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The Place Beyond the Pines Drucken E-Mail
Deprimierendes, etwas zu langes Drama Kategorie: Filme - Autor: Michael Spieler - Datum: Freitag, 14 Juni 2013
 
 
The Place Beyond the Pines
Originaltitel: The Place Beyond the Pines
Produktionsland/jahr: USA 2012
Bewertung:
Studio/Verleih: Pines Productions/StudioCanal
Regie: Derek Cianfrance
Produzenten: U.a. Sidney Kimmel, Alex Orlovsky & Jamie Patricof
Drehbuch: Derek Cianfrance, Ben Coccio & Darius Marder
Filmmusik: Mike Patton
Kamera: Sean Bobbitt
Schnitt: Jim Helton & Ron Patane
Genre: Drama
Kinostart Deutschland: 13. Juni 2013
Kinostart USA: 29. März 2013
Laufzeit: 140 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Soundtrack
Mit: Ryan Gosling, Eva Mendes, Anthony Pizza, Bradley Cooper, Ray Liotta u.a.



Kurzinhalt: Luke ist Motorrad-Stuntfahrer beim Zirkus. Als er und seine Kollegen gerade wieder einmal mit ihrer Show in Schenectady, NY sind, besucht ihn Romina. Eine Frau, mit der er bei seinem letzten Aufenthalt was hatte. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. Luke hängt seinen Job an den Nagel und fängt an Banken auszurauben, um für beide sorgen zu können. Eine Entscheidung, die zu einer schicksalhaften Begegnung mit dem jungen Polizisten Avery führen soll, die noch 15 Jahre später für Drama sorgt…

Review: Die Sünden der Väter und deren Auswirkungen auf spätere Generationen stehen im Zentrum dieses Dramas.Die Sünden der Väter und wie ihre Entscheidungen auf die nächste Generation einwirken können - das zeigt "The Place Beyond the Pines" in epischer Überlänge. Im Grunde wird die Geschichte mit einem Sprung von 15 Jahren zweimal erzählt und obwohl die Intention großartig ist, wird es durch den insgesamt sehr ruhigen Erzählstil unnötig ausgedehnt und schon auch langatmig und stellt die Geduld der Zuschauer auf die Probe. "TPBTP" ist dennoch kein schlechter Film. Ganz im Gegenteil, die Darsteller sind hervorragend gewählt und hauchen dem Drama die nötige Menschlichkeit ein, auch wenn der Sprung zum Bankräuber schon etwas drastisch scheint. Ryan Gosling ("Gangster Squad") spielt die von ihm aufgebaute James-Dean-Figur erneut mit inzwischen gewohnter Eindringlichkeit und das versammelte Publikum befindet sich im Schmachtrausch. Ich auch. Ohne die Geschichte vorwegnehmen zu wollen, bewirbt man den Film ganz klar mit Gosling, obwohl es viel mehr ein Ensemblefilm ist, dessen Schwerpunktfiguren sich im Laufe des Filmes verlagern. Nach Goslings Luke geht es um den von Bradley Cooper ("Silver Linings") gespielten Cop Avery, seine Familie und die Korruption in seinem Revier. Noch viel später treffen dann die beiden Söhne im Teenageralter aufeinander und entwickeln eine seltsame machtungleiche Beziehung zueinander, die in gewisser Hinsicht einen Rollentausch darstellt, aber in beiden dennoch Teile der Väter auftauchen. Das Problem bei den beiden liegt nicht in der Leistung der beiden Darsteller Dane DeHaan ("Chronicle") und Emory Cohen ("Smash") sondern in der Glaubwürdigkeit ihres Alters. Beide sind Mitte 20 und stellen 16jährige dar. Das Problem ist nicht neu, aber gerade Muskelpaket Cohen nimmt man das nicht ab, wodurch die Glaubwürdigkeit seines Charakters etwas leidet.

