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Der Glöckner von Notre Dame Drucken E-Mail
Disney-Verfilmung des Romans von Victor Hugo Kategorie: Filme - Autor: Bettina Schwarzkopf - Datum: Samstag, 16 März 2013
 
 
Der Glöckner von Notre Dame
Originaltitel: The Hunchback of Notre Dame
Produktionsland/jahr: USA 1996
Bewertung:
Studio/Verleih: Walt Disney Pictures
Regie: Gary Trousdale & Kirk Wise
Produzenten: U.a. Don Hahn & Roy Conli
Drehbuch: Tab Murphy, Irene Mecchi, Bob Tzudiker, Noni White & Jonathan Roberts, nach dem Roman von Victor Hugo
Filmmusik: Alan Menken
Kamera: -
Schnitt: Ellen Keneshea
Genre: Animation/Kinderfilm
Kinostart Deutschland: 28. November 1996
Kinostart USA: 21. Juni 1996
Laufzeit: 91 Minuten
Altersfreigabe: Ab 6 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD
Mit: Tom Hulce, Demi Moore, Jason Alexander, Charles Kimbrough, Tony Jay, Mary Kay Bergman, Kevin Kline u.a. (Originalbesetzung)



Inhalt & Review: Quasimodo wird von den Bewohnern der Stadt geächtet.Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom "Glöckner von Notre Dame" von Victor Hugo aus dem Jahre 1831? Auch die Disney Studios haben diesen Roman aufgegriffen, aufgepeppt und etwas kindergerechter gestaltet. Nach einigen Jahren intensiver Arbeit kam dann 1996 mit dem "Glöckner von Notre Dame" Disneys 34. Meisterwerk auf die Kinoleinwände. Und seit dem 07.03.2013 ist die Geschichte um Quasimodo nun endlich auch auf Blu-Ray erhältlich. Doch bevor ich auf die wesentlichen Dinge, wie Film- und Tonqualität oder Menü und Extras eingehe, folgt noch ein kurzer inhaltlicher Rückblick.

Der Film wird wie eine Art Märchenerzählung arrangiert, sodass man zu Beginn des Films den Zigeuner Clopin (Heinz Rennhack) sieht, wie er einer Gruppe von Kindern die Geschichte von Quasimodo (André Eisermann & Hendrik Bruch), dem Glöckner von Notre Dame, erzählt. Clopin beschreibt, wie einige Zigeuner vor Richter Claude Frollo (Klausjürgen Wussow) flüchten. Eine von ihnen trägt ein Kind bei sich. Auf der Flucht wird sie von Frollo getötet, der daraufhin auch das Kind in einen Brunnen werfen will. Doch der Erzdiakon (Helmut Krauss) von Notre Dame hindert ihn daran und befielt ihm, den entstellten Jungen wie sein eigenes Kind großzuziehen. Dieses Kind nennt er Quasimodo. Von Jahr zu Jahr betrachtet Quasimodo das Geschehen in den Straßen von Paris. Doch als er 20 Jahre alt ist, beginnt er auf freundliches Drängen seiner Freunde, lebendig gewordene Chimären aus Stein, und gegen den Befehl seines Ziehvaters Frollo Pläne zu schmieden, die Kathedrale zum Fest der Narren zu verlassen. Auf dem Fest wird er unverhofft zum hässlichsten Gesichts Paris ausgewählt. Nachdem das Volk und vor allem Frollo bemerkt haben, dass es sich dabei um den Glöckner handelt, muss dieser sich einer Tortur unterziehen, die von Esmeralda (Carin C. Tietze & Ute Lemper), der wunderschönen Zigeunerin, unterbrochen wird. Geschürt von Hass gegen Zigeuner, befiehlt Frollo Esmeralda wegen dieser Tat zu verhaften. Doch diese flüchten in die Kathedrale, wo sie sich mit Quasimodo schnell anfreundet. Aus Dankbarkeit hilft Quasimodo Esmeralda dem Glockenturm zu entfliehen. Zum Abschied erhält er von ihr eine Halskette, die ihm, wann immer er möchte, zu ihr führen wird. Doch die Flucht der Zigeunerin bleibt von Frollo nicht unbemerkt. Außer sich vor Wut schwört er die Stadt niederzubrennen, wenn es das ist, was es braucht um Esmeralda und all die anderen Zigeuner aus der Stadt zu vertreiben oder gar zu töten. In einem packenden zeitweise auch erbarmungslosen Finale und einem halsbrecherischen Endkampf verteidigt Quasimodo seine Freundin vor Frollo, welcher beim Ausholen zum letzten Schlag gegen Quasimodo in die Tiefe stürzt. Zusammen mit Esmeralda wird Quasimodo in der letzten Szene als Held gefeiert.

