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Nightmare on Elm Street 3: Freddy Krueger lebt! Drucken E-Mail
Freddy gegen die Traumkrieger Kategorie: Filme - Autor: Christian Siegel - Datum: Dienstag, 26 Oktober 2010
 
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Nightmare on Elm Street 3 - Freddy Krueger lebt!
(A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, USA 1987)
 
Nightmare on Elm Street 3: Freddy Krueger lebt!
Bewertung:
Studio/Verleih: New Line Cinema
Regie: Chuck Russell
Produzenten: U.a. Wes Craven, Stephen Diener & Robert Shaye
Drehbuch: Wes Cravenm, Bruce Wagner, Chuck Russell & Frank Darabont
Filmmusik: Angelo Badalamenti
Kamera: Roy H. Wagner
Schnitt: Terry Stokes & Chuck Weiss
Genre: Horror
Kinostart (Deutschland): 07. Januar 1988
Kinostart (USA): 27. Februar 1987
Laufzeit: 96 Minuten
Altersfreigabe: Ab 18 Jahren
Trailer: klick
Kaufen: DVD
Mit: Robert Englund, Patricia Arquette, Heather Langenkamp, Craig Wasson, Ken Sagoes, Rodney Eastman, John Saxon, Jennifer Rubin, Laurence Fishburne u.a.


Kurzinhalt: Immer noch werden die Jugendlichen aus der Elm Street von Freddy Krueger in ihren Träumen terrorisiert. Da ihnen niemand glauben will, weist man sie in eine psychiatrische Anstalt ein. Nancy Thompson, die nach ihren Erfahrungen mit Freddy Psychologie und Traumforschung studiert hat, fängt als Praktikantin in eben dieser Anstalt an. Im Gegensatz zu den anderen Ärzten und Betreuern, weiß sie genau, was sie durchmachen, und glaubt ihnen. Unter ihren Patienten befindet sich auch Kristen, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie kann andere Personen in ihre Träume hineinziehen. Schon bald ersinnt man den Plan, diese Fähigkeit zu nutzen, um Freddy so gemeinsam gegenübertreten zu können…

Review: ImageNach dem zwar originellen, aber dennoch eher enttäuschenden ersten Sequel wendete man sich für die nächste Fortsetzung wieder an Wes Craven, der gemeinsam mit u.a. Frank Darabont das Drehbuch zu "Freddy Krueger lebt" beisteuerte. Auch vor der Kamera gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Heather Langenkamp schlüpft wieder in die Rolle von Nancy, und auch ihr Filmvater John Saxon hat einen Auftritt. Damit wird, nach der völlig unabhängigen Geschichte aus dem 2. Teil, auch die Handlung rund um Nancy wieder aufgegriffen und etwas Licht in das verwirrende Dunkel des Finales vom ersten Teil gebracht (wobei die Betonung hier wirklich auf "etwas" liegt, denn irgendwie wollen diese neuen Informationen die wir hier erhalten nicht wirklich zum damaligen Ende passen). In weiteren Rollen sind zudem unter anderem Patricia Arquette (in ihrer ersten Filmrolle) und Laurence "Larry" Fishburne zu sehen.

Womit wir schon bei der ersten großen Stärke im Vergleich zum unmittelbaren Vorgänger wären: Die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten sind – vor allem für einen Horrorfilm, wo man sich nicht unbedingt oscarverdächtiges erwartet – ausgesprochen gut. Vor allem Patricia Arquette als verstörte Kristen sticht positiv hervor, aber generell gelingt es der ganzen Gruppe von SchauspielerInnen, ihre Rollen überzeugend zu verkörpern und sympathisch zu machen. Nicht ganz unschuldig daran ist wohl auch das Drehbuch, das sich deutlich stärker mit den potentiellen Opfern auseinandersetzt als dies meines Erachtens sogar im Original der Fall war. Ja, aufgrund der Fülle an Figuren muss man sich auf einige wenige konzentrieren, die man dafür umso stärker beleuchtet, aber selbst bei den Nebencharakteren gibt es jeweils 2-3 Szenen, die uns die jeweilige Person näherbringen. Mit der Zeit fühlt es sich fast so an, als wäre man ebenfalls Teil dieser Gruppe – und würde gemeinsam mit ihnen gegen Freddy antreten. Daher ist es einem hier auch nicht egal, wenn es wieder einmal einen der "Traumkrieger" erwischt.

ImageApropos erwischen: Die Todesszenen sind diesmal wirklich originell umgesetzt und durchaus einfallsreich. Neben dem möglicherweise herausragendsten Tod der gesamten Filmreihe (ich sag nur "Marionette") gefällt mir dabei vor allem, dass sich Freddy diesmal auch die Ängste der jeweiligen Figuren zu nutze macht. Hat er sich bisher eher allgemeinen Horror- und Alptraumszenarien bedient, wird diesmal z.B. ein Gehbehinderter von einem Rollstuhl verfolgt, oder eine Drogenabhängige statt von Freddy’s typischer Klingenhand von einer Hand voller Nadeln aufgespießt. Doch auch abseits der Filmtode geht man hier deutlich einfallsreicher mit dem Konzept der Alpträume um. Im Gedächtnis bleiben dabei vor allem das gruselig umgesetzte Haus in der Elm Street, das Loch in die Hölle in Freddy’s Fabrik, oder auch der Raum mit dem Spiegeln beim Finale.

