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Insidious Drucken E-Mail
Solider "Geisterhaus"-Horror von James Wan Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Sonntag, 13 Oktober 2013
 
Halloween-SPECiAL

 
Insidious
Originaltitel: Insidious
Produktionsland/jahr: USA 2010
Bewertung:
Studio/Verleih: Haunted Movies/Universal Pictures
Regie: James Wan
Produzenten: U.a. Jason Blum, Oren Peli & Steven Schneider
Drehbuch: Leigh Whannell
Filmmusik: Joseph Bishara
Kamera: David M. Brewer & John R. Leonetti
Schnitt: Kirk M. Morri & James Wan
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 21. Juli 2011
Kinostart USA: 01. April 2011
Laufzeit: 103 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD, Soundtrack
Mit: Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins, Lin Shaye, Leigh Wannell, Angus Sampson, Barbara Hershey, Andrew Astor u.a.


Kurzinhalt: Nur kurz nachdem Josh und Renai mit ihren beiden Söhnen Dalton und Foster in ein neues Haus gezogen sind, kommt es zu einem folgenschweren Unfall: Bei einer Exkursion auf dem Dachboden rutscht Dalton von der Leiter und schlägt sich den Kopf an. Beim Abendessen scheint alles noch ok zu sein, doch am nächsten Morgen gelingt es Josh und Renai nicht, ihn aufzuwecken. Dalton befindet sich in einer Art Koma. Drei Monate später bringt man Dalton nach Hause zurück, nach wie vor angesteckt an Geräten, die ihn künstlich beatmen und seine Vitalfunktionen kontrollieren. Dass kein Grund für Daltons Zustand gefunden werden und man diesen daher auch nicht behandeln konnte, lastet auf Josh und Renai sehr schwer. Als wäre all das nicht schon schlimm genug, mehren sich schon bald die geheimnisvollen, unerklärlichen und teilweise auch angsteinflößenden Vorfälle. So hört Renai über das Babyfon, wie jemand mit ganz tiefer Stimme mit Dalton spricht. Zudem glaubt sie mehrmals, eine dunkle, schemenhafte Figur zu erkennen und/oder fremde Gestalten im Fenster zu sehen. Anfangs glaubt Josh ihr nicht, schließlich stimmt er aber zu, das Haus zu verlassen und für ein paar Tage zu seiner Mutter zu ziehen. Doch auch dort nehmen die bedrohlichen Vorfälle kein Ende…

Review: Renai ist zunehmend verängstigt; Josh versucht sie, zu beruhigen."Insidious" beginnt wie ein ganz klassischer "Haunted House"-Film: Eine junge Familie zieht in ein neues Eigenheim, und kurz darauf beginnen sich mysteriöse und auch beängstigende Ereignisse zuzutragen. Gegenstände verändern ihren Platz, im Schatten meint man finstere Gestalten zu erkennen, und so weiter. Doch so klassisch "Insidious" auch beginnen mag, schlägt er mit zunehmender Laufzeit doch zunehmend neue Pfade ein – was ich zugleich als seine größte Stärke als auch seine größte Schwäche erachte. Stärke deshalb, da mich der erste Richtungswechsel sehr positiv überrascht und mein Interesse geweckt hat, einfach, da es etwas vergleichsweise Neues ist. Schwäche, da man – noch mehr als übliche Geisterhaus-Geschichten – zunehmend ins Metaphysische abdriftet, und ich mir dementsprechend immer schwerer tat, das Geschehen noch ernst zu nehmen. Vor allem der letzte große Richtungswechsel, als Josh in das "Further" eindringt (ich habe die englische Originalfassung geschaut und daher auch keine Ahnung, wie die das übersetzt haben), war meines Erachtens ein Schritt zu viel, und konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

