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Das Phantom der Oper Drucken E-Mail
Horror-Klassiker von Arthur Lubin Kategorie: Filme - Autor: Björn Flügel - Datum: Sonntag, 09 Oktober 2011
 
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Das Phantom der Oper
(Phantom of the Opera, USA 1943)
 
Das Phantom der Oper
Bewertung:
Studio/Verleih: Universal Pictures
Regie: Arthur Lubin
Produzent: George Waggner
Drehbuch: Samuel Hoffenstein & Eric Taylor, nach dem Roman von Gaston Leroux
Filmmusik: Edward Ward
Kamera: W. Howard Greene & Hal Mohr
Schnitt: Russell F. Schoengarth
Genre: Horror/Drama
Kinostart (Deutschland): 22. Dezember 1949
Kinostart (UK): 27. August 1943
Laufzeit: 92 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD, Roman
Mit: Claude Rains, Susanna Foster, Nelson Eddy, Edgar Barrier u.a.


Kurzinhalt: Aus finanziellen Nöten beschließt der Musiker Erique Claudin, ein eigenkomponiertes Klavierkonzert zu verkaufen. Als er es dem Verlag präsentiert, wird es abgelehnt, doch Claudin hört zufällig, wie jemand seine Komposition spielt. Es kommt zu einem Handgemenge, in dem Claudin den verleger erwürgt und ihm Säure ins Gesicht geschüttet wird, woraufhin er flieht und in den Katakomben der Pariser Oper Zuflucht findet. Er ist fasziniert von der jungen, begabten Christine Dubois und unternimmt fortan als "Phanom der Oper" alles, um ihre Karriere zu fördern. Dabei schreckt er selbst vor Mord nicht zurück, doch die Polizei kommt ihm allmählich auf die Spur. In seiner Verzweiflung entführt das "Phantom" schließlich Christine…

Review: ImageDer Roman "Das Phantom der Oper", der 1909 von dem französischen Journalisten und Schriftsteller Gaton Leroux in mehreren Teilen in der Zeitung "Le Gaulois" veröffentlicht wurde, wurde bereits mehrfach verfilmt. Als die bis heute beste Umsetzung gilt die Fassung von Rupert Julian aus dem Jahr 1925, in der Lon Chaney die Rolle des Phantoms verkörpert. Arthur Lubin wagte sich 1943 an eine Neuverfilmung dieses Stummfilmklassikers. Mit Claude Rains ("Der Unsichtbare", 1933) gelang es ihm, einen namhaften Darsteller, der schon an mehreren erfolgreichen Großproduktionen Hollywoods mitgewirkt hatte und zudem schon über gewisse Horror-Erfahrungen verfügte, zu verpflichten.

Lubin orientiert sich explizit an dem Stummfilm von 1925. So weisen Handlungsaufbau und Kulissen zum Teil verblüffende Ähnlichkeiten auf. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass Lubin lediglich eine Kopie abliefert. Ganz im Gegenteil: Er interpretiert die filmische, aber auch die literarische Vorlage auf seine eigene Weise, setzt individuelle Schwerpunkte und fügt dem Stoff sogar weitere Facetten hinzu. Insbesondere die Andeutung, dass das Phantom Christines Vater sein könnte, gefiel mir ausgesprochen gut. Aber auch die Darstellung, wie sich Erique allmählich zum hasserfüllten Phantom entwickelt, fand ich sehr gelungen. So ist er nicht eindeutig als das Böse zu identifizieren, sondern ebenso als schicksalhafte Figur. Es ist den exzellenten Schauspielkünsten von Claude Rains maßgeblich zu verdanken, dass diese Charakterisierung so gut funktioniert: Auf der einen Seite porträtiert er eindringlich das wahnsinnige Genie, auf der anderen Seite einen bemitleidenswerten Mann, der sein Leben der Musik verschrieben hat, der dann aber betrogen und ausgestoßen wird. Das endgültige Urteil über das Phantom überlässt Lubin schließlich dem Zuschauer. Diese Differenzierung unterscheidet den Film von vielen anderen Genre-Produktionen der 1940er Jahre und macht ihn damit umso bedeutender.

ImageBeeindruckend ist auch die pompöse Ausstattung, angefangen bei den aufwendigen Kostümen bis hin zu den detaillierten Bauten, die die Pariser Oper bzw. deren Katakomben darstellen. Hier wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um eine stimmige Atmosphäre zu schaffen. Weiterhin erweist es sich als Vorzug, dass der Film bereits in Farbe produziert wurde. So wirken die Bühnenbilder noch einmal prunkvoller und unterstreichen damit den künstlerischen Anspruch des Films. Auch die herausragende Musik, die größtenteils von Edward Ward eigens für den Film - basierend auf Motiven von Chopin und Tschaikowsky - geschrieben wurde, ist präzise auf Handlung und optische Gestaltung abgestimmt und hebt den opernhaften Charakter des Films hervor. Sie wird adäquat zelebriert und steht in manchen Szenen gänzlich im Mittelpunkt.

Die Dramaturgie hat als klassisch zu gelten und hält sich weniger an die Konventionen des zeitgenössischen (Genre-) Films als an den Romanaufbau und den Stummfilmklassiker von 1925. Den Film im Zusammenhang mit Horrorproduktionen wie "Frankenstein" oder "Dracula" zu sehen, mag zu falschen Erwartungen führen. "Phantom der Oper" will weder sein Publikum entsetzen, noch eine Monsterikone etablieren. Er besinnt sich auf die Ästhetik des Films, verbindet sie mit Elementen der Oper und erzeugt seine schauerhafte Stimmung mit Hilfe von optischen Raffinessen, die im Zusammenhang mit den Handlungselementen stehen.

Fazit: Arthur Lubins "Phantom der Oper" gelingt auf nahezu allen Ebenen: Als menschliche Tragödie, als Kriminalgeschichte, als Leinwandoper, als visuelles und musikalisches Glanzstück und nicht zuletzt als phantastische Gruselmär. Claude Rains erweist sich Idealbesetzung für die Rolle des Phantoms. Der Film ist gekonnt inszeniert und nimmt sich die Zeit, um seine prachtvollen Bilder wirken zu lassen. Durch diese Reize lenkt er allerdings auch von sich selbst ab.

Wertung:7 von 10 Punkten


Tu Bacco
(Bilder © Universal Pictures)


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Weiterführende Links:
Halloween-Special
Review zu "Der Unsichtbare"
Review zu "Dracula"
Review zu "Frankenstein"







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