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Superman Drucken E-Mail
Das erste Kinoabenteuer des stählernen Mannes Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 17 Juni 2013
 
Superman

 
Superman
Originaltitel: Superman - The Movie
Produktionsland/jahr: USA 1978
Bewertung:
Studio/Verleih: Film Export A.G./Warner Bros.
Regie: Richard Donner
Produzenten: U.a. Pierre Spengler & Ilya Salkind
Drehbuch: Mario Puzo, David Newman, Leslie Newman & Robert Benton
Filmmusik: John Williams
Kamera: Geoffrey Unsworth
Schnitt: Stuart Baird & Michael Ellis
Genre: Action/Abenteuer/Science Fiction
Kinostart Deutschland: 26. Januar 1979
Kinostart USA: 11. Dezember 1978
Laufzeit: 143 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, Blu Ray Sammelbox (5 Disc), Blu Ray Sammelbox (8 Disc), DVD, Soundtrack
Mit: Christopher Reeve, Gene Hackman, Margot Kidder, Marlon Brando, Ned Beatty, Valerie Perrine, Jackie Cooper, Marc McClure, Glenn Ford, Phyllis Thaxter u.a.



Kurzinhalt: Kurz bevor der Planet Krypton explodiert, wird das Baby Kal-El von seinen Eltern auf die Reise zur Erde geschickt. Jahre später stürzt das Raumschiff mitten in Kansas ab, und wird von einem Farmer und seiner Frau gefunden. Sie erkennen, dass der kleine Junge der sich darin befindet nicht von dieser Welt sein kann, und beschließen, ihn zu adoptieren. Und so wächst Kal-El als Clark Kent in Smallville, Kansas auf - und entdeckt zunehmend, dass er über außergewöhnliche Kräfte verfügt. Nachdem sein Ziehvater Jonathan stirbt, beschließt Clark, in den Norden aufzubrechen und sich auf die Suche nach seinem Ursprung zu begeben. Mit Hilfe eines Kristalls erbaut er sich eine Festung der Einsamkeit, in der er alles Mögliche über seinen Ursprung, den Planeten Krypton, aber auch die Erde und die Menschheit erfährt. Sein Vater warnt ihn in holografischen Botschaften, dass er sich entscheiden müsse, welche Rolle er auf der Erde spielen will, und wie er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten nutzen will. Jahre später begibt sich Clark Kent nach Metropolis, um beim dort ansässigen Daily Planet als Journalist zu arbeiten. Als eine Kollegin, Lois Lane, bei einem Helikopterunfall ums Leben zu kommen droht, fliegt plötzlich Superman durch die Nacht, und rettet sie. Am nächsten Morgen feiert die ganze Stadt ihren neuen Helden – lediglich der selbsternannte Meisterschurke Lex Luthor ist über den Neuankömmling alles andere als begeistert, sieht er durch diesen doch seine finsteren Pläne bedroht. Und so beschließt Luthor, Superman eine Falle zu stellen…

Review: Das Zusammenspiel zwischen Christopher Reeve und Margot Kidder weiß zu gefallen.Zu Beginn des Reviews ist wieder einmal eine Beichte angesagt: Ich bin nicht der größte Superman-Fan, und war auch noch nie der größte Fan der Filme – ja selbst nicht des ersten, der allgemeinhin als der beste angesehen wird. Letzteres dürfte einerseits daran liegen, dass mich viele der Kritikpunkte die ich nachfolgend anführen würde schon als Kind gestört haben, weshalb mich "Superman" einfach nie ähnlich begeistern konnte wie, beispielsweise, "Krieg der Sterne". Und ersteres liegt wohl in erster Linie darin begründet, dass ich Superman für einen der uninteressanteren Superhelden. Er ist in meinen Augen einfach zu perfekt – mir fehlt der innere Konflikt, der andere Helden auszeichnet. Zudem ist es angesichts seiner Unzerstörbarkeit und seiner Kräfte sehr schwer, eine nachvollziehbare Bedrohung für ihn zu finden – wenn man ihm mit Kryptonit auch zumindest eine Achillesferse mitgegeben hat. Wobei ich allerdings auch nicht ausschließe, dass meine mangelnde Begeisterung damit zu tun hat, dass ich nur die Filme kenne – da ich als Kind irgendwie kein großer Fan von Superheldencomics war. Bis heute habe ich maximal 2-3 Superman-Comics gelesen. Dies ist zugleich mein letzter Warnhinweis: Ich kenne die Vorlage nicht, und kann daher auch nicht beurteilen, inwiefern "Superman" dieser gerecht wird.

