
Kinostart USA: 23. Mai 1984
Laufzeit: 118 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, Blu Ray (Box), DVD, DVD (Box), Soundtrack
Mit: Harrison Ford, Kate Capshaw, Jonathan Ke Quan, Amrish Puri, Roshan Seth, Philip Stone, Roy Chiao, David Yip, Ric Young u.a.


Kurzinhalt: Shanghai 1935: Indiana Jones trifft sich in einem Nachtclub mit einem Geschäftspartner. Dieser denkt jedoch gar nicht daran, Indy die vereinbarte Bezahlung zukommen zu lassen. Nur mit knapper Not kommt der Archäologe mit heiler Haut davon. Begleitet wird er dabei von seinem jungen chinesischen Freund Short Round, sowie der Sängerin Willie Scott, die Dank Indy ebenfalls in die Sache verwickelt wurde. Als ihrem Flugzeug zuerst die Piloten und dann der Sprit ausgeht, verschlägt es die drei nach Indien, wo sie in einem Dorf als Retter gefeiert werden. Denn den Bewohnern des Dorfes wurde ein geheiligter Stein gestohlen, von dem sie glauben, dass er ihr Dorf beschützt. Seitdem dieser Stein entwendet wurde leidet man unter Dürre, brach liegenden Feldern, und so weiter. Zudem wurden alle Kinder des Dorfes entführt, um im Pankot Palast Sklavenarbeit zu verrichten. Anfangs hält sich Indy für die Notlage der Bewohner nicht zuständig – als ihm dann jedoch ein abgemagerter Sklavenjunge, dem die Flucht aus dem Palast gelungen ist, in die Arme fällt, beschließt er, dem dortigen Treiben ein Ende zu setzen – und bricht mit Short Round und Willie auf, um den heiligen Stein zurückzuholen und die Sklaven zu befreien. Doch dabei kommen Indy und seine Begleiter dem gefährlichen Thuggee-Kult in die Quere…

Review: In Shanghai läuft Indiana Jones geradewegs in eine Falle.Nach dem Erfolg von "Jäger des verlorenen Schatzes" waren sowohl das Filmstudio als auch das Triumvirat Spielberg, Lucas und Ford daran interessiert, ein weiteres Abenteuer von Indiana Jones auf die Kinoleinwand zu bringen. Dabei wählten die Beteiligten einen durchaus mutigen Zugang. Damit meine ich jetzt nicht den Prequel-Charakter – immerhin waren solche damals noch weitestgehend unbekannt; dementsprechend eilte ihnen damals auch noch nicht jener schlechte Ruf voraus, den sie heutzutage genießen – sondern vielmehr, dass man sich, vom Titelhelden abgesehen, in praktisch jeglicher Hinsicht vom Vorgänger distanzierte. Offenbar war keinem von ihnen daran gelegen, sich einfach nur zu wiederholen, und ein schlichtes, einfallsloses "mehr vom selben"-Sequel zu fabrizieren, wie sie damals wie heute an der Tagesordnung standen. Und auch wenn ich insgesamt der Ansicht bin, dass "Indiana Jones und der Tempel des Todes" – aufgrund vereinzelter Schwächen sowie der einen oder anderen Entscheidung, die man hierfür getroffen hat – nicht ganz an den Vorgänger anknüpfen kann, weiß ich diesen Zugang durchaus zu schätzen. Jedenfalls kann man ihnen nicht vorwerfen, es nicht versucht und/oder nur einen halbherzigen Job getan zu haben.

