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Silent Hill Drucken E-Mail
Atmosphärisch dichter Horror nach dem Videospiel Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 25 Oktober 2011
 
Image


Silent Hill
(Silent Hill, USA 2006)
 
Silent Hill
Bewertung:
Studio/Verleih: Silent Hill DCP Inc./Concorde Filmverleih
Regie: Christophe Gans
Produzenten: U.a. Don Carmody, Samuel Hadida & Akira Yamaoka
Drehbuch: Roger Avary
Filmmusik: Jeff Danna & Akira Yamaoka
Kamera: Dan Laustsen
Schnitt: Sébastien Prangère
Genre: Horror
Kinostart Deutschland: 11. Mai 2006
Kinostart USA: 21. April 2006
Laufzeit: 125 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube (Englisch)
Kaufen: Blu Ray, Einzel-DVD, Special Edition-DVD
Mit: Radha Mitchell, Sean Bean, Jodelle Ferland, Laurie Holden, Alice Krige, Deborah Kara Unger, Kim Coates, Tanya Allen u.a.


Kurzinhalt: Rose und Christopher Da Silva haben ihre Tochter Sharon als kleines Kind adoptiert. In letzter Zeit bereitet sie ihnen aber zunehmend Sorgen: Sie schlafwandelt immer wieder, was sie teilweise sogar in gefährliche Situationen bringt. Zudem leidet sie immer wieder unter Blackouts. Während Christopher dafür plädiert, sie zu einem Kinderpsychologen zu bringen, glaubt Rose, ihrer Tochter durch einen Besuch jenes Ortes zu helfen, von dem Sharon während ihrer nächtlichen Rundgänge immer wieder spricht: Silent Hill. Sie schnappt sich Rose und bricht – sehr zu Christophers Missfallen – auf. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden. Während sich Christopher verzweifelt auf die Suche nach seiner Frau und Tochter macht, erwacht Rose nach einem Unfall in einem mystisch-vernebelten Silent Hill. Da Sharon verschwunden ist, macht sie sich sogleich auf, um ihre Tochter zu suchen – und bringt nach und nach die grässliche Wahrheit über diesen schrecklichen Ort ans Licht…

Review: ImageZu Beginn des Reviews sei festgehalten, dass ich keines der Videospiele kenne, und "Silent Hill" daher auch wirklich nur als Film, und nicht als Verfilmung, beurteilen kann. Und als solcher gefällt er mir nach wie vor recht gut. Was auffällt, ist wie viel Zeit sich der Film nimmt, um die richtige Atmosphäre und Stimmung aufzubauen. Das Erzähltempo ist langsamer, als man dies in vielen anderen modernen Horrorfilmen der Fall ist, und dürfte mich wohl nicht zuletzt auch deshalb stärker in die Geschichte hineingezogen haben. Mit knapp über zwei Stunden gehört er jedenfalls definitiv zu den längsten Horrorfilmen der 0er-Jahre. Der lange Aufbau mag zwar den Wiederanschauungswert ein wenig reduzieren, da sich bei jeder weiteren Sichtung mehr und mehr Längen einschleichen, dafür profitiert "Silent Hill" davon bei der Erstsichtung enorm. Man wird in der perfekt eingefangenen Atmosphäre dieses Ortes gefangen, und auch im dunklen Mysterium, das diesen umgibt.

Neben der Suche nach Sharon und der beängstigenden Atmosphäre bietet "Silent Hill" damit als weiteren Anreiz die Frage, was in dieser Stadt denn genau vorgefallen ist. Die ersten Hinweise sind noch sehr vage, und in der ersten Stunde verläuft die Informationsvermittlung noch eher schleppend. Genau dies steigert dann aber bei der Erstsichtung erst recht wieder Spannung der und Interesse für die Handlung. Die Auflösung an sich mag dann zwar schon fast wieder etwas zu ausführlich und zu viel des Guten sein – zumal hier praktisch alle offenen Fragen in einem Aufwasch beantwortet werden – aber bei der Erstsichtung, wenn man schon gespannt auf diese Antworten wartet, fällt einem das nicht negativ auf. Zumal die entsprechende Szene sehr gut und stimmungsvoll inszeniert sind, und die dort geschilderten Ereignisse zu schockieren vermögen. Danach geht es nun in Riesenschritten auf den Showdown zu, der im Vergleich zur recht verhaltenen Inszenierung zuvor recht explizit und blutig ausfällt – vor allem angesichts des FSK 16-Ratings. Eine der größten Stärken ist für mich aber das Ende des Films. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung möglicherweise alleine dastehe, und Christophe Gans hier viele Kinobesucher vor den Kopf gestoßen hat – ich finde aber, es hat etwas tragisch-poetisches. Sehr gut gefällt mir auch, dass am Ende zwar das meiste recht klar angedeutet wird, man uns aber nicht alles bis ins letzte Detail vorkaut, sondern uns erstens dazu animiert, die eigenen Gehirnwendungen anzustrengen, und zweitens auch ein wenig Raum zur Interpretation zurücklässt. So gesehen ist das Drehbuch, vor allem dank der gelungenen Auflösung, für mich eine der größten Stärken des Films.

