V: Die Besucher - 2x08: Offensive
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Episodenbild (c) Warner Bros.

Originaltitel: Birth Pangs
Episodennummer: 2x08
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 01. März 2011
Erstausstrahlung D: 31. Oktober 2011
Drehbuch: Cameron Litvack & Gregg Hurwitz
Regie: Jeff Woolnough
Besetzung: Elizabeth Mitchell als Erica Evans, Morris Chestnut als Ryan Nichols, Joel Gretsch als Father Jack Landry, Logan Huffman als Tyler Evans, Laura Vandervoort als Lisa, Charles Mesure als Kyle Hobbes, Morena Baccarin als Anna, Scott Wolf als Chad Decker, Jane Badler als Diana, Christopher Shyer als Marcus, Mark Hildreth als Joshua, Martin Cummins als Thomas, Bret Harrison als Dr. Sidney Miller, Jarod Joseph als V Med Tech, Ricki Prosper als Screaming Needle Woman, Douglas Chapman als V Guard #1, Miranda Frigon als Melissa Hartswell, Kennedi Clements als Jennifer Hartswell, Jodi Balfour als V Greeter, Kal Weber als Pryce, Charles Singh als Singh, Linda Kee als Screaming Chinese Woman, Cassia Mae Brown als Amy, Charlie Carrick als Rafael Mendoza, Michael Karl Richards als Will Lerner, Bethany Brown als Barista, Harrison Xu als Chinese Boy u.a.

Kurzinhalt: Mit Erica als neue Anführerin konzentriert sich der Widerstand weniger auf – in der Öffentlichkeit auffällige – Terroraktionen und mehr darauf, Annas Plan für die Menschheit zu vereiteln. Nun da man weiß, dass diese menschliche DNA sammelt, möchte man diese unbrauchbar machen, in den man eine Person die für das "Live Aboard"-Programm ausgewählt wurde mit einem Virus versieht. Sobald auch deren – infizierte – DNA entnommen wird, soll die komplette Sammlung unbrauchbar werden. Doch der Plan schlägt fehl, denn der Virus bricht kurz nach der Ankunft des Mannes auf dem Schiff ab, weshalb es noch rechtzeitig gelang, ihn zu isolieren. Zusammen mit der DNA eines jungen Mädchens ist Annas Sammlung nun komplett. Dennoch muss auch sie einen Rückschlag einstecken: Bei einigen jener neunundzwanzig jungen Männer, die als potentieller Partner für die zukünftige Königin Lisa ausgewählt wurden, tritt eine tödliche Krankheit auf. Auch Rafael, den Anna quasi als Ersatz für Tyler gewählt hatte, bricht diese aus. Lisa versucht indes, den Widerstand zu unterstützen, ohne aufzufliegen – zieht jedoch zunehmend das Misstrauen von Marcus auf sich. Und Jack macht sich angesichts Ericas zunehmend skrupellosen Verhalten Sorgen…


Review (kann Spoiler enthalten): Episodenbild (c) Warner Bros. Mit "Offensive" geht es leider überwiegend so unaufgeregt weiter wie zuletzt – wobei ich zumindest zugeben muss, dass die Handlung ein paar kleinere Schritte nach vor macht. Dies gilt insbesondere dafür, dass es Anna hier nun gelingt, ihre DNA-Sammlung fertigzustellen. Sie hat somit nun alles was die braucht, um ihren Plan voranzutreiben – und nutzt die DNA sogleich, um die mysteriöse Krankheit welche die neunundzwanzig jungen Männer, die als Embryos genetisch verändert wurden, zu bekämpfen. Insgesamt kann ich jedoch mit diesem ganzen Handlungsstrang nach wie vor herzlich wenig anfangen. Auch hier wirkt vieles sehr bequem, wie z.B., dass diese Krankheit just hier auf einmal ausbricht – und natürlich genau zu jenem Zeitpunkt, wo ein Heilmittel in Sicht ist. Auch das Hickhack rund um Rafael (und Tylers Eifersuchtsschub) fand ich höchst entbehrlich. Vor allem aber ist zumindest mir noch zu unklar, was genau ihr erfolgreicher Plan für die Menschheit bedeuten würde. Hier geht es ja in erster Linie darum, einen geeigneten Paarungskandidaten für Lisa zu erschaffen. Aus Sicht der Menschheit könnte einem das ja eigentlich relativ egal sein, oder?! "V" ist hier einfach – auch im direkten Vergleich zur Originalserie – viel zu vage, weshalb kein Gefühl der Bedrohung aufkommt.

