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Scream 4 Drucken E-Mail
Das Revival von Wes Cravens Horror-Reihe Kategorie: Filme - Autor: C. Siegel | M. Spieler - Datum: Donnerstag, 29 Oktober 2015
 
Halloween-SPECiAL

 
Scream 4
Originaltitel: Scre4m
Produktionsland/jahr: USA 2011
Bewertung:
Studio/Verleih: Dimension Films/Kinowelt
Regie: Wes Craven
Produzenten: U.a. Wes Craven, Bob Weinstein, Harvey Weinstein & Kevin Williamson
Drehbuch: Kevin Williamson
Filmmusik: Marco Beltrami
Kamera: Peter Deming
Schnitt: Peter McNulty
Genre: Horror/Thriller
Kinostart Deutschland: 05. Mai 2011
Kinostart USA: 15. April 2011
Laufzeit: 111 Minuten
Altersfreigabe: FSK ab 18
Trailer: YouTube
Kaufen: Blu-Ray, DVD
Mit: Neve Campbell, Courteney Cox, David Arquette, Emma Roberts, Hayden Panettiere, Rory Culkin, Alison Brie, Lucy Hale, Kristen Bell, Anna Paquin u.a.


Kurzinhalt: Seit der ersten Ghostface-Mordserie, auch das Woodsboro-Massaker genannt, sind zehn Jahre vergangen. Trotz des nachfolgenden mehrmaligen Auftauchens von Nachahmungstätern ist es Sydney Prescott gelungen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Ihr Trauma hat sie dabei in einem autobiographisch geprägten Selbsthilfebuch für die Opfer von Gewaltverbrechen verarbeitet, mit dem sie gerade durch die USA tourt. Für ihren jüngsten Zwischenstopp hat sich ihre Agentin etwas ganz Besonderes ausgedacht: Just am Wochenende des zehnjährigen Jubiläums der Morde soll sie im Zuge ihrer Buchtour in ihre Heimatstadt Woodsboro zurückkehren. Dort erwartet sie nicht nur Dewey und Gale, sondern auch ihre entfremdete erweiterte Familie, in Form ihrer Nichte Jill. Doch ihre Rückkehr ruft einen weiteren Nachahmungstäter auf den Plan, der Sydney und ihre Familie ins Visier nimmt, und das Jubiläum des Woodsboro-Massakers zum Anlass nimmt, um Ghostfact wiederauferstehen zu lassen…

Review von Christian Siegel: Szenenbild. Elf Jahre nach "Scream 3" und zu einem Zeitpunkt wo wohl niemand mehr mit einer weiteren Fortsetzung gerechnet, geschweige denn diese herbeigesehnt hat, kam "Scream 4" (den dämlichen "Scre4m"-Titel werde ich in diesem Review ignorieren) in die Kinos – und auch wenn er insgesamt nicht übermäßig gut ankam (siehe auch das Review meines Kollegen Michael Spieler etwas weiter unten), halte ich ihn für den zweitbesten der Reihe, der sich lediglich hinter dem Original verstecken muss. Im Gegensatz zum sehr enttäuschenden dritten, brachte man für "Scream 4" wieder Kevin Williamson zurück, um das Drehbuch zu schreiben – was in meinen Augen auch einer der Hauptgründe ist warum der Film den clever-spannenden ersten beiden Teilen wieder näher ist, als dem zur Selbstparodie verkommenden dritten. Auf dem Regiestuhl nahm neuerlich Wes Craven Platz, der – so wie die Scream-Reihe selbst, nach dem enttäuschenden Ende der ersten Trilogie – nach dem grauenhaften "My Soul to Take" selbst einiges an Wiedergutmachung zu leisten hatte, und dem es mit diesem Film in meinen Augen durchaus gelang, sich reinzuwaschen, und der uns – leider zum letzten Mal in seiner langjährigen Karriere – einen weiteren tollen Horrorfilm bescherte.

