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A GEEKs LiFE #27: Als Westeros die Kinoleinwand eroberte Drucken E-Mail
Bericht zur "Game of Thrones"-Nacht in Wien Kategorie: Kolumnen - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 01 April 2013
 
A GEEKs LiFE 27 - Als Westeros für einen Abend die Kinoleinwand eroberteAuf dem amerikanischen PayTV-Sender HBO ist die beliebte Fantasy-Serie "Game of Thrones" am 31. März 2013 mit der Episode "Valar Dohaeris" in die dritte Staffel gestartet. Aus diesem Anlass luden Sky (wo die neuen Episoden jeweils einen Tag nach der US-Ausstrahlung auf Sky Go bzw. über Sky Anytime abrufbar sein werden) zusammen mit dem /slash-Filmfestival am 28. März im Filmcasino in Wien zur "Game of Thrones - Night" ein. Bei freiem Eintritt konnten dort die letzten drei Episoden der zweiten Staffel auf der großen Kinoleinwand und im Originalton erlebt werden.

Seitens Sky wurden dabei keine Kosten und Mühen gescheut: Nicht nur war Tom Wlaschiha (aka Jaqen H’ghar) als Stargast geladen, und bei einem Gewinnspiel Sky-Abos sowie ein Fernseher von LG verlost, man ließ sogar aus Promotion-Zwecken extra in Anlehnung an das bekannte Motto aus der Serie den Winter wieder einfliegen! Spaß beiseite: Als dieser Event rund ein Monat zuvor angekündigt wurde, war mir gleich klar: Da muss ich hin! Immerhin habe ich bei der Ausstrahlung auf TNT Serie über die Weihnachtsfeiertage ohnehin den Anschluss verloren, und kannte demnach die letzten drei Folgen noch nicht. Zudem hatte ich – vor allem über die neunte Episode, "Blackwater" – nur gutes gehört. Und "Game of Thrones" ist ja ohnehin eine Serie, die – entsprechend des Anspruchs von HBO (was ja für "Home Box Office" steht) – Unterhaltung auf Kino-Niveau für den heutzutage zumeist nicht einmal mehr so kleinen TV-Schirm bietet. Diese Episoden das erste Mal und dann gleich auf der großen Leinwand sehen zu können, wo die Schauwerte der Serie sicherlich gleich noch einmal so gut wirken, und sich mit Gleichgesinnten treffen zu können – das konnte und wollte ich mir nicht entgehen lassen!

Über Facebook wurde gleich ein Freund von mir, seines Zeichens ebenfalls großer "Game of Thrones"-Fan, angeschrieben, um ihn auf diesen Event aufmerksam zu machen. Peter ist berufsbedingt oft auf Reisen, in diesem Fall schien es aber so, als würde es das Schicksal gut mit ihm bzw. uns meinen: Denn just an diesem Tag würde er in Wien sein, und hätte somit auch Zeit, mitzukommen. Da das Filmcasino – mit rund 250 Sitzplätzen – nicht unbedingt den größten Kinosaal Wiens besitzt, und die Karten ja gratis waren, wollte ich unbedingt mindestens 15 Minuten bevor man damit beginnen wollte die Karten auszuteilen vor Ort sein, um mich schon mal anstellen zu können. Es sollte sich zeigen, dass diese Einschätzung viel zu optimistisch war, und ich – so wie wohl auch die Veranstalter von Sky und dem /slash Filmfestival – den Andrang deutlich unterschätzt hatte. Die erste diesbezügliche Vermutung beschlich mich, als ich ca. um 17:45 Uhr (die Kartenausgabe startete um 18:30) von Peter – der nur wenige Minuten vom Filmcasino entfernt wohnt, und an diesem Tag früher von der Arbeit nach Hause kam, und beschloss, auf dem Weg nach Hause mal kurz einen Sprung vorbeizumachen und so schauen, ob bzw. wie viel schon los ist – folgende SMS erhielt: "Die Schlange ist schon relativ lang. Ich stell mich mal an." Nun gut, vorerst noch kein großer Grund zur Beunruhigung. Peter war recht früh dort, und ich meine… relativ ist ja nun auch ein eher relativer Begriff. Als ich schließlich rund eine Stunde später vorm Filmcasino ankam, zeigte sich mir dann allerdings folgendes doch eher unerwartetes Bild:

'Gibts da was gratis?' fragte sich so mancher Passant. In diesem Fall hatte er mit der Vermutung sogar recht.