Einer von vielen Steinen des Anstoßes ist für mich der sehr uneinheitliche Ton des Films. Ernste, ja schon fast melodramatische Szenen wechseln sich ab mit Slapstick-Einlagen (freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Clark Kent) und sonstigen humoristischen Elementen, welche die Handlung teilweise ins Lächerliche ziehen. Diese Uneinheitlichkeit dürfte auf Meinungsverschiedenheiten zwischen den Produzenten und Regisseur Richard Donner zurückzuführen sein. Letzterer wollte eine epische, überwiegend ernste Geschichte erzählen, und einen "erwachsenen" Superman-Film machen. Die Produzenten hatten jedoch eher eine Komödie im Sinn, bzw. einen Film, der sich in erster Linie an Kinder richtet. Hier dürfte das Vorurteil ausschlaggebend gewesen sein, dass Comics ja nur etwas für Kinder seien. Dass Superman zu diesem Zeitpunkt bereits Jahrzehntelang Fans gesammelt hat, die in der Zwischenzeit natürlich auch schon erwachsen geworden sind, blendete man dabei wohl aus. Generell finde ich diese oftmals sehr kindliche Ausrichtung des Films bedauerlich. Superman sollte eigentlich für alle da sein, und nicht nur für die Kleinsten. Neben dem Humor zeigt sich die Tatsache, dass man sich eher an die jüngere Generation richtet, vor allem auch in einigen absurd-dämlichen Szenen; mit einigen davon werden wir uns gleich noch etwas ausführlicher beschäftigen. Das letzte allgegenwärtige Manko ist dann das überschaubare Budget. Ja, ich weiß, "Superman" hat mittlerweile auch schon wieder 35 Jahre auf dem Buckel, aber die Effekte sehen mittlerweile doch ziemlich veraltet aus. Mir kann niemand einreden, dass man dies mit etwas mehr Geld nicht besser hätte hinbekommen können. Die "big budget"-Behandlung blieb Superman aber bis "Superman Returns" leider verwehrt – was sich auch wenn Richard Donner merklich alles versucht, um das Optimum aus dem Budget herauszuholen, leider doch bemerkbar macht.

Die Einstiegssequenz auf Krypton ist für mich das Beste am Film - und das nicht nur wegen Marlon Brando.Eine der größten Stärken des Films ist für mich der Einstieg. Hier vermittelt "Superman" kurzfristig ein episches Gefühl, und das Design von Krypton finde ich einfach nur phantastisch. Großartig auch, wie hier bereits der Nachfolger vorbereitet wird. Und natürlich kann auch Marlon Brando als Jor-El nicht genug hervorgehoben werden. Allein seine Anwesenheit wertet den Film schon auf. Auch sein blendend weißes Kostüm mit dem schwarzen Superman-Symbol finde ich sehr gelungen. Die Zerstörung Kryptons leidet dann zwar teilweise wieder etwas unter dem nicht allzu großzügigen Budget, kann mir aber ebenfalls noch gut gefallen. Auch danach geht es noch durchaus vielversprechend und gelungen weiter, weshalb ich auch das erste Drittel des Films insgesamt für sein mit Abstand stärkstes halte. Wie Ma und Pa Kent den kleinen Superman finden und ihn adoptieren, unser kurzer Blick auf sein High School-Leben in Smallville, der Tod von Jonathan, wie er aufbricht um mehr über seine Herkunft zu erfahren, der Bau seiner Festung der Einsamkeit (ein weiteres phantastisches Design, übrigens, und ein echter Augenöffner), usw. Und das, obwohl ich Jeff East als jungen Clark Kent/Superman nicht unbedingt überragend finde. Dennoch vermittelt der Einstieg ein herrlich episches Gefühl, und ist auch tonal in sich am Stimmigsten.

