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Red Planet Drucken E-Mail
08/15-Katastrophenfilm auf dem Mars Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 11 Dezember 2012
 
Advents-Special

Red Planet
(Red Planet, USA 2000)
 
Red Planet
Bewertung:
Studio/Verleih: The Canton Company/Warner Bros. Pictures
Regie: Antony Hoffman
Produzenten: U.a. Bruce Berman, Mark Canton & Jorge Saralegui
Drehbuch: Chuck Pfarrer & Jonathan Lemkin
Filmmusik: Graeme Revell
Kamera: Peter Suschitzky
Schnitt: Robert K. Lambert & Dallas Puett
Genre: Science Fiction/Thriller
Kinostart Deutschland: 01. März 2001
Kinostart USA: 10. November 2000
Laufzeit: 106 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD, Soundtrack
Mit: Val Kilmer, Carrie-Anne Moss, Tom Sizemore, Benjamin Bratt, Simon Baker, Terence Stamp u.a.


Kurzinhalt: Die Erde stirbt. Die ständige Verschmutzung der Umwelt sowie der schonungslose Abbau der natürlichen Ressourcen haben unseren Planeten an den Rande des Abgrunds gebracht. Verzweifelt richtet die Menschheit den Blick zu den Sternen, auf der Suche nach einer neuen Heimat. Auf unserem Nachbarplaneten Mars soll der Fortbestand der Menschheit gesichert werden. Zu diesem Zweck wurde dort mit Terraforming begonnen. Einige Jahre lang verlief der Prozess erfolgreich – doch nun scheinen alle Algen, die man dort ausgesetzt hat, um das Terraforming voranzutreiben und die Atmosphäre des Planeten mit Sauerstoff anzureichern, plötzlich verschwunden zu sein. Eine Gruppe von Wissenschaftlern wird mit einem Raumschiff losgeschickt, um die Hintergründe ihres Verschwindens zu erforschen, und das Terraforming-Projekt wieder auf Kurs zu bringen. Doch kurz nachdem man in die Umlaufbahn eingeschwenkt ist, wird das Schiff von einem Sonnensturm getroffen und schwer beschädigt. Commander Kate Bowman bleibt allein auf dem Raumschiff zurück, und die anderen Besatzungsmitglieder flüchten auf die Mars-Oberfläche. Ihnen bleibt nur wenig Zeit, um das dort eingerichtete Habitat zu erreichen, ehe ihr Sauerstoffvorrat zur Neige geht. Doch als sie dort ankommen, finden sie das Habitat zerstört vor. Die Lage scheint aussichtslos…

Review: Optisch Top, inhaltlich Flop."Red Planet" ist ein typischer SF-Katastrophenfilm, in dem eine Gruppe von Menschen auszieht, um die Welt zu retten – und ist dabei leider mehr "The Core" als "Sunshine". So ziemlich die einzige nennenswerte Stärke sind die Spezialeffekte. Das Raumschiff ist sowohl vom Design als auch der Umsetzung her sehr gut gelungen, und auch die Planeten-Szenen des Mars sehen phantastisch aus. Die Szenen auf der Oberfläche wissen ebenfalls zu gefallen, und vermitteln glaubwürdig den Eindruck, sich auf dem Mars zu befinden – wenn der Einsatz eines Farbfilters, um der Umgebung einen orangenen Stich zu geben, auch teilweise etwas deutlich ist. Auch der Soundtrack hat das eine oder andere gefällige Stück zu bieten, wobei es mir vor allem das Finale mit dem Einsatz eines Chors angetan hat. Und in all der Idiotie und Ödnis gab es immerhin eine wirklich starke Szene – jener Moment, als alles verloren scheint, und sich die Astronauten darauf einstellen, in Kürze zu ersticken. Vor allem die Tatsache, dass sie aufgrund des offenen Kanals den Tod des jeweils anderen mitanhören müssen – im Bewusstsein, dass es ihnen in Kürze genau so ergehen wird – macht ihre Verzweiflung spür- und nachvollziehbar.

Leider wird "Red Planet" aber davor und danach – mal davon abgesehen, dass es ihm bis auf die besagte Szene nie gelungen ist, mich zu packen – von einigen Schwächen geplagt. In erster Linie sind hier so manches Logikloch zu nennen. Dass auf dem Mars eine atembare Atmosphäre herrscht, war für mich schon mal der erste Kopfschüttler. Als ich "Red Planet" das erste Mal sah hätte ich den Film da schon fast aus dem DVD-Player genommen; da hatte mich der Film also fast gänzlich verloren. Zugegebenermaßen muss man festhalten, dass man sich danach ansatzweise bemüht, eine plausible Erklärung dafür zu finden; als wissenschaftlich fundiert würde ich sie zwar nicht unbedingt bezeichnen, aber ich will sie dem Film auch nicht mehr groß vorwerfen. Schwerer wiegen für mich so Fragen wie: Wenn die die Terraforming-Fortschritte analysieren, und demnach – so sollte man meinen – die Atmosphäre im Auge behalten, wie kann es sein dass niemand bemerkt, dass es auf dem Mars plötzlich atembare Luft gibt? Man sollte meinen, das ist ein "biggie", den man doch so leicht nicht übersieht. Wenn sie zufällig auf dem Planeten abgestürzt wären, und weder das Raumschiff noch die Anzüge Sensoren hätten, um die Atmosphäre zu analysieren, gut ok. Aber wenn einmal etabliert ist, dass man den Mars terraformen will, und man sogar bemerkt, dass mit diesem Plan nicht alles nach Wunsch läuft – und man extra ein Team mittels Raumschiff hinschickt, um nach dem Rechten zu sehen – dann übersteigt die Tatsache, dass man eine derart weitreichende und gravierende Änderung der Mars-Atmosphäre nicht bemerkt, bei weitem den "suspension of disbelief", den ich bei einem solchen Film einzuräumen bereit bin.