Aber auch ein zweiter Aspekt ist dafür (zumindest mit-)verantwortlich: Ja, erst vor kurzem musste Ericas Mann daran glauben. Und auch Eli Cohen hat es erwischt. Ich fand aber irgendwie gerade auch bei dieser Episode sehr auffällig, dass die Stammbesetzung immer noch vollzählig ist. Man hat einfach nicht den Eindruck, dass "V – Die Besucher" den Mut hat, einen von ihnen den Filmtod sterben zu lassen, was Aktionen wie den Überfall hier leider viel an Spannung nimmt. Auch hier hält das Remake den Vergleich zum Original – wo man sich immer wieder mal von etablierten (Haupt-)Figuren verabschieden musste, und damit der hohe Preis, den der Kampf gegen die Besucher erfordert, immer wieder deutlich gemacht wurde – nicht stand. Immerhin, alles rund um Lisa war soweit ganz nett, insbesondere natürlich ihr neuerlicher Besuch von Diana, bei dem sie schließlich auch Marcus mitnimmt und somit in das Geheimnis rund um ihre immer noch lebende Großmutter einweiht. Auch Ryans Abschied von seiner Tochter mit Hilfe von Lisas Livestream-Anzug war nicht grundsätzlich schlecht. Und die Idee, dass Erica nun da sie nicht nur ihren Ex-Mann, sondern auch Tyler "verloren" hat, zunehmend skrupellos wird, hatte auch etwas. Leider aber fehlt der Serie (bislang?) der Mut, dass auch wirklich deutlich zu zeigen, wohl aus Angst, sie könnte Sympathien beim Zuschauer verlieren. Weshalb hier leider etwas auf der Tonspur behauptet wird, was sich nur bedingt aus der Handlung selbst ableiten lässt. Und auch das aus Franks Ablehnung resultierende Ergebnis, dass Erica mit Kyle in der Kiste landet, war mir letztendlich völlig egal. Womit wir wieder am Anfang meiner Kritik wären: Es tut sich bei "Offensive" einfach wieder einmal nichts, oder zumindest zu wenig, und vor allem auch (zumindest aus meiner Sicht) nichts Interessantes, geschweige denn Packendes. Somit kann ich nur hoffen, dass die letzten zwei Folgen diesbezüglich doch nochmal aufdrehen werden.

Fazit: Episodenbild (c) Warner Bros. Meinem Empfinden nach steckt "V - Die Besucher" – ein Remake, das ich von vornherein nicht unbedingt überragend fand – momentan ganz besonders im Leerlauf. Keiner der Handlungsstränge spricht mich zu wenig an, und mir fehlt auch ein Eindruck dafür, wo sich das alles hinbewegt – und dabei nicht zuletzt auch, was der Menschheit schlimmes droht, wenn Annas DNA- und/oder Zuchtprogramm erfolgreich sein sollte. Ericas Charakterentwicklung würde durchaus einiges an dramaturgischem Potential bieten, hier trauen sich die Macher aber einfach zu wenig, weshalb ich die von Jack kritisierte Skrupellosigkeit eher behauptet als gegeben sehe. Und auch alles rund um Lisa, Anna, Tyler und Rafael fand ich überwiegend uninteressant. Gut war in erster Linie die Storyline rund um Ryan, und seinen "Abschied" von seiner Tochter. Ein kleiner Lichtblick – jedoch zu wenig, um viel retten zu können.

Wertung: 1.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2011 Warner Bros. Television)







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