Wenn Clark Kent dann allerdings mal nach Metropolis kommt, gehen die Probleme los. Der erste Punkt den ich nur schwer akzeptieren konnte, ist die Tatsache, dass niemand Clark Kent als Superman erkennt – und das bloß aufgrund seiner patscherten Art und wegen der Brille. Boah, was für eine Verkleidung! In Comics mag so etwas noch halbwegs funktionieren, aber wenn du denselben Schauspieler hast, mit der gleichen Stimme, dem gleichen Aussehen etc., wird es um so unplausibler. Es würde mir wohl leichter fallen, es zu akzeptieren, wenn wenigstens niemand jemals auf die Idee kommen würde, dass es sich bei beiden um die gleiche Person handelt. Aber wenn die beiden praktisch gleich aussehen (von der Brille abgesehen) und klingen, und Lois Lane dann auch noch feststellt, dass Clark immer genau dann nicht da ist, wenn Superman erscheint, und trotzdem niemand es ernsthaft in Betracht zu ziehen scheint, wird’s problematisch. Aber gut, ich weiß, dass bei fast jedem Superheldenfilm ein gewisser Grad von "willentlicher Aussetzung der Ungläubigkeit" (so die etwas sperrige Übersetzung des englischen Begriffs "suspension of disbelief", die sich langsam durchzusetzen scheint) erforderlich ist, um ihn genießen zu können, also ich will es mal schlucken. Deutlich schwerer wiegt für mich, dass die Romanze zwischen Superman und Lois Lane für mich nur teilweise funktioniert hat – was vor allem daran liegen dürfte, dass ich mich mit ihrer Darstellung als "Superman-Groupie" nicht wirklich anfreunden konnte. Und so nett die Szenen, als die beiden durch die Lüfte fliegen, grundsätzlich auch sein mögen, der extrem kitschige und meines Erachtens auch nervtötende "Can you read my mind?"-Sprechgesang erstickte für mich leider jede aufkommende romantische Stimmung im Keim. Tut mir leid, aber ich bin absolut kein Fan dieses "Lieds" und dieser Szene, sorry.