"Scream 4" stellt in jeglicher Hinsicht eine Besserung im Vergleich zum schwachen dritten dar, und fühlte sich wieder mehr wie die gelungenen ersten beiden Teile der Reihe an. Das beginnt schon beim Einstieg, der – so wie jene von "Scream" und "Scream 2" – mir sehr gut gefallen hat, und dem es praktisch sofort gelang, mich zu packen und zu begeistern – was nicht zuletzt auch an der cleveren Kommentierung des Übermaßes an Twists in Horrorfilmen nach dem Erfolg von u.a. "The Sixth Sense" liegt. Allein in dieser Szene haben mir eine treffendere, bessere und gefälligere Betrachtung der damaligen Horror-Trends, als beim diesbezüglich extrem enttäuschenden dritten – etwas, dass sich dann durchaus auch noch durch den Rest des Films ziehen sollte. Bereits der kurze Ausschnitt aus "Stab 6" konnte mir dabei gut gefallen, aber dann zu offenbaren, dass es sich dabei um den Anfang von "Stab 7" gehandelt hat, war ein Geniestreich. Und als wäre dieser Kniff nicht schon genug, gibt es in der nachfolgenden Szene – die mit Gastauftritten von Kristen Bell und Anna Paquin, und damit zwei doch recht bekannten Gesichtern aufwarten kann – eine weitere überraschende Wendung, die zumindest für mich völlig aus dem Nichts kam. Zugegeben, die Rohheit, Spannung und Dramatik des Einstiegs in "Scream" erreichte man hier zwar nicht. Dennoch fühlte ich mich nach diesem Einstieg perfekt auf den Rest des Films eingestimmt. Dieser konnte dann ebenfalls noch mit der einen oder anderen netten, neuen und/oder cleveren Idee aufwarten, wie z.B. der Ghostface-App. In weiterer Folge werden dann auch weitere Trends der 0er-Jahre im Horror-Genre, wie die Torture-Porn-Welle, Found Footage, sowie die Tatsache dass in der vorangegangenen Dekade Horrorfilme generell deutlich brutaler, grausamer und in ihrer Darstellung expliziter wurden, thematisiert (letzteres z.B. mit dem blutüberströmten Zimmer, dass selbst für mich als nicht mehr sonderlich zimperlichen Horrorfilm-Konsumenten schockierend war).

Szenenbild. Was ebenfalls enorm zur Spannung beitrug war, dass es dem Film erfolgreich gelang, mir zu vermitteln, dass sich seit der Trilogie die Regeln geändert haben. Dies, sowie die lange Pause generell, verliehen dem Geschehen ein Element der Unsicherheit, da ich ihn so ziemlich alles zutraute – den Tod von in den Vorgängern etablierten Figuren, und vielleicht sogar von Sydney selbst, eingeschlossen. Dies war für mich dann auch einer der Hauptgründe, warum ich "Scream 4" so spannend fand – ja vielleicht sogar mehr als den ersten Teil, der uns ja über die bekannten Regeln im Slasher-Genre aufklärte, und sich dann auch an diese hielt, was die Frage, wer überleben und wer sterben würde, teils wenig überraschend machte. Diesmal machte man von Anfang an klar, dass die altbekannten Regeln keine Gültigkeit mehr besitzen, und alles möglich ist. Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt ist der Ton des Films. "Scream 4" kehrt wieder zum ernsteren Ton der ersten beiden Teile der Reihe zurück, und legt wieder mehr Wert auf Horror und thrills, denn auf Humor (wie es im dritten der Fall war). Dieser ist zwar auch vorhanden, dient jedoch nur der Auflockerung zwischendurch, und geht auch nie auf Kosten der Spannung. Und generell würde ich sagen, dass er tonal dem ersten am nächsten kommt, und selbst "Scream 2" aussticht.

