HOME FORUM GALERIE PROJEKTE LINKS CHAT
Startseite arrow Kolumnen & Specials arrow FollowTheBox #30: Die Rebel Assault-Reihe
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
Forum
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
KinoVorschau 2016
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Neue Reviews
Forum News
Intern
Impressum
Team
Jobs
Suche



FollowTheBox #30: Die Rebel Assault-Reihe Drucken E-Mail
Star Wars Classic Games - Teil 2 Kategorie: Kolumnen - Autor: Alexander Lutz - Datum: Samstag, 28 Juli 2012
 
Zum 35 Jahre Star Wars - SPECiAL


FollowTheBox 30 - Die Rebel Assault-Duologie Nachdem sich "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" 1983 aus den Kinos verabschiedet hatte, wurde es ruhig um "Star Wars". Es gab zwar noch die beiden "Ewoks"-Filme, sowie die "Ewoks"- und "Droids"-Zeichentrickserien, doch etwa 1985/86 verschwand die Sternensaga von George Lucas aus dem öffentlichen Interesse. Erst Anfang der 1990er Jahre kehrte "Star Wars" zurück: Der von Timothy Zahn geschriebene Roman "Erben des Imperiums" brachte die Fans zurück in ihre weit, weit entfernte Galaxie. "Erben des Imperiums" sollte noch zwei direkte Fortsetzungen erhalten.

Doch bevor die Geschichte um Großadmiral Thrawn und unsere Helden aus der Original-Trilogie beendet wurde, startete das Franchise so richtig durch. Innerhalb weniger Jahre warf George Lucas eine Merchandising-Maschine an, die selbst den "Star Wars"-Wahn der späten 1970er und frühen 1980er Jahre weit hinter sich ließ. Plötzlich erschienen fast monatlich neue, sehr gute Romane und hochwertige Comics, die die Geschichte der Orignal-Trilogie weiterführten und die Saga um die "Knights of the Old Republic"-Epoche erweiterten. Jetzt gab es auch neue Medien, die Lucas früher bestenfalls am Rand nutzen konnte, wenn Lucasfilm Games einen der damals sehr beliebten Spielhallen-Automaten entwickelte. Nachdem Lucasfilm Games in Lucas Arts umgewandelt wurde, begann George Lucas damit, höchstwertige Spiele für die damals unglaublich boomenden PCs zu entwickeln - und er lag richtig! In der ersten Hälfte der 1990er Jahre war Lucas Arts einer der erfolgreichsten Spieleentwickler der Welt. Jedes ihrer Spiele wurde ein Erfolg und die Kritiken waren gleichermaßen überwältigend.

...und an genau diese Spiele soll hier in der "Star Wars Classic Games"-Reihe im Rahmen unserer Empfehlungskolumne FollowTheBox erinnert werden. Den Anfang machten im ersten Teil "X-Wing" und "TIE Fighter". Nun geht es weiter mit der "Rebel Assault"-Reihe.


Rebel Assault
Rebel Assault I - CoverDas 1993 erschienene "Rebel Assault" deckte sich inhaltlich zu Teilen mit dem im gleichen Jahr veröffentlichten "X-Wing". Beide Spiele folgten der Ausbildung und Karriere eines neuen Piloten der Rebellen-Allianz bis hin zur Vernichtung der ersten Todessterns. Dennoch unterschieden sich diese Games komplett voneinander. Während "X-Wing" ein astreiner Weltraum-Flugsimulator war, handelte es sich bei "Rebel Assault" um einen sogenannten Railshooter. Das heißt, während man bei "X-Wing" tatsächlich sein fliegerisches Können zeigen und das Energie-Management des Raumschiffes im Griff haben musste, flog man bei "Rebel Assault" auf vorgegebenen Bahnen und musste "nur" Hindernissen ausweichen sowie angreifende Feinde und vorgegebene Ziele zerstören. Dies war jedoch leichter gesagt als getan, denn die Steuerung des Spiels war alles andere als präzise und war tatsächlich einem Balanceakt sehr ähnlich. Verlor man einmal kurz die Kontrolle über sein aus der Thirdperson-Perspektive gesteuertes Raumschiff, wurde es sehr schwer, dieses wieder unter Kontrolle zu bekommen und Kollisionen mit Hindernissen waren in den meisten Fällen unausweichlich.

