Mit: Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Mark Strong, Tim Robbins, Angela Bassett u.a.
Kurzinhalt:
Das intergalaktische Corps der Green Lantern macht sich die größte Macht des Universum – den Willen – zu Nutze, um das Böse zu bekämpfen. Als sich ein mächtiger neuer Feind erhebt, der sich von ihrer Angst ernährt und immer stärker wird, stellt sich der stärkste Lantern ihm – wird jedoch lebensgefährlich verletzt, und stürzt auf den Planeten Erde ab. Dort sucht der Ring nun nach einem Nachfolger – und glaubt, ihn im waghalsigen Kampfflieger-Piloten Hal Jordan gefunden zu haben. Dieser ist von der ihm übertragenen Aufgabe und der damit einhergehenden Verantwortung überwältigt. Er hält sich für unwürdig und kehrt dem Corps den Rücken zu. Doch als Parallax immer mächtiger wird und sich auch eines Handlangers auf der Erde bedient, ist Hal Jordan die letzte Hoffnung – nicht nur der Menschheit, sondern des gesamten Universums…
Review:Kein Zweifel: Wähnte man nach dem veritablen Flop "Batman & Robin" das Genre der Comic- bzw. Superhelden-Filme in der Krise, hat Hollywood in den 0er-Jahren nach den zahlreichen Erfolgen (nicht wenige Vertreter des Genres finden sich auch in der Aufstellung der erfolgreichsten Filme des letzten Jahrzehnts) einen Narren gefressen. Und trotz des einen oder anderen Flops zwischendurch und der Gefahr einer Übersättigung – vor allem 2011 wird man ja förmlich mit Comic-Verfilmungen erschlagen – ist die Begeisterung in Hollywood ungebrochen. Kein Wunder daher, dass man nun, nachdem man alle bekannteren Superhelden auf der großen Leinwand ausgeschlachtet hat (und dabei ist, einige von ihnen neu zu starten, wie z.B. "The Amazing Spider-Man"), sich zunehmend den Helden aus der 2. oder gar 3. Reihe zuwendet, um die Quelle an comic-basierter Unterhaltung nicht versiegen zu lassen. Marvel hat es mit "Iron Man" vorgemacht und diesen erfolgreich in die Riege der A-Helden gehievt. Auch die ersten Einsätze von "Thor" und "Captain America" verliefen durchaus erfolgreich. Die Konkurrenz von Warner bzw. DC musste hingegen mit "Green Lantern" einen herben Rückschlag einstecken – und das meines Erachtens auch zu Recht.
Zusammen mit der Renaissance der Comic-Verfilmungen im letzten Jahrzehnt hat sich auch zunehmend ein ernsterer, erwachsenerer Ansatz durchgesetzt. Mehr Realismus, Charaktertiefe und Tiefgang – eine Entwicklung, die 2007 mit "The Dark Knight" ihren vorläufigen Höhepunkte erlebte, der sich für Warner Bros. an den Kinokassen auch entsprechend auszahlen sollte. Und auch wenn dem noch eine ganze Ecke anspruchsvolleren "Watchmen - Die Wächter" kein ähnlicher Erfolg mehr beschienen war, sind spätestens seit dem Erfolg von Nolan's zweitem Ausflug nach Gotham düster, mutig, riskant und schwermütig DIE Schlagworte, wenn es um Comic-Filme geht. Dabei ignorierte man jedoch eine ganz schlichte Wahrheit: Diese Formel ist kein Allheilrezept. Natürlich sollte ein gewisser Anspruch immer gegeben sein, und auch ich habe mich in der Vergangenheit schon lautstark darüber beschwert, wenn Comicverfilmungen einen zu leichten Ton anschlugen, statt auch die dramatischeren und anspruchsvolleren Aspekte ins rechte Licht zu rücken – allen voran die "Fantastic Four"-Filme, die mir doch zu seicht waren. Trotzdem sind "ernster" und "düster" keine allgemein gültigen Zugänge, keine Allheimittel, die immer und überall funktionieren und richtig sind. Grundsätzlich würde ich sagen: Je realistischer, je bodenständiger, je glaubhafter ein Superheld und seine Welt ist, desto eher eignet er sich für eine ernste Betrachtungsweise. Je abgehobener und phantastischer alles wird, desto mehr "suspension of disbelief" man benötigt, um das Konzept des Helden zu akzeptieren, desto schwerer wird es jedoch, damit erfolgreich zu sein. Denn "suspension of disbelief" erfordert es, nicht groß über Logik und Realismus nachzudenken und einfach zu konsumieren, während ein ernsthafter Zugang erfordert, sich mit dem Film näher auseinander zu setzen und über ihn nachzudenken.