Und das, meine werten Leser, ist nur der Beginn der Schlange. Diese reichte noch weit nach hinten, bis um die Ecke in die nächste Seitengasse hinein. Auch das Foyer war bereits mit Fans überfüllt, die sich angestellt hatten, um – so wie ich – "Game of Thrones" auf der Kinoleinwand zu erleben. Peter schien da eh noch vergleichsweise gut zu stehen; ich reihte mich bei ihm, etwas vor dem "Vega"-Schild, dass gaaaaaanz links im Bild zu sehen ist, ein. Nun begann das große Zählen. Wie viele Leute da wohl vor uns angestellt sind? Das Kino verfügt über rund 250 Sitzplätze; mindestens 50 davon werden wohl für die diversen Gewinnspiele sowie Mitarbeiter und Gäste von Sky und dem /slash Filmfestival reserviert sein. Bleiben im besten Falle noch rund 200 Plätze übrig. Bei der Kartenausgabe bekommt jeder maximal zwei Karten. Wenn sich wirklich jeder vor uns zwei Karten holt, wird’s wohl knapp. Wenn sie alle brav sind und sich nur eine für sich selbst holen, könnte es sich ausgehen. Wenig Hoffnung hatten wir, dass es jene, die sogar noch um die Ecke angestellt waren, schaffen würden noch an Karten zu gelangen. Letztendlich sollten sich zwei Entscheidungen seitens der Veranstalter als suboptimal erweisen: Das Filmcasino, so sehr ich es auch schätze, bot bei weitem nicht genug Platz, um all die Fans die sich bei nicht gerade frühlingshaften 0 Grad in der Kälte angestellt haben unterbringen zu können. Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, aber letztendlich wäre es angesichts des Andrangs wohl kein Problem gewesen, z.B. das Gartenbaukino – das mit über 700 Sitzplätzen einen der größeren Kinosäle Wiens bietet – zu füllen. Auch war es wohl nicht nötig, den Event gratis anzubieten. Wenn man ein paar Euro Obolus verlangt hätte, wären wohl immer noch genügend Fans gekommen – es hätte jedoch das Feld doch ein wenig ausgedünnt.

Sei's drum. Es war nun 18:15 Uhr, Peter stand ohnehin schon seit einer halben Stunde an, und in 15 Minuten sollte die Kartenausgabe losgehen. Wir dachten demnach gar nicht daran, einfach so kampflos aufzugeben. Wo wir nun schon mal hier sind, wollen wir auch unser Möglichstes versuchen, dass sich das Stehen in der Kälte auch gelohnt hat. Während wir in der Schlange gewartet haben, kamen wir mit einer Vierergruppe hinter uns im Gespräch; ebenfalls große "Game of Thrones"-Fans. Diese hatten noch eine befreundete Dreiergruppe ganz vorne in der Schlange stehen, von der sich jeder jeweils 2 Karten geholt hatten; demnach brauchten sie also nur noch eine einzige Karte. Das sollte sich ja wohl hoffentlich ausgehen? Noch blieben wir jedenfalls alle zuversichtlich, dass es für uns noch Karten geben würde. Ab 18:30 begann sich die Schlange dann langsam aber doch Richtung Filmcasino zu bewegen, als die ersten, die was weiß ich wie lange schon angestanden sind, ihre Karten bekamen. Mit jeder Minute – die uns erst so recht bewusst machte, wie viele Leute da eigentlich schon anstehen – schwand unsere Hoffnung, noch eine Karte ergattern zu können. Als wir dann endlich die Kälte hinter uns lassen konnten und im überfüllten Foyer angestellt waren, war uns endgültig klar: Das schaut nicht gut aus. Und in der Tat, als wir endlich bei der Kassa waren hieß es: Karten sind schon weg. Allerdings wird es kurz nach halb 8 noch eine Verlosung jener Gewinnspielkarten geben, die nicht abgeholt wurden. Laut der netten Dame an der Kassa waren da doch noch einige übrig, die Chancen stünden demnach gut, noch eine ergattern zu können.

Auch im Foyer war es dicht gedrängt.

