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The World's End Drucken E-Mail
Der Abschluss von Edgar Wrights "Cornetto"-Trilogie Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Donnerstag, 19 September 2013
 
 
The World's End
Originaltitel: The World's End
Produktionsland/jahr: UK 2013
Bewertung:
Studio/Verleih: Big Talk Productions/Universal Pictures
Regie: Edgar Wright
Produzenten: U.a. Tim Bevan, Eric Fellner & Nira Park
Drehbuch: Edgar Wright & Simon Pegg
Filmmusik: Steven Price
Kamera: Bill Pope
Schnitt: Paul Machliss
Genre: Komödie/Science Fiction
Kinostart Deutschland: 12. September 2013
Kinostart UK: 19. Juli 2013
Laufzeit: 109 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD, Soundtrack
Mit: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Paddy Considine, Eddie Marsan, Rosamund Pike, David Bradley, Michael Smiley, Pierce Brosnan u.a.


Kurzinhalt: Während sich seine vier Jugendfreunde weiterentwickelt haben, hängt Gary immer noch seiner Jugend nach – war diese doch für ihn die beste Zeit seines Lebens. Vor allem an die Feier zum Schulabschluss hat er gute Erinnerungen – nur eines wurmt ihm nach wie vor, nämlich dass es ihnen damals nicht gelungen ist, die "Goldene Meile" – eine Sauftour durch alle Pubs ihres Heimatkaffs Newton Haven – erfolgreich abzuschließen. 20 Jahre später ruft er die alte Truppe, bestehend aus seinen Freunden Andy, Steven, Peter und Oliver, zusammen, um einen weiteren Versuch zu starten, die Goldene Meile zu bezwingen. Doch schon bald nach ihrer Rückkehr stellen die fünf Jugendfreunde fest, dass sich in Newton Haven so einiges verändert hat. Vor allem die Bewohner verhalten sich sehr seltsam. Langsam aber sicher beschleicht sie der Verdacht, dass in ihrem alten Heimatort nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Nachdem sich Gary auf der Toilette einen Kampf mit einem Jugendlichen liefert, beginnen sie, das schreckliche Geheimnis das in Newton Haven lauert ans Licht zu bringen…

Review: Die erste, 'normale' Hälfte des Films fand ich sehr gelungen…Auch wenn ich mit diesem Geständnis wohl einiges an "geek-cred" einbüßen werde, aber… ich bin nicht der größte Fan der ersten beiden "Cornetto"-Filme von Edgar Wright. "Shaun of the Dead" hat vielversprechend begonnen, und bot rund eine Stunde lang zuerst eine amüsante Slacker-Comedy und danach eine köstliche Parodie auf Zombie-Filme. Der Spagat zum ernsten Horror-Film, nachdem man sich zuvor noch ausgiebig über das Genre lustig gemacht hat, ist dem Film aber meines Erachtens nicht so recht gelungen, und so fiel der Film für mich in den letzten 30 Minuten doch deutlich ab. "Hot Fuzz" erging es sogar noch schlechter – dieser schoss nämlich ziemlich zielsicher an meinem Humorgeschmack vorbei, und konnte mir maximal gelegentlich ein müdes Lächeln entlocken. Beiden Filmen ist gemein, dass mich die Verknüpfung des überaus Mondänen mit dem Phantastischen nicht so recht überzeugt hat. Eine Befürchtung, die ich auch gegenüber "The World's End" gehegt habe – und die leider auch hier schlagend wurde.