In den Batman-Filmen geht es um einen Millionär, der seinen Reichtum dazu verwendet, Gagdets entwickeln zu lassen und dann damit auf Verbrecherjagd zu gehen. Wenn es in seiner Welt überhaupt übersinnliche Elemente gibt, sind diese auf seine Feinde beschränkt. Spider-Man ist ebenfalls recht bodenständig und zumeist wissenschaftlich "geerdet". "Fantastic Four" und "Hulk" ebenso. Aber "Green Lantern"? Ein Film über ein intergalaktisches Corps von Superhelden, dass über die Macht des Willens – die größte Macht im Universum – verfügt, und sich diese über Ringe und Laternen zu Nutze macht? Sind wir doch mal ehrlich: Ein bisschen albern ist das schon. Und das ist ja auch ok – solange man diese Albernheit begrüßt, sich auf sie einlässt und sie als Stärke nutzt. Aber albern und düster vertragen sich eben nicht so recht – und genau dies ist meines Erachtens das größte Problem dieses Films. Das Konzept ist ziemlich abgefahren und spaßig, doch der Film an sich ist todernst. Anstatt die Idee zu nehmen und Spaß mit ihr zu haben, erzählt man eine unnötig schwermütige Geschichte, welche die unterhaltsamen Elemente fast völlig ausbremst. Wie gesagt, ich habe nichts gegen ein bisschen Anspruch in meinen Filmen. Aber bei "Green Lantern" funktioniert dieser ernste, überdramatisierte Zugang nicht, wodurch der Film teilweise ins unfreiwillig komische abdriftet.
Zumal man ja auch nicht gänzlich auf die ulkigeren Elemente verzichtet. Beim großen Showdown am Ende nutzt Hal Jordan z.B. die Macht des Ringes, um eine riesige Faust zu erschaffen, mit der er dem Bösewicht eine verpasst. In einem rein auf fun und oberflächliche Unterhaltung zugeschnittenen Film, hätte dies ein triumphaler, lustiger Moment sein können, ein echtes Highlight. Hier jedoch wirkt es aufgrund des überwiegend ernsten Tons völlig fehl am Platz. Es hilft auch nicht, dass viele der ernsteren Elemente klischeehafter nicht sein können, wie z.B. Hal Jordan's "daddy-issues". Auch das im Zentrum des Films stehende Dilemma, dass er sich der Aufgabe für nicht gewachsen hält und davor eigentlich fliehen möchte, schäumt nicht gerade vor Originalität über. Als Carol und Hal ihr Gespräch auf dem Dach eines Gebäudes haben und sich über seine Aufgabe unterhalten, hätte nur noch gefehlt, dass Carol zu ihm sagt "Aus großer Macht folgt große Verantwortung". Zumal es am Ende weniger seine Entscheidung ist, als ihm angesichts der bevorstehenden Zerstörung der Erde eigentlich kaum eine andere Wahl gelassen wird – was diesen ohnehin öden und viel zu dominanten Selbstfindungstrip erst recht irgendwie ins nichts laufen lässt. Jedenfalls wurde auf dieses innere Dilemma und der Tatsache, dass er sich dieser immensen Aufgabe nicht gewachsen scheint, viel zu viel Zeit ver(sch)wendet. Der Einstieg sowie die Szenen auf Oa mögen ja noch gelungen sein, aber sobald Hal Jordan vor dieser Verantwortung zur Erde flieht (seinen Ring, die Laterne und damit seine Kräfte lässt man ihm aber. Nur gut, dass er nichts Böses im Schilde führt – man will sich gar nicht vorstellen, was er im Namen des Green Lantern-Corps alles für fürchterliche Dinge hätte anstellen können) und mit sich selbst hadert, schläft der Film völlig ein. Die nachfolgende Stunde ist eine einzige Studie in Langeweile…