Zugegeben, im Menschenmenge schätzen war ich ja noch nie sonderlich gut, aber als ich dann einen Blick auf das Ticket warf, das in fortlaufender Nummer ausgegeben wurde, war ich doch überrascht: Peter hatte die 82, ich die 83. Die eigentlichen Karten waren demnach schon seit geraumer Zeit weg. Nun stellte sich die Frage: Was tun? Warten und auf das beste hoffen, oder sagen "Es hat halt nicht sollen sein" und nach Hause aufbrechen? Vor allem: Bei einer Verlosung von ein paar Resttickets gingen die Chancen wohl gegen null, dass es uns beiden gelingen würde, eine Karte zu ergattern. Was machen wir dann? Die Karte weiterverschenken, oder geht wirklich einer von uns alleine hinein? Wir beschlossen – einem englischen Sprichwort folgend – über diese Brücke zu gehen, wenn wir sie erreichen, und uns nicht länger darüber Gedanken zu machen. Zugleich erwachte aber auch wieder der Kämpferinstinkt in uns. Wir warteten jetzt schon so lange auf Karten – auf eine weitere halbe Stunde schien es nun auch nicht mehr anzukommen. Außerdem hatten wir ja ohnehin an dem Abend nichts anderes mehr vor. Um die Zeit bis zur Ausgabe der Resttickets zu überbrücken, suchten wir einen nahegelegenen McDonalds auf. Von Chicken McNuggets und einem McChicken Deluxe gestärkt, waren wir rechtzeitig wieder zurück, um der vermeintlichen Verlosung der Resttickets beizuwohnen. Vermeintlich deshalb, weil wir von der werten Dame an der Kinokassa entweder (bewusst oder unbewusst) falsch informiert wurden, oder aber sie falsch verstanden hatten. Von wegen Verlosung, und jedes Ticket hat die gleiche Chance, zu gewinnen. Vielmehr handelte es sich – wie ein junger weiblicher Fan, mit der wir kurz ins Gespräch kamen (mit der Körpergröße von Tyrion Lannister, aber der Verbissenheit von Brienne) völlig richtig vermutete – um eine Warteliste. Die eiskalte Hand der Verzweiflung nahm uns in ihren unerbittlichen Griff.

Gut, ok, das war jetzt vielleicht doch etwas gar theatralisch ausgedrückt. Aber sagen wir mal so: Dass wir mit Wartenummern über 80 noch Karten ergattern würden, hielten wir für ausgeschlossen. Rückwirkend betrachtet kann ich gar nicht sagen, warum wir eigentlich noch geblieben sind. Wir dachten uns wohl beide einfach, jetzt warten wir schon so lange, auf die paar Minuten – einfach nur um zu wissen, dass wir alles versucht haben – kommt's jetzt auch nicht mehr an. Die Nummern wurden nacheinander aufgerufen, und mit jeder Person die an die Kassa kam um sich eine Karte abzuholen schwand unsere Hoffnung, bis schließlich kurz nach Nummer 40 und den bitteren Worten "Es gibt keine Karten mehr, die Vorstellung ist restlos ausverkauft" auch das letzte Fünkchen erlosch. So wie für viele andere Fans, die eine Stunde oder länger in der Kälte ausgeharrt haben, schien es nun also zu heißen: Es war nicht nur gratis, sondern auch umsonst. Doch halt: Unter den wartenden erhaschten wir auch einen Blick auf die Vierergruppe, mit der wir zuvor in der Warteschlange ins Gespräch kamen. Die hätten ja ebenfalls noch eine Karte gebraucht, um geschlossen in den Saal zu kommen. Als wir uns nun gegenseitig unser Leid beklagten meinten sie, sie würden versuchen, ob man sie zu viert mit nur drei Karten ausnahmsweise in den Saal lässt. Falls nicht, könnten wir zwei der drei Karten haben. Nicht wagend, noch auf ein Wunder zu hoffen, folgten wir ihnen unauffällig auf ihrem Weg zum Einlass. Ein bisschen kam ich mir ja schon wie ein Betrüger vor, als ich da so durch die Schlange ging, so ganz ohne eine Karte. Letztendlich sollten sich unsere Beharrlichkeit und unsere Freundlichkeit aber doch noch auszahlen. Denn der Vierergruppe wurde der Einlass mit nur drei Tickets verwehrt – und wir kamen somit doch noch an unsere Karten. Des einen Leid, des anderen Freud.

Langsam trudeln die Fans in die längst ausverkaufte Vorstellung.

