HOME PROJEKTE LINKS CHAT JOBS DATENSCHUTZ ARCHIV
Startseite arrow Filme von A-Z arrow The Reef
Navigation
Startseite
Reviews
Kolumnen & Specials
Gewinnspiele
TV-Planer
Interviews
News-Archiv
Filme
Filme von A-Z
Serien
24
Akte X
Babylon 5 Universum
Doctor Who
Farscape
Fringe
Galactica Universum
Game of Thrones
Lost
Primeval
Stargate
Star Trek
Supernatural
The Vampire Diaries
Neue Reviews
Intern
Impressum
Datenschutz
Team
Jobs
Suche



The Reef Drucken E-Mail
Vorhersehbarer 08/15-Hai-Horror Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Montag, 17 Oktober 2011
 
Image


The Reef
(The Reef, AUS 2010)
 
The Reef
Bewertung:
Studio/Verleih: Lightning Entertainment/Koch Media
Regie: Andrew Traucki
Produzenten: U.a. Michael Robertson & Andrew Traucki
Drehbuch: Andrew Traucki
Filmmusik: Rafael May
Kamera: Daniel Ardilley
Schnitt: Peter Crombie
Genre: Horror
DVD-Veröffentlichung (Deutschland): 18. Februar 2011
Kinostart (AUS): 17. März 2011
Laufzeit: 94 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu Ray, DVD
Mit: Adrienne Pickering, Damian Walshe-Howling, Gyton Grantley, Zoe Naylor, Kieran Darcy-Smith & Mark Simpson


Kurzinhalt: Kate, ihr Bruder Matt, dessen Freundin Suzie und Kate's Ex-Freund Luke treffen sich in Australien, um einen entspannten Tauchurlaub zu verbringen. Sie mieten eine kleine Yacht und einen Skipper, und fahren aufs Riff hinaus. Doch durch eine Unachtsamkeit läuft man auf, und das Boot sinkt. Zwar treibt es mit dem Rumpf nach oben über das Wasser – es besteht demnach keine Gefahr, unterzugehen – doch ohne Wasser und Verpflegung sind ihre Überlebenschancen nichtsdestotrotz nicht allzu rosig. Zumal die Strömung sie auf das offene Meer hinaustreibt – mit jeder Minute wird die Entfernung zur nächstgelegenen Insel größer. Man muss sich daher schnell entscheiden, ob man auf dem Boot bleiben will, in der Hoffnung, von einem Schiff oder Flugzeug entdeckt und in weiterer Folge gerettet zu werden, oder aber versuchen will, zur Insel zurückzuschwimmen. Letzteres birgt jedoch noch eine weitere große Gefahr in sich: Denn der Weg zur nächsten Insel führt genau durch ein Riff, in dem es vor Haien nur so wimmelt…

Review: Image36 Jahre ist Steven Spielbergs Horror-Meisterwerk "Der weiße Hai" nun schon alt – doch die Quelle an Nachahmern die versuchen, in seinem Fahrwasser einen finanziellen (wenn schon nicht qualitativen) Erfolg einzufahren, ist immer noch nicht versiegt. In wenigen Wochen werden die wohl gefürchtesten Fische der Weltmeere in "Shark Night 3D" versuchen, nicht nur Spielbergs Klassiker, sondern auch dem Achtungserfolg von "Piranha 3D" nachzueifern. Wer sich darauf schon mal einstimmen will, könnte bei einem Besuch der Videothek eventuell in Versuchung geraten, sich "The Reef" auszuleihen. Und auch wenn er sicherlich nicht der schlechteste "Jaws"-Nachahmer ist und über einige positive Aspekte verfügt, konnte ich die Lobeshymnen, die dieser australische Horrorfilm bei einigen Festivals in den letzten Wochen und Monaten einfahren konnte, nicht wirklich nachvollziehen.

Auch wenn man bei jedem Film, der einen (meist weißen) Hai ins Zentrum des Geschehens rückt, natürlich unweigerlich an Spielbergs Klassiker denken muss, hat "The Reef" mehr Ähnlichkeiten mit "Open Water" – an den er jedoch meines Erachtens knapp nicht herankommt. Wer mein Review zu "Frozen" gelesen hat wird dort schon mitbekommen haben, dass ich von "Open Water" nicht unbedingt begeistert war. Er war zwar kein schlechter Horrorfilm und angesichts der Idee, die Taucher quasi im Wasser "stranden" zu lassen durchaus originell, aber einige inszenatorische Entscheidungen haben mir weniger gut gefallen. Bei "The Reef" ist es nun eher das Drehbuch, das mich etwas verächtlich die Nase rümpfen lässt. Denn was die Figuren und die Entwicklung der Handlung betrifft, offenbart sich "The Reef" als waschechter "Malen nach Zahlen"-Horrorfilm, der kein Klischee auslässt. Dadurch wird er ungemein vorhersehbar, und verliert naturgemäß enorm an Spannung. Bereits nach 15 Minuten wusste ich nicht nur genau, wer überleben und wer sterben würde, ich konnte euch sogar die exakte Reihenfolge sagen, in der das Haifisch-bedingte Dahinscheiden von statten gehen würde – und sollte damit 100%ig recht behalten. Es war einfach die logische Vorgangsweise; jene Reihenfolge, die ein Drehbuchautor aus dramaturgischen Gründen heranziehen würde, um maximale Spannung zu erzeugen. Dabei hat Andrew Traucki nur halt leider nicht bedacht, dass er nicht der erste, sondern der gefühlte 100.000ste ist, der dieser bewährten Formel folgt. Ich werde die Filmtode nun einzeln durchgehen – wer "The Reef" also zumindest die Chance einräumen will, ihn zu überraschen, sollte daher den nächsten Absatz überspringen!