Generell ist "Insidious" eigentlich so lange am spannendsten, solang man noch nicht genau weiß, was hier eigentlich vor sich geht. Sobald Medium Elise ins Spiel gebracht wird und man die Eltern darüber aufklärt was vor sich geht, verlor der Film meines Erachtens doch einiges an Wirkung –mit einer Ausnahme: Die Seance-Szene war absolut phantastisch, und wohl der spannendste, packendste und beängstigendste Moment des gesamten Films. Und das, obwohl einem wenn man Elises Maske und die gesamte Konstruktion zum ersten Mal sieht, mit der ihr Assistent ihrem Flüstern zuhört, einem eigentlich eher zum Lachen als zum Fürchten zumute ist. Dennoch war das Ganze – inklusive dem "besessenen" Finale, einfach nur stark umgesetzt. Der Einstieg hat mir wie gesagt auch noch sehr gut gefallen, mit dem schemenhaften Gestalten im Hintergrund und den zunehmend mysteriösen Ereignissen. In der letzten halben Stunde entwich die Spannung dann aber meines Erachtens zunehmend, wie aus einem nicht richtig zugebundenen Luftballon. Die Szenen in dieser Art Zwischenwelt waren auch optisch längst nicht so interessant, wie ich das erhofft hatte. Es waren zwar das eine oder andere nette Bild, die eine oder andere nette Einstellung dabei, aber etwas surrealer und unheimlicher hätte das Ganze für mich auch sein können. Der allerletzte Haken den der Film schlägt war für mich dann auch leider sehr vorhersehbar, und hat deshalb bei mir auch sehr an Wirkung verloren. Tatsächlich war das ganze aufgrund der Inszenierung und dessen, was dort passiert, derart klar, dass ich mich ernsthaft Frage, wen Wan mit dem letzten "Bild" (im wahrsten Sinne des Wortes) noch schocken wollte.

Die Seance war für mich die mit Abstand beste Szene des Films.Mein letzter Kritikpunkt, wobei ich leider nicht sagen kann inwiefern dafür wirklich James Wan und/oder das Sound-Department verantwortlich sind, oder man bei der DVD geschlampt hat: Der Ton war für meinen Geschmack viel zu aggressiv abgemischt, was zu einigen viel zu lauten, absolut billigen Schockeffekten führt. Ich musste mich entscheiden, entweder die Dialoge halbwegs verstehen wollen oder die Lautstärke so einstellen, dass auch meine Nachbarn von den Schockeffekten noch etwas haben und vor lauter Schreck ihr Geschirr fallen lassen. Letztendlich musste ich dann ständig nachkorrigieren, um einerseits der Handlung folgen und andererseits meine Ohren (und meine Nachbarn) schonen zu können. Dennoch möchte ich "Insidious" jetzt auch nicht krampfhaft schlecht reden: Die originelle Richtung die er einschlägt ist ihm definitiv anzurechnen, Wan schafft es stellenweise eine enorme Spannung aufzubauen, die schauspielerischen Leistungen sind solide bis gut, und der Soundtrack von Joseph Bishara unterstützt bzw. verstärkt die düstere Grundstimmung des Films. Damit bietet "Insidious" insgesamt solide Genre-Kost.

Fazit: "Insidious" beginnt wie ein ganz ein typischer Geisterhaus-Film, und schlägt dann jedoch eine gänzlich andere, unerwartete und überwiegend neue Richtung ein. Diese ist für mich ebenso Fluch als Segen. Einerseits ist dem Film die damit einhergehende Originalität hoch anzurechnen. Andererseits war der weitere Verlauf der Handlung für mich – selbst im Rahmen eines Horrorfilms mit übernatürlichen Elementen – zunehmend schwer zu schlucken. Für meinen Geschmack wurde das ganze einfach etwas zu metaphysisch. Generell fand ich, dass der Film – von der großartigen Seance-Szene abgesehen, die für mich generell den Höhepunkt von "Insidious" darstellt – nach der großen Aufklärung was hier vor sich geht doch etwas an Schrecken verloren hat. Insgesamt fand ich den Einstieg bzw. die erste halbe Stunde am Effektivsten, während ich vor allem das Finale mit dem "reisenden" Josh vergleichsweise unspannend fand. Zudem waren die überwiegend billigen Schockeffekte, die ihre Wirkung in erster Linie einem auf der DVD unglaublich aggressiv abgemischten Ton verdankten, auch nicht wirklich nach meinem Geschmack. Trotz dieser Schwächen bot "Insidious" aber durchaus solide Horror-Unterhaltung.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2011 Universal Pictures)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2013





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