Der Glöckner sehnt sich nach einem Leben in Freiheit.Beim "Glöckner von Notre Dame" handelt es sich um einen der wenigen Filme, die recht erwachsen daher kommen. Nicht etwa das Liebesdreieck Quasimodo – Esmeralda – Phoebus, sondern Themen wie Religion und Hass stehen im Vordergrund, was den Film durchaus düster und manchmal auch etwas unheimlich wirken lässt. Aber genau das ist es was den Film so besonders macht, keine Prinzessin, die einen Prinzen sucht und auch keine Kinder, die ein lustiges und spannendes Abenteuer suchen. Nein, der Filmliebhaber findet hier keinen Helden und keine Heldin nach Schema F, sondern einen jungen Mann, der erst noch zu sich selbst finden muss und das auf eine mehr oder minder unschöne Weise. Und auch die Handlung ist nicht die typische Geschichte, denn der Held bekommt am Ende nicht die Prinzessin, jedoch aber seine Freiheit.

Dennoch gibt es auf dieser Blu-Ray nicht nur den Hauptfilm zu sehen, sondern auch das Menü und die Extras. Wer jetzt beim 34. Meisterwerk von Disney ein supertolles Menü mit Animationen und diversen kleineren Filmsequenzen erwartet und dazu auf eine Unmenge an Extras hofft, wird bei dieser Blu-Ray leider enttäuscht. Der Filmfan darf lediglich ein wunderschönes Artwork von Quasimodo und Esmeralda betrachten in welcher die Menüpunkte, wie Film ansehen, Sprachauswahl, etc., eingebunden sind. Bei den Extras sieht es nicht weniger aufregend aus, denn auch hier findet man nur ein Making-of-Video und ein Musikvideo aus dem Film, welches in zig verschiedenen Sprachen gesungen wird. Beide Extras haben die Auflösung wie bei einer DVD und waren bereits auch Extras auf dieser. Nun sollte man meinen, dass in den 16 Jahren zwischen erstmaliger DVD- und heutiger Blu-Ray-Veröffentlichung sich einige weitere Extras angefunden hätten, dem ist leider nicht so. Nicht einmal das typische Sing-Along-Video ist enthalten. Schade, denn ich denke man hätte an dieser Stelle wirklich mehr Aufwand betreiben können. Jedoch überzeugt die Bild- und Tonqualität des Hauptfilms allemal. Bei Betrachtung des Making-of-Videos kommt man nicht umhin zu bemerken, welche für heutige Verhältnisse miese Bildqualität der Film hatte. Und auch ich habe mich gefragt, ob Disney in der Lage ist diese Qualität um einiges zu verbessern. Und wie Disney das kann. Denn bereits die anfängliche Szene, in der in das damalige Paris reingezoomt wurde, lässt jeden Zweifel verblassen und das Herz eines jeden Disneyfans höher schlagen. Auch die Tonqualität ist super, vor allem in den Szenen in der (fast) jeder Hauptcharakter sein Lied präsentieren darf, klingt das bombastische Orchester einfach nur grandios. Und – für den einen oder anderen vielleicht sogar noch wichtiger – die Synchronisation wurde nicht geändert, die Figuren haben immer noch die alten bekannten Stimmen.

Fazit: Die Blu-Ray ist recht spärlich mit Extras ausgestattet. Jedoch kann der recht erwachsene Film, welcher in super Bild- und Tonqualität daher kommt, dieses Defizit wieder wettmachen. Ein schöner Disney-Filmabend ist also vorprogrammiert.

Wertung:7 von 10 Punkten
Bettina Schwarzkopf
(Bilder © 2012 Disney)


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