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Apartment 143 Drucken E-Mail
Ein weiterer Film in der "Paranormal Activity"-Machart Kategorie: Filme - Autor: Marcel Wetzel - Datum: Montag, 25 November 2013
 
 
Apartment 143
Originaltitel: Emergo
Produktionsland/jahr: Spanien 2011
Bewertung:
Studio/Verleih: Nostromo Pictures/Universum Film
Regie: Carles Torrens
Produzenten: U.a. Rodrigo Cortés & Adrián Guerra
Drehbuch: Rodrigo Cortés
Filmmusik: Víctor Reyes
Kamera: Óscar Durán
Schnitt: Rodrigo Cortés & José Tito
Genre: Horror
DVD-VÖ Deutschland: 15. November 2013
Kinostart Mexiko: 04. Mai 2012
Laufzeit: 80 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD
Mit: Francesc Garrido, Fiona Glascott, Rick Gonzalez, Kai Lennox, Gia Mantegna, Michael O'Keefe u.a.



Kurzinhalt: Nach dem Tod seiner Frau werden Alan White und seine zwei Kinder von unerklärlichen Vorfällen heimgesucht, weshalb sie schließlich beschließen, in eine andere Wohnung in die Stadt zu ziehen. Im neuen Heim angekommen dauert es jedoch keine Woche, bis sich auch dort merkwürdige Phänomene ereignen. In der Hoffnung herauszufinden, was vor sich geht und das Geschehen zu beenden, ruft Alan eine kleine Gruppe von Parapsychologen zur Hilfe, die, ausgerüstet mit aktuellster Technik, der Sache auf den Grund gehen wollen. Was die Wissenschaftler allerdings hier anfinden, ist anders als alles, was ihnen bisher begegnet ist…

Review: Szenenbild 1"Apartment 143" oder auch "Emergo" ist ein weiterer Found Footage Film mit Geistern im Stil von "Paranormal Activity", der sowohl Elemente von "Poltergeist", als auch "Insidious" in sich vereint. Dies allerdings mit einem deutlich schmaleren Budget, was man der Produktion insgesamt (in diesem Fall) leider auch anmerkt. Das Fehlen von finanziellen Mitteln hätte man hier problemlos wieder wettmachen können, gibt es doch genug Beispiele, die beweisen, dass ein Film nicht unbedingt ein riesen Budget haben muss, um gut zu sein. Da es sich bei "Apartment 143" um eine spanische Produktion handelt, hätten Regisseur Carles Torrens ("Coming to Town") und Drehbuchschreiber Rodrigo Cortés ("Buried – Lebend begraben") als ein gewisses Alleinstellungsmerkmal hier vielleicht einfach ein paar kulturelle Nuancen einfließen lassen können. Chance verpasst, so bleibt ein auf das Publikum doch recht generisch wirkender Film ohne Ecken und Kanten übrig, der kaum aus der Masse an Geisterjäger-Found-Footage-Filmen herauszustechen vermag.