Wie schon bei "Shaun of the Dead" hat mir auch bei "The World's End" der Einstieg am besten gefallen. Meines Erachtens ist genau das, nämlich die Darstellung des täglichen Lebens, und auch von (mehr oder weniger) ganz normalen Typen, das wo Wright brilliert – und natürlich auch die Darsteller. Die Vorstellung der Figuren, der Rückblick auf ihren ersten Versuch, die goldene Meile zu bezwingen, wie Gary die alte Truppe zusammentrommelt… all das war einfach nur großartig, sehr erheiternd und unterhaltsam. Besonders gut hat mir dabei die Charakterisierung von Gary gefallen, der von Simon Pegg auch absolut wunderbar dargestellt wird. Solche Personen, die in ihrer Jugend hängen geblieben sind und in gewisser Weise immer noch darin leben und sich weigern – oder es auch einfach nicht vermögen – erwachsen zu werden, sind zwar sowohl im Film- als auch im echten Leben nicht neu. Dennoch verschafft genau dies auch schon der ersten Hälfte des Films eine gewisse, bestechende Tragik. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich Andy, Steven, Peter und Oliver in erster Linie aus Mitleid dazu überreden lassen, Gary zu begleiten. Denn alle außer Gary stehen mit beiden Beinen fest im (erwachsenen) Leben, haben Jobs, teilweise auch Frau und Kinder – nur Gary ist in seiner Entwicklung nach dem Schulabschluss scheinbar stehen geblieben. Dies sowie die Tatsache, dass es sich um das erste Wiedersehen der fünf seit dem Schulabschluss handelt, verleiht der ersten Hälfte des Films eine ganz eigene, gelungene Dynamik. Es gibt zahlreiche amüsante Szenen, und dennoch durchzieht ein Hauch von Melancholie diesen Teil des Films. Ich bin mir sicher: Hätte man es bei der Pub-Runde belassen und sich das ganze rund um die Roboter-verursachte Apokalypse gespart, hätte mir der Film besser gefallen. Denn bis dahin war ich mit "The World's End" sehr zufrieden und hätte die fünf Freunde zur nur gern bei ihrem Angriff auf die goldene Meile begleitet, in Erwartung zahlreicher amüsanter Momente, durch die wir auch die Figuren immer besser kennen lernen.

…mit dem Richtungswechsel danach konnte ich aber nur bedingt etwas anfangen.Jedoch, wie der Trailer schon verrät, macht auch "The World's End" ca. zur Hälfte des Films einen starken thematischen und tonalen Schlenker. Aus einer lustig-nachdenklichen Komödie wird ein Weltuntergangsstreifen. Das Problem daran ist nicht "nur", dass ich es vorgezogen hätte, wenn der Film ganz normal weitergegangen wäre, ohne diesen Twist. Ich halte zudem alles rund um die Apokalypse für nur bedingt gelungen. In der ersten Hälfte stehen die Figuren und ihre Dynamik im Zentrum. In Hälfte zwei geht dieser Fokus jedoch verloren, und statt einer amüsanten, entlarvenden Szene über Freundschaften etc. reiht sich vielmehr eine uninspirierte Kampfszene und/oder Verfolgungsjagd an die nächste. Was erfrischend menschlich begann, wird zunehmend unpersönlich, und mit der Zeit auch etwas repetitiv. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass mich "The World's End" zunehmend an Found Footage-Filme erinnert hat, wo man sich mit der Zeit fragt, warum die eigentlich noch weiter filmen, während um sie herum die Hölle ausbricht. Auch hier war mir schon mal unerklärlich, warum man nicht einfach die Segel streicht und stattdessen weiterhin von Pub zu Pub zieht. Edgar Wright versucht zwar hierfür eine Erklärung zu finden – aber zumindest mich hat diese von Minute zu Minute immer weniger überzeugt.