Eine weitere Stärke – die er mit all seinen Vorgängern, also selbst dem ansonsten schwachen dritten – teilt, sind die schauspielerischen Leistungen. Zumindest ich fand alle Performances gut bis sehr gut, wobei vor allem auch Neve Campbell ein weiteres Mal für mich hervorstach. Aber generell lässt sich im beeindruckend großen und hochkarätigen Ensemble (welches neuerlich aus einem netten Mix bekannter Gesichter sowie ein paar neuen Talenten besteht, die in weiterer Folge groß rauskommen sollten) kein schwaches Glied finden. Generell setzt man die einzelnen SchauspielerInnen wieder sehr geschickt ein, und besetzt mal unbekannte Gesichter in kleineren und bekanntere Gesichter in größeren Rollen, und vermeidet so einen "Gaststar-Effekt". Gerade auch der vergleichsweise kurze und unzeremonielle Auftritt des damals dank "The O.C." doch nicht unbekannten Adam Brody stach diesbezüglich für mich hervor. Darüber hinaus gab es auch diesmal wieder einige geschickt aufgebaute und/oder packende Szenen, wie z.B. rund um den vermeintlichen Killer im Schrank, oder auch die Kameras beim Filmscreening. Bei letzterem fing man vor allem auch die Atmosphäre solcher Screenings – die ich dank Filmfestivals wie dem /slash und Retro-Vorstellungen wie der "Strahler 80"-Reihe durchaus nachvollziehen und bestätigen kann – sehr gelungen ein. Und auch die Tatsache, dass Ghostface seine Morde diesmal selbst zu filmen schien, gab "Scream 4" einen neuen, interessanten Ansatz. Sehr gut gefallen hat mir auch die bereits angedeutete Unvorhersehbarkeit wenn es darum ging, wer überleben und wer sterben wird – geschweige denn, in welcher Reihenfolge. Was uns schließlich auch zur letzten wesentlichen Stärke des Films bringt: Die Auflösung rund um den Killer. Nicht nur ist es "Scream 4" hier bei der Erstsichtung gelungen, mich eiskalt zu erwischen, es war auch das erste Mal innerhalb der Reihe, dass ich die Motivation des Killers nachvollziehen konnte, bzw. sie mir plausibel erschien – so abgefuckt sie auch gewesen sein mag. Zumal hier auch ein Hauch von Gesellschaftskritik mitschwang, die ich sehr zu schätzen wusste. Jedenfalls fand ich die Offenbarung am Ende absolut großartig.

Szenenbild. Leider aber folgt auf diese tolle Szene dann mein Hauptkritikpunkt am Film, der letztendlich auch verhindert, dass "Scream 4" sogar mit dem Original gleichziehen kann. Denn ich wünschte wirklich, man hätte den Mut zu einem finsteren, "bösen" Ende gehabt, den Film rund 10 Minuten früher beendet, und sich den Epilog im Krankenhaus gespart. Nicht nur hätte man damit einem weiteren Trend der 0er-Jahre – den düsteren Enden – Rechnung getragen, ich hätte einen solchen Ausklang generell genial gefunden. Zumal – wenn man ab einer bestimmten Szene direkt zu den Reportern vor dem Krankenhaus geschwenkt wäre – man damit auch die mitschwingende Medienkritik verstärkt hätte. Zugegeben, der "Don't fuck with the original"-Spruch war ja ganz nett, und generell war der Showdown (abseits des x-ten letzten Aufbäumens des Killers – das ist innerhalb der Reihe mittlerweile nur mehr ein selbstparodistisches Klischee, dass mir zum Hals heraussteht) nett gemacht. Ist also nicht so, als ob nach diesem bestimmten Punkt alles scheiße wäre. Aber einen mutigeren Ausgang des Geschehens hätte ich halt entschieden vorgezogen.