Darüber hinaus sind mir beim Gucken des Filmes doch einige Ungereimtheiten aufgefallen. So muss das Haus, in dem sich die Handlung abspielt, meterdicke Bleiwände oder einfach eine extrem gute Isolierung haben. Anders lässt es sich nicht erklären, dass sich keiner der Nachbarn bisher über die Geräuschkulisse, beschwert hat, die das muntere Geistertreiben verursacht. Und auch die Nummerierung der Wohnung macht nicht wirklich Sinn. 143 als Zahl für eine Wohnung in einer der oberen Stockwerke? Aber okay, man sollte den Logikhammer bei solchen Filmen ja sowieso einfach mal stecken lassen. Nichtsdestotrotz schafft es der Film sehr genau darzustellen, wie man sich so vorstellt, dass eine Untersuchung von paranormalen Phänomenen abläuft, wenn professionelle Geisterjäger anrücken. Das heißt hier eben auch, dass nicht in jeder Einstellung von irgendwelchen Kameraaufnahmen gezwungenermaßen irgendein Geist durchs Bild huscht, sondern durchaus auch einfach mal nichts passiert. Könnte beim Zuschauer vielleicht zäh wirken, glücklicherweise haben die Macher des Films diese Anteile aber lediglich in Maßen benutzt, sodass es nie langweilig wird und trotzdem zur Stimmung beiträgt. Ein weiteres Thema, welches der Film erzählt, handelt von dem Kampf zwischen Alan White, gespielt von Kai Lennox ("Beginners") und Gia Mantegna ("In The Land Of The Woman"), als seine Tochter Caitlin. Während zumindest ich anfangs davon ausging, dass es sich hier um das übliche Teenager-Gehabe gegenüber den Eltern handelt, wird (zu) schnell klar, was da zwischen den beiden abläuft und was eigentlich passiert ist, sodass man ab diesem Zeitpunkt eigentlich nur darauf wartet, wie das Ganze am Ende dann wirklich ausgeht. Unvorhersehbare Plottwists? Leider Fehlanzeige. Doch in dem Maße, wie die Hintergrundstory vorhersehbar ist, so ist das Ende zumindest für mich nicht ganz nachvollziehbar. (Achtung, Spoiler!) Am Ende, nach allem, was dem gesamten Team in der Wohnung passiert ist, erklärt der Professor und Chef der Geisterjägertruppe das Ganze mit akademischen Theoriemodellen und schließt letztendlich daraus, dass alles nur wegen eines psychokinetischen Wutausbruchs der Tochter passiert ist. Aha, ja, genau.(Spoiler Ende)

Szenenbild 2Die wenigen Schauspieler machen ihren Job tatsächlich ganz ordentlich und so konnte mich vor allem Michael O' Keefe als Dr. Helzer überzeugen, was höchstwahrscheinlich eine Anspielung auf Hans Holzer, der im echten Leben tatsächlich paranormale Phänomene untersucht hat, sein soll. Und wer so (ur-)alt ist wie ich, dem dürfte auch der Schauspieler vielleicht irgendwie bekannt vorkommen. Ich jedenfalls habe mich die ganze Zeit gefragt, woher ich ihn kennen könnte. Er spielte nämlich den jungen Caddy Danny Noonan in "Caddyshack" von 1980, ein echter Kultfilm, den sich jeder anschauen sollte, der auf niveauvolle Unterhaltung steht. Das Schicksal der White-Familie lässt einen dagegen kalt, weil es weder der Vater, noch die Tochter schaffen, den Zuschauer emotional abzuholen, obwohl die beiden Schauspieler ihr Bestes tun, damit der Zuschauer mit den Charakteren eine emotionale Bindung aufbauen kann. Im Gegensatz hierzu stehen die Auftritte von Damian Roman als vierjähriger Sohn Benny, der seinen Job für sein Alter mehr als ordentlich macht und um dessen weiteres Schicksal man tatsächlich irgendwann besorgt ist. Technisch ist an der Blu-ray jedenfalls nichts auszusetzen. Das verwendete Bildmaterial der vor Ort eingesetzten Kameras ist grobkörnig gehalten, was allerdings natürlich nicht nur an dem kleinen Budget liegt, sondern aufgrund des Genres auch passt. Ein Wendecover ist ebenfalls vorhanden, was ich immer erwähnens- und lobenswert finde. Die Extras bieten hier nichts Außergewöhnliches, bedienen allerdings genau das, was man von einer Blu-ray erwarten darf. So erfährt man über den Film nicht nur etwas mittels des enthaltenen Making Of‘s, sondern auch durch die extra anwählbaren Informationen zu den Special Effects.

Fazit: "Apartment 143" ist ein weiterer Film in der "Paranormal Activity"-Machart, angereichert mit einem Schuss "Insidious" und "Poltergeist". Das war es dann aber auch schon. Die Geschichte ist zu vorhersehbar und die Hauptfiguren zu unsympathisch. Kein wirklich schlechter Film, ein Klassiker im Horrorgenre wird er jedoch sicherlich nicht werden. Ein Gang in die Videothek ist der Film für Fans des Genres trotzdem wert.

Wertung:5 von 10 Punkten
Marcel Wetzel
(Bilder © 2013 Universum Film)


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