Kurz war ich fast ein wenig benommen und konnte mein Glück nicht fassen. So sehr hatte ich mich auf diesen Abend gefreut, und so groß war die Ernüchterung gewesen, als ich die Schlange erblickte, bzw. die Enttäuschung als es hieß, alle Karten wären weg. Nun gab es für Peter und mich doch noch ein Happy End. (Hinweis an die Hobbit-Brienne: Mit einem freundlichen Wort kommt man manchmal halt eben doch weiter). Der Saal war zwar schon ziemlich voll, dennoch gelang es uns, noch recht gute Plätze zu erhaschen. Außerdem – nachdem ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, noch hineinzukommen, würde ich nun den Teufel tun und mich über die Plätze beschweren. Hauptsache, wir hatten es geschafft. Nach einer kurzen Einleitung der beiden /slash-OrganisatorInnen Magdalena Pichler und Markus Keuschnigg wurde dann der Gaststar des Abends, Tom Wlaschiha, kurz vorgestellt, der nach den drei Episoden auch noch für ein kurzes Publikumsgespräch und für Autogramme zur Verfügung stehen würde. Ich bin den Veranstaltern ja immer noch dankbar, dass sie nicht Emilia Clarke nach Wien geholt haben. Sonst hätte das versammelte Publikum einen der peinlichsten Heiratsanträge aller Zeiten zu Gesicht bekommen. So blieb mir diese Schmach (und in weiterer Folge eine einstweilige Verfügung) und den anderen anwesenden "Game of Thrones"-Fans das Fremdschämen erspart. Noch einmal Glück gehabt! Bevor es mit den Episoden losging, ergriff dann noch kurz der Chef von Sky Österreich das Wort. Ihm war offenkundig bewusst, dass die meisten der Anwesenden – doch eher jüngeren Alters und damit wohl kaum mit dem nötigen Kleingeld für ein Sky-Abo – "Game of Thrones" wohl aus eher… nennen wir es "inoffizielleren" Quellen kennen dürften; brachte aber seine Hoffnung zum Ausdruck, sie eines Tages zu seinen Kunden zählen zu dürfen. Kann ich natürlich verstehen – allerdings konnte ich mir den Gedanken nicht verkneifen, dass man mit diesem gratis Promotion-Event genau jene "Ich will alles umsonst!"-Mentalität zu unterstützen schien, der man hier nun eine sanfte Absage erteilen wollte.

Zu den Episoden selbst will ich eigentlich gar nicht so viel sagen – das sollen ja keine Reviews werden; wen meine Meinung zu ihnen interessiert, dem empfehle ich einen Blick in die betreffenden Episodenthreads unseres Partnerforums SpacePub.net – nur so viel: Der Kinobesuch, das lange Warten, das Zittern etc. – es hat sich alles gelohnt. Als HBO gegründet wurde, trat man ja mit dem Anspruch an, TV-Unterhaltung auf Kinoniveau produzieren zu wollen. In den letzten Jahren kam dann zusätzlich auch noch der Aspekt hinzu, dass einem das Pay-TV Möglichkeiten bietet, was die Darstellung von Sex und Gewalt betrifft, die sich im Kino nur mit einem (meist eher publikumsschädigenden) R-Rating verwirklichen lassen. "Game of Thrones" scheint auf fast perfekte Art und Weise beide Philosophien und Ansätze zu vereinen, und wirkt somit irgendwie wie die ultimative HBO-Serie. So gesehen schien es überaus passend, dass die Serie nun auch ihren Weg auf die Kinoleinwand gefunden hat. In gewisser Weise schien sich damit der Kreis zu schließen und HBO endgültig an ihrem Ziel angekommen zu sein. Jedenfalls schien "Game of Thrones" für mich schon immer irgendwie auf die große Leinwand zu gehören, und ich wünschte fast, Sky würden jede Woche das Filmcasino für eine Vorstellung reservieren, um die jeweils aktuelle Folge dort zu zeigen. Oder auch alle zwei Wochen je zwei Folgen im Doppelpack. Natürlich nicht gratis – das wäre mir durchaus auch Geld wert! Denn "Game of Thrones" war auf der großen Leinwand schon noch einmal beeindruckender als zu Hause. Allen voran natürlich die mittlere Episode, "Blackwater" – aber auch der Rest war sehr imposant. Jedenfalls bin ich sehr froh, dass es mir letztendlich doch noch vergönnt war, das Finale der zweiten Staffel – noch dazu zum allerersten Mal – im Kino sehen zu können!

Markus Keuschnigg und Tom Wlaschiha beim Publikumsgespräch.

