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The Fighter Drucken E-Mail
Sportlerdrama mit tollen Darstellerleistungen Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 22 Februar 2011
 
Image


The Fighter
(The Fighter, USA 2010)
 
Toy Story 3
Bewertung:
Studio/Verleih: The Weinstein Company/Paramount Pictures
Regie: David O. Russell
Produzenten: U.a. Darren Aronofsky,
Drehbuch: Scott Silver, Paul Tamasy & Eric Johnson
Filmmusik: Michael Brook
Kamera: Hoyte Van Hoytema
Schnitt: Pamela Martin
Genre: Sportfilm/Drama
Kinostart (Deutschland): 07. April 2011
Kinostart (USA): 17. Dezember 2010
Laufzeit: 115 Minuten
Altersfreigabe: Ab 16 Jahren
Trailer (Englisch): klick
Kaufen: Blu Ray, DVD
Mit: Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo u.a.


Kurzinhalt: Der Boxer Micky Ward scheint seine beste Zeit bereits hinter sich zu haben. Andere Manager sehen in ihm ein Sprungbrett für die Karriere ihres Schützlings, und buchen ihn nur mehr zu solchen Kämpfen bei denen er aussichtslos scheint. Seine Mutter und Managerin macht bei diesem Spiel mit, da sie auf seine Einkünfte aus den Kämpfen angewiesen sind. Und sein Bruder Dicky, ehemals selbst Profi-Boxer, der ihn eigentlich trainieren sollte, ist aufgrund seiner Crack-Abhängigkeit eher eine Belastung denn eine Unterstützung. Nach einer besonders schmerzhaften Niederlage platzt Micky schließlich der Kragen: Er beschließt, das Angebot eines anderen Managers anzunehmen. Als er dies seiner Familie verkündet, rasten seine (zahlreichen) Schwestern, sein Bruder und vor allem seine Mutter aus, und machen seine neue Freundin Charlene für sein ihrer Meinung nach schändliches Verhalten verantwortlich. Sein Bruder wiederum beschließt daraufhin, Geld aufzutreiben um Micky ein ähnlich gutes Angebot wie der Manager machen zu können. Dabei verstrickt er sich jedoch in zahlreiche Gaunereien, und wird schließlich festgenommen. Als ein paar Wochen später eine Dokumentation über Dicky und seine Crack-Sucht gesendet wird, beschließt nicht nur Dicky, sein Leben zu ändern; auch Micky löst sich endgültig von seiner Familie und startet unter neuem Management noch einmal mit seiner Boxkarriere durch. Sein Traum: Ein Titelkampf…

Review: ImageÄhnlich wie Micky Ward bei vielen seiner Boxkämpfe steigt auch "The Fighter" im Kampf um den Oscar als bester Film eher als Außenseiter in den Ring - sollte aber insbesondere bei den Darstellerkategorien nicht unterschätzt werden. Durchaus zurecht, sind diese doch hauptverantwortlich dafür, dass es "The Fighter" trotz der klischeehaften Handlung und des vorhersehbaren Ausgangs gelingt, aus der Masse an ähnlichen Sportlerdramen hervorzustechen. Die wohl beeindruckendste und auffälligste Performance liefert dabei Christian Bale als Crack-süchtiger Dicky ab. Wieder einmal stürzt er sich mit vollem Einsatz in eine Rolle und geht völlig in dieser kaputten, verlorenen Figur auf. Dabei schafft er es, Dicky trotz seiner Schwächen sympathisch zu machen, so dass wir ihn nach seinem Gefängnisaufenthalt dazu anfeuern, nun sein Leben endlich in den Griff zu bekommen. Hauptgrund dafür ist wohl, dass man selbst in seinen schlimmsten Momenten die Wertschätzung und Liebe, die er für seinen Bruder empfindet, erkennt und spürt.

Über Melissa Leo als dominierende und unterdrückende Mutter kann man dies nicht wirklich sagen. Auch ihre Performance ist großartig, doch im Gegensatz zu Bale ist es ihr nie gelungen, mir ihre Figur verständlich zu machen und Mitleid für sie aufzubauen. Zugegeben, möglicherweise war dies von David O. Russell auch genau so beabsichtigt, und als Antagonistin funktioniert sie gemeinsam mit ihrer Gefolgschaft an minderbemittelt wirkenden Töchtern hervorragend. Vor allem die Art und Weise, wie geringschätzig sie Charlene behandelt, hinterließ nachhaltig Wirkung bei mir. Da mir bei ihr aber jegliche positive Eigenschaft fehlte fand ich sowohl ihren Wandel als auch die Versöhnung gegen Ende nicht nachvollziehbar. Eben deshalb hat mir Amy Adams doch noch eine Spur besser gefallen. Zugegeben hat sie die leichtere, da sympathischere Rolle, doch auch in ihr brennt ein Feuer, dass gelegentlich an die Oberfläche kommen darf, und wenn dies geschieht, steht sie Melissa Leo's Verbissenheit und Gehässigkeit in nichts nach. Der Leidtragende dieses starken Ensembles voller eindringlicher, teils sehr aggressiver schauspielerischer Leistungen ist Mark Wahlberg, der den stillen Micky zwar überzeugend und sympathisch verkörpert, dem es jedoch aufgrund seiner Rolle nicht wirklich gelingt, zu glänzen. Auch fehlt es ihm meines Erachtens leider am nötigen Talent, uns nur durch verhaltene Mimik und Gesten bzw. über seine Augen die Gefühle der Figur zu vermitteln. Es ist zwar eine gute Performance, im Vergleich zu den spektakuläreren Leistungen seiner KollegInnen, welche in jeder Szene in der die zu sehen sind die Aufmerksamkeit des Zuschauers an sich binden, zieht er aber unweigerlich den Kürzeren…

