Iron Fist - 2x04: Zielobjekt: Iron Fist
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: Target: Iron Fist
Episodennummer: 2x04
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 07. September 2018 (Netflix)
Drehbuch: Jenny Lynn
Regie: MJ Bassett
Hauptdarsteller: Finn Jones als Danny Rand/Iron Fist, Jessica Henwick als Colleen Wing, Tom Pelphrey als Ward Meachum, Jessica Stroup als Joy Meachum, Sacha Dhawan als Davos, Alice Eve als Mary Walker.
Gastdarsteller: Simone Missick als Misty Knight, Henry Yuk als Hai-Qing Yang, Christine Toy Johnson als Sherry Yang, Natalie Smith als Bethany, Andrew Cao als Liu, Lori Laing als Avalon, Lauren Mary Kim als D.K., Jean Tree als Aiko, Steve Lin als Golden Tiger Soldier, Kelvin Li als Hatchet Soldier, Suzie Cho als Hospice Nurse u.a.


Kurzinhalt: Der Versuch von Danny und Colleen, ein Friedensabkommen zwischen den Golden Tigers und den Hai-Qing Yang zu erreichen, scheint gescheitert. Als sie einen letzten diesbezüglichen Versuch unternehmen und Sherry Yang besuchen erfahren sie dann schließlich die Wahrheit über ihren Mann Hai-Qing. Denn dieser ist nicht einfach, wie von ihr zuvor behauptet, verreist, sondern liegt vielmehr nach einem Schlaganfall im Koma. Als er sich ins Krankenzimmer schleicht, entdeckt Danny eine Druckstelle am Hals – und erkennt, dass Davos für Hai-Qings Zustand verantwortlich ist. Dass sein früherer Kampfbruder zu solch einer Tat fähig ist, erschüttert die Eiserne Faust. Kurz darauf kommt es jedoch noch schlimmer: Von Misty erfahren Danny und Colleen, dass die Golden Tigers in Kürze eine wichtige Lieferung an den Docks erwarten. Danny schleicht sich daraufhin aus dem Apartment, um Davos an den Docks abzufangen. Doch dieser kam ihm zuvor, und nahm irgendetwas von den Überresten einer früheren Iron Fist an sich. Währenddessen stellt Joy die von ihnen beauftragte Privatdetektivin Walker wegen den an Danny ausgehändigten Fotos zur Rede…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Gleich zu Beginn sehen wir Danny – in einer U-Bahn-Station – am Boden. Wer meine Reviews schon länger verfolgt, weiß, dass ich überwiegend kein großer Freund davon bin, mit einer späteren Szene einzusteigen und danach wieder zurückzugehen, um aufzurollen, wie es dazu kam. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo dies tatsächlich spannungssteigernd sein kann ("Breaking Bad" hat es da und dort, wie z.B. gleich in der Pilotfolge, gut und erfolgreich hinbekommen), im Großen und Ganzen verfolge ich das Geschehen aber lieber chronologisch. Zumal es bei Netflix – im Gegensatz vielleicht zu früherem, normalen, analogen Fernsehen – ja auch keine Notwendigkeit gibt, denn Zuschauer vor dem Intro gleich zu packen, damit er nicht den Sender wechselt. Insofern liegt darin für mich dann auch einer der wesentlichen Kritikpunkte an "Zielobjekt: Iron Fist". Der andere ist, dass es hier nun zunehmend mystisch wird – und die entsprechenden Elemente schon immer zu den von mir weniger geschätzten Aspekten der Serie gehörten. Am liebsten sind mir ja ohnehin die Superhelden ohne irgendwelche Kräfte, aber wenn sie schon welche haben, ziehe ich pseudo-wissenschaftliche Erklärungen wie radioaktive Spinnen oder Supermenschen-Serum gegenüber irgendeiner mystischen Kraft vor.

Weitere Abzüge gibt es unter anderem für die Szene, wo sich Danny aus dem Staub macht, und Colleen doch tatsächlich glaubt, er würde immer noch auf dem Balkon stehen. Sie sollte ihn mittlerweile nun wirklich besser kennen, und wenn sie auf Mistys Frage, wo Danny denn eigentlich so lange bleibt, salopp mit "Mittlerweile ist der wohl schon auf dem halben Weg zu den Docks" geantwortet hätte, hätte mir das wesentlich besser gefallen, als ihre verblüffte Reaktion. Und die Art und Weise, wie Danny hier herausfindet, dass Davos für den Schlaganfall von Hai-Qing Yang verantwortlich war, hat mich auch nicht überzeugt. Davon abgesehen war aber auch "Zielobjekt: Iron Fist" überraschend gelungen (ja, ich weiß, bislang konnte sich die zweite Staffel absolut sehen lassen, aber ich habe halt das Trauma aus Season 1 immer noch nicht ganz überwunden). Dabei stach unter anderem der Gastauftritt von Misty Knight hervor. Ich mag solche Überschneidungen zwischen den Serien ja sehr gerne, und würde sie gern öfter sehen. Hin und wieder schadet eine Erinnerung daran, dass sie alle im selben Universum spielen, nämlich nicht. Genau genommen spielt Misty hier keine allzu wichtige Rolle für den Plot, dennoch war mir das Wiedersehen willkommen. Des Weiteren stach für mich der coole Kampf in der U-Bahn-Station hervor – den Danny dann zudem verliert. Sehr interessant war zudem der Ausgang des Geschehens, wo man scheinbar in einem Ritual Danny die Eiserne Faust zu entziehen und auf Davos zu übertragen scheint. Damit schafft man für den Rest der Staffel eine überaus spannende Ausgangssituation. Nett war zudem der zwischendurch eingestreute Humor, wie z.B. beim Treffen zwischen Ward und Joy ("Gonna invite me in?" "That's how it works with vampires, isn't it?"). Und auch wenn ich die Auflösung rund um Mary und Walker schon habe kommen sehen und sie daher Ende der letzten Folge keine große Überraschung war, aber wie Joy hier schließlich davon erfährt, und generell ihre gemeinsamen Szenen mit Alice Eve, konnten mir ebenfalls gut gefallen.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix "Ein tödliches Geheimnis" fand ich zwar noch die Spur stärker, dennoch war ich auch von "Zielobjekt: Iron Fist" wieder durchaus angetan. Pluspunkte sammelte die Episode dabei unter anderem für den (wenn auch etwas beliebig wirkenden) Auftritt von Misty Knight, den cool inszenierten Kampf in der U-Bahn-Station, die netten Szenen zwischen Joy und Mary/Walker, ein paar amüsante Kommentare zwischendurch, sowie vor allem auch den Ausgang des Geschehens, der eine überaus interessante Ausgangssituation für den Rest der Staffel schafft. Weniger angetan war ich dafür vom Einstieg, wo man eine spätere Entwicklung vorwegnahm nur um dann in der Zeit wieder zurückzugehen, den für meinen Geschmack teilweise etwas zu mystischen Elementen, Colleens mangelnder Kenntnis ihres Freundes (weil das Danny nicht so lange am Balkon draußen steht und in der Zwischenzeit wohl schon den halben Weg zu den Docks zurückgelegt hat, hätte sie sich nun wirklich denken können), und die auf mich konstruiert wirkende Erkenntnis von Danny, dass Davos Yang angegriffen hat. Insgesamt bot aber auch "Zielobjekt: Iron Fist" wieder gute Unterhaltung – und konnte damit den deutlich Aufwärtstrend der zweiten Staffel im Vergleich zur ersten neuerlich bestätigen.

Wertung: 3 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2018 Marvel/Netflix)




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