Nichtsdestotrotz ist auch die zweite Hälfte nicht frei von Stärken. So gibt es auch danach immer wieder gelungene Gags, die für Unterhaltung sorgen. Auch gefallen mir Konzept und Umsetzung der Bedrohung, mit den Robotern. Wenn diese die Hand ausstrecken und ihren Mund öffnen und dahinter ein blaues Licht zum Vorschein kommt, ist das zweifellos ein erschreckendes Bild, das im Gedächtnis bleibt. Und auch die Gründe für die Roboter-"Besetzung" sind durchaus originell; hier schwingt dann auch einiges an Tiefgang mit. Insgesamt hat mir aber die erste Hälfte doch deutlich besser gefallen, und vor allem der Ausgang des Geschehens zieht einen dann doch ziemlich runter. Was den ganzen Film hinweg überzeugen kann, sind dafür die schauspielerischen Leistungen. Simon Pegg habe ich ja bereits gesondert hervorgehoben, aber auch Nick Frost, Martin Freeman, Paddy Considine und Eddie Marsan schlagen sich in ihren jeweiligen Rollen prächtig. Rosamund Pike sorgt bei all dem Testosteron für die notwendige weibliche Auflockerung, und Pierce Brosnan darf in einer kleinen Nebenrolle brillieren, die an dieser Stelle nicht näher definiert werden soll. Während mich Edgar Wright der Drehbuchautor (in Kooperation mit Simon Pegg) neuerlich nur bedingt überzeugt hat, habe ich an Edgar Wright dem Regisseur immerhin nichts zu kritisieren – inszeniert er "The World's End" doch mit sicherer Hand. Die Filmmusik von Steven Price würde ich zwar eher als zweckmäßig denn als begeisternd einstufen, "zweckmäßig" bedeutet aber eben auch, dass sie ihren Zweck erfüllt, und somit keinen Anlass zu Kritik bietet. Handwerklich ist "The World's End" jedenfalls mehr als solide – ich konnte halt nur einfach mit der zweiten Hälfte des Films nicht so recht etwas anfangen, und hätte mir gewünscht, man hätte sich das Weltuntergangsszenario erspart. Denn bloß weil mir bewusst ist, dass dieser übernatürliche Ansatz in gewisser Weise halt einfach zur "Cornetto-Trilogie" dazugehört, heißt das ja noch lange nicht, dass mir dies auch unbedingt gefallen muss.

Fazit: Gary, Andy, Steven, Peter und Oliver saufen sich den Weltuntergang schön."The World's End" hinterließ bei mir einen etwas zwiespältigen Eindruck. Die erste Hälfte, rund um das Wiedersehen der fünf Jugendfreunde und ihren neuerlichen Versuch, die goldene Meile zu bezwingen, fand ich einfach nur wunderbar. Ungemein amüsant und unterhaltsam, jedoch auch mit einer melancholischen Note. Der – erwartete; es ist also nicht so, als ob mich der Film damit überrascht und irgendwie auf dem falschen Fuß erwischt hätte – tonale und thematische Wechsel nach ca. der Hälfte des Films hat mich aber nur bedingt überzeugt. Die Figuren und ihre Dynamik treten zunehmend gegenüber Action, Spektakel und Weltuntergangsstimmung in den Hintergrund, wobei ich vor allem die Verfolgungsjagden schnell sehr repetitiv und doch eher langweilig fand. Der Ausgang des Geschehens war dann zwar zugegebenermaßen durchaus mutig, hat bei mir aber dennoch irgendwie jegliche Wirkung verfehlt. Gut gefallen haben mir aber die schauspielerischen Leistungen, die Effekte sowie die Gestaltung der Roboter. Auch ist es nicht so, dass "The World's End" ab der Hälfte abgrundtief schlecht gewesen wäre – aber ich persönlich fand, dass dieser Teil mit den ersten 30-45 Minuten einfach nicht mehr mithalten konnte, und finde den Richtungswechsel daher bedauerlich und auch ein wenig störend. Letztendlich reiht sich "The World's End" für mich innerhalb der Cornetto-Trilogie irgendwo zwischen "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" ein – wobei sich Fans dieser Filme in Erinnerung rufen sollten, dass mich schon diese beiden nicht ganz so vom Hocker gerissen haben, wie manch anderen. Wer von den ersten beiden Filmen dieser losen Trilogie begeistert war, dürfte demnach auch mit "The World's End" viel Spaß haben. Aber meinen Geschmack hat Edgar Wrights jüngstes "Cornetto" halt leider neuerlich nur teilweise getroffen.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2013 Universal Pictures)


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Weiterführende Links:
Review zu "Paul - Ein Alien auf der Flucht"




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