ImageDavid O. Russell's Inszenierung ist überwiegend schlicht; er versucht klugerweise so wenig wie möglich von den starken, kraftvollen Leistungen seiner Darsteller abzulenken. Dennoch ist "The Fighter" auch visuell sehr interessant, was er vor allem dem cleveren Einsatz verschiedenster Kameras verdankt. Immer wieder werden uns Ausschnitte der mit der Doku-Kamera aufgenommenen Szenen gezeigt, und vor allem während der Boxkämpfe ist die Illusion durch die Verwendung von damals aktuellen TV-Kameras so überzeugend, dass man glauben könnte tatsächlich eine Live-Aufnahme der Kämpfe aus den 90ern zu verfolgen. Einzig jene Einstellungen, in denen sich die Kamera ganz offensichtlich im Ring befand, verraten ihren cineastischen Ursprung; durch die dynamische, packende Inszenierung dürfte dies allerdings den wenigsten auffallen, und stört auch zu keinem Zeitpunkt. Dafür sind die Kämpfe viel zu packend und durch die laufenden Schwenks auf Micky's Begleiter, die mit ihm mitfiebern, auch dramatisch umgesetzt.

Wenn "The Fighter" eine Schwäche hat, dann ist es die Handlung. Zwar reichern die Drehbuchautoren dieses Sportlerdrama um Elemente eines Familiendramas sowie einer Milieustudie an, das Ergebnis kann aber dennoch nicht gänzlich darüber hinwegtäuschen, dass wir ähnliche Geschichten schon oft erlebt haben. Dass es sich hierbei um die Dramatisierung realer Ereignisse handelt, bedeutet zwar, dass man dem Film die eine oder andere klischeehafte Wendung dadurch, dass es sich ja wirklich so zugetragen hat, nicht vorwerfen kann, macht es aber im Endeffekt auch nicht wirklich besser. Trotzdem sollte man sich davon nicht zu sehr abschrecken lassen. Denn auch wenn einem natürlich einiges schon bekannt vorkommt und "The Fighter" im Bereich der Sportlerdramen sicherlich nicht Neuland betritt (wie dies z.B. "Million Dollar Baby" tat), hängen Erfolg und Misserfolg dieser Filme ja in erster Linie immer davon ab, ob einen die Figuren sympathisch sind und man mit ihnen mitfiebert. Eben dies ist "The Fighter" bravourös gelungen - und das ganz, ohne Micky's Gegner unnötig zu dämonisieren. Denn der wahre Feind, der seinem Erfolg im Weg steht, sind ohnehin nicht seine Gegner im Ring, sondern seine Familie, sein Umfeld. Zugleich zeigt der Film aber auch, dass es auch nicht ohne sie geht: Erst als es ihnen allen gelingt, ihre Differenzen auszuräumen und sich gemeinsam hinter Micky zu stellen und an einem Strang zu ziehen, rückt auch für ihn der Erfolg in greifbare Nähe. Und das ist doch hoffentlich eine Message, mit der wir uns alle identifizieren können…

Fazit: ImageDavid O. Russell's Film über Micky Ward erfindet das Rad des Sportfilms nicht neu, ist aber da einem die Figuren ans Herz wachsen sehr packend und mitreißend. Zudem reichert man die Handlung um interessante Elemente, wie Dicky's Drogensucht, an, und verleiht diesem Sportfilm damit auch Anstriche eines Familiendramas und einer Milieustudie. Die größte Stärke von "The Fighter" sind jedoch die eindringlichen, teils sehr intensiven schauspielerischen Leistungen, wobei neben Amy Adams und Melissa Leo vor allem auch Christian Bale hervorsticht, während Mark Wahlberg schon allein aufgrund seiner zurückhaltenden Rolle nicht ganz so zu begeistern vermag. Die ausgefeilte Inszenierung, bei der David O. Russell stellenweise bewusst mit veralteten TV-Kameras arbeitet, um vor allem den Boxkämpfen ein realistisches Feeling zu verleihen, sorgt dann endgültig dafür, dass "The Fighter" im Kampf gegen gängige Sportlerdrama-Klischees doch noch einen knappen Sieg nach Punkten einfahren kann…

Wertung:7 von 10 Punkten



Christian Siegel
(Bilder © Paramount Pictures)


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Weiterführende Links:
Oscar - SPECiAL 2011


    



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