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Stitches Drucken E-Mail
Makaberer, schwarzhumoriger Fun-Splatter Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Freitag, 12 Oktober 2012
 
Halloween SPECiAL 2012

Stitches
(Stitches, IRL 2012)
 
Stitches
Bewertung:
Studio/Verleih: Fantastic Films/Signature Entertainment
Regie: Conor McMahon
Produzenten: U.a. Julianne Forde, Brendan McCarthy, John McDonnell & Ruth Treacy
Drehbuch: Conor McMahon & David O'Brien
Filmmusik: Paul McDonnell
Kamera: Patrick Jordan
Schnitt: nicht bekannt
Genre: Horror/Komödie
Kinostart Deutschland: noch nicht bekannt
Kinostart Irland: 26. Oktober 2012
Laufzeit: 86 Minuten
Altersfreigabe: noch nicht bekannt
Trailer: YouTube (Englisch)
Kaufen: noch nicht verfügbar
Mit: Ross Noble, Tommy Knight, Gemma Leah-Deveraux, John McDonnell, Eoghan Quinn, Lorna Dempsey, Jemma Curran, Valerie Spelman u.a.


Kurzinhalt: Für die Geburtstagsfeier des 10-jährigen Tom hat seine Mutter einen Clown, Stitches, engagiert. Dieser ist nicht gerade hochmotiviert, die kleinen Gfraster machen ihm seinen Job allerdings auch nicht gerade leicht. Und zu allem Überfluss kommt es dann auch noch zu einem folgenschweren Unfall, bei dem Stitches sein Leben verliert. Sechs Jahre später lädt Tom zu seinem 16. Geburtstag zu einer großen Party – und Stitches erhebt sich aus seinem Grab, um an den ihn damals verschmähenden Kindern höchst blutige Rache zu nehmen…

Review: Clown Stitches erhebt sich aus dem Grab, um blutige Rache zu nehmenLasst mich eins vorwegnehmen: Ich bin nicht unbedingt der größte Splatter-Fan, und dementsprechend was "Stitches" betrifft auch nicht unbedingt der beste Maßstab. Nichtsdestoweniger… ich komme nicht umhin, zuzugeben, dass ich "Stitches" – auf morbid-schwarzhumorige Art und Weise – zum Teil ungemein komisch und insgesamt sehr unterhaltsam fand. Die Mordmethoden von Stitches sind ebenso einfalls- und abwechslungsreich wie blutig, wobei die Splatter-Einlagen zu keinem Zeitpunkt ernst zu nehmen sind (und auch nicht ernst genommen werden wollen), und auch dementsprechend bewusst völlig überzeichnet werden. Zudem folgt auf jedem Tod natürlich, so sicher wie das Amen im Gebet, ein Freddy-ab-Teil-3-artiger kalaueriger One-Liner, um den komisch-trashigen Ton des Films zusätzlich zu unterstreichen, und nochmal einen Gag draufzusetzen. Apropos Gag: Diese gibt es auch abseits der Morde, und reichen von lustigen Sprüchen des Mörder-Clowns bis hin zum kongenialen, ironischen Einsatz eines Pop-Klassikers, der einem nach den Film sicherlich noch eine Weile als Ohrwurm im Kopf herumspuken wird.