Fazit: Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung ziemlich allein dastehe, aber ich halte "Scream 4" für sehr unterschätzt. Nach dem schwachen dritten Teil, der viel zu viel Wert auf Humor und Selbstparodie legte, kehrt der vierte Teil der Reihe wieder zu den ernsteren Wurzeln der ersten beiden Filme zurück. Bereits der Einstieg war grandios, und in weiterer Folge gelingt es immer wieder, die Horrortrends des neuen Jahrtausends auf teils clevere Art und Weise zu thematisieren, und teilweise auch aufs Korn zu nehmen. Kevin Williamsons Rückkehr als Drehbuchautor hat sich jedenfalls definitiv gelohnt. Was den Film darüber hinaus für mich enorm aufwertete, war, dass es ihnen erfolgreich gelang, mir das Gefühl zu geben, dass diesmal auch wirklich alles möglich ist, und es jeden – ja selbst Sydney – erwischen kann. Es gab wieder einige clevere Szenen, zahlreiche packende Momente, das Ensemble ist so groß wie hochkarätig, und die schauspielerischen Leistungen konnten mir insgesamt wieder sehr gut gefallen. Die letzte wesentliche Stärke ist dann die Offenbarung des Killers, die mir von allen "Scream"-Filmen mit Abstand am besten gefiel, und die ich auch von der Motivation des Täters her am überzeugendsten und nachvollziehbarsten fand. Einzig der mutlose Ausgang des Geschehens verhindert, dass der vierte Teil mit dem Original gleichziehen kann. Ich wünschte wirklich, man hätte den Film ein paar Minuten früher beendet. Trotz dieses Kritikpunkts ist "Scream 4" in meinen Augen aber die beste Fortsetzung, und damit zugleich auch ein mehr als würdiger Abschluss, der Reihe.

Wertung:8 von 10 Punkten
Christian Siegel


Review von Michael Spieler: Szenenbild. Die Mutter aller Horrofilme über Horrorfilme geht in eine neue Runde und spart weder mit Selbstrefrentiellem noch Referenzen zur Popkultur des letzten Jahrzehnts noch literweise Filmblut. Man könnte meinen Wes Craven (Regie) und Kevin Williamson (Buch) hätten den Film nur für Filmgeeks geschrieben & gedreht und nicht einmal ich bin mir sicher, ob ich jeden "Insiderwitz" mitbekommen habe. Es gibt eine neue Generation an der High School angeführt von Sidneys Cousine Jull Roberts (Emma Roberts), einen neuen Filmclub, eine neue Art mit Medien umzugehen. So filmt der Filmgeek Robbie (Erik Knudsen) seinen ganzen Tag und streamt den live ins Internet. "Alles anders" bedeutet auch, es gibt keine Regeln mehr. Jede(r) kann zum Opfer werden, egal ob Jungfrau, schwarz oder schwul.

Wer die Trilogie kennt, weiß, was ihn erwartet. Von den Anfangsszenen bis zum Ende Einzeiler und billige, wirksame Schreckmomente am laufenden Band. Man ist innerhalb der Story sehr bemüht, immer wieder darauf hinzuweisen, dass jetzt alles anders und neu ist. Aber andererseits setzt man auch voll auf die alte Stammbesetzung, die die neuen Gesichter mit wenigen Ausnahmen leider komplett an die Wand spielt, was im Kontext einer Teeniehorrorkomödie viel über das Talent mancher JungdarstellerInnen aussagt. Und was ist das mit den Culkin-Jungs? Bis auf einen Spross sehen die immer creepy aus. Dazu kommt dann die selbe alte Crew hinter der Kamera. Dadurch fühlt sich SCRE4M an wie sich ein SCREAM-Film eben anfühlt, sieht aus, wie ein SCREAM-Film eben aussieht, hört sich an, wie sich ein SCREAM-Film eben anhört. Trotzdem habe ich gelacht. Ziemlich oft sogar. Es gab der mittelmäßigen Gags offenbar derart viele, dass sie den Film über tragen. Der Film besteht im Grunde aus einer dünnen Story, Popkulturreferenzen, Kleinstauftritten von halb Hollywood (Cameos), Gerenne, Geschreie, Gesterbe.

Fazit: Freut einen Kinogänger, der in den 90ern die Trilogie geguckt hat, das Wiedersehen, die Gags, die Cameos? Defintiv ja. Deswegen kann man den schon gucken. Allerdings hebt er sich von seinen Vorgängern auch überhaupt nicht ab und wird zu seiner eigenen Persiflage. Alles ist im Grunde gewürzt mit zu viel Selbstironie und zu wenig Geschichte.

Wertung:4 von 10 Punkten
Michael Spieler
(Bilder © 2011 Kinowelt)


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Weiterführende Links:
Halloween-SPECiAL 2015





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