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The Green Hornet Drucken E-Mail
Seth Rogen als grüner Superheld Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 28 Juni 2011
 
The Green Hornet
(The Green Hornet, USA 2011)
 
The Green Hornet
Bewertung:
Studio/Verleih: Columbia Pictures
Regie: Michel Gondry
Produzenten: U.a. Neal H. Moritz, Seth Rogen & Evan Goldberg
Drehbuch: Seth Rogen & Evan Goldberg
Filmmusik: James Newton Howard
Kamera: John Schwartzman
Schnitt: Michael Tronick
Genre: Actionkomödie
Kinostart (Deutschland): 13. Januar 2011
Kinostart (USA): 14. Januar 2011
Laufzeit: 119 Minuten
Altersfreigabe: Ab 12 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: Blu Ray, Blu Ray 3D, DVD
Mit: Seth Rogen, Jay Chou, Christoph Waltz, Cameron Diaz, Tom Wilkinson, David Harbour, Edward James Olmos u.a.


Kurzinhalt: Nach dem Tod seines Vaters erbt Britt Reid nicht nur dessen Vermögen und Firmenimperium, sondern auch seinen Mechaniker und Kaffee-Zubereiter Kato. Dessen handwerkliches und kämpferisches Geschick bringt ihn nach einer schicksalhaften Nacht auf eine Idee: Warum nicht all das Geld nutzen, um den Schurken der Stadt als Superheld das Fürchten zu lehren? Reid will sich dabei vor allem in einem Punkt von den normalen Superhelden unterscheiden: Er möchte so auftreten und agieren wie ein Bösewicht, und so die Gangster mit ihren eigenen Waffen bekämpfen. Schon bald wird der russische Gangsterboss Chudnofsky auf die "grüne Hornisse" aufmerksam, und schmiedet einen Plan, um sich dieses lästigen Insekts ein für allemal zu entledigen…

Review: ImageDer grandiosen Jugendserie "Freaks & Geeks" mag zwar auf den Fernsehschirmen längst nicht jener Erfolg vergönnt gewesen sein, die sie sich verdient hätte (nicht zuletzt wurde sie ja leider nach nur 18 Folgen abgesetzt), hat sich jedoch im darauffolgenden Jahrzehnt als absolute Talentschmiede offenbart. Hinter der Kamera mit u.a. Judd Apatow, Jake Kasdan (dessen "Bad Teacher" gerade angelaufen ist) und Paul Feig (der mit "Bridesmaids" den bisherigen Überraschungserfolg des Sommers in den USA geliefert hat), während vor der Kamera vor allem die "Freaks" längst den Durchbruch geschafft haben: Linda Cardellini zählte jahrelang zur Stammbesetzung von "Emergency Room", Busy Phillips war in weiterer Folge u.a. in "Gilmore Girls" und "Cougar Town" zu sehen, Jason Segel ist mit "How I Met Your Mother" sehr erfolgreich und konnte auch auf der großen Leinwand bereits einige Achtungserfolge ("Forgetting Sarah Marshall") erzielen, und James Franco zählt spätestens seit seiner (verdienten) Oscar-Nominierung für "127 Hours" zu den vielversprechendsten Nachwuchsstars Hollywoods. Und dann ist da noch Seth Rogen…

Zwar war auch er in den letzten Jahren immer wieder auf der großen Leinwand zu sehen – teilweise auch durchaus erfolgreich, siehe "Beim ersten Mal" – von den eben genannten ist aber bei ihm zumindest bei einigen Filmfans mittlerweile einiges an Ermüdung und Übersättigung spürbar. Es gibt nicht wenige, die ihn nach den fast immer gleichen Rollen, die sich nur durch die leicht schwankende Waage zwischen widerwärtig und sympathisch unterschieden, nicht mehr sehen können. Wenn ihr euch zu dieser Gruppe von Filmfans zählt, könnt ihr "The Green Hornet" von vornherein auslassen, da es ihm sicherlich nicht gelingen wird, euch zu bekehren. Denn wer glaubt, die Hauptrolle in einem Actionfilm zu spielen würde bedeuten, dass wir von ihm endlich mal etwas Neues zu Gesicht bekommen, der irrt. Nun sei festgehalten, dass ich (noch?) nicht zu seinem Hassern zähle, und ihm nach wie vor gerne zusehe – aber selbst ich würde mir schön langsam aber sicher mal wünschen, dass er aus dem ewig gleichen Muster ausbrechen würde. Nichtsdestotrotz finde ich seine Leistung hier solide, und halte ihn auch für sehr passend in der Rolle; vor allem da Britt Reid ohnehin nur das Geld und die Idee beisteuert, und für alle Heldentaten Kato quasi im Alleingang verantwortlich ist. Ich hoffe nur, dass es jetzt bald mal seine Wandlungsfähigkeit – so vorhanden – unter Beweis stellt.