Gene Hackman gibt leider einen eher lächerlich wirkenden Bösewicht.Ein weiterer großer Kritikpunkt für mich ist die Darstellung von Lex Luthor und seiner Truppe. Wie gesagt, ich kenne die Vorlage nicht, allerdings kann ich mir schwer vorstellen, dass Luthor – immerhin Supermans Erzfeind – dort ebenfalls dermaßen der Lächerlichkeit Preis gegeben wird, wie dies in diesem Film geschieht. Er wirkt nicht wie ein Meisterverbrecher, sondern vielmehr wie ein Möchtegern-Superschurke, oder auch wie die Parodie eines Bond-Bösewichts. Komplettiert wird dieser Eindruck von der Chaos-Truppe, die er um sich schart. Miss Teschmacher darf zumindest noch Superman befreien, aber Otis ist eine reine Witzfigur, die nur der humoristischen Auflockerung dient. Ich gebe unumwunden zu, dass die entsprechenden Szenen teilweise ihre Wirkung nicht verfehlen, und das Zusammenspiel zwischen Gene Hackman und Ned Beatty durchaus gelungen ist. Aber: Ist ein Bösewicht über den wir lachen wirklich der richtige Zugang für einen Superheldenfilm? Bei einer "unzerstörbaren" Figur ist es ja ohnehin schon schwer genug, eine nachvollziehbare Bedrohung aufzubauen. Sich über die Bösewichte lustig zu machen, halte ich hier für absolut kontraproduktiv.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Kryptonit. Woher genau weiß Lex Luthor noch einmal, dass ein Bruchstück seines explodierten Planeten Superman schwächen wird? Es erschien mir absolut unglaubwürdig, dass er einfach mal so auf diese Idee kommt, ohne jeglichen Hinweis. Wenn es wenigstens Superman im Interview erwähnt hätte (wenn dies auch selten dämlich wäre), aber so war mir das doch ein ziemlich großer Sprung in der Gedankenkette, den ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Und auch dass der Meteorit in so wenigen Jahren durchs All geflogen und auf die Erde gestürzt ist, erscheint unplausibel. Die gemeinsamen Szenen von Lex und Superman wissen dann allerdings durchaus zu gefallen. Kurzzeitig erholt sich der Film also nun, ehe es zum Showdown kommt. Zuerst einmal: Ich bin kein Freund davon, wenn man dem Helden ein Dilemma präsentiert, behauptet er könne nur eine der beiden Problemstellungen meistern (und die entsprechenden Personen retten), und dann findet der Held doch einen Weg. Ich halte das für Betrug am Zuseher. Von diesem Knackpunkt abgesehen ist der Showdown, als Superman den Raketen hinterherjagt, eine davon ins Weltall schleudert und danach sein bestes tut, um die Auswirkungen der anderen zu beheben, recht spaßig und unterhaltsam (wenn es auch teilweise recht übertrieben wird, wie z.B. wenn er in Sekundenschnelle die San-Andreas-Spalte wieder "repariert"), und verfügt auch durchaus über einige Schauwerte. Aber: Auch wenn ich mir sicher bin, dass man sich damit den Zorn fast aller Superman-Fans zugezogen hätte, aber – ich hätte es als tragisches, großartiges Ende empfunden, wenn Lois Lane am Ende gestorben wäre. Superman hat die Welt gerettet – scheiterte jedoch daran, just jene Person zu retten, die ihm am meisten bedeutet. Stattdessen packt man ein völlig unglaubwürdiges, ja richtiggehend lächerliches Deus Ex-Machina Ende aus, in dem Superman die Rotation der Erde umkehrt und dadurch die Zeit zurückdreht. Mir fehlen die Worte um zu beschreiben, wie hirnrissig ich diesen Gedanken finde – und das übrigens schon als Kind.

Das völlig überzogene und lächerliche Ende ist für mich das mit Abstand größte Problem des Films.Von der Lächerlichkeit dieses Endes abgesehen habe ich aber vor allem noch ein wesentliches Problem damit: Superman ist bereits ein fast unbesiegbarer Held, bei dem es eine Herausforderung ist, eine nachvollziehbare Bedrohung zu finden. Eigentlich ist dies ohnehin nur möglich, indem man nicht Superman selbst bedroht, sondern seine Freunde, oder auch einfach unschuldige Zivilisten. Wenn man ihm jetzt auch noch die Möglichkeit gibt, jederzeit die Zeit zurückzudrehen, verflüchtigt sich selbst der kleinste Funken Restspannung – denn dann kann es kein gefährliches Szenario mehr geben. Superman kommt zu spät, um jemanden zu retten? Einfach mal schnell um die Erde geflogen, und fertig. Ihm im ersten Film einer geplanten Reihe eine derartige Macht zu geben, ist in meinen Augen in nicht wieder gut zu machender Fehler. Denn jedes Mal, wenn Superman in Zukunft scheitert, wird man sich unweigerlich fragen, warum er nicht wieder seinen Erddrehungs-Trick macht. Und selbst von den Implikationen für zukünftige Filme abgesehen wirkt es ziemlich dämlich, dass Superman diese Macht nur nutzt, um Lois Lane zu retten, anstatt einfach gleich die zweite Rakete abzulenken.