Wohl kaum ein anderes Spiel revolutionierte den PC seinerzeit so sehr wie "Rebel Assault". Denn es erschien als eines der ersten Games ausschließlich auf CD-ROM zu einem Zeitpunkt, zu dem das SW-Fandom und große Teile der Spielergemeinde sehnsüchtig auf neue Abenteuer aus der "weit, weit entfernten Galaxie" warteten. Dies führte dazu, dass sich sehr viele PC-Spieler eigens für "Rebel Assault" ein CD-Laufwerk einbauen ließen und so der CD-ROM-Technologie halfen, sich durchzusetzen.

Durch die Ausnutzung des (damals fast unendlich erscheinenden) Speicherplatzes der CD konnte Lucas Arts ein Spiel schaffen, das eine nie zuvor dagewesene Grafik präsentierte. Neben einer wirklich atemberaubenden Spielgrafik bot "Rebel Assault" auch gerenderte Cutscenes und Videosequenzen, die zum größten Teil aus dem ersten SW-Film (A New Hope) stammten und etwas digital bearbeitet wurden. So gab es z. B. als finale Cutscene die Szene, in der Luke Sykwalker, Han Solo und Chewbacca am Ende von Ep. IV eine Ehrenmedaille erhielten. Nur wurde Luke in dieser Version durch die Spielerfigur, die die Kennung "Rookie One" trug, ersetzt.


Rebel Assault II - The Hidden Empire
Rebel Assault II - CoverDrei Jahre nach dem triumphalen Erfolg des ersten Teils schickte Lucas Arts 1996 Rookie One auf eine weitere Mission. Doch im Gegensatz zum legendären ersten Teil bekam "The Hidden Empire" eine völlig neue Handlung, die bisher in keinem der Filme erzählt wurde. Dieses Mal musste der Spieler dabei helfen, Darth Vaders neuestes Geheimprojekt, den Phantom-TIE-Fighter, aufzudecken und die dazugehörige TIE-Fighter-Fabrik zu zerstören.

Was dem Spieler hier geboten wurde, war aus meiner Sicht phänomenal! In einer Zeit, in der neues SW-Material nur in Form von Comics, Romanen und Videospielen zu bekommen war, bot "Rebel Assault II - The Hidden Empire" etwas, das ich gern als interaktiven TV-Film bezeichne: Die grafisch sehr hochwertigen Level waren durch ebenfalls sehr hochwertige Liveaction-Cutscenes verbunden und die Darsteller konnten mich damals wirklich überzeugen. Die Cutscenes wirkten zwar weniger bombastisch als vergleichbare Szenen in den Filmen, aber die Qualität, die man als Fan von "Star Wars" erwartet hat, wurde auf jeden Fall erreicht.
 
Vom Umfang her zeigte sich "Rebel Assault II" allerdings als wirkliches Fliegengewicht. Zwar war das erste Durchspielen - schon aufgrund der "Rebel Assault"-typischen völlig unpräzisen Steuerung - eine recht langwierige Sache, wenn man aber erst einmal etwas Übung hatte, spielte man das Game in etwa 90 Minuten komplett durch. Da hatte der erste Teil etwas mehr zu bieten.


Persönlicher Rückblick
Bevor ich mir 1994 einen PC kaufte, informierte ich mich natürlich über alle erhältlichen SW-Spiele und dabei stieß ich zwangsläufig auch auf "Rebel Assault" - das Spiel, das zwingend ein CD-Laufwerk erforderte. Daher musste mein Intel 486/66 DX ebenfalls mit einem CD-Laufwerk ausgestattet sein. Denn alles, was "Star Wars" war, musste ich unbedingt haben. Nachdem mein PC dann bestellt war, fand ich in meiner Mittagspause das begehrte Spiel in einem Tübinger Copy-Shop, nur einige Häuser von jenen Büromarkt entfernt wo ich mir bereits "TIE-Fighter" gekauft hatte. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich den Verkäufer fragte, ob sich das Spiel denn lohnen würde, wenn ich mir bereits "TIE Fighter" gekauft hätte und mir "X-Wing" noch holen wolle. Ich höre den jungen Mann noch wie er mir sagte, dass "Rebel Assault" wirklich toll sei und sich diese Spiele gar nicht miteinander vergleichen ließen. Als ich meinen PC dann bekommen hatte, freute ich mich umso mehr, als ich erfuhr dass "Rebel Assault" im Gegensatz zu den anderen beiden Disketten-Spielen kaum Platz auf meiner 540 MB großen Festplatte benötigte. Allerdings begann damit auch das Problem, dass praktisch jedes SW-Spiel mit einer eigenen DOS-Konfiguration gestartet werden musste. Also ließ ich mir von meinem damaligen PC-Händler erst ein Bootmenü installieren und mir zeigen, wie ich dort weitere Konfigurationen einbauen konnte. Ich hatte meinen ersten Schritt in eine größere Welt getan...

