Space 2063 - 1x13: Abschied für immer
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Episodenbild (c) 20th Century Fox Television

Originaltitel: Never No More
Episodennummer: 1x13
Bewertung:
Erstausstrahlung US: 04. Februar 1996
Erstausstrahlung D: 26. Mai 1996
Drehbuch: Glen Morgan & James Wong
Regie: James Charleston
Stammbesetzung: Morgan Weisser als Lt. Nathan West, Kristen Cloke als Lt. Shane Vansen, Rodney Rowland als Lt. Cooper Hawkes, Joel de la Fuente als Lt. Paul Wang, Lanei Chapman als Lt. Vanessa Damphousse, James Morrison als Lt. Col. Tyrus Cassius 'T.C.' McQueen.
Gastdarsteller: Michael Reilly Burke als Capt. John Oakes, Tasia Valenza als Lt. Kelly Anne Winslow, Michael Raynor als Lt. Hall, Tucker Smallwood als Commodore Ross, Jay Montalvo als Sullivan, David St. James als Adm. Broden, Jonathan Williams als Burnett, Will Schaub als Paterno, Heinrich James als Fenris, David Jean Thomas als General Alcott, Randy Stone als Spud, Rob Elk als Mr. Saber, Jacquelyn Houston als Hadden, Ashley Smock als Curran, Michelle Clunie als Jennifer Brandt, Jullian Dulce Vida als Ensign u.a.

Kurzinhalt: Ein neuer Tarnjäger der Chigs löscht ein komplettes Geschwader aus. Vorerst will die Admiralität die Existenz des neuen Feindes noch unter Verschluss halten, doch unter den Truppen machen schon bald Gerüchte die Runde. Captain John Oakes, ein Exfreund von Shane Vansen, verliert beim letzten Angriff seine aktuelle Freundin. Ob dieses Verlusts kommen er und Shane sich wieder näher. Die beiden waren High School-Sweethearts, bis Shane seinen Heiratsantrag am Abend des Abschlussballs zurückwies, da sie gerade auch für Marines die Vorstellung eines "auf immer und ewig" für absurd hielt. Als Johns Geschwader den Auftrag bekommt, im Orbit eines Planeten einen Satelliten zu installieren – was als erster wichtiger Schritt gilt, um in weiterer Folge den Heimatplaneten der Chigs direkt anzugreifen – ihnen jedoch ein Pilot fehlt, meldet sich Shane freiwillig, um den freien Platz im Geschwader zu übernehmen. McQueen warnt sie inoffiziell vor dem Chig-Ass, welches sein Unwesen treibt. Und tatsächlich kommt es in der Atmosphäre des Planeten dann schließlich zum Kampf mit dem neuen, gefährlichen Gegner…


Review: Episodenbild (c) 20th Century Fox Television Nachdem nun einige Episoden lang irgendwelche Bodeneinsätze dominierten, ist "Abschied für immer" endlich wieder im Weltraum angesiedelt, und bietet ein paar coole Raumkämpfe. Damit dominiert hier genau jener Aspekt, der mich im Pilotfilm zur Serie so begeistert hatte, danach aber halt leider zunehmend ins Hintertreffen geriet. Wobei ich, wie zuletzt erwähnt, der Serie diesbezüglich ja nicht einmal unbedingt einen Vorwurf mache, ist mir doch bewusst, dass derartige Effektaufnahmen – selbst wenn sie "nur" aus dem Computer stammen – damals noch recht teuer waren, und man dementsprechend mit solchen Einlagen Haus halten musste. Ändert aber halt auch nichts daran, dass es beim Piloten eben jene Elemente waren (die mich an "Wing Commander" erinnerten, eine PC-Spiele-Serie, die ich damals geliebt habe), mit denen mich die Serie für sich gewann. Insofern habe ich mich sehr darüber gefreut, dass diese Elemente hier nun wieder in den Mittelpunkt rückten, wobei ich mich mit dem feindlichen Ass und dem Stealth-Fighter diesmal eben wieder ganz besonders an "Wing Commander" zurückerinnert fühlte. Jedenfalls waren die Effektaufnahmen für die damalige Zeit echt cool, und dieser Teil der Folge sehr packend.

Erfreulicherweise hatte es mir aber auch alles rund um Shane Vansen und ihren Ex John Oakes wirklich angetan. In diesem Handlungsstrang erfahren wir nicht nur wieder einiges über ihre Persönlichkeit, sondern werfen auch einen Blick in ihre Vergangenheit, genauer gesagt zum Abschlussball, wo John ihr einen Heiratsantrag machte. Schön fand ich dabei, dass ich irgendwie sowohl ihre Einstellung als auch seine Enttäuschung nachvollziehen konnte. In jedem Fall gibt diese gemeinsame Vergangenheit Shane aber einen zusätzlichen Grund, John im Kampf zur Seite zu stehen. Mir gefiel auch alles rund um den "Roten Chig Baron", und wie man an Bord der Saratoga damit umgeht, angefangen bei der anfänglichen Geheimhaltung durch die Admiralität, und insbesondere natürlich auch, wie sich McQueen hier über diesen Befehl hinwegsetzt, und damit neuerlich seine Loyalität gegenüber seinen Untergebenen beweist. Und auch der Ausgang des Geschehens hatte es mir dann angetan. Schade fand ich lediglich, dass sich der deutsche Titel als sehr spoilerig erweist; da ist der englische Originaltitel, der sich auf ihr Lied bezieht (welches in der Episode mehrmals angespielt wird; in dieser Häufigkeit kann mich sowas auch mal nerven, hier fand ich den Song aber schön genug, dass es mich nicht störte), deutlich neutraler gehalten. Davon abgesehen war das aber eine wirklich starke Folge. Abschließend sei noch erwähnt, dass die Serie ab dieser Episode mit einem neuen Intro daherkommt. Statt einfach nur den Credits und Musik, gibt es einen von James Morrison in seiner Rolle als T.C. McQueen vorgetragenen Einleitungstext, der allfälligen Neulingen die wichtigsten Infos kurz und prägnant vermitteln soll. Zweifellos eine gute Idee – die aber wohl leider zu spät kam, um die Einschaltquoten positiv zu beeinflussen, und damit die Serie zu retten.

Fazit: Episodenbild (c) 20th Century Fox Television Nach einem kleinen Durchhänger konnte mich "Abschied für immer" endlich wieder so richtig begeistern. Die Episode profitiert dabei in meinem Fall von meiner Präferenz für Weltraumaction im Vergleich zu den zuletzt dominierenden Bodenkämpfen. Alles rund um den Roten Baron der Chigs fand ich jedenfalls wirklich packend, und effektmäßig in Anbetracht der damaligen Möglichkeiten mehr als solide umgesetzt. Aber auch die Handlung rund um Shane und ihren Ex-Fast-Verlobten hatte es mir angetan. Weitere Pluspunkte sammelt die Folge für das nette Dilemma, vor dem McQueen steht (und die Entscheidung, die er trifft), die nachdenklich-melancholischen Töne, sowie das wirklich nett ausgesuchte, mir bislang nicht (bewusst) bekannte Lied. Mir ist natürlich klar, dass nicht jede Folge so (kostspielig) sein kann; umso mehr feiere ich Episoden wie "Abschied für immer", wenn sie daherkommen, und aufzeigen, welches Potential in "Space 2063" steckt(e).

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 20th Century Fox Television)







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