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Don't Be Afraid of the Dark Drucken E-Mail
Gruseliger Horror, produziert von Guillermo del Toro Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 31 Oktober 2011
 
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Don't Be Afraid of the Dark
(Don't Be Afraid of the Dark, USA 2010)
 
Don't Be Afraid of the Dark
Bewertung:
Studio/Verleih: Miramax Films/n.n.b.
Regie: Troy Nixey
Produzenten: U.a. Mark Johnson & Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro & Matthew Robbins
Filmmusik: Marco Beltrami & Buck Sanders
Kamera: Oliver Stapleton
Schnitt: Jill Bilcock
Genre: Horror/Fantasy
Kinostart Deutschland: n.n.b./td>
Kinostart USA: 26. August 2011
Laufzeit: 99 Minuten
Altersfreigabe: n.n.b.
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray (noch nicht verfügbar), DVD (noch nicht verfügbar), Soundtrack
Mit: Bailee Madison, Katie Holmes, Guy Pearce u.a.


Kurzinhalt: Sally soll für einige Zeit bei ihrem Vater Alex und seiner neuen Freundin Kim leben, und ist darüber alles andere als begeistert. Vor allem Kim lässt sie ihre Ablehnung spüren. Generell fühlt sie sich in dem großen, alten Haus, dass Alex gerade für seine Firma renoviert, um es danach weiterverkaufen zu können, irgendwie unwohl. Sie glaubt, Stimmen in den Wänden zu hören, die ihren Namen rufen. Eines Nachts bekommt sie dann Besuch von kleinen, gefräßigen Kreaturen, die offenbar das Licht scheuen. Doch niemand will ihr glauben…

Review: Image"Don't Be Afraid of the Dark" wirkt wie ein Film aus einer anderen Zeit. Ungemein stilvoll und mit sehr viel Klasse inszeniert, geht es ihm nicht in erster Linie darum, den Zuschauer zu schockieren, ihm Dinge zu zeigen, damit er sich angewidert abwendet, oder aber ihn derart zu ängstigen, dass er sich wie ein Häufchen Elend zusammenkauert – nein, "Don't Be Afraid of the Dark" möchte in erster Linie gut unterhalten. Natürlich soll man sich auch gruseln und ein wenig Fürchten – aber eben doch auf eher leichtfertige Art und Weise. Das ist etwas, dass in den letzten Jahren irgendwie völlig aus der Mode gekommen ist – Sam Raimi hat mit "Drag me to Hell" versucht, an diese Tradition anzuknüpfen, ist aber meines Erachtens damit gescheitert. "Don't Be Afraid of the Dark" gelingt diese Fingerübung jedoch mit Bravour. Zugleich ist aber auch – obwohl er nicht selbst inszeniert hat – Guillermo del Toro's Stil spürbar. Von der eher banalen Handlung abgesehen erinnert "Don't Be Afraid of the Dark" an Filme wie "The Devil's Backbone" oder "Das Waisenhaus" (mit Abstrichen auch "Pan's Labyrinth"). Hier dominiert der atmosphärisch-gruselige Horror. Schockmomente gibt es zwar auch, dennoch steht die Stimmung des Films im Vordergrund.

Geht man nach den verhaltenen Reaktionen aus den USA, ist das dem heutigen, an literweise Blut und minutenlanges Gemetzel gewöhnten Horror-Publikum zu wenig. Ich persönlich finde das enorm schade. Horror war schon immer eines der vielseitigsten und abwechslungsreichsten Genres. Und zumindest ich will brutale Einträge wie "Saw" oder aufrüttelnde Filme wie "The Woman" genauso wenig vermissen, wie atmosphärischen Grusel wie "Don't Be Afraid of the Dark", der in die Richtung eines dunklen Märchens für Erwachsene geht. Im Gegensatz zu vielen Teenie-Slashern wachsen einem hier die Figuren wirklich ans Herz – vor allem natürlich Sally, aber auch mit Kim kann man sich zunehmend identifizieren. Genau deshalb fiebert und zittert man dann später auch mit, als die Gnome ihr Versteck verlassen und es auf die Hausbesitzer – allen voran Sally und ihre Zähne – abgesehen haben. In den Kreaturen selbst ist wohl Guillermo del Toro's Einfluss am deutlichsten zu spüren – diese könnten genauso gut bei "Pan's Labyrinth" oder "Hellboy" zu Hause sein (tatsächlich wecken sie leichte Erinnerungen an ähnliche Monster aus "Die goldene Armee"). Auch Ausstattung und Setdesign sind grandios – das Haus, welches im Mittelpunkt der Ereignisse steht, hat unheimlich viel Charakter, und lässt dank der großen Fenster auch ein paar nette Licht-Schatten-Spiele zu. Wer sich darüber beschwert, dass die Figuren nicht immer logisch handeln, vor allem wenn Kim und insbesondere Alex Sally partout nicht glauben wollen, der sollte sich mal in deren Lage versetzen: Ein Kind, dass gerade aus seiner gewohnten Umgebung entrissen wurde, offensichtlich im neuen Haus – und der neuen Gesellschaft, in der es sich befindet – unglücklich ist, und auf einmal an Angstzuständen leidet und über schreckliche Kreaturen jammert, die im Schatten lauern. Würdet IHR Sally etwa glauben?