Die eigentliche Message des Films ist dann wohl, dass jeder von uns Angst hat – wir sie jedoch besiegen können, wenn wir uns ihr stellen. Eine Aussage, die sich in ihrer Einfachheit wohl doch eher an die schlichten Gemüter von Kindern im Alter von 6-10 Jahren richtet. Dumm nur, dass diese den Film eigentlich gar nicht sehen dürfen, wurde er doch erst ab 12 freigegeben – und das meines Erachtens völlig zu Recht. Dies ist dann auch eine der größten Hürden des Films: Vieles richtet sich an Kinder; zugleich gibt es aber auch einige ungemein düster-brutale Momente, welche "Green Lantern" für eben sie – meines Erachtens die eigentliche Zielgruppe des Films - ungeeignet machen. Hier ist vor allem jene Szene zu nennen, als Parallax einige Menschen praktisch in Staub verwandelt – ein Effekt, der zwar schamlos von "Krieg der Welten" geklaut wurde, jedoch dennoch nichts von seinem Schrecken verloren hat. Auch die Darstellung von Hector Hammond ist ziemlich düster. Wenn ich Kinder im Alter zwischen 6 und 10 hätte, würde ich ihnen den Film jedenfalls nicht zeigen – was schade ist, da "Green Lantern" als Held selbst doch in erster Linie für sie gedacht und geschaffen scheint. Damit kommt dem Film dann die letzte Zielgruppe abhanden, die ihn wohl noch am ehesten hätte genießen können…
Was die Bösewichte betrifft, tritt man ein wenig aus dem bekannten Schema aus. War es sonst bei solchen "Origin-Stories" üblich, sich auf einen Widersacher zu konzentrieren, da es ja ohnehin auch noch zu erzählen galt, wie der Hauptprotagonist zum (Super-)Helden wurde, präsentiert uns "Green Lantern" derer gleich zwei. Wirklich überzeugen kann leider keiner der beiden. Etwas überrascht war ich ja schon, dass man bei DC/Warner nicht vom "Fantastic Four 2"-Debakel und damit den Fehlern der Konkurrenz gelernt hat, sondern uns stattdessen hier eine weitere "Todeswolke" präsentiert – was genauso gut funktioniert wie damals beim Aufstieg des "Silver Surfers", nämlich gar nicht. Parallax's "Handlanger" auf der Erde fand ich aber sogar noch schlimmer. Vom Konzept her zwar nicht uninteressant, und das Make-Up ist ihnen ja grundsätzlich nicht schlecht gelungen, trotzdem wirkt er mit seinem Schwellkopf im besten Falle abstoßend und im schlechtesten Falle lächerlich – jedoch keinesfalls bedrohlich. Damit haben wir also nicht nur einen, sondern gleich zwei wenig überzeugende Widersacher – angesichts der ungeschriebenen Regel der Comic-Filme, dass ein Film immer nur so gut ist wie der Bösewicht (zugegeben, es gibt Ausnahmen. "Watchmen - Die Wächter" ist dank der komplexen "Helden" und der meisterhaft erzählten epischen und vielschichtigen Geschichte so eine, wie auch der erste "Hulk", der nicht wegen, sondern trotz des Widersachers funktioniert hat), ein weiterer Nagel in "Green Lantern"'s (im Irak vergrabenen?) Sarg.
Den Schauspielern ist dabei noch der geringste Vorwurf zu machen. Zwar finde ich es schon etwas seltsam, dass wir Ryan Reynolds nun hier schon in seiner dritten Superhelden-Rolle erleben, und hätte daher ein diesbezüglich etwas unbeschriebeneres Blatt wie z.B. Fan-Favorit Nathan Fillion vorgezogen, ich kann jedoch verstehen, dass Warner/DC für diesen weniger bekannten Helden einen bekannteren Schauspieler haben wollten – und er macht seine Sache durchaus gut. Eine weitere Stärke ist Mark Strong, dessen Leinwandpräsenz trotz des Make-Ups durchscheint. Auch Peter Sarsgaard kann nichts dafür, dass man ihm so einen Eiterkopf verpasst hat, und tut sein bestes. Einzig Blake Lively hat mich nicht wirklich überzeugt. Sie bringt absolut nichts in den Film ein außer ihr Aussehen, und konnte mir weder ihre Figur noch das Techtelmechtel mit Hal Jordan überzeugend vermitteln. Etwas irritiert war ich auch vom Auftritt von Tim Robbins – weniger, weil er nicht gut spielen würde, sondern weil er in der Rolle völlig verschwendet scheint, da er ohnehin nichts zu tun bekommt.