Die beste Leistung erbringt hier jedoch meiner Meinung nach Bradley Cooper, der in beiden Zeitabschnitten die Folgen von Averys Handlungen aufarbeiten muss und die Entwicklung dieser Figur über die Zeit glaubhaft vermittelt. Im Staat New York gibt es viel Wald und das zeigt The Place Beyond the Pines auch in jeder freien Minute ausgiebig. Ich weiß nicht ob ich mir das eingebildet habe, aber in beiden Epochen gibt es eine unausgesprochene, kaum fassbare homoerotische Stimmung, deren Sinn sich mir im Rahmen des Films nicht so recht erschließt. Zum einen sind da Luke und der Mechaniker Robin (Ben Mendelsohn, "The Dark Knight Rises"), bei dem er nach dem Zirkus Unterschlupf findet und mit dem er seine Bankräuberkarriere plant und umsetzt. Von Robin geht da eine Art unbeholfene Liebe aus, die sich Luke irgendwie wissend, zu einem Zeitpunkt auch auf sehr perfide Art und Weise zu nutze macht. Andererseits gibt es diese seltsame Anziehungskraft auch zwischen AJ und Jason, den beiden Söhnen, wobei AJ die Rolle des Typen mit unterdrückter Sexualität inne hat, der in Gewalt, Exzess und Machtspielen ein Ventil sucht. Sagt mir wenn ich da völligen Unsinn von mir gegeben habe, aus meiner Perspektive fühlte sich das so an und war für die unangenehmere Seite des Films, weil Homosexualität im Kontext beide Male als Schwäche dargestellt wurde. Ich dachte echt die beiden Söhne verlieben sich ineinander und dann driftet das Ganze in ein Machtspiel- und Racheding ab.

Trotz der auf Ryan Gosling zugeschnittenen Werbekampagne ist TPBTP eher ein Ensemblefilm."The Place Beyond the Pines" rutscht damit in die selbstgeformten Untiefen menschlichen Dramas, der Unausweichlichkeit von Wiederholungen der selben Fehler und der Macht der Vergangenheit ab, ohne dem Publikum eine Art von Silberstreif anzubieten. Man ringt sich von einem moralisch fragwürdigen menschlichen Wesenszug zum nächsten und braucht schon etwas Sitzfleisch. 140 Minuten lang passiert leider nicht sehr viel, wie schon eingangs erwähnt. Man blickt derweil fast ausschließlich in gequälte Gesichter in denen mit viel Pathos "ich habe viel Scheiße erlebt und gesehen" steht. Es fällt mir zugegeben schwer, diesen Film zu bewerten. Die einzelnen Teile fügen sich stimmig zu einem Gesamtbild, dass die Auswirkungen eines Ereignisses über zwei Generationen hinweg zeigt, aber es drückt ordentlich aufs Gemüt und ich kann es nicht oft genug erwähnen: es waren einfach 20 Minuten zu viel.

Fazit: Der Film funktioniert auf seine eigenwillige Weise gut, aber jeder sollte wissen, ob er 2 Stunden und 20 Minuten auf Film gebannte Düsternis aushält. Jede Entscheidung die hier von einem Charakter getroffen wird, scheint die Falsche zu sein. Alles passiert wie auf ausgetretenen Pfaden, in denen die Figuren willenlos auf ihre Opferrollen zulaufen und in ihnen aufgehen, denn das genau sind sie irgendwie alle: Opfer. Opfer der eigenen Fehlentscheidungen, Opfer der Umstände, Opfer des Drehbuchs. Das Ende ist aber schon gut gemacht und auch die Dynamik zwischen allen Personen, die oft nur weniger Worte bedarf, ist beeindruckend glaubwürdig. So gibt es Punktabzug für Länge und die durchgehende deprimierende Grundstimmung.

Wertung:7 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2013 StudioCanal)


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Weiterführende Links:
Review zu "Blue Valentine"






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