Das zweite Indy-Abenteuer bereits vor "Jäger des verlorenen Schatzes" spielen zu lassen, wirkt so gesehen wie ein logischer, sinnvoller Schritt. Man verzichtet auf Szenen in Indys Universität (daher gibt’s diesmal auch keinen Marcus Brody zu sehen), von Nazis fehlt jede Spur, und vom neuerlichen Bond-artigen Einstieg abgesehen, der in Shanghai angesiedelt ist, spielt der Rest des Films dann nur mehr in Indien. Ein konsequenter Einschnitt, also, um zu verhindern, dass man sich einfach nur selbst wiederholt. Doch trotz aller Änderungen – so manche Stärken von "Tempel des Todes" decken sich durchaus mit dem Vorgänger. So ist die Action wieder phantastisch inszeniert, und zudem sehr abwechslungsreich. Dabei schafft "Tempel des Todes" das Kunststück, sich was die Action nicht einfach nur während dieses Films ständig etwas Neues einfallen zu lassen, auch vom Vorgänger wird nichts geklaut/kopiert. Auch die Actionszenen selbst zeichnen sich wieder durch zahlreiche grandiose Einfälle und kurze Momente aus, welche die entsprechenden Szenen sehr unterhaltsam machen. Was ebenfalls neuerlich begeistern kann, sind die Ausstattung, die Kostüme und die Sets. Der Detailreichtum ist wieder einmal sehr beeindruckend. Als besonderes Highlight sticht hier das Set für das Ritual des Thuggee-Kults hervor. Das war wirklich riesig, und ungemein imposant. Aber auch der Nachtclub gleich zu Beginn ist toll designt und umgesetzt. Zudem dürfen wir Indy dort einmal im weißen Smoking begutachten – ehe er sich später dann wieder in seine altbekannte, kultige Kluft schmeißt. Was die Kostüme betrifft, sticht für mich insbesondere noch Mola Ram, der Anführer des Thuggee-Kults hervor. Last but not least gibt es auch wieder einige Massenszenen, wo nicht an Statisten gespart wurden, und die diesem zweiten Indy-Abenteuer ebenfalls die nötige "Größe" verleihen.

Indy, Willie und Short Round werden Zeuge eines fürchterlichen Rituals.Angesichts der Kauf der Rechte an weiteren Indiana Jones-Filmen von Disney wird ja bereits spekuliert, dass man nach einem abschließenden fünften Teil mit Harrison Ford einen Reboot wagen könnte – für den auch schon erste Namen im Raum stehen. Für mich persönlich ist das – zumindest jetzt noch – absolut undenkbar. Wie in meinem Review zu "Jäger des verlorenen Schatzes" schon erwähnt, halte ich Indy für die ikonischste Rolle von Harrison Ford. Auch bei "Tempel des Todes" war er wieder einmal großartig. Ganz besonders angetan hat es mir ja jene Einstellung, als Indy von Short Round "geheilt" wurde, Willie gerettet hat, und sich nach unten in die Schächte begibt, um die Kinder zu befreien. Indys Blick macht deutlich: Er ist richtig sauer; besser, ihm nicht in die Quere zu kommen. Ford ist aber generell den gesamten Film über großartig, und auch das Zusammenspiel mit seinen Co-Stars weiß zu gefallen, wobei er vor allem mit Kate Capshaw ein paar nette Szenen spendiert bekommt. Jedenfalls war es für mich auch bei "Tempel des Todes" wieder eine Freude, ihm dabei zuzusehen, wie er Indiana Jones Leben einhaucht.

Die anderen Schauspieler machen ihre Sache ebenfalls sehr gut. Ich meine, ich werde dann zwar gleich heftige Kritik an Willie üben, aber dafür kann ja die arme Kate Capshaw nichts. Die spielt ja nur, was Lucas ihr schreibt und Spielberg ihr sagt – und das wiederum macht sie durchaus gut. Auch Jonathan Ke Quan schlägt sich als Short Round nicht schlecht; da haben wir nun wirklich schon weitaus schlechtere Leistungen von Kinderdarstellern gesehen. Eine nette Idee war auch der kurze Cameo-Auftritt von Dan Aykroyd. Ansonsten bekommen wir aber im Prinzip völlig unbekannte Darsteller zu Gesicht. Hier wurde halt wirklich danach gecastet, wer am besten zu einer Rolle passt; wie berühmt der jeweilige Schauspieler war, war hier nicht von Belang. Ein paar Jahr(zehnt)e später, bei "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", sah das schone in bisschen anders aus (Cate Blanchett, John Hurt, Shia LaBeouf, Ray Winstone, Jim Broadbent). "Tempel des Todes" präsentiert hingegen ein paar wirklich ungewöhnliche, unbekannte Gesichter, die mir weder davor noch danach irgendwo aufgefallen wären – auch das verleiht dem Film irgendwie eine ganz eigene Identität für mich, und lässt ihn irgendwie auch plausibler erscheinen. Vor allem der Anführer des Dorfes sticht dabei für mich hervor, aber auch Mola Ram, der Maharadscha oder der Berater Chattar Lal stechen diesbezüglich ins Auge. Was mir ebenfalls immer nahe geht, sind die Szenen mit den ganzen abgemagerten Kindern. Ich will gar nicht wissen, wo man die alle aufgetrieben hat, und hoffe ja, dass man in weiterer Folge darauf geachtet hat, dass sie gut/besser versorgt sind. Für beeindruckende und irgendwie auch erschreckende Szenen sorgt man damit aber durchaus.