ImageEs gibt ein paar ungemein spannende Momente, und auch sehr gut platzierte, sporadische Schockmomente. Dennoch ist "Don't Be Afraid of the Dark" kein schonungsloser Horrorfilm – vielmehr bietet er typischen Achterbahn-Horror: In einer Sekunde hält man den Atem an aus Angst davor, was nun gleich passieren wird (oder passieren könnte), und in der nächste können wir Lachen und/oder erleichtert Aufatmen, da der Schrecken nun – zumindest vorerst – vorbei ist. Dieses Wechselspiel der Gefühle gelingt Troy Nixey wirklich sehr gut. Darüber hinaus vergisst er eben aber auch nicht auf die Figuren; immer wieder gibt es sehr ehrlich wirkende Charaktermomente, die uns die Figuren plausibel erscheinen lassen. Einen großen Anteil daran haben natürlich auch die Schauspieler. Guy Pearce hat dabei als skeptisch-strenger Vater, dem das bevorstehende Geschäft wichtiger zu sein scheint als seine Tochter, die dankbarste Rolle, erfüllt als solcher aber innerhalb der Handlung einen wichtigen Zweck. Katie Holmes beweist nach längerer Leinwandabstinenz, dass sie teilweise zu Unrecht gescholten wird, und nach wie vor über eine bestechende Natürlichkeit verfügt. Wirklich begeistern kann aber Bailee Madison als kleine Sally. Sie findet in jeder Szene genau den richtigen Ton und ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass wir mit Sally mitfiebern.

Ein anderer Aspekt, den man hier in meinen Augen perfekt hinbekommen hat, ist das Ende. Ohne genaues verraten zu wollen sei gesagt, dass "Don't Be Afraid of the Dark" einen einerseits schonungslosen, andererseits sehr stimmungsvollen Abschluss bietet, der auch wirklich ein Abschluss ist. Auf das mittlerweile doch sehr abgenutzte Stilmittel eines "Es ist vorbei! – oder doch nicht?"-Gags in letzter Sekunde wird hier dankenswerterweise verzichtet. Einzig einen Kritikpunkt kann ich "Don't Be Afraid of the Dark" nicht ersparen, und das sind die tonalen Inkonsistenzen. Der Film vermittelt den Eindruck, als hätten sich die Macher nicht entscheiden – oder nicht einigen – können, für welche Zielgruppe er gemacht ist. Für einen "R-rated" Horrorfilm ist er schon fast wieder eine Spur zu zahn- und harmlos, und wird zudem durch die märchenhaften Elemente den einen oder anderen hartgesottenen Horrorfan vor den Kopf stoßen. In gewisser Weise scheint "Don't Be Afraid of the Dark" für das PG13-Publikum wie geschaffen zu sein – für diese ist er aber wiederum zu blutig und brutal. Ich denke, sich hier eindeutiger für eine Herangehensweise zu entscheiden hätte dem Film geholfen, sein Publikum zu finden. Mir persönlich hat er als Abwechslung zum modernen Horror-Einheitsbrei, den uns vor allem Hollywood laufend vorsetzt, zwar sehr gut gefallen, allerdings fällt es mir schwer, jenen einen Vorwurf zu machen, denen er tonal zu unausgewogen war – nicht Fisch und nicht Fleisch, nichts Halbes und nichts Ganzes. Sieht man jedoch über diesen negativen Aspekt hinweg, bietet er famose, gruselige Horror-Unterhaltung!

Fazit: Image"Don't Be Afraid of the Dark" bietet altmodischen, atmosphärisch-dichten Grusel, mit reichhaltiger Ausstattung, tollem Set-Design und einer tollen Inszenierung voller schaurig-schöner Bilder. Guillermo del Toro's Einfluss ist dabei vor allem – aber nicht ausschließlich – in der wunderbaren Optik und dem Monster-Design zu spüren; während er thematisch einem Vergleich mit z.B. "The Devil's Backbone" oder "Pan's Labyrinth" aufgrund seiner doch eher banalen, wenig tiefgründigen Handlung nicht standhält. Dafür bietet er all jenen, die sich darauf einlassen können, ein phantastisches düsteres Märchen für Erwachsene voller atmosphärisch dichter Szenen und spannender Momente, jedoch auch mit dem nötigen schwarzen Humor, um das Ganze nicht zu düster und trostlos werden zu lassen. Einzig der etwas unausgewogene Ton, der sich nicht zwischen eher harmlosem Jugend-Grusel und blutigem "R"-Horror entscheiden kann, trübt den positiven Gesamteindruck ein wenig. Davon abgesehen fand ich "Don't Be Afraid of the Dark" grandios inszeniert, sehr gut geschauspielert, sehr spannend – und vor allem angenehm gruselig!

Wertung:8 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © Miramax Films)


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