Die Splatter-Effekte sind wirklich beachtlich und müssen selbst von mir, meines Zeichens eben eher ein Skeptiker der überzeichneten Gewaltdarstellung, als eine der größten Stärken des Films anerkannt werden. Bessere Splattereinlagen hat man bisher wohl kaum gesehen – einerseits sind die Todesarten ungemein einfallsreich, und andererseits bleiben sie trotz aller Überzeichnung doch auch glaubwürdig in der Umsetzung, und sehen erstaunlich echt aus. Eine weitere Stärke ist auch Ross Noble als Stitches. Natürlich, dem Vergleich mit Tim Curry als Pennywise hält er, was Horror-Clowns in Filmen betrifft, nicht stand – wobei der Vergleich insofern ohnehin hinkt, als man uns in "Es" ja wirklich verängstigen wollte, während "Stitches" auf Humor abzielt. Nicht zuletzt auch deshalb war es ihm möglich, eine gänzlich andere Interpretation seiner Clown-Figur zu wecken, und bereits die erste Szene sollte bei jedem Horror-Fan sämtliche Erinnerungen an "Es" bzw. Pennywise verdrängen, und Raum für Ross Noble Darstellung eines stilistisch ganz anderen Clowns machen. Jedenfalls erweist er sich mit seiner spielfreudigen Performance als wesentliche Stütze des Films. Über seine jungen Kollegen kann ich dies hingegen leider nicht behaupten; deren Leistung muss man nämlich leider überwiegend als unauffällig bezeichnen. Wobei man zu ihrer Verteidigung festhalten muss, dass ihnen das Drehbuch leider nichts gibt, dass es ihnen erlauben würde, zu glänzen. Mit Ausnahme des angenehm vorbehaltlos dargestellten Homosexuellen sind sie nämlich allesamt eindimensionale Abziehbilder aus dem Sammelalbum "Teenie-Slasher-Opfer". Eine Verbindung konnte ich zu den "Teenagern" jedenfalls leider nie wirklich aufbauen, weshalb mir ihr Schicksal egal war. Wobei man durchaus sagen kann, dass das so beabsichtigt ist: Weil man soll die blutigen Morde ja so richtig genießen können; eine zu starke Bindung zu den Figuren wäre da wohl nur hinderlich.

Die völlig überzogenen Splattereffekte werden die Geister scheidenGenerell fand ich, dass sich das Konzept mit der Zeit doch etwas abnutzt. Die ersten beiden Tode sind noch ganz große Brüller, aber beim Versuch, sich von einem Mord auf den nächsten kontinuierlich zu steigern, schoss man meines Erachtens mit der Zeit übers Ziel hinaus. Zudem verliert es beim x-ten blutigen Todesfall doch auch irgendwie an Reiz. Insgesamt denke ich, dass "Stitches" etwas mehr Abwechslung gut getan hätte, als dem ständig gleichen Schema zu folgen. Davon abgesehen fand ich vor allem auch die Handlung ungemein vorhersehbar. Vor allem, wie man Stitches am Ende vielleicht doch noch besiegen könnte, war mir schon lange vor den Protagonisten bewusst. Insgesamt hätte ich mir jedenfalls etwas mehr Ernsthaftigkeit und einen ausgewogeneren Ton gewünscht, damit die Gags und Höhepunkte, die teilweise doch etwas auf sich warten lassen, besser akzentuiert werden. Dass er mich trotz dieser Schwächen insgesamt gut unterhalten und zwischendurch immer wieder dazu gebracht hat, lauf aufzulachen, kann und will ich ihm aber nicht absprechen…

Fazit: "Stitches" treibt das Konzept des Fun-Splatters schon fast bis zum Exzess. Die Mordmethoden sind ebenso einfalls- und abwechslungsreich wie blutig, und derart brutal-überzeichnet, dass man teilweise nicht weiß, ob man lachen, sich ekeln, oder vor Absurdität ungläubig den Kopf schütteln soll – und sich dann oftmals dabei ertappt, alles zugleich zu machen. Zwischen diesen vereinzelten Höhepunkten schlich sich aber teilweise doch etwas Langeweile ein, als man versuchte, uns die Figuren sympathisch zu machen – was zumindest bei mir nie so recht funktioniert hat. Zudem muss ich gestehen, jetzt nicht der Überdrüber-Splatter-Fan und damit nicht unbedingt die Zielgruppe des Films zu sein. Freunde des spaßigen Splatters können demnach auf meine Wertung bedenkenlos noch 1-2 Punkte aufschlagen, und sollten sich den Besuch dieses mordlüsternen Clowns keinesfalls entgehen lassen!

Wertung:6 von 10 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © Signature Entertainment)


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Weiterführende Links:
Halloween SPECiAL 2012
Review zu "Es"






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