Teil 2 ist eine deutlich düsterere Angelegenheit als der Vorgänger.Wo man sich ebenfalls weitestgehend vom Vorgänger entfernt, ist bei der Handlung, bzw. genauer gesagt beim Artefakt, dass es für Indy sicherzustellen gibt. Statt einen weiteren biblischen McGuffin zu präsentieren, wendet man sich dem frei erfundenen Mythos der Sankara-Steine zu. Ich fand die Idee dieser Steine, auch wenn uns ihre genaue Macht verborgen bleibt, sehr interessant. Auch alles rund um den Kult war sehr gut ausgearbeitet. Ja, stimmt schon… "Tempel des Todes" ist ein deutlich düsterer Film als der Vorgänger. Zwar gibt es auch diesmal wieder zahlreiche Gags und vor allem Willie ist zur konstanten komödiantischen Auflockerung gedacht, dennoch ist der Ton des Films deutlich finsterer und ernster – was ihm ja auch in Deutschland eine FSK 16-Freigabe eingebracht hat (als einzigem Indiana Jones-Film). Schon allein die Menschenopfer, und die Art und Weise, wie diese vonstatten gehen. Wie Mola Ram den Opfern das Herz herausreißt, sie in Richtung des Lavasees herabsenkt – wobei diese dank dunkler Magie immer noch am Leben sind – ehe das Herz Feuer fängt. Das ist teilweise für einen vermeintlichen Familienfilm schon ziemlich heftig. Zugleich verleiht aber eben auch dieser dunklere Ton "Tempel des Todes" für mich eine ganz eigene Identität, und grenzt ihn vom Vorgänger ab.

Was die Fortsetzung jedoch mit "Jäger des verlorenen Schatzes" verbindet, ist die Fülle an großartigen, kultigen, denkwürdigen Szenen. Schon allein der Einstieg, mit der Musical-Nummer, kommt absolut unerwartet, und bleibt in Erinnerung. Auch die Flucht mit dem Schlauchboot ist höchst abenteuerlich, und ein kultiger Moment. Was wohl auch niemand der den Film gesehen hat je vergessen wird, ist die Dinnerszene. Die zählt für mich zu den allerbesten und denkwürdigsten Momenten des Films. Die Riesenschlange mit den vielen kleinen Schlangen innen drin. Die Augen-Suppe. Und dann natürlich als Nachspeise das Affenhirn. Köstlich! Generell muss man festhalten: So düster das Geschehen im Vergleich zum Vorgänger auch sein mag, es gibt zwischendurch immer wieder einige gelungene Gags, die das Geschehen auflockern. Eine Szene die mir auch immer wieder gut gefällt, ist das Geplänkel zwischen Indy und Willie nach dem Abendessen. Zuerst machen sie sich gegenseitig an, und dann ist aber jeder von ihnen zu stolz, den ersten – oder eher letzten – Schritt zu machen und dem anderen quasi nachzulaufen. Vor allem auch in dieser Szene finde ich das Zusammenspiel zwischen Ford und Capshaw grandios. Weitere denkwürdige Szenen sind für mich der Tunnel mit den ganzen Insekten, die Kammer mit der sich herabsenkenden Decke, und natürlich auch das zuvor bereits erwähnte Ritual des Thuggee-Kults, mit dem herausgerissenen Herz, das Feuer fängt. Während sich die Action nach dem rasanten Einstieg vorerst etwas zurückhält und zuerst dem Humor und dann der Spannung Platz macht (auch hier unterscheidet sich "Tempel des Todes" vom Vorgänger, der alle paar Minuten eine neue Actionszene geboten hat), dreht der Film dann actionmäßig dafür zum Ende hin noch einmal so richtig auf. Hier sticht dann vor allem die großartige, an Achterbahnen erinnernde Fahrt mit dem Minenkarren hervor. Aber auch zum Abschluss hat man mit der Hängebrücke noch einen denkwürdigen Moment in petto. Jedenfalls: Die meisten modernen Blockbuster wären schon froh, wenn sie nur halb so viele denkwürdige Szenen vorweisen könnten.