Die deutlich phantastischeren und surrealeren Traumszenen stellen natürlich auch an die Special Effects höhere Ansprüche. Und auch wenn man dem Film sowohl sein Alter als auch das vergleichsweise geringe Budget ansehen mag, können diese durchaus überzeugen. Eine kleine Neuerung gibt es bei Freddy: Der Mann mit der Krallenhand darf noch ein bisschen mehr Spaß haben als bei den Vorgängern, und gibt schon den einen oder anderen One-Liner von sich, es hält sich aber gerade noch so in Grenzen, so dass die Figur weder an Schrecken verliert, noch zum heimlichen Helden des Films mutiert. Ja, Freddy ist hier schon stärker auf cool getrimmt, aber die Sympathien sind hier nach wie vor ganz klar bei den Opfern. Dass diese sich zu einer Art Traum-Armee zusammenfinden ist ein origineller Einfall, der den dritten Teil der Reihe positiv von seinen Vorgängern abhebt. Und vor allem den Showdown in Freddy’s Traumwelt, der auch eine tragische Wendung beinhaltet, fand ich wirklich gelungen.

ImageWeniger gut konnte mir der Showdown in der realen Welt gefallen. Nicht wegen der Effekte – ja, es mag heutzutage etwas veraltet wirken, aber alles in allem war das, vor allem für damalige Verhältnisse, wirklich gut getrickst, da kann man nicht meckern. Nein, mich kann die Idee dahinter einfach nicht überzeugen. Dass Freddy’s Fähigkeiten in der Traumwelt praktisch keine Grenzen gesetzt sind, gut ok. Aber dass er hier irgendwie spürt, dass man dabei ist seinen sterblichen Überresten ein ordentliches Begräbnis angedeihen zu lassen um ihn damit ein für allemal zu besiegen (oder zumindest bis zur unweigerlichen Fortsetzung), und daraufhin seine müden Knochen erhebt um als Skelett gegen Dr. Gordon und Nancy’s Vater anzutreten – ne, mit dieser Idee kann ich nicht wirklich etwas anfangen.

Auch der christlich angehauchte Subplot um Freddy’s Ursprung und die mysteriöse, herumstreifende Nonne erinnerten mich etwas zu sehr an "Exorzist" und andere religiöse Horrorreihen. Hatte es die bisher über solch klischeehafte Elemente erhabene Nightmare-Reihe wirklich nötig, sich ebenfalls noch in die Riege der ohnehin schon zahlreichen Vertreter des christlichen Horrors einzureihen? Ich denke nein. Etwas gar schräg wirkt auch die Geschichte über seine Zeugung. Er ist also das Kind von 100 Wahnsinnigen? Und wie genau soll das gehen? Hat sich von jedem Vergewaltiger je 1 Spermium mit je einem der anderen verschmolzen, zu einer Superspermie des Bösen, die daraufhin die Eizelle befruchtet hat? Weil wenn sie wirklich jeder dieser Insassen geschwängert hätte, hätte sie doch eigentlich Hundertlinge auf die Welt bringen müssen (was aber vielleicht auch erklärt, warum Freddy partout nicht umzubringen ist – es tritt einfach jedes Mal einer seiner Zwillingsbrüder an seine Stelle!). Last but not least: Das Freddy über übersinnliche Kräfte verfügt, gut ok. Aber dass man hier auch einem normalen Menschen (Kristen) eine übersinnliche Fähigkeit auf den Leib schreibt – ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ja, es ist einer der Grundbausteine des an und für sich interessanten und originellen Konzepts, aber 100%ig kann ich mich damit trotzdem nicht anfreuden.

Fazit: Freddy-Fans freuen sich über die Rückkehr von Nancy und ihrem Vater, die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und werden uns schnell sympathisch, die Todesarten sind ausgefallen, originell und denkwürdig, und die Alptraumszenen deutlich ausgefeilter und surrealer als in den Vorgängern. Dazu gesellen sich noch beachtliche schauspielerische Leistungen, eine solide Inszenierung mit einigen spannenden und atmosphärisch dichten Szenen, ein originelles Konzept sowie ein – in der Traumwelt – gelungener Showdown, der für einen höchst befriedigenden Abschluss sorgt (bzw. gesorgt hätte). Minuspunkte erntet man hingegen für Freddy’s Wiederauferstehung in der realen Welt, die überflüssigen christlichen Elemente, sowie die etwas gar schräge Story rund um Freddy’s Ursprung. Außerdem beginnt in Teil 3 Freddy’s Metamorphose von einer erschreckenden Ikone zum Witzchen reißenden Pausenclown des Horrorfilms. Trotz dieser Schwächen ist "Freddy Krueger lebt" aber insgesamt gesehen eine würdige Fortsetzung des Horrorklassikers!

Wertung:6 von 10 Punkten


Christian Siegel
(Bilder © New Line Cinema)


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