Doctor Who 9: The Resurrection Casket
Ein ungemein kreatives Doctor Who-Abenteuer Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Ulrike Waizenegger - Datum: Samstag, 04 Mai 2013
 
50 Jahre Doctor Who

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Titel: "Doctor Who: The Resurrection Casket"
Bewertung:
Autor: Justin Richards
Übersetzung: -
Umfang: 250 Seiten
Verlag: BBC Books
Veröffentlicht: 13. April 2006
ISBN: 0-563-48642-2
Kaufen: Gebunden (E), Kindle (E)
 

Kurzinhalt: Irgendwo in den tiefsten Tiefen des Universums befindet sich Starfall, hauptsächlich besiedelt von Schmugglern, Piraten und anderen ähnlich Gesinnten. Auf Starfall funktioniert keinerlei moderne Technologie, und so stranden der Doctor und Rose mit der TARDIS auf dem Planeten. Natürlich wollen und müssen die beiden ihr Reisegefährt wieder flott bekommen, doch das geht nur, wenn sie den Planeten verlassen. Was offensichtlich nicht sehr leicht werden wird. Unterdessen geraten die zwei in ein waschechtes Piraten-Abenteuer, inklusive einer Suche nach einem verschollenen Schatz. Und nicht nur irgendein Schatz, sondern der Resurrection Casket, ein Objekt, das ewiges Leben verheißt…

Review: "The Resurrection Casket" ist das neunte Buch aus der Bücherreihe zu New Who, und damit das dritte mit dem zehnten Doctor, der im Fernsehen von David Tennant gespielt wird. Weiter dabei ist dessen Companion (Begleiter) Rose Tyler, gespielt von Billie Piper. Von der zeitlichen Einordnung her wurde definitiv New Earth erwähnt, damit spielt auch diese Geschichte eher am Anfang von Staffel 2.

Was tun, wenn die TARDIS plötzlich den Geist aufgibt und man auf einem völlig fremden Planeten landet, der offenbar von eher finsteren Gestalten bewohnt wird? Nicht verzagen, und das Beste draus machen, mit anderen Worten, sich mitten ins Abenteuer stürzen. So in etwa ist der Auftakt des Buches, und der Leser bekommt damit von Anfang an das Gefühl, dass hier eine nicht sehr beklemmende, sondern eher unterhaltsame Lektüre auf ihn wartet. Und dieses Gefühl zieht sich auch wirklich bis zum Ende durch. Neben dem Doctor und Rose spielen noch etliche andere Figuren mit, und nicht jeder auf dem Planeten ist ein potentieller Feind. Mir persönlich hat z.B. die Nebenhandlung um die Mordserie des "Schwarzen Schattens" sehr gut gefallen. Wenn man einen Fetzen Papier in seiner Tasche findet und auf diesem ist à la Rohrschach ein Tintenfleck darauf zu sehen, der wie ein Schatten wirkt, dann ist man mit einem Fluch belegt, der mit einem nicht gerade angenehmen Tod endet. Wie das in die Gesamthandlung reinspielt, will ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Ähnlich wie im vorherigen Buch ("The Feast of the Drowned") darf der Leser bei "The Resurrection Casket" sehr viel mitfiebern und miträtseln. Was hat es mit diesem Casket auf sich? Existiert er wirklich? Und bringt er tatsächlich ewiges Leben? Der menschliche Drang, den Tod zu besiegen, die Furcht vor dem Sterben zu nehmen, wird aber dennoch eher nur unterschwellig in dieser Geschichte behandelt. Es ist mehr wie eine dezente Geschmacksnote, die immer wieder durchkommt, was ich als einen geschickten Schachzug des Autors ansehe. Denn diese Thematik ist doch eher heikel und kann schnell die Gemüter erhitzen. Gekonnt bleibt Richards konstant auf einem Level an guter Unterhaltung und bietet dem Leser eine sehr angenehme Lektüre.

Fazit: "The Resurrection Casket" ist eine unglaublich kreative Geschichte, bei der man das Gefühl bekommt, der Autor hat sich hier mal so richtig austoben können. Piraten im Weltall, ein geheimnisumwobener Schatz, und zwei gestrandete Zeitreisende mittendrin. Auch die Nebenfiguren waren interessant gestaltet, wobei es mir für meinen Geschmack zu viele Namen waren, und ich mir manchmal schwer tat, auseinanderzuhalten, wer wer ist, was leider der Geschichte ein wenig Punktabzug einbringt. Aber davon abgesehen ist dieses Buch gelungen. Unerwartete Wendungen, Spannung, das Ende ist sicherlich auch Geschmackssache, aber ich fand die Idee prima, zumal ich auch sehr lange rumgerätselt habe. Justin Richards hat sich im Vergleich zu "The Deviant Strain" hier doch deutlich verbessert und einen Roman von deutlich höherer Qualität abgeliefert.

Bewertung: 4.5/5 Punkten
Ulrike Waizenegger


Weiterführende Links:
"50 Jahre Doctor Who" - Special
Review zu "The Feast of the Drowned"
Review zu "The Deviant Strain"






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