ImageEtwas zu sehr an frühere Folge erinnert hat mich auch Christoph Waltz. Bitte nicht falsch verstehen: Er ist in der Rolle des Bösewichts absolut überragend und mit Abstand das Beste am gesamten Film, aber trotz der etwas cholerischeren Ader ist unverkennbar, dass Hans Landa für diese Rolle – und seine Performance – Pate stand. Schade auch, wie das einstige Hollywood-Darling Cameron Diaz (die aktuell in den Kinos mit "Bad Teacher" hofft, aus dem Karriereloch hervorzukriechen) hier nahezu verschwendet wird. Und Jay Chou, der für mich vor dem Film ein ungeschriebenes Blatt war, wird dies leider trotz einer guten Performance und den gelungenen Kampfszenen wohl auch danach bleiben. Womit wir schon bei meinem größten Kritikpunkt sind: Nichts an "The Green Hornet" kann so richtig begeistern. Zugegebenermaßen ist auch nichts an ihm wirklich schlecht – alle Aspekte der Produktion sind mindestens grundsolide und teilweise sogar richtig gut, aber es fehlte mir der zündende Funke.

Die wohl neben Christoph Waltz größte Stärke des Films ist Michel Gondry’s teils durchaus eigenwillige Inszenierung, einige originelle Ideen bzw. der schräge Ton, der über weite Strecken des Films dominiert, dank dem sich "The Green Hornet" angenehm vom Comicfilm-Einheitsbei abhebt. Auch die Kampfszenen sind durchaus ansprechend in Szene gesetzt. Der Unterhaltungswert bleibt nicht zuletzt dank einiger gelungener Gags die meiste Zeit angenehm hoch, zwischendurch schleichen sich allerdings auch immer wieder mal ein paar Längen ein – vor allem, wenn man sich bemüht, den Figuren etwas Tiefe zu verleihen, was nicht im Geringsten funktioniert. "The Green Hornet" ist immer dann am besten wenn man sich darauf verlegt, luftig-lockere Unterhaltung mit leicht schrägem Touch zu servieren; die Dramaelemente wirken dabei leider wie ein Fremdkörper, und halten den Film nur unnötig auf. Und leider fallen angesichts einiger originelleren Elemente die ebenso vorhandenen – und überwiegend ironiefrei transportierten – Genre-Klischees (Beispiel: Rache für den Tod einer nahestehenden Person; genauer will ich aus Spoilergründen nicht werden) umso negativer auf.

Fazit: ImageWer eine luftig-lockere und immerhin ansatzweise originelle Blockbuster-Actionkomödie sehen will, die sich in erster Linie dank einiger schräger Untertöne vom Comicfilm-Einheitsbrei angenehm abhebt, ist bei "Green Hornet" – sofern er nicht mittlerweile an einer "Rogen-Allergie" leidet – gut aufgehoben. Die Gags zünden überwiegend, die Action ist durchaus ansprechend inszeniert, und Christoph Waltz drückt dem Film mit seiner charismatischen Bösewicht-Performance wieder mal seinen Stempel auf. Demgegenüber stehen einige vor allem angesichts der originelleren Elemente störenden Genre-Klischees und die aus dem misslungenen (und überflüssigen) Versuch der Charaktertiefe entstehenden Längen. "The Green Hornet" ist ein ordentlich unterhaltsamer Film, dem jedoch leider der Stachel fehlt, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen…

Wertung:6 von 10 Punkten



Christian Siegel
(Bilder © Columbia Pictures)


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Weiterführende Links:
Review zu "127 Hours"
Review zu "Forgetting Sarah Marshall" (aka "Nie wieder Sex mit der Ex")
Review zu "Inglourious Basterds"


    



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