Lower Decks - 2x10: Erster Kontakt
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Episodenbild (c) CBS All Access

Originaltitel: First First Contact
Episodennummer: 2x10
Bewertung:
Erstausstahlung USA: 14. Oktober 2021 (CBS All Acccess)
Erstausstahlung D: 15. Oktober 2021 (Amazon Prime)
Drehbuch: Mike McMahan
Regie: Jason Zurek
Hauptdarsteller: Tawny Newsome als Ensign Beckett Mariner, Jack Quaid als Ensign Brad Boimler, Noël Wells als Ensign D'Vana Tendi, Eugene Cordero als Ensign Sam Rutherford, Dawnn Lewis als Captain Carol Freeman, Jerry O'Connell als Commander Jack Ransom, Fred Tatasciore als Lieutenant Shaxs, Gillian Vigman als Dr. T'Ana.
Gastdarsteller: Lycia Naff als Captain Sonya Gomez, Phil LaMarr als Freeman, Lauren Lapkus als Jennifer Sh'reyan, Jim Piddock als Mandel, Ryan Ridley als Bajoran ops, Paul Scheer als Andy Billups, Carl Tart als Kayshon u.a.


Kurzinhalt: Die U.S.S. Cerritos soll die U.S.S. Archimedes unter dem Kommando von Captain Sonya Gomez für einen Erstkontakt zum Planeten Lapeeria begleiten. Doch auf dem Weg dorthin wird die Archimedes von einer Raumanomalie getroffen, die dafür sorgt, dass die Energie im Schiff ausfällt, und man unkontrolliert auf den Planeten zurast. Es bleiben nur wenige Stunden, um die Katastrophe doch noch zu verhindern. Captain Gomez und ihre Crew tun alles, was in ihrer Macht steht, um ihr Schiff wieder lauffähig zu machen, doch nichts scheint zu funktionieren. Somit liegt ihre letzte Chance in der U.S.S. Cerritos. Doch um die Archimedes rechtzeitig zu erreichen, und es zugleich unbeschadet durch die Anomalie zu schaffen, ist ein Kraftakt der gesamten Crew – inklusive der unteren Ränge – nötig…

Review: "Erster Kontakt" ist eine wundervolle Episode, die sich auch sehr gut als Staffelfinale von TNG gemacht hätte. Tatsächlich ist man bei der Folge eben dieser Serie auch tonal deutlich näher, als das in der Vergangenheit der Fall war, denn auch wenn es durchaus wieder ein paar Witzchen gibt, und der Humor teilweise auch etwas aufgesetzt wirkt (wie z.B. rund um die sprechenden Delphine), ist das Ganze diesmal doch deutlich ernster und sachlicher, als man das sonst von "Lower Decks" gewohnt ist. Zudem merke ich zunehmend, dass die Hyperaktivität, die mir in den ersten Folgen noch so gestört hat, mittlerweile doch überwiegend abhandengekommen ist – und ja, in meinen Augen ist das etwas Gutes. Jedenfalls verströmte "Erster Kontakt" von Anfang bis Ende wieder einmal wunderbares, nostalgisches "Star Trek"-Feeling. Die Story ist toll, und erinnert tatsächlich an beste TNG-Tage, mit der Bedrohung für den Planeten, und dem Problem, dass es zu lösen gilt, um die Katastrophe doch noch zu verhindern. Aber auch in der Art und Weise, wie hier die komplette Crew an einem Strang ziehen muss, und jeder seine/ihre individuellen Stärken einbringt. Sehr gefreut habe ich mich zudem über das Wiedersehen mit Sonya Gomez, die ich schon bei TNG sehr charmant fand; dementsprechend schade fand ich es, dass sie dort relativ rasch wieder von der Bildfläche verschwand. Zusätzlich verschönert wird das Wiedersehen davon, dass man auch hier wieder darauf geachtet hat, die Rolle mit ihrer ursprünglichen Darstellerin Lycia Naff zu besetzen. Und abseits der drohenden Katastrophe die es zu verhindern gilt war mit Captain Freemans drohendem Abgang, aber auch Rutherfords Angst, seine Erinnerungen wieder zu verlieren, auch wieder für die nötige menschliche Komponente gesorgt. Der erste Erstkontakt der U.S.S. Cerritos mit den Lapeerianern am Ende war dann ein erhebender Moment – ehe es am Ende dann noch einen überaus effektiven Cliffhanger gibt, mit dem man uns in die Staffelpause schickt. Auch das erinnert an die gute alte "Star Trek"-Ära von TNG bis ENT. Zuletzt sei auch noch die Musik gelobt, die mir insbesondere bei der Szene, wo die beiden Schiffe die Raumstation verlassen, positiv ins Ohr stach. Ach, wie ich wünschte, dass man sich auch bei den aktuellen Realserien wieder mehr den Stärken der guten alten "Star Trek"-Serien bedienen würde – so wie es "Lower Decks" vormacht!

Fazit: Episodenbild (c) CBS All Access "Erster Kontakt" bestätigte mich wieder in meiner Überzeugung, dass "Lower Decks" aktuell die beste (offizielle; sprich "The Orville" nicht eingerechnet) "Star Trek"-Serie ist – wobei das bei "Discovery" und "Picard" nicht schwer ist (und ich in "Prodigy" zugegebenermaßen noch nicht reingeschaut habe). Ein tolles Staffelfinale, dass sich mit etwas mehr Laufzeit und eine Spur weniger Humor (wobei das hier für "Lower Decks"-Verhältnisse eh schon ziemlich ernst war) auch sehr gut beim Vorbild "The Next Generation" gemacht hätte. Pluspunkte sammelte man dabei insbesondere für die Rückkehr von Sonya Gomez, die coole Story, wo es ein Problem zu lösen galt, die netten charakterorientierten Nebenhandlungen, sowie den gelungenen, effektiven Cliffhanger, der einen die erfreulicherweise schon bestätigte dritte Staffel mit großer Spannung und Vorfreude erwarten lässt.

Wertung: 4.5 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2021 CBS All Access)







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