Diesmal hat es Indiana Jones auf die Sankara-Steine abgesehen.Die letzte ganz große Stärke ist dann auch bei "Indiana Jones und der Tempel des Todes" wieder die Filmmusik von John Williams, der sich was seinen Zugang zum Soundtrack betrifft an die Herangehensweise von Lucas und Spielberg anpasst. Soll heißen: Er übernimmt lediglich den "Raiders March" – damit bleibt Indiana Jones also auch akustisch unser einziges Verbindungsglied zum Vorgänger – und komponiert zahlreiche neue, ebenfalls wieder gelungene Stücke, und ordnet diese rund um das zentrale Indy-Thema an. Neben dem neuen Liebesthema stach dabei für mich vor allem die Musik für den Thuggee-Kult, mit den Männerchören, hervor. Ein vergleichsweise kurzes Lied dass es mir ebenfalls ganz besonders angetan hat, ist jene Musik die gespielt wird, als sich die Decke in der Kammer herabsenkt. Jedenfalls grenzt sich "Tempel des Todes" eben auch musikalisch deutlich vom Vorgänger ab, und vermeidet auch in dieser Hinsicht, wie eine schlichte Kopie und/oder Wiederholung von "Jäger des verlorenen Schatzes" zu wirken.

Dass "Tempel des Todes" trotz all dieser Stärken für mich nicht ganz an den Vorgänger anknüpfen kann, liegt an einer großen und mehreren kleineren Schwächen. Beginnen wir mit letzteren. Worauf ich hätte verzichten können, waren die Voodoo-Einlagen. Ich finde, es gab im Film auch ohne das schon genug mystische, übersinnliche Elemente, und im Vergleich zu anderem erschien es vergleichsweise unwichtig und auch unoriginell. Ich finde jedenfalls, man könnte in den beiden Szenen wo es vorkam die entsprechenden Einlagen rausnehmen, ohne etwas zu verlieren. Gerade auch beim Kampf gegen den Hünen hätte ich diese zusätzliche Herausforderung für Indy nicht gebraucht (wenn man auch argumentieren kann, dass dies von vornherein eher da zu da war, damit Short Round ihm helfen). Zumal ich Voodoo auch absolut nicht mit Indien verbinde, und das ganze daher auf mich etwas aufgesetzt wirkt. Was die Opfer-Szene mit Willie betrifft, fällt einerseits auf, dass man ihr im Gegensatz zum Kerl davor das Herz nicht rausreißt – sonst wäre es Indy wohl schwer gefallen sie zu retten. Der Käfig in der sie sich befindet bewegt sich zudem immer genau so schnell oder langsam wie es das Drehbuch und/oder die Inszenierung grade brauchen. Teilweise hatte ich jedenfalls den Eindruck, so schnell wie sich der Käfig absenkt hätte die eigentlich schon 3x im Lavasee versinken müssen, ehe Indy den Absturz stoppt. So gut getrickst der Film ansonsten auch ist – die Krokodilszenen stechen leider unangenehm hervor und wirken daher auf mich ein bisschen störend. Das mit Abstand größte Problem des Films – ihr werdet es wohl schon vermutet haben – ist für mich aber Willie. In gewisser Weise kann ich ja verstehen, was Spielberg und Lucas hier beabsichtigt haben. Sie wollten sich einfach auch was den "love interest" betrifft vom Vorgänger unterscheiden. Beim Versuch, eine Anti-Marion zu schaffen sind sie aber meines Erachtens weit übers Ziel hinausgeschossen. Willie nervt einfach nur, mit ihrem Gemecker ("I broke my nail!") und ihrem ständigen Geschrei. Und nach der herrlich selbstständigen und kompetenten Marion empfinde ich die im Wesentlichen auf eine Mischung aus "comic relief" und "damsel in distress" reduzierte Willie schon als deutlichen – und höchst bedauerlichen – Rückschritt innerhalb der Reihe.

