Doctor Who 7: The Stone Rose
Deutlich besser als Rayners erster Who-Roman Kategorie: Literatur & Comics - Autor: Ulrike Waizenegger - Datum: Samstag, 06 April 2013
 
50 Jahre Doctor Who

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Titel: "Doctor Who: The Stone Rose"
Bewertung:
Autorin: Jacqueline Rayner
Übersetzung: -
Umfang: 251 Seiten
Verlag: BBC Books
Veröffentlicht: 13. April 2006
ISBN: 0-563-48643-0
Kaufen: Taschenbuch (E), Gebunden (E), Kindle (E), Hörbuch (E)
 

Kurzinhalt: Der Doctor und Rose verbringen etwas Zeit mit Jackie und Mickey. Auf einen Ausflug ins Museum freut sich insbesondere Mickey, denn er will den beiden Zeitreisenden unbedingt etwas zeigen. Als die Tour endlich ins Antike Rom führt, wird nicht schlecht gestaunt. Eine Statue nach der anderen, und die Göttin Fortuna sieht exakt aus wie Rose. Jackie macht sich auf die Suche nach einer Postkarte der Statue ihrer Tochter und Rose und der Doctor reisen ins antike Rom zurück, um diesem Mysterium auf die Spur zu kommen. Schnell gewinnen sie einen Freund in Gracilis, der verzweifelt seinen Sohn sucht. Doch der Doctor und Rose machen nicht nur Freunde…

Review: "The Stone Rose" ist das siebte Buch aus der Bücherreihe zu New Who, und damit das erste mit dem zehnten Doctor, der im Fernsehen von David Tennant gespielt wird. Weiter dabei ist dessen Companion (Begleiter) Rose Tyler, gespielt von Billie Piper. Von der zeitlichen Einordnung her lässt es sich nicht exakt bestimmen, jedenfalls nach dem Weihnachtsspecial "The Christmas Invasion". Ich würde fast vermuten ziemlich am Anfang von Staffel 2. Der Leser wird in diesem Buch mal wieder in die Vergangenheit der Erde geschickt. Das antike Rom mitsamt seinen Statuen-Skulptoren, dem Kolosseum, Sklavenhandel, und wie es sich für "Doctor Who" gehört einem saftigen Mysterium. Die Statue von Rose als Göttin Fortuna in einem Londoner Museum empfand ich als sehr interessanten Aufhänger. Mag eine persönliche Einstellung sein, aber wenn eine Geschichte in der Gegenwart spielt, und sei es auch nur teilweise, freue ich mich immer, wenn man auf Jackie und Mickey trifft. So auch in diesem Buch. Was die Teile betrifft, die in Rom spielen, bekommt man aber nicht nur die glorreichen Seiten zu sehen. Insbesondere die Thematik Sklaverei wird doch immer wieder aufgeworfen. Natürlich sind der Doctor und Rose nicht sehr begeistert davon, aber für die Römer ist es ganz normal Sklaven zu haben. Aber es gibt zumindest Unterschiede dahingehend, wie die Sklavenhalter mit ihrem Eigentum umspringen. Für ein Kinderbuch durchaus geschickt eingefädelt. Und was ich durchaus gerne im Fernsehen gesehen hätte, ist der Doctor in einer römischen Toga. Die Vorstellung hat mich doch sehr erheitert.

Was die Darstellung der Figuren betrifft, sind alle eigentlich ganz gut getroffen. Ich würde nicht sagen ideal, aber man muss selten darüber nachdenken, ob das jetzt wirklich Rose und der zehnte Doctor sind. Da gabs es ja auch schon andere Bücher, wo ich mich das fast ständig gefragt habe. Insbesondere bei Rayners letztem Buch "Winner Takes All". Hier hat die Autorin offenbar etwas dazugelernt. Nur leider ist ihr Schreibstil nach wie vor nicht so packend wie von anderen Autoren, aber immerhin liefert sie dieses Mal eine solide Story ab und versucht nicht krampfhaft spannend zu sein. Ein wenig überzogen ist der Timey-Wimey-Faktor ("Doctor Who" Fans werden sicherlich mit diesem Begriff etwas anfangen können), oder jedenfalls ist es manchmal grenzwertig, den Erklärungen noch folgen zu können. Aber im Großen und Ganzen kommt man als Leser ganz gut mit. Ob man mit der Auflösung der Geschichte zufrieden ist, ich denke, da werden sich die Geister scheiden. Ich persönlich mochte die Idee und denke, für Kinder ist sie auch gut geeignet. Natürlich verrate ich sie nicht an dieser Stelle, schließlich handelt es sich hier um ein Buch, das man sich durchaus zu Gemüte führen kann. Abschließend sei angemerkt, dass es die sechs Bücher mit Ten und Rose auch als Hörbücher auf CD gibt. Ich hatte die Gelegenheit in das Hörbuch zu diesem Roman reinzuhören. Der Erzähler bei "The Stone Rose" ist kein Geringerer als David Tennant selbst. Natürlich fehlen hier und da Stellen des Buches, aber es ist doch sehr gut umgesetzt. Und meine Hochachtung für die Art und Weise, wie Tennant Rose nachahmen kann. Der Mann weiß wirklich, seine Talente und Fähigkeiten auch als Sprecher einzusetzen.

Fazit: Das erste Buch mit dem zehnten Doctor. Als ich den Namen der Autorin gesehen habe, bin ich mit leicht gemischten Gefühlen an das Buch rangegangen. Denn bei ihrem letzten Roman ("Winner Takes All") hat Rayner sich alles andere als mit Ruhm bekleckert. Aber ich wollte dem Buch eine faire Chance geben, und zum Glück ist diese Geschichte nicht so ein Reinfall. Im Gegenteil. Der Leser bekommt eine durchaus interessante Lektüre. Nicht Weltklasse, aber in Ordnung.

Ulrike Waizenegger

Bewertung: 3/5 Punkten






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