ImageMal sehen, wen haben wir denn da. Kate offenbart sich schon früh als Haupt-Heldin, die den Hai-Horror als einzige überleben wird. Immerhin hat sie nicht nur einen Ex-Freund (damit die bevorstehende Notlage alte, längst zurückgelassen geglaubte Gefühle wieder an die (Wasser)Oberfläche bringen kann) sondern auch einen Bruder – der damit die logische Wahl für das erste Hai-Opfer war. Immerhin will man ja, dass der erste Tod wenn schon nicht auf die Zuseher doch zumindest auf die Hauptfigur emotionale Wirkung hat. Und der Ex-Freund muss etwas länger herumschwimmen, damit sich die Gefühle so richtig ausbreiten können, und um den Film einen emotionalen Anker zu geben. Dementsprechend musste Suzie nun als nächstes dran glauben, hatte sie doch nach dem Tod ihres Freundes zu niemandem mehr einen Bezug – man musste sie nun quasi loswerden, um sich voll und ganz auf Kate und Luke konzentrieren zu können. Letzterer starb dann um auch wirklich kein Klischee auszulassen natürlich den aufopferungsvollen Heldentod, während er Kate das Leben rettet. Soweit, so logisch und vorhersehbar – leider!

Um fair zu bleiben: Vom 08/15-Drehbuch und den damit einhergehenden 08/15-Charakteren, die wohl auch deshalb leider keinen allzu real(istisch)en Eindruck vermitteln, mal abgesehen, ist "The Reef" durchaus brauchbar. Vor allem die Inszenierung der Hai-Angriffe ist Andrew Traucki gut gelungen. Es sah so aus, als hätte er sehr gekonnt und überzeugend echte Hai-Aufnahmen mit den Aufnahmen der DarstellerInnen verknüpft – und für den Rest war dann der Computer zuständig, wobei wir definitiv schon schlechtere CGI-Haie gesehen haben (Ja, du bist gemeint, "Deep Blue Sea"!). Generell baut er sobald man das Boot verlassen hat ordentliche Spannung auf, durch die Weite des Ozeans, und der Schrecken, die darin lauern könnten. In jenen Szenen, als die vier (oder später drei, oder noch später zwei) eng zusammengekauert im Wasser schwimmen und nach Haien Ausschau halten, kommt einiges an Spannung auf. Fast fühlt man sich, als würde man mit ihnen mitschwimmen. Auch zuvor während das Boot "untergegangen" ist, gab es einige spannende Momente. Leider aber sind diese recht spärlich gesehen, und zudem sehr vorhersehbar. Soll heißen: Man weiß genau, jetzt wird’s wieder spannend, jetzt steht ein Angriff unmittelbar bevor – erkennt aber ebenso die Ruhephasen, bei denen man genau weiß, dass jetzt nichts passieren wird, da es sich um eine Charakterszene handelt, welche uns die Figuren näherbringen soll. Womit wir wieder bei der größten Schwäche des Films wären, nämlich seine Formelhaftigkeit, die sich eben leider auch beim Spannungsaufbau zeigt, und insgesamt einen solide bis gefällig inszenierten Film mit interessanter Grundidee – beinahe – untergehen lässt.

Fazit: ImageDie Filmwelt hat sicherlich schon schlechtere "Der weiße Hai"-Klone gesehen (unter anderem den katastrophalen vierten Teil der Reihe), aber eben auch schon um einiges bessere. Regisseur Andrew Traucki trifft dabei noch die geringste Schuld. Jene Szenen, in denen die Protagonisten durch den Ozean schwimmen und/oder dem nächsten Hai-Angriff harren, sind spannend und atmosphärisch dicht in Szene gesetzt. Generell fängt er die Weite des Meeres gelungen ein, und lässt und dadurch ihre Isolation und Verzweiflung mitfühlen. Leider jedoch hat er sich mit dem formelhaften Drehbuch selbst das größte Ei gelegt. Die Figuren entsprechen den gängigen Katastrophen- bzw. Horrorfilm-Klischees, was es leider den meisten auch recht leicht machen dürfte, das weitere Geschehen – inklusive Zeitpunkt und Reihenfolge der Filmtode – vorherzusehen. Dass eine solche Vorhersehbarkeit enorm auf die Spannung drückt, versteht sich von selbst. Was bleibt, sind gute Einzelszenen, einige spannende Momente sowie die gut inszenierten Hai-Angriffe – für filmischen Schiffbruch zu viel, für eine Mitschwimm-Empfehlung zu wenig…

Wertung:4 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © Koch Media)


Mitreden! Sagt uns eure Meinung zum Film im SpacePub!


Weiterführende Links:
Halloween-Special
Review zu "Der weiße Hai"
Review zu "Der weiße Hai 2"
Review zu "Der weiße Hai 3"
Review zu "Der weiße Hai 4 - Die Abrechnung"
Review zu "Frozen"
Review zu "Piranha 3D"







Artikel kommentieren
RSS Kommentare

Kommentar schreiben
  • Bitte orientiere Deinen Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben lade diese Seite bitte neu, damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicke bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
eMail:
Homepage:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:




  fictionBOX bei Facebook   fictionBOX bei Twitter  fictionBOX als RSS-Feed

TV-Planer
Im Moment keine TV-Einträge vorhanden