Iron Fist - 1x09: Der Frosch im Brunnen wird nie das Meer verstehen
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Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix

Originaltitel: The Mistress of All Agoniess
Episodennummer: 1x09
Bewertung:
Weltweite Internet-VÖ: 30.09.2016 (Netflix)
Drehbuch: Pat Charles
Regie: Jet Wilkinson
Hauptdarsteller: Finn Jones als Danny Rand, Jessica Henwick als Colleen Wing, Jessica Stroup als Joy Meachum, Tom Pelphrey als Ward Meachum, David Wenham als Harold Meachum.
Gastdarsteller: Rosario Dawson als Claire Temple, Ramon Rodriguez als Bakuto, Sacha Dhawan als Davos, Wai Ching Ho als Madame Gao, Alex Wyse als Kyle, Murray Bartlett als Paul Edmonds, Henry Yuk als Hai-Qing Yang, Shirine Babb als Sandi Ann, Suni Reyes als Mother, H. Foley als Hot Dog Vendor, Yinka Adeboyeku als Food Truck Vendor, Tama Filianga als Officer Herrera, Paula Cajiao als Officer Randone u.a.


Kurzinhalt: Danny Colleen und Claire haben Madame Gao gefangen genommen, und verhören sie nun in Colleens Dojo. Doch die Gefangene dreht den Spieß bald um, und scheint bei jedem von ihnen genau zu wissen, wo sich die offene Wunde befindet, auf die sie drücken muss. Schließlich stiehlt Claire aus dem Krankenhaus ein Mittel, das als Wahrheitsserum fungieren soll. So hofft Danny herauszufinden, ob Madame Gao tatsächlich – wie von ihm vermutet – für den Flugzeugabsturz verantwortlich ist, der seinen Eltern das Leben gekostet hat und ihn 15 Jahre nach K'un-Lun verbannte. Ihre Prioritäten verändern sich jedoch schon bald, als sich herausstellt, dass Colleen während ihrer Mission in China von einer vergifteten Klinge verletzt wurde, und sie nun daran zu sterben droht. Währenddessen kehrt Harold Meachum von den Toten zurück, ist jedoch zu Beginn noch sichtlich geistig verwirrt. Als Joy keine Ruhe gibt und Wards Bitten ignoriert und das Penthouse aussucht, steht sie dort auf einmal ihrem totgeglaubten Vater gegenüber…

Review: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Beginnen wir mit der Nebenhandlung rund um die Meachums. Gleich zu Beginn überrascht (?) man uns mit der Offenbarung, dass Harold doch nicht so tot ist, wie gedacht. Scheinbar hat ihn die Hand also nicht einfach nur wiederbelebt, sondern vielmehr unsterblich gemacht. Wobei er dennoch erst mal braucht, um sich wieder von seinem Tod zu erholen, wirkt er doch anfangs noch geistig ziemlich verwirrt, und marschiert sogar in die Firmenzentrale der Rand Corporation. Wards schockiertes Gesicht als er seinen Vater erblickt war zwar soweit ganz nett, wie auch, dass Joy hier nun erfährt, dass ihr Vater noch am Leben ist und sie somit jahrelang angelogen wurde. Insgesamt bleibt es aber leider dabei, dass mich die Meachums einfach überhaupt nicht interessieren. Andererseits, sowohl dass Harold wohl noch verrückter zurückgekommen sein dürfte als er es vor seinem (zweiten) Tod schon war, wirkt ebenso erstmal recht vielversprechend, wie seine Interaktion mit Joy, die ich schon mal wesentlich gelungener fand als seine Gespräche mit Ward. Insofern schließe ich nicht auch, dass es an der Front in den letzten paar Folgen doch nochmal nach oben geht.

Was nun die Haupthandlung rund ums Verhör von Madame Gao betrifft: Als großer Fan der Figur – und Wai Ching Ho's Darstellung von eben dieser – war es natürlich grundsätzlich ein Fest, ihr dabei zuzusehen, wie sie ihre Häscher manipuliert, bei jedem von ihnen den wunden Punkt findet, zielsicher auf diesen drückt, und so den Spieß umdreht. Außerdem hatte der Handlungsstrang – nachdem mir zuletzt eher die weniger gelungenen Dialogzeilen ins Auge stachen – auch wieder ein paar gelungene und amüsante Kommentare zu bieten, wie z.B. Claires trockener Kommentar "The way this looks, we're on a fast track to waterboarding". Andererseits ließen sich unsere "Helden" für meinen Geschmack dann doch zu leicht manipulieren und aus der Ruhe bringen. Man nehme z.B. Claire, da erwähnt sie nur kurz ihre Mutter, und schon stürmt sie erschüttert aus dem Zimmer heraus. Und generell war mir Gao da und dort schon fast wieder zu allwissend, was irgendwie mystisch rüberkam. Etwas zwiespältig sehe ich auch die Szene mit dem Wahrheitsserium. Auf der einen Seite ist die Tatsache, dass man sich nicht sicher sein konnte, ob sie tatsächlich unter deren Wirkung stand, oder ihnen etwas vorgespielt hat, die Szene irgendwie interessant – zugleich aber auch irgendwie wertlos, da man so nicht weiß, wie man die von ihr dort gegebene Information (wenn sich diese auch mit meiner persönlichen Vermutung deckt) einschätzen soll. Dass die Eiserne Faust aber auch über Heilkräfte verfügt, fand ich dann wiederum durchaus interessant. Und das Ende deutete an, dass wir nun endlich erfahren werden, was es mit Wongs Sensei auf sich hat. Abschließend aber noch ein Kritikpunkt: Mit allen rund um den plötzlich auftauchenden, mysteriösen Kerl, der aus Alufolie Ninjasterne macht, konnte ich irgendwie gar nichts anfangen. Aber ich vermute, der wird für den Rest der Staffel noch wichtig sein, und sollte hier halt erstmal auf möglichst mysteriöse Art und Weise vorgestellt werden – wobei man zumindest bei mir daran gescheitert ist, mein Interesse zu wecken.

Fazit: Episodenbild (c) Marvel Studios/Netflix Bei "Der Frosch im Brunnen wird nie das Meer verstehen" fand ich leider beide Handlungsstränge eher durchwachsen. Harolds Rückkehr war angesichts der Tatsache, dass sie für diesen David Wenham engagiert hatten, wenig überraschend, und die Szenen, in denen er verwirrt durch New York gewandelt ist, auch eher mühsam. Dafür fand ich das Wiedersehen mit Ward und auch seine Szene mit Joy durchaus interessant und vielversprechend. Mal sehen, wie es damit weitergeht. Bei Madame Gaos Verhör war's ähnlich: Einerseits mag ich die Figur war, und machte es Spaß, ihr dabei zuzusehen, wie sie Randy, Claire und Colleen manipuliert. Andererseits ließen sich diese für meinen Geschmack schon fast wieder zu schnell aus der Ruhe bringen, und wirkten dadurch doch etwas naiv. Und auch, wie ich die vermeintliche Offenbarung rund um den Tod von Dannys Eltern weiß ich noch nicht. Hat das Wahrheitsserum wirklich gewirkt, oder hat sie ihnen nur etwas vorgespielt? Die restlichen Folgen werden es wohl offenbaren. Das größte Problem daran ist aber eh, dass mich die Antwort nicht mal wirklich interessiert.

Wertung: 2 von 5 Punkten
Christian Siegel
(Bilder © 2017 Marvel/Netflix)




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