ImageAuch die schauspielerischen Leistungen wissen zu gefallen. Sean Bean bleibt zwar in seiner Rolle als nachforschender Ehemann heillos (und unverzeihlich) unterfordert, dafür kann seine Film-Frau Radha Mitchell umso mehr überzeugen. Ein großes Lob auch an Jodelle Ferland, die sowohl die sympathisch-freundlichen, als auch die düsteren Elemente ihrer Figur sehr überzeugend vermittelt (was ihr in weiterer Folge wohl auch eine sehr ähnlich gelagerte Rolle im deutlich schwächeren "Fall 39" eingebracht haben dürfte). Darüber hinaus fällt vor allem noch Alice Krige positiv auf, die hier nach ihrem Auftritt als Borg-Königin in "Star Trek – Der erste Kontakt" erneut in eine böse Rolle schlüpft und diese sehr spielfreudig ausfüllt. Der größte Pluspunkt von "Silent Hill" ist und bleibt für mich aber die ungemein stimmungsvolle und atmosphärisch dichte Inszenierung durch Christophe Gans. Er versteht es zudem, Spannung abseits billiger Schockeffekte aufzubauen, und schmückt diesen Horrorfilm mit einigen beeindruckend-schönen und -schaurigen Bildern.

Es gibt jedoch auch Aspekte, die weniger gelungen sind. So fehlt der Nebenhandlung rund um Christopher Da Silva mangels Erkenntnisse, wichtiger Szenen oder gar Höhepunkten irgendwie die Daseinsberechtigung. Bis auf einen Moment, der wohl wichtig war um die Ereignisse des Films besser zu erklären (Stichwort: Parfum) und das Ende vorzubereiten, passierte und erfuhren wir dort nichts wichtiges. Wenn schon nicht ganz streichen, hätte man hier zumindest deutlich kürzen können, ohne wirklich etwas zu verlieren. Zudem hätte es die Haupthandlung wohl noch einmal eine ganze Ecke mysteriöser, undurchschaubarer und damit interessanter gemacht. Ein Eindruck, der sich leider selbst wenn man nicht weiß, dass hier ein Videospiel adaptiert wurde, gelegentlich aufdrängt, ist jener, dass hier quasi Levels durchgespielt bzw. abgearbeitet werden. So gibt es im Minutenrhythmus entweder eine neue Erkenntnis oder aber einen besonders spannenden Moment – sei es, dass Rose von abscheulichen Kreaturen umzingelt wird, ein Pyramidenkopf auf sie Jagd macht, oder sie sich durch eine Reihe scheinbar schlafender Kreaturen, die jedoch vom Licht angezogen werden, durchkämpfen muss. Die größte Schwäche sind aber ganz klar die CGI-Effekte, die zu oft zu deutlich als solche erkennbar sind. Selbst 2006 waren diese nicht mehr auf der Höhe der Zeit, und heutzutage sehen sie sogar noch einmal eine ganze Ecke schlechter aus, und verleihen "Silent Hill" leider stellenweise das Gefühl, man würde nicht einen Film sehen, sondern ein (leicht veraltetes) Videospiel spielen (bzw. jemandem dabei zusehen). Hier hätte der Produktion etwas mehr Sorgfalt (und Geld) gut getan…

Fazit: Image"Silent Hill" nimmt sich genre-untypisch viel Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. Auch wenn man beim Handlungsstrang rund um Christopher meines Erachtens deutlich hätte kürzen können, halte ich diese längere Spieldauer und den damit einhergehenden gemächlicheren Erzählstil für eine der größten Stärken des Films – wird man so doch nicht nur langsamer und damit stärker in die Handlung hineingezogen, sondern hat zudem ausreichend Zeit, um Atmosphäre aufzubauen. Viele Momente und Szenen dienen einfach nur darum, eine bedrohliche Stimmung zu erzeugen – was Regisseur Christophe Gans auch sehr gut gelingt. Zudem schmückt er seine Videospielverfilmung immer wieder mit beeindruckenden Bildern, Einstellungen und einigen netten Kamerafahrten. Entgegen dem damaligen Genretrend setzt er dabei vor allem auf eine stilvolle, statt eine effekthascherische, Inszenierung. Wohl auch deshalb haben jene expliziteren Bilder und grausamen Szenen, die sich in "Silent Hill" finden, umso größere Wirkung. Weitere Stärken sind die überwiegend überzeugenden schauspielerischen Leistungen – allen voran von Radha Mitchell, Alice Krige und Jodelle Ferland – , die Auflösung des Mysteriums rund um Silent Hill, die grandiose Ausstattung bzw. das gelungene Set-Design, sowie das stimmige Ende. Demgegenüber steht die etwas zu ausgedehnte Handlung rund um Christopher, der Level-artige Aufbau der Handlung, vor allem aber die nicht wirklich überzeugenden CGI-Effekte. Davon abgesehen halte ich "Silent Hill" aber nach wie vor für einen gelungenen, würdigen Eintrag ins Genrebuch des mystischen Grusel-Horrors.

Wertung:7 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © Universal Pictures)


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