Fazit: Die Hängebrücke ist nur eine von zahlreichen kultigen Szenen des Films.Aufgrund ein paar kleinerer und einer ganz großen Schwäche – nämlich die nervtötende Willie – gelingt es "Indiana Jones und der Tempel des Todes" zwar nicht ganz, an den großartigen, wegweisenden Vorgänger anzuknüpfen, dennoch vermag auch das zweite Leinwandabenteuer von Indiana Jones wieder, sehr gut zu unterhalten. Was mir dabei besonders gut gefällt ist, dass es Lucas und Spielberg tunlichst vermeiden, sich zu wiederholen. Bis auf Indiana Jones finden sich in "Tempel des Todes" keine Elemente, Figuren, Schauplätze etc., die aus dem Vorgänger bekannt wären. Es ist ein wirklich neues, frisches, eigenständiges Abenteuer. Letzteres zeigt sich nicht nur durch den starken Einschnitt und dem zeitlichen Sprung in Indys Vergangenheit, sondern vor allem auch im Ton. Dem Vorbild der "Star Wars"-Filme folgend, ist "Tempel des Todes" eine deutlich düstere, ernstere Angelegenheit, was ihn zumindest in meinen Augen für Kinder eher ungeeignet macht. Vor allem auch die Szenen rund um den Kult sind für einen vermeintlichen Familienfilm teilweise nicht von schwachen Eltern. Mir persönlich gefällt dieser tonale Unterschied aber sehr gut, da es ein weiterer Aspekt ist, der die Fortsetzung vom ersten Teil deutlich abgrenzt. Dennoch wird natürlich auch beim zweiten Teil wieder nicht darauf vergessen, zahlreiche gelungene Gags einzustreuen, die zwischendurch für Auflockerung sorgen. Weitere wesentliche Stärken sind die schauspielerischen Leistungen (allen voran natürlich wieder von Harrison Ford), die wieder einmal beeindruckenden Sets, die Kostüme und die Ausstattung, die erneut ungemein abwechslungs- und einfallsreiche Action, die großartige Filmmusik von John Williams, sowie zahlreiche kultige, denkwürdige Szenen. Macht insgesamt ein weiteres unterhaltsames, spannendes, lohnendes Abenteuer eines der größten, besten und ikonischsten Helden, den die Filmgeschichte je hervorgebracht hat.

Wertung:8 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Paramount Pictures)


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Weiterführende Links:
Advents-SPECiAL 2013





Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 28.07.2018 22:32
 
Mit Wilie kam ich eigentlich ganz gut klar. Als wesentlich nerviger empfand ich da Shortround, dessen grottigen Sprüche permanent zum Fremdschämen waren und mich ständig aus der Athmosphäre herrausrissen.  
 
Bei dem muss ich immer an die "How I met Your Mother"-Episode mit Barneys "Sohn" denken, nur war dessen nerviges Getue von den Autoren wenigstens auch als solches beabsichtigt. Im Gegensatz zu Shorty, der ja eigentlich als ernstzunehmender Charakter angelegt wurde.  
 
Für mich ganz klar der Jar Jar Binks des "Indy"-versums. Nur das Shorty das Glück hatte im deutlich besseren Film mitzuspielen und er für keine infantilen Furzgags herhalten musste.
 
2. 31.07.2018 16:09
 
Ich brauch zwar Short Round auch nicht unbedingt, aber wirklich genervt hat er mich nie. Im Gegensatz zu Willie. Wird übrigens auch nicht besser, je öfter ich den Film sehe. Für mich ganz klar der größte Kritikpunkt, der auch verhindert, dass er mit Teil 1 und 3 mithalten kann.
 

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