Rookie One in REBEL ASSAULT I

Das Spiel selbst war atemberaubend. Die Grafik kam auf meinen 14"-Monitor fast schon filmreif rüber und im Gegensatz zum Elektronikgedudel von "TIE Fighter" gab es hier einen orchestralen Soundtrack mit den Kompositionen von John Williams. Lediglich die Steuerung war sehr gewöhnungsbedürftig und brachte mich mehrfach zur Verzweiflung. Die Steuerung war so schwammig, dass man seinen Joystick kaum bewegen durfte, wenn man nicht übersteuern und gegen irgendwelche Hindernisse rasen wollte. Aber dennoch machte das Game großen Spaß. Im ersten Level durfte man gleich durch den Beggars Canyon auf Tatooine fliegen und an ein oder zwei Stellen sogar den Weg wählen, den man fliegen wollte. Wie schon gesagt, war "Rebel Assault" ein sogenannter Railshooter, der den Spieler in filmähnlicher Weise durch das Spiel führte: Bis auf ganz wenige Stellen hatte man nur geringsten Einfluss auf seine Bewegungen im Spiel. Ich konnte also den von mir gesteuerten Jäger nur in einem Umkreis von wenigen Zentimetern (auf dem Bildschirm) bewegen und mir entgegenkommenden Hindernissen ausweichen während ich Angreifer zerstörte.

Als dann endlich "Rebel Assault II" erschien, war ich vollkommen aus dem Häuschen. Die Grafik war nochmals deutlich verbessert worden und die neue Handlung wurde in bester ILM-Qualität filmreif präsentiert. Für mich war "Rebel Assault II: The Hidden Empire" immer weit mehr als ein Game. Für mich war es ein neuer (TV-)Film in einer Zeit, in der die Prequel-Trilogie noch weit entfernt war. Deshalb spielte ich das Game auch immer wieder durch, so dass ich es irgendwann tatsächlich schaffte, das Spiel in einem Rutsch ohne ein einziges Game Over abzuschließen. Ich lud sogar ein mal eine Bekannten ein und spielte es vor seinen Augen in nur 90 Minuten durch. Und er war von diesem neuen "SW-Film" genauso begeistert wie ich. Und ich war so begeistert von diesem Spiel, dass ich es mir gleich doppelt kaufte, in der englischen Originalversion und in der komplett deutschen Synchronfassung. Eines der Highlights war für mich das Level, in dem man einen gekaperten TIE Fighter durch eine Schlucht steuern musste. Zwar war das Level "nur" eine Variante des bereits erwähnten ersten Canyon-Levels "Rebel Assault I", aber es fühlte sich so unendlich viel cooler an, diesen imperialen Raumjäger anstelle des Skyhoppers aus Teil 1 zu fliegen.

Flug mit gekapertem TIE Fighter in REBEL ASSAULT II

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich mich über ein HD-Remake von "Hidden Empire" sehr freuen würde, auch wenn sowas bei Lucas Arts momentan leider nicht geplant zu sein scheint. Denn neben "TIE-Fighter" und "Dark Forces" ist dieses Game für mich der Inbegriff eines rundum gelungenen SW-Spiels.

Alexander Lutz


Quellen / Weiterführende Links:
Special "35 Jahre Star Wars"
Kolumne "SW Classic Games - Teil 1"
Wikipedia "Star Wars: Rebel Assault"
The-Spoiler.com "Rebel Assault I"
Artbot.com "Rebel Assault II"

Bildquelle: (c) Lucas Arts, Lucasfilm, 20th Century Fox






Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:





  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer


4x21/4x22
Once Upon a Time | Super RTL
Sa. 16.12.17 | 21.50 Uhr


5x02 Ein Sarg für zwei
NCIS | Sat1
Mo. 18.12.17 | 20.15 Uhr


11x10 Die Auferstehung der Finsternis
Supernatural | ProSieben MAXX
Mo. 18.12.17 | 20.15 Uhr