Robby Aug' in Aug' mit dem KillerroboterIns gleiche Horn stößt die Frage, warum man den "Umzug" der Algen von der Erde aus nicht bemerkt hat?! Wie kann man derart riesige grüne Felder – egal ob von der Erde mittels Teleskop, oder auch vom Orbit aus – übersehen? Wenn man sich wenigstens die Mühe gemacht hätte, diese unterirdisch zu platzieren, dann wäre zumindest dieser Kritikpunkt weggefallen. Wo wir schon dabei sind: Ist wirklich niemandem aufgefallen, dass das Habitat zerstört wurde? Man sollte meinen, den Zustand des selbigen kontrolliere ich ständig, wenn ich dort meine Astronauten unterbringen will. Und wenn man's schon auf der Erde verschläft, sollte man meinen, dass man es doch zumindest vom Raumschiff aus checkt. Was Amee betrifft, drängt sich mir die Frage auf, warum man einen Roboter, der in erster Linie zur Navigation auf einem unbelebten Planeten – und damit einer Umgebung ohne irgendwelche Bedrohungen – dienen soll, mit einem Kampfmodus ausstattet. Dass man noch dazu nicht mal eine Art Fernbedienung entwickelt, sondern diesen nur auf dem Roboter selbst wieder abstellen kann, erscheint auch eher unüberlegt.

Auch von solchen Logiklöchern abgesehen war "Red Planet" kein Highlight. Viel zu früh wird klar, dass wir hier einen typischen Katastrophenfilm vor uns haben, der nach den gängigen Formeln und Klischees agiert, soll heißen: Ein Teammitglied nach dem anderen kommt während der Mission zur Rettung der Erde ums Leben, bis am Ende (auf dem Mars) nur mehr eine Person übrig ist – und welche das sein wird, ist angesichts der Besetzungsliste ebenfalls recht durchschaubar. Ich behaupte nicht, so wie bei "The Core" die Reihenfolge der Tode vorhergesagt haben zu können, aber insgesamt war die Handlung doch ziemlich vorhersehbar, und "Red Planet" als Katastrophenfilm-Genre-Vertreter doch sehr 08/15. Als etwas aufdringlich empfand ich auch den Spiritualismus, der nicht nur durch Terence Stamp's Figur Einzug in den Film erhält. Was mich ebenfalls irritiert hat, war die eine oder andere Rückblende auf etwas, dass wir wenige Minuten zuvor selbst gesehen und miterlebt haben, wie das Gespräch zwischen Robby und Dr. Bud, als letzterer an der Absturzstelle zurückbleibt. Der letzte große Schwachpunkt ist dann das Finale. Hier will man erneut eine Atmosphäre der Verzweiflung aufbauen, und uns einreden, dass alles verloren ist. Die Lösung rund um Amee ist aber derart offensichtlich, dass ich nicht nur nicht mit ihm mitfühlen konnte, sondern zudem beide Figuren auf mich ziemlich dämlich wirkten – da keiner von ihnen auf die Idee kam. Damit wurde mir selbst der angedacht dramatische Höhepunkt des Verdorben. Und die Geste mit dem Mittelfinger und dem Spruch "Fuck this planet" war derart peinlich, dass ich am Ende nur mehr denken konnte: Fuck this movie! Selbst wenn die Rettungsmission am Ende dann wieder anständig und annähernd spannend umgesetzt war – zu diesem Zeitpunkt hatte mich "Red Planet" einfach schon längst verloren.

Fazit: Die Spezialeffekte können den Film zumindest ansatzweise retten."Red Planet" ist hübsch anzusehen – das ist aber leider auch schon ziemlich alles. Von einer wirklich guten Szene abgesehen, konnte mich das Geschehen – nicht zuletzt, da es extrem vorhersehbar war, und nur die üblichen klischeehaften Katastrophenfilm-Eckpunkte abgearbeitet wurden – nie wirklich packen. Zahlreiche logische Schwächen drohen den Film dann endgültig wie ein großes schwarzes Loch zu verschlingen. Und wie dumm sich die Figuren am Ende kurzfristig anstellen mussten, um uns den Eindruck zu vermitteln, die Mission wäre gescheitert, zehrte ordentlich an meinen Nerven. Insgesamt bietet "Red Planet" – bis auf die nett gemachten Szenen auf dem Mars sowie die guten Effekte – nichts, dass es nicht auch in irgendeinem x-beliebigen apokalyptischen SF-Katastrophenfilm zu sehen gäbe. Dank der tollen visuellen Gestaltung kann er zwar immerhin so Nieten wie "The Core" knapp hinter sich lassen, um sich in die Durchschnittlichkeit retten zu können waren jedoch die Stärken zu geringfügig, und die Schwächen zu ausgeprägt.

Wertung:4 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Warner Bros.)


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Weiterführende Links:
Advents-SPECiAL 2012
Review zu "Sunshine"
Review zu "The Core"






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