Martin Campbell wird in vielen Kritiken zum großen Sündenbock dieses filmischen Debakels gemacht. Und auch wenn es stimmt, dass er sich hier angesichts der Fülle an digitalen Effekten wohl nicht so recht wohlgefühlt zu haben scheint und nicht so sicher und elegant agiert (bzw. inszeniert), wie man das von ihm gewohnt ist, so ist seine Inszenierung doch keineswegs schlecht. Die großen Probleme des Films sind meines Erachtens an anderer Stellen – allen voran dem Drehbuch – zu finden. Da würde ich selbst James Newton Howard mehr Schuld zuweisen, der es leider verabsäumt hat, Hal Jordan ein eingängiges, heroisches Theme auf seinen Weg zu geben und die über weite Strecken des Films leider schmerzlich vermisste (und maximal nur ansatzweise angedeutete) Größe und Epik zumindest über die Musik zu vermitteln. Auch die vielerorts gescholtenen Effekte sind so schlecht nicht – alles auf Oa, inklusive der dortigen Außerirdischen, sieht sogar ziemlich gut aus. Generell konnte mir das Design einiger der Außerirdischen gefallen – schade, dass man von ihnen nur so wenig zu sehen bekam. Was tatsächlich nicht ganz so zu überzeugen vermag, ist das digitale Kostüm, allen voran die Maske. Vor allem letztere scheint in einigen Einstellungen nicht richtig auf Ryan Reynolds Gesicht zu haften. Aber jetzt mal ehrlich: Diese kleinen Ausreißer bei den digitalen Effekten sind nun wirklich noch das geringste Problem an "Green Lantern". Zuletzt noch ein kurzes Wort zum 3D: Wie schon bei "Transformers 3" profitieren vor allem die Weltraumszenen von der zusätzlichen Dimension und der dadurch entstandenen Tiefe. Während des Rests des Films ist das 3D jedoch kaum nicht mehr zu bemerken, und daher den Aufpreis in meinen Augen nicht wirklich wert.
Fazit:Im Falle von "Green Lantern" steckt der Teufel nicht im Detail, sondern im großen Ganzen. Vieles an dem hier von DC bzw. Warner Bros. gewählten Ansatz funktioniert einfach nicht. "Green Lantern" ist angesichts des doch ein wenig albernen Konzepts ein viel zu ernster, ernsthafter und schwermütiger Film. Anstatt jene Aspekte zu betonen und mit offenen Armen zu empfangen, die ihn in einem an Comic-Verfilmungen nicht gerade armen Sommer vom Rest der Superhelden abheben würden, versucht man Oa und all die Science Fiction-Elemente so gut als möglich zu verstecken, und konzentriert sich viel zu lang und viel zu sehr auf die Geschehnisse auf der Erde, und Hal Jordans inneren Konflikt – der noch dazu sterbenslangweilig umgesetzt wurde. Das Ergebnis ist ein ernster Film zu einem albernen Konzept. Ein langweiliger Unterhaltungsfilm. Ein unnötig düster-"brutaler" FSK 12-Film für einen Superhelden, der sich in erster Linie an die Zielgruppe der 6 bis 10-jährigen richtet. Das Einzige, was ihn halbwegs rettet, sind die teils beherzt aufspielenden Darsteller (allen voran Ryan Reynolds und Mark Strong) sowie die Szenen auf Oa bzw. im Weltraum, während denen "Green Lantern" kurzzeitig zum Leben erwacht und zu unterhalten vermag. Jedenfalls wäre dieses Debakel leicht zu verhindern gewesen, wenn man sich auf die Stärken dieses Helden konzentriert und einfach etwas Spaß mit ihm gehabt hätte, statt verkrampft auf düster-ernst-schwermütig zu machen. Dann hätte er sich zwar wohl immer noch nicht mit den Genregrößen messen können, wäre aber wenigstens unterhaltsam gewesen. So kommt "Green Lantern" leider im Kinojahr 2011 – zumindest vorerst – die rote Laterne unter den Superheldenfilmen zu…
Ich habe die Laterne zwar noch nicht gesehen, aber ich will trotzdem mal was loswerden, was mich schon lange beschäftigt: wieso sind soviele der Ansicht, das ein Film nur dann düster und ernst sein kann, wenn alles auf realistisch getrimmt oder soweit auf realistisch getrimmt ist, wie es geht, während ein Fim, in dem der Weltraum eine Rolle spielt oder übernatürliche Elemente in Erscheinung treten, dagegen nur lustig sein soll und keiner glaubt, das ein ernster düsterer Film mit Weltraum und übernatürlichen Elementen funktionieren könnte?