Nach den drei Episoden fand dann das Publikumsgespräch mit Tom Wlashiha statt. Da sein Jaqen H’ghar ja doch eher nur eine Nebenfigur war, die noch dazu kaum Anknüpfungspunkte zu anderen Handlungen und/oder Figuren aus der Stammbesetzung hatte – von Arya Stark natürlich abgesehen – konnte er jetzt naturgemäß nicht die wahnsinnig großen Einblicke in die Produktion gewähren und/oder Anekdoten liefern, dennoch waren ein paar nette Details dabei. So erzählte er kurz, wie er die Rolle gewonnen hat – und dass er sich dafür mit einem Casting-Video beworben hat, dass er mit seinem iPhone aufgenommen hat. Zu diesem Zeitpunkt kannte er weder die Serie noch die Romane (was er nachdem er verpflichtet wurde nachgeholt hat), und für das Video stand ihm nur ein denkbar kurzer Drehbuchauszug mit nur einer einzigen Szene zur Verfügung – ohne großen Abriss zur Figur und/oder weiteren Hintergrundinformationen. Was ihm an seiner Figur – bzw. generell an der Serie – sehr interessant erschien, ist die Ambivalenz. Jagen H'ghar ist zwar ein Mörder, wirkt aber dennoch wie ein netter, freundlicher Mensch. Generell findet sich im Figurenensemble kaum jemand, der nur schwarz oder weiß bzw. gut oder böse ist. Eben dies erachtet er als eine der größten Stärken der Serie. Die Produktion der Staffel folgte dann dem gewohnten Muster, die Episoden überwiegend hintereinander zu drehen; was auch bedeutete, dass Wlaschihas Szenen nicht alle an einem Stück gedreht wurden, sondern er von August bis Dezember 2011 immer wieder für ein paar Tage für die Dreharbeiten nach Nordirland flog. Was die Dreharbeiten an sich betrifft, ist ihm vor allem die Größe der Produktion in Erinnerung geblieben – zwischen "Game of Thrones" und den üblichen deutschen Serienproduktionen liegen halt Welten. Auch an die Zusammenarbeit mit Maisie Williams, die er als Naturtalent bezeichnete, erinnerte er sich gerne zurück. Jedenfalls würde er, falls sich die Gelegenheit dazu ergeben sollte, liebend gerne wieder zur Rolle zurückkehren.

Nach einer knappen halben Stunde war das Publikumsgespräch beendet. Nun wurden noch ein paar Gewinnspiel-Preise verliehen – da wir allerdings ja keine "offiziellen" Karten bekommen und daher auch keine Lose hatten, erschien es uns nun an der Zeit, schön langsam aufzubrechen. Immerhin war es ja mittlerweile doch schon wieder 23:30, und am nächsten Tag hieß es für uns beide wieder: Ab in die Arbeit! Mein Fazit lautet jedenfalls: Schön war's! Es war zweifellos toll, "Game of Thrones" einmal auf der Kinoleinwand zu erleben, und der abenteuerliche Weg, wie wir es schließlich – völlig gegen unsere Erwartungen – doch noch geschafft haben, Karten zu ergattern, obwohl wir damit gar nicht mehr gerechnet hatten, verlieh diesem Abend noch einen zusätzlichen, ganz besonderen Reiz. Jedenfalls konnte ich mich als wir wider Erwarten doch noch im Kino saßen des Gedankens nicht erwehren: Es hat schon so sein sollen. Wenn man bedenkt, wie oft wir schon kurz davor waren, die Segel zu streichen, und gesenkten Kopfes nach Hause zu gehen… letztendlich sollten sich unsere Beharrlichkeit und unsere Freundlichkeit aber doch noch bezahlt machen. Abschließend möchte ich mich noch bei allen Verantwortlichen und Organisatoren vom /slash Filmfestival und Sky Österreich bedanken, die diesen Abend erst möglich gemacht haben, sowie bei Fantasy Flagship., die das Filmcasino mit einigen passenden Requisiten geschmückt haben, so dass man perfekt auf den Abend eingestimmt wurde. Ein besonderer Dank ergeht natürlich auch an unsere Wohltäter, die so freundlich waren uns ihre Karten zu überlassen – und ohne die ich diesen Bericht nicht hätte schreiben können. Es gab an diesem Abend viele enttäuschte Gesichter, und es tut mir für jeden leid, der in der Kälte gestanden ist und vergeblich auf Karten gehofft hat. Jedenfalls wünsche ich uns allen eine unterhaltsame dritte Staffel – wir sehen uns in Westeros!

Zum Abschluss der Sky-Nacht gab Tom Wlaschiha dann noch einige Autogramme.

Die dritte Staffel von "Game of Thrones" ist ab 01. April 2013 auf Sky Go und ab 02. April auf Sky Anytime in englischem Originalton verfügbar. Ab dem 19. Mai wird die Staffel dann auf Sky Atlantic HD, wahlweise auf Englisch oder in der deutschen Synchronfassung, ausgestrahlt.

Christian Siegel


Weiterführende Links:
fictionBOX-Ostergrüße
GoT-Forum
Sky-Serienseite 
Slash Filmfestival

Bildquelle: (c) 2013 Sky Night/Reinhard Lang






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