Trotz all dieser Schwachpunkte bleibt "Superman" aber wenigstens noch recht unterhaltsam. Zu verdanken hat er dies neben dem bereits hervorgehobenen großartigen Einstieg einigen allgegenwärtigen Stärken, die selbst die weniger gelungenen Momente noch erträglich machen. Hier ist in erster Linie der ungeheure Charme zu nennen, den der Film versprüht. Unmittelbar danach folgt in meiner Wertschätzung schon die wunderbare, ikonische Filmmusik von John Williams. Angesichts des nicht überragenden Budgets und der damit einhergehenden Tatsache, dass der "Superman"-Film es was die Bilder betrifft teilweise etwas an "Größe und Weite" vermissen lässt, verdankt der Film seiner epischen Filmmusik ungemein viel – verströmt er doch eben jenes Gefühl an Opulenz, dass "Superman" ansonsten fehlt. Der letzte wichtige Bestandteil ist dann Christoper Reeve, der es mit seiner Darstellung des tollpatschigen Clark Kents fast plausibel macht, dass ihn niemand als Superman erkennt (das Schlüsselwort in diesem Satz ist "fast"). Wobei mir nicht nur seine Darstellung als Clark Kennt gefällt, sondern er mich auch als Superman überzeugen kann, wo er ein ungeheures Charisma ausstrahlt. Margot Kidder gefällt mir als Lois Lane ebenfalls recht gut. Dass man ihre ansatzweise starke Frauenfigur und ihre kompetente Journalistin letztendlich durch ihre Fangirl-Schwärmerei für Superman sowie ihren Hang zum Fräulein in Nöten torpediert, ist ja nicht ihre Schuld. Gleiches gilt übrigens für Gene Hackman/Lex Luthor: Mit der Art und Weise wie seine Figur angelegt wurde mag ich weniger anfangen können, aber Gene Hackmans Darstellung an sich ist über jeden Zweifel erhaben, und ungemein spielfreudig. Letztendlich helfen all diese Stärken ausreichend über die weniger gelungenen bis richtiggehend schlechten Elemente hinweg, um mich mit dem Film wieder ansatzweise vertrösten zu können – auch wenn ich es nichtsdestotrotz bedauerlich finde, dass das meines Erachtens vorhandene Potential ebenso meines Erachtens nach nicht ausgeschöpft wurde.

Fazit: Am Ende fliegt Superman weiteren filmischen Abenteuern entgegen.Ich weiß, dass der erste Superman-Film von diesen geliebt und als Klassiker des Superhelden-Genres gefeiert wird – leider kann ich ihm aber nicht eine ähnliche Wertschätzung entgegenbringen. Dafür ist der Ton des Film zu uneinheitlich, und gibt es zu viele Aspekte, die mich stören – wie die zu Karikaturen verkommenden Bösewichte, die es an jeglicher Bedrohlichkeit vermissen lassen; die meines Erachtens eher anstrengende "Can you read my mind"-Sequenz; vor allem aber das Ende, welches ich nicht nur wegen seiner Lächerlichkeit ablehne, sondern auch, da man damit Superman noch mehr Macht verleiht als er ohnehin schon besitzt. Am besten gefällt mir daher immer noch der Einstieg, mit den Szenen auf Krypton, in Smallville, sowie in der Festung der Einsamkeit. Was den ganzen Film hinweg überzeugen kann, sind die schauspielerischen Leistungen – allen voran von Christopher Reeve, Gene Hackman und Margot Kidder, wobei Marlon Brando den Film schon allein mit seiner Anwesenheit aufwertet – die wunderbare, einprägsame Musik von John Williams, sowie der ungeheure Charme, den "Superman" in seinen besten Momenten versprüht. Zu mehr als einer leicht überdurchschnittlichen Wertung kann ich mich aber leider nicht durchringen.

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2013 Warner Bros. Pictures)


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Weiterführende Links:
Superman-SPECiAL






Kommentare (2)
RSS Kommentare
1. 27.06.2014 11:09
 
Würde ich das in Cannes sagen, würde man mich wohl mit Äxten in Einzelteile zerlegen, aber ich trau mich, das jetzt auszusprechen: ich halte Brando als Jor-El für ne Fehlbesetzung. Vor allem mit seinem grauen/silbernem Haar wirkt der eher wie Supermans Opa.
 
2. 17.07.2014 13:51
 
Ich glaub, in Cannes wird ihnen ziemlich egal sein, was du über einen SUPERMAN-Film sagst ;). Mir hat er als Jor-El gefallen; er verlieh der Rolle und dem Film Gewicht.
 

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