Ich glaube keineswegs, dass Filme, die im Weltraum spielen, oder über übersinnliche Elemente verfügen, nicht ernst und düster sein können. Dafür gibt es genug Gegenbeweise . Die Grundidee hinter "Green Lantern" halte ich persönlich jedoch für etwas zu albern für solch einen Ansatz. Ist aber nur meine persönliche Meinung
Ich hätte es vielleicht besser etwas genauer sagen sollen. Ich habe es nämlich nur auf den Comicbereich bezogen. Mir kommt es spätestens seit den neuen Batmans so vor, als würde düster und ernst nur dann akzeptiert werden, wenn alles soweit auf Realismus getrimmt ist wie nur möglich. Wenn ich mich an die beiden Hellboy-Kritiken gerade richtig erinnere, störte es dich auch mal, das die meisten neueren Superheldenfilme sich für die übernatürlischen Sachen in ihrer jeweiligen Vorlage schämen und versuchen rüberkommen, als würden sie im richtigen Leben stattfinden, nur mit Superheldensachen versehen.
Zumindest kann man die Laterne dafür loben, das man mal den Weltraum genutzt hat, während die ganzen Helden hauptsächlich auf der Erde rumgammeln. Nur schade, das gerade dieser Aspekt kaum Beachtung bekommen soll.
Mit den phantastischeren Elementen hast du vollkommen recht; aus dem Review geht jedoch auch hervor, dass ich eben die SF-Elemente (noch) am besten fand. Eben deshalb haben mcih diese ganzen Szenen auf der Erde, wo sich Hal Jordan seiner Verantwortung stellt, ja auch so gestört (u.a.). Hal Jordan bzw. die Green Lanterns sind galaktische Helden, da erwarte ich mir eine epische Geschichte die den Weltraum nicht versteckt und versucht, so viel Zeit wie möglich auf der Erde zu verbringen. Und natürlich ist ein ernsterer, düsterer Ansatz auch dann möglich - es ist nur schwerer, und im vorliegenden Fall hielt ich ihn einfach für falsch. Möglicherweise hätte ich das anders empfunden, wenn sie mir generell mehr zugesagt hätten, sie besser gelungen wären, und nicht so klischeehaft. Generell kam mir ja der ganze Film etwas schizophren vor. Gut möglich, dass es daran lag. Aber ich glaube halt einfach, dass wenn man sich mehr auf den Spaß konzentriert hätte statt dieser unnötig schwermütigen Handlung, der Film an sich unterhaltsamer gewesen wäre. Und wenn es "Green Lantern" vor allem an einem gemangelt hat, dann war es der Unterhaltungswert.
Das klingt schon nachvollziebarer. Leider hängt die Masse zu sehr an der Erde und hätte es wohl komisch gefunden, wenn es so gekommen wäre.
Was ich noch schnell loswerden ich: ich lese ja schon eine ganze weile die Kritiken hier mit und finde, das du echt nen hervorragenden Kritiker abgibt, der Stärken und Schwächen eines Filmes (meistens) gut auf den Punkt bringt. Es gibt aber auch Kritiken, denen ich nicht groß zustimmen kann, z.B. bei der 2010er-Version von Nightmare on Elm Street.
Wow, vielen Dank für das Lob. Sowas hört man nicht alle Tage, drum freu ich mich jedes Mal aufs neue ganz besonders. Tut gut, zu wissen, dass man sich die ganze Arbeit nicht ganz umsonst macht .
Du wirst nie jemanden finden, mit dem du 100%ig und bei jedem Film übereinstimmst. Wäre ja auch langweilig, wenn wir alle immer die gleiche Meinung hätten, oder? . Dass ich manchmal - teils sehr deutlich - von der vorherrschenden Meinung abweiche (das von dir angesprochene NoES-Remake, "The Thing", die Matrix-Sequels und und und.), fällt mir selbst des öfteren auf. Ich hoffe aber, ich schaffe es wenigstens immer, auch halbwegs zu BEGRÜNDEN, warum ich anderer Ansicht bin, so dass man es wenn man mir schon nicht zustimmt wenigstens nachvollziehen kann .
Wenn du so weiter machst wie bisher, geht schon nichts schief. Einige andere Seiten könnten von dir echt ne Scheibe abschneiden, vorallem bereitsgesehen.de.